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Optimale Einstellungen der MP3 Qualität

Erstellt von a_2, 16.07.2005, 17:41 Uhr · 13 Antworten · 3.010 Aufrufe

  1. #1
    a_2
    Avatar von a_2

    Optimale Einstellungen der MP3 Qualität

    Hallo,

    seit kurzem habe ich einen MP3 Player im Büro, anstatt des üblichem Radios. Leider hat dieser MP3 Player "nur" 256MB Speicher. Philips PSS 110

    Ich habe heute ein wenig mit den verschiedenen Qualitätsstufen des MP3 Encoders (Lameenc) gespielt, aber ich denke mir das da noch mehr rauszuholen ist. In diesem Falle gehts nicht um CD Qualität, sondern darum möglichst viel Musik in brauchbarer Qualität auf den 256 MB unterzubringen.

    Habt Ihr irgendwelche Tipps? Ich benutze CDEX als Ripper und Lameenc als MP3 Encoder.

    Derzeit codiere ich MP3's mit 96Kbit und in Stereo. Welche Unterschiede gibt es dabei zu Joint-Stereo und Forced Stereo? Kann ich noch ein paar KBytes sparen, wenn ich VBR verwende?

    Die resultierende soll noch brauchbar sein. Ich habe leider ein sehr feines Gehör.

    Irgendwelche Tipps?

    Danke im vorraus

    Stefan

  2.  
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  3. #2
    Avatar von martinus

    Registriert seit
    25.06.2003
    Beiträge
    2.958

    Re: Optimale Einstellungen der MP3 Qualität

    Hallo Stefan,

    ich meine, daß nicht jeder MP3-Player mit der VBR zurecht kommt.

    Aber 96 Kbit ist schon ein bißchen wenig, wenn du eh ein feines Gehör hast!
    Meine Frau hat das gleiche Problem mit den 256 MB und unter 128 Kbit möchte ich ihr das nicht antun.
    Also lieber ein paar Titel weniger bei etwas mehr Qualität.

    Martin

  4. #3
    Avatar von phimax

    Registriert seit
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    Beiträge
    14.274

    Re: Optimale Einstellungen der MP3 Qualität

    Zitat Zitat von a_2",p="260108
    Ich habe leider ein sehr feines Gehör.
    Irgendwelche Tipps?
    Hatte mir den Philips auch mal angehört...
    ...da helfen auch keine 320kbps :P


    Tips zu CDex/Lame gibt´s hier

    Persönlich Encode ich CDs/Wave mit den dortigen Tips.
    Nicht, weil ich höre(n könnte) wie eine Klosterschülerin ( ;-D ),
    sondern weil man aus diesen mp3 wieder qualitativ sehr gute AudioCDs erstellen kann.

  5. #4
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Optimale Einstellungen der MP3 Qualität

    Hi Phimax, der Philips klingt noch um Welten besser als alle anderen "Büroradios", die ich bislang gehört habe. (Das Design hat allerdings auch eine Rolle gespielt.)

    Ein IPOD mit Bose Dockingstation wäre natürlich besser, aber fürs Büro zu teuer.

    @martinus

    Naja 96 Kbit sind schon nicht optimal aber man muss bei 256 KByte halt Abstriche machen, wenn man auch ein wenig Quantität will. Wenns so leise auf dem Schreibtisch von sich hin dudelt, gehts mit 96 Kbit und VBR schon. (Ich probiers grad) mit 96Kbit Musik über Kopfhörer zu hören ist sicherlich eine Qual. Selbst bei 128 Kbit ist der Klang meist nicht optimal. Bei guten Lautsprechern hört man den Unterscheid zwischen CD und MP3 deutlich. Ist mir teilweise sogar im Auto aufgefallen.. :O

    Stefan

  6. #5
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Optimale Einstellungen der MP3 Qualität

    Ich habe ein wenig geGoogled und bin auf folgendes gestossen:
    (...) Standartmässige wird bei der MP3 Erstellung vom Encoder ein Lowpass Filter mit 16Khz angewendet (...)
    Das erklärt warum MP3s im vergleich zu AudioCDs immer so dumpf klingen. Jetzt muss ich nur noch rausfinden wie man die Filtereinstellungen verändert...

    Stefan

  7. #6
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Optimale Einstellungen der MP3 Qualität

    Also, die korrekten Parameter für LameEnc sind:

    -k (Schaltet den Tiefpass ab. Die Filterparameter kann man auch einstellen, ich muss noch rausfinden wie...)

    -q 2 (Für höhere Qualität beim kodieren -- Dafür langsamer)

    -b 128 (Oder welche Bitrate auch immer)

    -s 44.1 (Samplefrequenz des Ausgangsmaterials, bei CD immer 44.1 KHz)

    -resample 44.1 (Weniger als 44.1 KHz würde ich nicht nehmen, da man sonst den Tiefpass nicht abschalten braucht)

    Um eigene Einstellungen machen zu können braucht man die Lameenc EXE. Die gibts hier!

    Unter CDEX kann man es dann so einbinden:



    Hier mal ein Test von der Kommandozeile:

    C:\Programme\Lame>lame -k -q 2 -b 96 tada.wav tada.mp3
    LAME version 3.94 MMX (beta 1, Dec 22 2003) (http://www.mp3dev.org/)
    CPU features: MMX (ASM used), SSE, SSE2
    Resampling: input 22.05 kHz output 8 kHz
    polyphase lowpass filter disabled
    Encoding tada.wav to tada.mp3
    Encoding as 8 kHz 96 kbps j-stereo MPEG-2.5 Layer III (2.7x) qval=2
    Frame | CPU time/estim | REAL time/estim | play/CPU | ETA
    26/28 (93%)| 0:00/ 0:00| 0:00/ 0:00| 7.1724x| 0:00
    average: 96.0 kbps LR: 5 (17.86%) MS: 23 (82.14%)

    Writing LAME Tag...done
    ReplayGain: -0.9dB
    Mit dem Parameter --lowpass kann man die Tiefpass Frequenz bestimmen. Ich denke 17,5 KHz dürfte ok sein, da das über der durchschnittlichen Hörschwelle liegt. Bei meiner letzten Gehörmessung wurde eine Hörschwelle von 16,??? KHz bei mir gemessen, wenn ich mich richtig erinnere...

    C:\Programme\Lame>lame -q 2 -b 96 --lowpass 17.5 tada.wav tada.mp3
    LAME version 3.94 MMX (beta 1, Dec 22 2003) (http://www.mp3dev.org/)
    CPU features: MMX (ASM used), SSE, SSE2
    Using polyphase lowpass filter, transition band: 11114 Hz - 11381 Hz
    Encoding tada.wav to tada.mp3
    Encoding as 22.05 kHz 96 kbps j-stereo MPEG-2 Layer III (7.3x) qval=2
    Frame | CPU time/estim | REAL time/estim | play/CPU | ETA
    73/76 (96%)| 0:00/ 0:00| 0:00/ 0:00| 10.037x| 0:00
    average: 96.0 kbps LR: 12 (15.38%) MS: 66 (84.62%)

    Writing LAME Tag...done
    ReplayGain: -0.8dB
    Eine qualitative Bewertung folgt, wenn ich daheim bin, hab kein Material zum testen hier.

    Unterschied der Dateigröße der MP3's 27,764 KByte ohne Hochpass zu 25,056 KByte mit Hochpass bei 17,5 KHz. (Jeweils 96 Kbit/s). Die Ausgangsdatei ist 171.100 KByte gross.

    Später mehr...

    Stefan

  8. #7
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Optimale Einstellungen der MP3 Qualität

    Da Köpfhörer und kleine Lautsprecher meist Töne unter 80 Hz nicht wiedergeben können, kann man noch einen Hochpass setzen...

    [quote]
    C:\Programme\Lame>lame -q 2 -b 96 --lowpass 22.05 --highpass 0.050 tada.wav tada.mp3
    Warning: highpass filter disabled. highpass frequency too small
    LAME version 3.94 MMX (beta 1, Dec 22 2003) (http://www.mp3dev.org/)
    CPU features: MMX (ASM used), SSE, SSE2
    Using polyphase lowpass filter, transition band: 11114 Hz - 11381 Hz
    Encoding tada.wav to tada.mp3
    Encoding as 22.05 kHz 96 kbps j-stereo MPEG-2 Layer III (7.3x) qval=2
    Frame | CPU time/estim | REAL time/estim | play/CPU | ETA
    73/76 (96%)| 0:00/ 0:00| 0:00/ 0:00| 9.0807x| 0:00
    average: 96.0 kbps LR: 12 (15.38%) MS: 66 (84.62%)

    Writing LAME Tag...done
    ReplayGain: -0.8dB

    Hier ein wenig Theorie zu den Musikalischen Frequenzbereichen:

    Lower Bass:
    -> 20-60Hz
    -> selten Grundtöne von Instrumenten in diesem Bereich
    -> Raumresonanzen ; evtl. bei Mik. aufnahmen mit Trittschallfilter bedämpfen.
    -> zuviel Sound: Sound is schwammig, kein klares Frequenzbild mehr.
    ->Groove geht verloren.
    Upper Bass:
    ->60-250Hz
    ->Grundtöne vieler Instrumente in den tiefen Lagen zu finden (piano erste 3 Oktaven).
    ->richtig eingesetzt ergibt diese frequenzbereich "druck"
    ->zuviel Sound: Mix klingt "dröhnig" (boomy Sound)
    ->zuwenig Sound: "kraftloser" Mix
    Lower Midrange:
    -> 250Hz - 2,5kHz
    -> Grundtöne der Instrumente in den hohen Lagen (Gitarre, Piano (hohe Lagen), Gesang (Frauenstimme), Geige,..)
    -> "Punch" der bassdrum ("Kickfrequenz")
    -> zu stark geboostet: Telefon Sound
    -> zuwenig: flacher Mix, trocken
    Upper Midrange:
    -> 2,5 - 5kHz
    -> fast keine Grundtöne mehr
    ->viele Obertöne von Instrumenten
    ->Bereich der Stimmenverständlichkeit (konsonanten)
    -> empfindlichster Bereich des Gehörs
    -> Brillianz, durchsichtigkeit des Mixes
    -> zuviel Sound: nerviger, stechender, trötender klang
    -> zuwenig Sound: dumpfer Klang
    Presence Range:
    -> 5-7kHz
    -> zischlaute
    -> De-Esser arbeitet in diesem bereich
    -> z.b. griffgeräusche der Gitarre
    Upper High (High End):
    -> 7 - 20kHz
    -> Nurnoch Obertöne von Instrumenten
    -> Wenn Stimme/gitarre/overheads etc. bei 12kHz geboostet = Air, Crisper Klan
    -> Rauschen wenn überbetont
    -> richtig dosiert = Atmosphäre, Klarheit
    -> exciter arbeitet in diesem Bereich und fügt dem Signal ganzzahlige harmonische Obertöne hinzu.
    Quelle

    Mehr Filterparameter...


    Soweit erstmal..

    Stefan

  9. #8
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Optimale Einstellungen der MP3 Qualität

    C:\Programme\Lame>lame -q 2 -b 96 --athtype 1 --lowpass 22.05 --highpass 0.050 tada.wav tada.mp3

    Wählt ein korrigiertes psychoakustisches Modell. Ich muss mal daheim mit Kopfhörern testen was das bringt.

    Stefan

  10. #9
    Avatar von phimax

    Registriert seit
    03.12.2002
    Beiträge
    14.274

    Re: Optimale Einstellungen der MP3 Qualität

    Danke für die Infos
    Werde ich mich auch mal an´s testen machen bzw. deine Einstellungen probieren.

    Berücksichtigst du eigentlich auch die (senderabhängig) Komprimierung,
    wenn du mp3 erstellst, die du aus dem Radio mitschneidest?


    BTW.
    Im Büro hast du doch einen Rechner, oder?
    Was spricht da eigentlich gegen Winamp (mp3, Internet Radio etc.) und diesen Boxen?
    Und, müßte (theoretisch) der Philips nicht bei der GEZ angemeldet werden?

  11. #10
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Optimale Einstellungen der MP3 Qualität

    @Phimax

    Ja, ich habe einen Laptop im Büro. Nur leider ist die Soundkarte "bescheiden". Sie produziert Pfeif- und Knackgeräusche wenn man auf die Platte zurgreift. Boxen hatte ich schon angeschlossen.

    Ich habe es auch mit USB Boxen probiert, nur wurde dabei der Rechner bei der Soundausgabe spürbar langsamer! (1,2 Ghz Centrino Win XP)

    Ok, das Radio müßte bei der GEZ angemeldet werden, aber wenn ich alle Dinge die ein eingebautes Radio haben bei der GEZ anmelden würde, dann könnte ich denen meinen Monatslohn komplett überweisen... Ich hab meinen Fernseher und ein Radio angemeldet, das soll reichen. Ich höre ja eh nie Musik auf allen Radios gleichzeitig. Ausserdem kommt ja auch die GEZ Gebühr auf PCs demnächst...

    Als ich für 1 Jahr in Australien war hatte ich echt spass mit den Knaben von der GEZ, die wollten meine Abmeldung nicht akzeptieren.. Aber das ist eine andere Geschichte..

    Als PC Lautsprecher kann ich diese empfehlen. Die klingen recht "brauchbar" für ihren Preis..

    Stefan

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