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Was gewöhnliche Taschendiebe sympathisch erscheinen lässt

Erstellt von Ralf_aus_Do, 07.06.2005, 08:48 Uhr · 3 Antworten · 679 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Ralf_aus_Do

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    Was gewöhnliche Taschendiebe sympathisch erscheinen lässt

    Was gewöhnliche Taschendiebe sympathisch erscheinen lässt, ist das Geschäftsgebahren von Mobilfunk- und Diensteanbietern.

    [highlight=yellow:0b878b3a7d]Ich denke hauptsächlich Eltern von Kindern im schulpflichtigen Alter sollten dies lesen.[/highlight:0b878b3a7d] Einige Dinge sind bekannt andere nicht ... aus der FAZ von heute:

    Jeder Tastendruck kann teuer werden
    Tricksen, täuschen, tarnen Wie die Mobilfunk-Schuldenfalle funktioniert
    Ein Bericht von Michael Spehr


    06. Juni 2005 Da kommt er nun stolz mit seinem neuen Handy aus dem Geschäft. Den 18. Geburtstag hat der junge Mann zum Anlaß genommen, um von der Prepaid-Karte zum Zweijahresvertrag zu wechseln. Günstigere Tarife und vor allem das angesagte Top-Telefon für nur einen Euro haben ihn gelockt. Gründlich hat er sich informiert: Das Handy ist ein Alleskönner mit MP3-Wiedergabe und eingebauter Digitalkamera. Einen Walkman und einen Fotoapparat will sich der Neukunde damit sparen. Daß Telefonate mit dem Mobiltelefon teuer werden können, weiß er. Trotz aller Kenntnisse und Umsicht laufen jedoch Kinder und Jugendliche in die Handy-Schuldenfalle. Das eigene Gerät ist für sie das wichtigste Statussymbol. Stets muß es das neueste Modell sein, sonst ist man schnell "out". Den jährlichen Neukauf eines Handys werden selbst strenge Eltern im Zeitalter des rasenden technischen Fortschritts akzeptieren. Aber warum verschulden sich Hunderttausende Kinder und Jugendliche für ihren mobilen Apparat? Liegt es am leichtsinnigen Umgang, an stundenlangen Dauergesprächen mit Freunden? Oder ist die Antwort eher in der Tücke von Telefon, Tarif und Technik zu suchen? Wo sind die Fallstricke? Welche teuren Zusatzangebote rund um Handy & Co. sind für Jugendliche so verlockend, daß sie Monatsrechnungen im drei-, vier- und sogar fünfstelligen Bereich produzieren?


    Am Anfang steht der Tarif. Angelockt von markanten Werbesprüchen wie "Ab einem Cent pro Minute ins Festnetz telefonieren", ist selbst der klügste Kunde mit der Abschätzung der realen Kosten eines Handys überfordert. In diesem Fall geht es beispielsweise um T-Mobile und die Tarifoption "Relax Local": Für 10 Euro im Monat kann man ein Gesprächsvolumen von 1000 Minuten für Verbindungen zu zwei frei wählbaren Orts-Vorwahlen "abtelefonieren". Wer das Kontingent voll ausschöpft, kommt tatsächlich auf einen rechnerischen Minutenpreis von 1 Cent je Minute. Werden die beiden festgelegten Orts-Vorwahlen aber nur gelegentlich angerufen, sieht es ganz anders aus. Bei 25 Minuten im Monat zahlt man ebenfalls 10 Euro, also einen Minutenpreis von 40 Cent. Die 10 Euro sind in jedem Fall futsch. Und dazu kommt ja noch die Relax-Grundgebühr zwischen 7,50 Euro und 100 Euro im Monat. Ohne "Local" kostet das Handy-Gespräch ins Festnetz 25 bis 40 Cent, wiederum gibt es ein Freikontingent. Übersichtlich und verständlich sind die ungefähr 600 Tariftypen und Gebührenoptionen im deutschen Mobilfunk nicht - und sollen es auch gar nicht sein.

    Alle neueren Tarife der großen Netzbetreiber und Service-Provider sind nach einem einheitlichen Schema strukturiert: Statt eines für jedermann vergleichbaren und transparenten Minutenpreises für Gespräche ins Festnetz und in die Mobilfunknetze gibt es Kombiangebote mit Inklusivminuten. Tückisch sind die zusätzlich wählbaren Optionen: Für eine zweite Grundgebühr erhält man weitere Pauschalpakete mit Minutenpreisen, die nur dann wirklich klein sind, wenn man das vorgegebene Kontingent exakt ausnutzt. Nicht genutzte Inklusivminuten verfallen in der Regel am Monatsende. Da niemand sein Telefonverhalten vorhersagen kann, sind die errechneten Vorteile rein akademischer Natur. Lockvogelangebote wie "ein Cent pro Minute", die nur für spezielle Verbindungen zu bestimmten Zeiten gelten, können teurer sein als 30 Cent die Minute bei moderater Grundgebühr und klaren Spielregeln. Relativ fair und verbraucherfreundlich sind beispielsweise die Professional-Tarife von E-Plus. Größtmögliche Verwirrung stiften hingegen Vodafone und O2. "Es gibt keine Transparenz für den Verbraucher", gibt selbst O2-Marketingleiter Gerhard Mayrhofer unumwunden zu. Daß die großen Anbieter durchgängig bei der Taktung mogeln, also ein einsekündiges Gespräch wie ein Einminutentelefonat abrechnen - an diese Schummelei hat man sich ja schon fast gewöhnt. Trotz guter Mobilfunkkenntnisse kann also der Kunde in Deutschland bereits mit der Wahl des falschen Tarifs, falscher Optionen und ungünstiger Taktung in eine Falle laufen.

    Es kommt aber noch schlimmer. Unser junger Mann ruft am Telefon seinen Kontostand ab. Die Bank ist unter der 0180-2-Rufnummer für 6 Cent je Anruf zu erreichen - unabhängig von der Länge des Telefonats. Wer indes nicht vom Festnetz, sondern vom Handy eine 0180-Rufnummer wählt, erlebt eine böse Überraschung. Für das Gespräch über eine Entfernung von 500 Metern von der Frankfurter Hauptwache zum Call-Center im Bankenviertel verlangt der Mobilfunkanbieter unseres Kunden sage und schreibe einen Euro die Minute. Nach 20 Minuten sind also 20 Euro fällig, die 333fache Gebühr des Festnetzgesprächs. Bei allen Sonderrufnummern "zocken" die Netzbetreiber gewaltig ab, auch bei der 0137 für Fernseh-Abstimmungen, privaten 0700-Nummern und anderen. Und natürlich werden die Gebühren nicht auf Inklusivminuten-Kontingente angerechnet. Weiterhin gibt es keine warnende Tarifansage vor dem Gesprächsaufbau. Man kann also nur dazu raten, "verdächtige" Rufnummernbereiche gar nicht oder erst nach einem Blick in die bis zu 50 Seiten umfassenden Tarifbroschüren anzuwählen.

    Daß man auch dann Geld zahlt, wenn man wissentlich nichts tut, ist eine weitere Erfahrung des Mobilfunknovizen. Sein günstiges Ein-Euro-Handy hat ein Branding des Netzbetreibers. Das Äußere wurde bewußt verunstaltet, etwa mit einem dicken roten Vodafone-Logo auf dem Gehäuse. Ferner ist die Menüführung im Sinne des Netzbetreibers verändert. Während die Handyhersteller eine möglichst einfache Bedienung ihrer Produkte suchen, sind beim Branding viele Hinterhalte eingebaut, damit der Kunde Geld für teure Zusatzdienste ausgibt - selbst dann, wenn er das gar nicht will. Bei vielen Vodafone-Handys sind bis zu drei Tasten unabänderlich so belegt, daß sich nach ihrer Betätigung das Telefon kostenpflichtig in das Wap-Portal einwählt, also eine teure Datenverbindung aufbaut. Solche Bauernfängerei ist gewollt: Es gibt keine Sicherheitsrückfrage oder Bestätigung der Aktion, und meist liegt hier abermals eine besonders ungünstige Taktung mit hohen Gebühren für kürzeste Verbindungen vor: 500 Byte Daten sind geflossen, bezahlen muß man aber 100 Kilobyte, also für das 200fache.

    Branding bedeutet aber nicht nur ein schlechteres Menüsystem, eine verunstaltete Optik und Abzockerei durch gewollte Fehlbedienung. Bei vielen Handys werden wesentliche Funktionsbereiche gesperrt, um weitere Einnahmequellen zu eröffnen. Wer etwa ein Kamerahandy mit dem Kurzstreckenfunk Bluetooth oder Infrarot erwirbt, will drahtlos seine Daten übertragen: Fotos, Klingeltöne oder MP3-Musik. Vodafone und T-Mobile hingegen blockieren bei vielen Geräten die kostenlose Datenschaufelei. Der Kunde soll jeden einzelnen Schnappschuß und jedes Lied via Multimedia-Kurznachricht oder E-Mail verschicken. Das kann verflixt teuer werden: Die Übertragung von 30 Urlaubsfotos in den PC kostet je nach Tarif bis zu 20 Euro. Wer gar während des Auslandsurlaubs seine Fotos via MMS oder E-Mail versenden muß, weil andere Wege vom Netzbetreiber blockiert werden, zahlt zusätzlich Roaming-Gebühren. Jüngstes Beispiel: Das teure Samsung-UMTS-Telefon SGH-Z130 kann als Originalgerät Daten aller Art via Bluetooth verschicken. Bei der T-Mobile-Variante ist diese wichtige Funktion deaktiviert. Auch Vodafone steht mit solcher Trickserei immer wieder in der ersten Reihe. Hier werden Handys zusätzlich so kastriert, daß sie nur solche MP3-Klingelton-Schnipsel wiedergeben, die man zuvor für etliche Euro aus dem Vodafone-Life-Portal geladen hat. Ein "schwaches", hinnehmbares Branding haben hingegen die Geräte von O2 und E-Plus.

    Groschengrab Ein-Euro-Handy

    Die Idee unseres jungen Handy-Käufers, sein Gerät kostensparend als Walkman und Fotoapparat zu nutzen, hat sich damit schon erübrigt. Das günstige Ein-Euro-Handy entpuppt sich als teures Groschengrab. Ein erstes Gerichtsurteil hält fest, daß die Netzbetreiber auf das Branding und die geänderte Programmierung ausdrücklich hinweisen müssen. In diesem Fall (Amtsgericht Potsdam, AZ 34C 563/04) mußte T-Mobile den Kaufpreis für das mangelhafte Gerät zurückerstatten.

    Indes kann man mit einem Handy ohne "Brandmarken" ebenfalls in Kostenfallen laufen. Nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen sind in Deutschland 850000 Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren verschuldet. "Immer öfter kommen junge Leute, und immer öfter machen Handyrechnungen den größten Teil der Schulden aus", sagt Rechtsanwalt Martin Trautwein, Leiter der Frankfurter Caritas-Schuldnerberatung. Die Beträge sind vier- und fünfstellig. In der Regel treiben Klingeltöne und Logos (Bildschirmfotos) die Rechnung in kaum vorstellbare Höhen. Mehrere hundert Millionen Euro werden in jedem Jahr von Deutschlands Jugendlichen für diese kurzen Ton- und Bildfetzen ausgegeben: mehr als der Staatshaushalt mancher afrikanischer Länder.

    Ältere können die Faszination für stets neue Klingeltöne nur schwer nachvollziehen. An Ruftönen scheiden sich Jung und Alt. Mit vernünftigen Argumenten kommt man nicht weiter. Jeder vierte zwischen 14 und 29 Jahren gibt einen Teil seines Geldes für Melodien und Logos aus. Wer den Hype erleben will, schalte einen Fernsehsender wie MTV, MTV2 Pop, Viva oder Viva Plus ein und beobachte die Werbung. Bis zu 90 Prozent aller Reklamespots sind nach Untersuchungen der Landesmedienanstalten für Ruftöne geschaltet. Sieben Minuten am Stück ertönt alle 15 Sekunden ein "Hol dir jetzt ..." Die von Jugendlichen geschätzten Musiksender sind längst abhängig von der Klingelton-Branche, die wiederum einen Namen hat: Jamba. Das Berliner Unternehmen ist mit einem Jahresumsatz von 70 Millionen Euro im Jahr 2004 vorherrschend. Klingeltöne bewirbt Jamba nur als Abonnement. Wenn von "Spar-Abos" oder "kostenlosen" Tönen die Rede ist, wird an die Unerfahrenheit und Leichtgläubigkeit von Kindern und Jugendlichen appelliert: Schon mit dem Zusenden einer Melodie handelt man sich ein Abonnement für 5 Euro im Monat ein, das sich automatisch immer wieder verlängert, bis es ausdrücklich gekündigt wird. Wer noch einen zweiten Klingelton anfordert, erhält gleich noch ein zweites Jamba-Paket für weitere 5 Euro monatlich dazu, wenn er nicht aufpaßt. Das Alter der Neukunden wird von Jamba nicht geprüft, obwohl Verträge mit Minderjährigen erst durch Einwilligung oder Genehmigung der Eltern gültig werden. Jamba drittelt die Umsätze mit der Musikindustrie und den Netzbetreibern. So wundert die Bereitschaft letzterer nicht, sämtliche Abo-Kosten ohne weitere Rückfrage beim Kunden über seine monatliche Rechnung einzutreiben. Häufig bleiben Jamba-Gebühren dort monatelang unentdeckt. Wer eine vorausbezahlte Guthabenkarte (Prepaid) nutzt, erfährt von der monatlichen Abbuchung nichts, weil es keine Rechnung gibt. Eine ähnliche Schuldenfalle sind Premium-SMS mit fünfstelliger Rufnummer. Wird hier auf das Angebot einer unverbindlichen Plauderei eingegangen oder ein beworbener Dienst abgerufen, zahlt man bis zu 4 Euro je Kurzmitteilung.

    Sogar "nicht erreicht" kostet Geld

    Wer nun annimmt, daß es angesichts der hier beschriebenen Tricks und Fallen doch wenigstens ein probates Mittel der Kostenkontrolle gibt - nämlich das Handy ausschalten -, wird abermals getäuscht. Vodafone und O2 tarifieren seit einiger Zeit sogar Anrufe, die nicht zustande kommen. Die nackte Ansage "Der Teilnehmer ist vorübergehend nicht erreichbar" - sie dauert zwischen 7 und 10 Sekunden - wird von den beiden Netzbetreibern wie ein Telefongespräch behandelt. Kommt der Anrufer aus einem anderen Handy-Netz, zahlt er für die vergebliche Anwahl bis zu einen Euro - jedes Mal aufs neue, bei jedem weiteren Wählversuch. Der Anrufer erfährt von diesem Nepp erst mit der nächsten Rechnung, und er hat keine Möglichkeit, sich davor zu schützen.

    Wie kann man hier Abhilfe schaffen? Welche Maßnahmen für mehr Verbraucherschutz sind anzustreben? An erster Stelle wäre mehr Wettbewerb unabdingbar, wie die günstigeren Preise und faireren Bedingungen in den Nachbarstaaten zeigen. Hierzulande ist mit dem Oligopol der vier Netzbetreiber ein Silberstreif am Horizont marktwirtschaftlicher Lösungen jedoch nur schwer zu sehen. Eine staatliche Überregulierung wäre jedoch der falsche Weg. Würde heute ein Angebot oder ein Abrechnungsverfahren verboten, tauchte es morgen in anderer Form wieder auf. Politik und Justiz reagieren leider viel zu langsam auf Mißstände. Indes sollten einige Rahmenbedingungen neu gesetzt werden. Viel wäre geholfen, wenn für jedwede Sprachkommunikation die Abrechnung im Sekundentakt und bei der Datenkommunikation in Kilobyteschritten vorgeschrieben würde: ein erster Schritt für mehr Preistransparenz und -gerechtigkeit. Gebühren für nicht zustande gekommene Anrufe müßten ebenfalls gesetzlich verboten werden.

    Auch kann man gewiß über Tarifansagen sowie eine Preisobergrenze für Klingeltöne, Logos und andere Mehrwertdienste diskutieren. Ferner müßte der Buchung von besonders teuren Mehrwertdiensten und Abonnements ein schriftlicher Vertrag mit Volljährigen vorausgehen. Ein Rechnungsalarm per SMS, der bei einer Monatsrechnung von 30 Euro einsetzt und der in 50-Euro-Schritten die aktuellen Kosten signalisiert, ließe sich von den Netzbetreibern problemlos einrichten. Schließlich bleibt die Hoffnung auf Aufklärung. Es gilt, Breschen in das Dickicht aus Tarifdschungel, Abzockerei und Täuschung zu schlagen. Wer gut informiert ist, wird das Handy mit Branding als Gerät zweiter Wahl nicht kaufen sowie die Tricks und Gebührenfallen mit undurchschaubaren Tarifmodellen meiden. Das wird man auch dem eingangs erwähnten Mobilfunk-Anfänger raten. Letztlich muß nämlich der mündige Verbraucher wissen, was er tut.



    Text: F.A.Z., 07.06.2005, Nr. 129 / Seite T1

  2.  
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  3. #2
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Was gewöhnliche Taschendiebe sympathisch erscheinen läss

    Mit ein paar dieser Taschenspielertricks habe ich auch schon bekannschaft gemacht.

    Mein Sony Ericsson Handy hat an der Seite einen ONLINE Button, der den WAP Browser startet und die Portalseite von O2 aufruft. Ich habe dann ein leeres WAP Profil angelegt um dem Handy das abzugewöhnen, nachdem ich das Handy ohne Tastensperre in der Tasche hatte und beim rausziehen aus der Tasche auf einmal die O2 Seite auf dem Bildschirm hatte.

    Bei T-Mobile wars noch schlimmer, ich hatte zur Vertagsverlängerung ein Kamerahandy bekommen, das eine von T-Mobile so verkrüppelte Firmware hatte das man Bilder von der Kamera weder via Infrarot noch via Datenkabel übertragen konnte, sondern nur via MMS.

    Ein Firmwareupdate hätte das Manko behoben und auch die vielen Online Tasten(Fallen) entfernt, aber dafür wäre dann die Garantie entfallen.
    Kurzum, Handy zurückgegeben (nach einem Tag), die Vertragsverlängerung gecancelt (Fernabsatzgesetz, da via Telefon) und T-Mobile gekündigt.

    Jetzt habe ich O2 und ein Handy ohne irgendwelche Modifikationen an der Firmware. Die Online Taste habe ich ja auch mit 2 Handgriffen totgeschaltet, also alles im grünen Bereich.

    Zudem hatte ich mir mit dem neuen T-Mobile Handy ein Jamba Angebot eingfangen, weil ich aus dem Menü einen Klingelton runtergeladen hab. Auf der Rechnung erschien Monatlich immer ein Betrag von 5EUR für irgendwelche Serviceleistungen. Keine Angabe von welchem Anbieter.

    Nach langer Recherche hab ich dann rausgefunden das es Jamba war und nach einiger Suche mit der Pixellupe hab ich bei Jamba auf der Webseite den Abmelden Button gefunden.

    Ganz schön dubios wie das aufgezogen wird. Da gabs doch mal was bei SpiegelTV, da sah der Jamba Pressesprecher ganz schön blass aus.. Ein paar Infos gibts auch hier

    Stefan

  4. #3
    Avatar von Ralf_aus_Do

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    11.01.2005
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    3.787

    Re: Was gewöhnliche Taschendiebe sympathisch erscheinen läss

    Zitat Zitat von a_2",p="250523
    Mit ein paar dieser Taschenspielertricks habe ich auch schon bekannschaft gemacht.
    [...]
    Nach langer Recherche hab ich dann rausgefunden das es Jamba war und nach einiger Suche mit der Pixellupe hab ich bei Jamba auf der Webseite den Abmelden Button gefunden.
    Nun, das Problem ist, daß nicht jeder so technisch begabt ist solche Abos abzubestellen, die laufen dann erst mal munter weiter, ein weiteres, daß sich Klingeltonanbieter wie Jamba wohl hauptsächlich an Kinder wenden, die handeln dann schonmal unüberlegter.

  5. #4
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Was gewöhnliche Taschendiebe sympathisch erscheinen läss

    Hi Ralf,

    zu 1) korrekt. Die größte Sauerei ist das man sich, wenn man den gut versteckten Abmelden Knopf auf der Webseite nicht findet, Minutenlang durch 19x Hotlines quälen muss.

    Das Anmelden geht in 3 Sekunden, das abmelden dauert ewig.

    zu 2) Wenn man Jamba und Konsorten mittels Brief klarmacht das ein Minderjähriger das Abo bestellt hat und mit dem Anwalt droht, dann bekommt man sehr warscheinlich sein Geld auch rückwirkend zurück. Insbesondere bei Prepaid Telefonen Handys.

    Es wird zwar von Seiten der Anbieter darauf verwiesen, das Minderjährige keine Handys, auch keine Prepaid Handys kaufen können und somit der Erziehungsberechtigte für den "Schaden" aufkommen muss. Letztendlich hat das aber bislang meines Wissens bei der Rechtlichen Beurteilung solcher Fälle noch keine Beachtung gefunden.

    Sprich, egal wem das Handy gehört, hat ein minderjähriger das Abo bestellt ist der Vertrag nicht rechtsgültig. Die Beweislast liegt beim Anbieter.

    Falls sich das mittlerweile geändert haben sollte, bitte ich um Korrektur.

    Stefan

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