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Computer nach Festplattencrash reparieren

Erstellt von franki, 08.03.2013, 14:53 Uhr · 2 Antworten · 814 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von franki

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    Exclamation Computer nach Festplattencrash reparieren

    Hier mein Bericht, vielleicht ist er für den einen oder anderen mit einem ähnlichen Problem nützlich.
    Gestern Abend - ich denke an nichts Böses, will nur noch kurz einen Brief schreiben - plötzlich friert das Bild auf meinem Computer ein, nach ein paar Sekunden kommt ein Bluescreen.
    Ich schalte den Notebook wieder ein, er fängt an zu booten, bleibt aber nach ein paar Sekunden stehen. Neuer Versuch, ich gehe auf 'Computer reparieren', aber da bleibt er auch beim Laden der Dateien stehen.

    Zum Glück habe ich eine Knoppix-CD zur Hand, davon bootet er auch ohne Probleme. Dann erst mal in eine Konsole und die Festplatte mit smart überprüft. Ich lenke die Ausgabe des Befehls in eine Datei um, damit ich mir das nacher in Ruhe anschauen kann: smartctl -a /dev/sda >/tmp/sda.txt

    Oh, das sieht gar nicht gut aus: über 400 Fehler (von denen er nur die letzten 5 anzeigt), über 30 'Pending Sectors'.
    Naja, mal sehen, ob er noch einen kurzen Selbsttest absolviert: smartctl -t short /dev/sda und dann nach 2 MInuten wieder smartctl -a /dev/sda >/tmp/sda.txt
    Oh, der Selbsttest lief nicht durch, brach nach 10% mit Read Error ab! Die Garantie ist vor einem Monat abgelaufen! Und Backup habe ich zwar vor meinem Thailand-Urlaub gemacht, aber alles was danach kam, ist weg, vor allem die ganzen Bilder vom Urlaub 2012/13.

    Auch das Neuinstallieren und Aktivieren von Windows 7, allen Treibern und Anwendungen würde sehr viel Zeit brauchen! Da muß ich wenigstens versuchen, die Festplatte zu reparieren! Über Google fand ich dann auch schnell die passende Software des Herstellers Seagate dazu.
    Die Seatools kann man hier downloaden: SeaTools for DOS | Seagate
    Diese Software läuft mit Festplatten von Seagate und Maxtor, wer eine von Samsung, Hitachi oder Toshiba hat, muß sich auf deren Seiten umschauen.

    Die ISO-Datei auf eine CD gebrannt und von dieser CD gebootet. Dann in den Seatools den langen Test gestartet. Gleich am Anfang, die Fortschrittsanzeige war noch bei 0%, kommt ein Error nach dem anderen. Nach 100 Fehlern bleibt er stehen, ich sage, das er diese Fehler reparieren soll. Das Programm markiert dann die entsprechenden Blöcke in der Firmware der Festplatte als defekt.

    Dann wieder den langen Test gestartet, bis er wieder 100 Fehler hat, und so weiter. Erst beim fünften Mal läuft er dann durch, findet nur noch 8 Fehler. Dieser letzte Durchgang dauerte dann auch über 2 Stunden. Er hatte also 408 defekte Blöcke erkannt. Insgesamt hat die (500 GB) Festplatte aber rund 978 Millionen Blöcke, im Verhältnis dazu sind 408 doch nicht allzu viele.

    Nun wieder Windows und die Computer-Reparatur gestartet, nun tut er auch etwas und sagt mir das er die Festplatte repariert und das das über eine Stunde dauern kann. Aber schon nach einer Viertelstunde ist er fertig und siehe da, Windows startet wieder einwandfrei, als ob nichts gewesen wäre!

    Naja, so eine Festplatte, die einmal einen solchen Crash hingelegt hat, in die habe ich kein Vertrauen mehr! Inzwischen habe ich mir eine neue Festplatte für 43 Euro besorgt. Das Umziehen auf die neue Platte kann man seit Windows 7 mit Bordmitteln: Systemsteuerung->Sicherung->Systemabbild erstellen, danach noch eine Boot-CD (Systemdatenträger) erstellen.

    Einfacher und schneller geht es aber mit Software zum Klonen, z.B. Acronis True Image. Wenn beide Festplatten Seagate oder Maxtor sind, kann man auch das Tool verwenden: DiscWizard | Seagate
    Insgesamt hat die Aktion fast 5 Stunden gedauert (wobei man natürlich nebenbei noch was anderes machen kann, z.B. im Forum lesen), aber wenigstens sind keine Daten verloren gegangen.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von tuxluchs

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    Guter Beitrag @franki, und ein guter Grund auch mal an einen Gesundheitscheck der HD zu denken, da alle modernen HDs S.M.A.R.T
    besitzen, eventuell mal ein entsprechendes Smart-Tool installieren, auch wenn eine tiefe komplette Prüfung ein paar Stunden dauern kann (soll ja Leute geben die Nachts schlafen, und dann kann ja der Rechner schaffen) weiß man dann ob es kritische Fehler gibt, und sich ein schleichender Festplattentod ankündigt.

  4. #3
    Avatar von djingdjo

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    Nach solchen "möglichen" Verlusten, kann/sollte man "sfc /scannow" durchlaufen lassen. Es überprüft die geschützten Systemdateien.
    CMD muss dabei mit Administratorrechten gestartet werden.

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