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Gebühren für die Nutzung des Internets

Erstellt von Niko, 18.10.2001, 21:31 Uhr · 4 Antworten · 1.534 Aufrufe

  1. #1
    Niko
    Avatar von Niko

    Gebühren für die Nutzung des Internets

    Der bayrische Ministerpräsident Stoiber hat gestern zur Eröffnung der Medientage in München eine neue ´familienfreundliche´ Regelung der Rundfunkgebühren gefordert.

    Es soll eine Pauschalgebühr pro Haushalt erhoben werden, die dann auch die Gebühren für die Nutzung des Internets enthält. Dadurch würde laut Stoiber die Gebührenregelung transparenter.

    ARD und ZDF hingegen kritisierten den Vorschlag Stoibers als übereilt. Zudem befürchten die Sendeanstalten Mindereinnahmen in Höhe von 850 Millionen Mark. Einer Pauschalgebühr wolle man sich allerdings in Zukunft nicht grundsätzlich verschließen.

  2.  
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  3. #2
    Harakon
    Avatar von Harakon

    Re: Gebühren für die Nutzung des Internets

    Ich bin dagegen. Die Idee ist gut, aber man kann doch nicht pauschal von allen Leuten Geld verlangen. Abgesehen davon kenne ich sehr viele Leute, die keine Glotze haben. Zugegeben, Radio hat wirklich jeder.

    Mir fällt dabei ein anderes Beispiel ein, das mich ziemlich beschäftigt hat, als ich es das erste mal gehört habe. Man hatte, glaub in Österreich, mal überlegt, ob man dem Trinkwasser Fluor zufügt. Das hat den Effekt, daß die Zähne härter werden und somit die Zahngesundheit der ganzen Bevölkerung verbessert würde. Auch da wäre ich dagegen, obwohl es an sich eine gute Sache sein mag.

    Denn alle sind davon betroffen und man kann sich nicht dagegen wehren, falls man nicht damit einverstanden sein sollte. Man wird irgendwie bevormundet.

  4. #3
    Avatar von Jinjok

    Registriert seit
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    5.556

    Re: Gebühren für die Nutzung des Internets

    Jaja, der Bundestagswahlkampf 2002 daemmert am Horizont herauf. Stimmen der Fersehzuschauer fangen indem ihnen eine Senkung der GEZ-Gebuehren versprochen wird, die an anderer Stelle bei dem etwas besser verdienenden teil der Bevoelkerung (die sich PC und WWW zu hause leisten keonnen) wieder zu holen.

    Der Staat braucht immer mehr mittel, um seinen riesigen Apperat zu finanzieren. Unsummen werden fuer Prestigeobjekte verschleudert. Fuer beides muessen immer neue Quellen das Abkassierens gefunden werden.

    Beispiele fuer kollektives Abkassieren waren in der vergangenheit z.B. der Gruene Punkt. Nach fast 10 Jahren geht nur der geringste Teil der Gelder wirklich in das Recycling. Steuern auf Alkohol, Nikotin, Bezin versickern zum Grossteil in den Behoerden, die sich z.B. Monate dafuer Zeit lassen, eine Familie zusammenzufuehren und sich das dann noch extra mit saftigen Gebuehren bezahlen lassen.

    Jetzt sollen wir also auch noch dafuer bezahlen, dass wir einen weiteres geld fuer eine Onlineverbindung ausgeben, die bereits ebenfalls besteuert wird.

    keine Stimme von mir fuer Stoiber

    Mit Gruss vom Jinjok

  5. #4
    Crassus
    Avatar von Crassus

    Re: Gebühren für die Nutzung des Internets

    He Jinjok bist ja schön früh unterwegs. Als alter Finanzbeamter sehe ich die Dinge aus einer etwas anderen Perspektive , weiss das dieser Staat gar nicht genug Steuern einnehmen kann.

    ALLERDINGS wird immer nur einseitig Geld eingetrieben. In den 50er Jahren waren die Einnahmen aus Lohnsteuer (Arbeitnehmer, Angestellte, Beamte, Pensionäre, Einkommensteuer bei Selbständigen und Freiberuflern) noch in einem vernünftigen Verhältnis zur Körperschaftssteuer und Steuern der Großkonzerne (50:50). Heute ist das Verhältnis auf ca. 80:20 gekippt.

    Die Bundessteuern (Tabak, MinÖl, sämtl. Alkohol usw.) spielen zwar auch ne Rolle, deren Volumen ist aber nicht so groß. Kann Dir bei Interesse mal ne Aufstellung geben.

    Das meiste davon wandert aber - wie bekannt - in den Schuldenabbau und den Sozialberreích. Das der Staat verschlankt werden muß ist klar. ...... ist auch kräftig dabei, besonders in seinem Ministerium, dem einzigen was wirklich auch Geld (weil Steuereintreibung) bringt. Ihr könnt Euch nicht vorstellen was hier für Strukturmaßnahmen schon getroffen wurden. Ich will nicht jammern, aber die gutbezahlten, satten Beamten....hm darüber kann man diskutieren (bis zur ne bestimmten Besoldungsgruppe ist das nicht viel). Und auch der Bundeskanzler zahlt seine seinem Einkommen entsprechenden Steuern...im Gegensatz zu manchem besser verdienenden MANAGER.

    GEZ=find ich gut, es wird zwar der rieseige Verwaltungsapparat der ARD mitfinanziert, aber stellt euch mal vor wir würden nur noch Kirchs-Segnungen empfangen..seriöse Berichte aus Thailand fernab von Bars und Schutten....dann nicht mehr.

    Pauschalabgabe ist aber Murks, Stoiber ist für mich auch kein Mann der die innere Einheit Dt. vollendet.

    Gruß Crassus

  6. #5
    Avatar von Jinjok

    Registriert seit
    05.07.2001
    Beiträge
    5.556

    Re: Gebühren für die Nutzung des Internets

    Hallo Crassus,

    Nun etwas wacher bin ich auch zu differenzierenderen Meinungsaeusserungen fahig


    Die OeR leisten genau das, was ich vom ZV erwarte. Das sind eigentlich die einzigen deutschen Fernsehsender die ich sehe. Obwohl ich fast 50 davon empfangen kann. Aber davon sind ja fast die Haelfte OeR.

    Das Beamtentum an sich ist nicht das Uebel. Die fehlende Effektivitaetskontrolle wie in der freien Wirtschaft ist das Manko. Wenn Behoerden ihre Arbeit nach Qualitaet und und Punektlichkeit bezahlt bekaemen, wuerde vieles effektiver und damit buergerfreundlicher und transparenter sein.

    Mit Gruss vom Jinjok

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