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Wohnsitzanmeldung und Lebensmittelpunkt

Erstellt von Jupiter, 31.07.2015, 10:51 Uhr · 30 Antworten · 4.054 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von halbschlau

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    In der Schweiz muss man sich nicht abmelden wenn man jeweils ein halbes Jahr in Thailand lebt.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Jupiter Beitrag anzeigen
    Auf Behördendeutsch hört sich das so an:

    Unterhält die Person sowohl in Deutschland als auch in dem ausländischen Staat einen steuerlichen Wohnsitz, gilt sie im Verhältnis zwischen Deutschland und dem Zuzugsstaat regelmäßig als in dem Staat abkommensrechtlich ansässig, zu dem sie die engeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen unterhält (Mittelpunkt der Lebensinteressen). Der persönliche Lebensmittelpunkt einer Person befindet sich an dem Ort, zu dem die betreffende Person die engeren familiären, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Bindungen hat, wobei den familiären Bindungen in aller Regel die herausragende Bedeutung zukommt. Der wirtschaftliche Lebensmittelpunkt befindet sich an dem Ort, zu dem die Person die engeren wirtschaftlichen Bindungen unterhält, die beispielsweise von örtlich gebundenen beruflichen bzw. unternehmerischen Tätigkeiten, von Einnahmequellen und von Vermögensgegenständen ausgehen. Entscheidend ist die Wertung aller Einzelumstände.

    Wenn man das liest, kann man schon sagen dass es Blödsinn ist.
    Da geht es aber um die Ansässigkeit nach Doppelbesteuerungsabkommen, nicht um den Wohnsitz nach Deutschem Recht.

  4. #23
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von crazygreg44 Beitrag anzeigen
    komisch, im nittaya wurde ich vor 2 Jahren fuer genau diese Meinung ausgeschimpft, beleidigt und an den Pranger gestellt !
    Aber bestimmt nicht von mir. Ich predige das hier schon seit Jahren, und trotzdem kommt immer wieder jemand mit dem 183-Tage-Blödsinn um die Ecke.

  5. #24
    Avatar von Pee Niko

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    Nun, so ganz abwegig scheint diese 183-Tage-Regelung doch nicht zu sein. Nach genau diesem Zeitraum wurde ich seinerzeit nach Visumserstellung für Brasilien von der uneingeschränkten deutschen Steuerpflicht befreit und zahlte in D auf mein Einkommen nur noch die Sozialabgaben.

    Ich war weiterhin in D gemeldet, besaß Eigentum, und das Einzige, wovon ich mich abgemeldet hatte, war die GEZ.

  6. #25
    Avatar von crazygreg44

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    Zitat Zitat von Pee Niko Beitrag anzeigen
    Nun, so ganz abwegig scheint diese 183-Tage-Regelung doch nicht zu sein. Nach genau diesem Zeitraum wurde ich seinerzeit nach Visumserstellung für Brasilien von der uneingeschränkten deutschen Steuerpflicht befreit und zahlte in D auf mein Einkommen nur noch die Sozialabgaben.

    Ich war weiterhin in D gemeldet, besaß Eigentum, und das Einzige, wovon ich mich abgemeldet hatte, war die GEZ.
    . . . . damit willst Du sagen, dass Du auf Einkommen, dass Du in der Zwischenzeit in Brasilien erzielt hast, in Deutschland sozialabgabenpflichtig geblieben bist? Gibt's doch gar nicht. Da steht doch dass Du in Brasilien gemeldet warst, aber in D angemeldet geblieben bist. Du meinst, Du hast auch waehrend Du in Brasilien lebst, noch Einkommen in Deutschland erzielt - sei es durch Mieteinnahmen, Pacht, Renten, Kapitalertraege ?? Auf solches muss man wenn man angemeldet bleibt, doch weiterhin STEUERN bezahlen, aber doch keine "nur Sozialabgaben" ? Verwechselst Du da etwas ?
    Welcher Art waren diese Einnahmen ?? Koenntest Du uns das bitte richtig stellen, dafuer waere ich Dir sehr dankbar

  7. #26
    Avatar von Pee Niko

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    Zitat Zitat von crazygreg44 Beitrag anzeigen
    .[...]. Da steht doch dass Du in Brasilien gemeldet warst, aber in D angemeldet geblieben bist. Du meinst, Du hast auch waehrend Du in Brasilien lebst, noch Einkommen in Deutschland erzielt - sei es durch Mieteinnahmen, Pacht, Renten, Kapitalertraege ?? [...]
    Ich war damals als Angestellter einer deutschen Firma nach Brasilien entsendet worden, und ich hatte auch ein deutsches Gehalt über ein deutsches Konto bezogen.

    Dieses Gehalt war nach 183 Tagen (+/-) nicht mehr einkommensteuer-, aber weiterhin sozialabgabenpflichtig, d. h. nach Abzug der üblichen Verdächtigen wurde der Rest Brutto für Netto ausgezahlt.
    Diese eingeschränkte Steuerpflicht wurde mir sogar vom deutschen Finanzamt schriftlich bestätigt.

    Wenn ich weitere Einkünfte in D erzielt hätte, wie bspw. deine angesprochenen Mieten oder Kapitaleinträge, wären diese uneingeschränkt In die Einkommensteuerpflicht gefallen, wobei mein Gehalt als zusätzliche Berechnungsgrundlage der Progressionsstufe (korrekt beschrieben, chak?) gedient hätte. Einkünfte dieser Art hatte ich jedoch nicht.

    Alle Klarheiten beseitigt?

  8. #27
    Avatar von Jupiter

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    Zitat Zitat von halbschlau Beitrag anzeigen
    In der Schweiz muss man sich nicht abmelden wenn man jeweils ein halbes Jahr in Thailand lebt.
    Ich weiss nicht ob das wirklich so ist. Wie gesagt, es liegt im Ermessenspielraum der Behörde und berücksichtigt werden u.a. das Vermögen oder die wirtschaftliche Situation wie Einkommen oder Unternehmensbeteilungen.

  9. #28
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Pee Niko Beitrag anzeigen
    Nun, so ganz abwegig scheint diese 183-Tage-Regelung doch nicht zu sein. Nach genau diesem Zeitraum wurde ich seinerzeit nach Visumserstellung für Brasilien von der uneingeschränkten deutschen Steuerpflicht befreit und zahlte in D auf mein Einkommen nur noch die Sozialabgaben.

    Ich war weiterhin in D gemeldet, besaß Eigentum, und das Einzige, wovon ich mich abgemeldet hatte, war die GEZ.
    Das kann man aber nicht als allgemeingültig auf andere Länder oder Situationen übertragen. Hier unberaten (bei dir ist das wohl vorher über deinen Arbeitgeber erfolgt) einfach zu machen kann hinterher schnell mal ein paar 10.000 Euro kosten.

    Das fängt schon damit an, dass mit Brasilien kein DBA mehr besteht und daher für dich wahrscheinlich der Auslandstätigkeitserlass griff, deswegen die 183 Tage. Wie gesagt, für andere Arbeitnehmer oder andere Länder oder gar andere Einkunftsarten sieht das wieder ganz anders aus.

    Insofern widerlegt deine spezielle Situation nicht meine generelle Aussage, für einen steuerlichen Wohnsitz braucht man keine 183 Tage Aufenthalt. Aber wie so oft kommt es auf den speziellen Einzelfall an.

  10. #29
    Avatar von xxeo

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    Die steuerliche Situation muss ich noch abklären.

    Auf dem Rathaus fragte ich heute eine erkennbar kompetente junge Dame, was ich bei einem langfristigen Auslandsaufenthalt tun soll, eine Vertrauensperson als Postzustelladresse angeben oder mich bei dieser Person auch offiziell mit Wohnsitz anmelden. Antwort: Sie dürfen sich gar nicht anmelden, das wäre eine Straftat wegen Scheinwohnsitz. Also nur Postzustelladresse; mein Ausweis erhalte einen Eintrag im Sinn von ohne ständigen Wohnsitz in Deutschland. Natürlich könne ich jederzeit zurückkommen und mich irgendwo behördenbürokratischformell zurückmelden.

  11. #30
    Avatar von spaniolo50

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    Zitat Zitat von halbschlau Beitrag anzeigen
    In der Schweiz muss man sich nicht abmelden wenn man jeweils ein halbes Jahr in Thailand lebt.

    Dies kann ich so nicht bestätigen:

    Jede Gemeinde hat andere Regeln

    Im An- und Abmeldewesen ist die Schweiz an Föderalismus nicht zu überbieten. Die Modalitäten können von Kanton zu Kanton variieren – ja sogar von Gemeinde zu Gemeinde. So ist es durchaus möglich, dass Sie sich an Ihrem Wohnort für einen Job im Ausland abmelden müssten, während jemand im Nachbardorf ohne Abmeldung sogar noch eine sechsmonatige Rundreise anhängen könnte. Es ist deshalb wichtig, dass Sie frühzeitig abklären, ob Ihr Vorhaben eine Abmeldung erfordert. Denn diese hat Folgen: Insbesondere sind Sie in der Schweiz nicht mehr steuerpflichtig, können dafür aber auch nicht bei Ihrer hiesigen Krankenkasse versichert bleiben.
    Nur ein Fall zieht überall zwingend eine Abmeldung nach sich: Wenn man die Schweiz definitiv verlassen will und also hier seinen Wohnsitz aufgibt. Aufgrund dieser Abmeldung schickt die bisherige Wohngemeinde den Heimatschein an jenen Heimatort, der den Schein ausgestellt hat. Viel mehr geschieht nicht – ausser es sind noch Steuerschulden offen. In vielen Gemeinden kann es dann Probleme geben: Die Behörde weigert sich, die Abmeldung vorzunehmen, solange nicht alle Steuern bezahlt sind. Steuerrechtlich ist das zwar nicht zulässig, trotzdem kommt es in der Praxis regelmässig vor.
    Keinen Verhandlungsspielraum gibt es – Auslandsjob hin oder her – bei den Militärbehörden: Alle wehrpflichtigen Männer sowie alle weiblichen Angehörigen der Armee sollten sich vor einem geplanten Auslandsurlaub beim zuständigen Kreiskommando melden.
    Dauert der Aufenthalt länger als ein Jahr, müssen Sie rechtzeitig ein Urlaubsgesuch einreichen, in der Regel zwei Monate vor der Abreise. Bei kürzeren Auslandsaufenthalten ist ein Urlaubsgesuch nicht vorgeschrieben, aber dennoch sehr empfehlenswert. Denn wird dieses Gesuch bewilligt, sind Sie von den militärischen Pflichten – etwa dem «Obligatorischen» oder einem Wiederholungskurs – befreit. Aber aufgepasst: Wenn Sie bereits den Marschbefehl für einen WK erhalten haben, hat Ihr Urlaubsgesuch keine Chance. Es wird nur bewilligt, wenn Sie alle bis zur Ausreise fälligen Militärpflichten erfüllt haben.

    Nicht von mir aber richtig.
    Gruss

    Spaniolo50


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