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Wohnsitz in Thailand anmelden?

Erstellt von Ben Schlitt, 01.11.2011, 16:54 Uhr · 33 Antworten · 11.176 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von didi

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    Ben Schlitt,

    Du solltest auch mal mit Deiner Firma abklären, welche arbeitsrechtlichen Konsequenzen eine Verlegung Deines Hauptwohnsitzes nach Thailand mit sich bringen würde. Da gibt es sicherlich einige Sachen zu beachten, bevor Du einen unüberlegten Schnellschuss abfeuerst.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Ben Schlitt

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    Schnellschuss gibt es nicht, deswegen informiere ich mich ja vorab schon, um zu wissen wie ich handeln KÖNNTE!

    Die Informationen die ich brauche sind, wie ich meinen Hauptwohnsitz in TH anmelden könnte, wenn ich das weis bzw. wenn ich weis welche Schritte nötig sind kann ich mir Gedanken machen wie es weiter geht, vorerst geht es mir nur um Infos oder Erfahrungen wie man das in Thailand überhaupt angeht.

  4. #13
    Avatar von Chak

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    Da es um deinen Arbeitgeber geht, was hat der denn gesagt, was für ein Nachweis erforderlich ist? Reicht die Abmeldung in Deutschland?

    Ansonsten ist ein Wohnsitz doch gar nicht davon abhängig, wo man sich ab- oder anmeldet.

  5. #14
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Entscheidend ist der Lebensmittelpunkt.
    (1) Hat ein Einwohner mehrere Wohnungen im Inland, so ist eine dieser Wohnungen seine Hauptwohnung. Der Einwohner hat der Meldebehörde mitzuteilen, welche Wohnung nach den Absätzen 2 und 3 seine Hauptwohnung ist.
    (2) Hauptwohnung ist die vorwiegend benutzte Wohnung des Einwohners. Hauptwohnung eines verheirateten oder eine Lebenspartnerschaft führenden Einwohners, der nicht dauernd getrennt von seiner Familie oder seinem Lebenspartner lebt, ist die vorwiegend benutzte Wohnung der Familie oder der Lebenspartner. Hauptwohnung eines minderjährigen Einwohners ist die Wohnung der Personensorgeberechtigten; leben diese getrennt, ist Hauptwohnung die Wohnung des Personensorgeberechtigten, die von dem Minderjährigen vorwiegend benutzt wird. Auf Antrag eines Einwohners, der in einer Einrichtung für behinderte Menschen untergebracht ist, bleibt die Wohnung nach Satz 3 bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres seine Hauptwohnung. In Zweifelsfällen ist die vorwiegend benutzte Wohnung dort, wo der Schwerpunkt der Lebensbeziehungen des Einwohners liegt. Kann der Wohnungsstatus eines verheirateten oder eine Lebenspartnerschaft führenden Einwohners nach den Sätzen 2 und 5 nicht zweifelsfrei bestimmt werden, ist Hauptwohnung die Wohnung nach Satz 1.
    (3) Nebenwohnung ist jede weitere Wohnung des Einwohners.

    Quelle: MRRG - Einzelnorm

    Um deinen Wohnsitz in Thailand zu haben, benoetigst du einen Aufenthaltstitel. Ob die Teilhaberschaft an einer Thai Firma reicht? Vielleicht weiss Richard das.

  6. #15
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Nur eine Jahresaufenthaltsgenehmigung ist ja aus thailaendischer Sicht ein "echter" Aufenthalt im Lande und somit werden Aufenthalte auf Non-Immigrant Visum, Multiple Entry (= alle 90 Tage muss das Land verlassen werden) nicht fuer die Beantragung einer Residence Permit oder auch Einbuergerung anerkannt. Es wurden sich ja niemals laenger als 90 Tage im Land aufgehalten.

    Wurde sich in Deutschland nicht abgemeldet, dann ist auch nicht die Botschaft autonom fuer die Passerstellung zustaendig, sondern es bedarf grundsaetzlich der Zustimmung der deutschen Meldebehoerde. Die Botschaft ist nur dann in ihren Entscheidungen autonom, wenn bei einer Passbeantragung eine Abmeldebescheinigung vorgelegt wird. In meinen letzten beiden Paessen wurde somit automatisch als Wohnort "Bangkok" eingetragen, weil ich eben ueber keinen anderen Wohnort verfuege.

    Sicherlich ist es sehr einfach sich von der Botschaft oder auch eine thailaendischen Behoerde eine Wohnsitzbestaetigung ausstellen zu lassen, aber wohl kaum als Wohnort Bangkok in den deutschen Pass eingetragen zu bekommen.

    Fuer thailaendische Behoerde ist diese Eintragung im deutschen Pass auch ohne Relevanz, denn eine echte Wohnsitzbestaetigung muss ich grundsaetzlich immer duch zusaetzliche Vorlage der Arbeitserlaubnis nachweisen. Hier ist sowohl Adresse des Arbeitsplatzes wie auch der Wohnadresse eingetragen.

    Eine Teilhaberschaft in einer Thai Firma sagt ja aufenthaltsortstechnisch gar nichts aus. Ein Non-Immigrant Visum wird sicherlich immer benoetigt werden, denn wie kann man in einem Land wohnen, in dem er sich nicht langfristig aufhalten darf. Somit dann auch die Regelung in Thailand, dass man mindenstens 3 Jahre lang am Stueck auf ueber eine Jahresaufenthaltsgenehmigung im Land aufgehalten haben muss um ueberhaupt berechtigt zu sein eine Residence Permit zu beantragen.

    Eine echte Wohnsitzanmeldung gibt es ja in Thailand auch ueberhaupt nicht. Auch nicht fuer Thailaender. Nicht der Wohnsitz ist entscheidend, sondern in welchem Hausregister man eingetragen ist. Fuer Auslaender gibt es ansonsten nur die Meldung an Immigration ueber die entsprechenden Formulare (Anmeldung bei Einzug bzw. Meldung alle 90 Tage). Hierzu gibt es dann aber keine behoerdliche Bestaetigung sondern nur Eintrag in das Computersystem der Immigration um zu wissen, wo sich ein Auslaender im Land aufhaelt. Es kann hieraus jedoch nicht abgeleitet werden, dass der Auslaender tatsaechlich dort staendig wohnt.

    Ein Weg waere natuerlich auch noch das gelbe Hausbuch, aber nun ja, dann muss der Auslaender aber ueber Immobilienbesitz in Thailand verfuegen und haette dann auch einen Wohnsitznachweis, aber eben auch nicht, dass es sich um den Hauptwohnsitz handelt, speziell wenn ueber keine entsprechenden Aufenthaltsstempel im Pass verfuegt wird. Auch ein Visum sagt ja nichts ueber den tatsaechlichen Aufenthalt aus sondern nur die Aufenthaltsgenehmigungsstempel und Ausreisestempel die bei Ein- und Ausreisen in den Pass eingebracht werden.

  7. #16
    Avatar von didi

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    Ben Schlitt,

    Also ich möchte mal versuchen zusammenzufassen, was Du überhaupt möchtest.
    Du arbeitest für eine deutsche Firma auf Montage im Ausland! Da steht Dir nach einer gewissen Aufenthaltsdauer ein Heimaturlaub zu. Du fliegst aber nicht in dieser Zeit nach Deutschland, sondern nach Thailand!

    Nun hat Deine Firma Probleme mit dieser Vorgehensweise, da Du Deinen Wohnsitz in Deutschland hast. Das ist völlig normal, da die gesetzlich zugestandene Heimreise auch wirklich eine solche sein sollte. Die Firma kann also in einigen Trouble geraten mit den deutschen Finanzbehörden, da sie dem Finanzamt ein Flugticket anstatt nach Deutschland, nach Thailand presentieren muss. Was die Lage noch wesentlich komplizierter macht, ist die Tatsache, dass Du bei Firma "A" angestellt bist und für die Firma "B" arbeitest!

    Nun möchtest Du versuchen, durch einen Wohnsitz in Thailand die Situation zu legalisieren.

    Habe ich das soweit richtig verstanden?

    Mitglieder, die es definitiv besser wissen, mögen mich gerne korrigieren!

    Nach meinem letzten Wissensstand kannst Du nur bei der Firma "A" in Deutschland nur fest angestellt sein, wenn Dein Wohnsitz innerhalb der EU liegt! D.h., mit einem Wohnsitzwechsel nach Thailand gefährdest Du erstmal Deine Anstellung! Dieses hat u.a. auch steuerrechliche Konsequenzen. Damit könntest Du generell in Thailand für die deutsche Firma "A" tätig sein und von dort aus Aufträge für die Firma "B" erledigen. Wenn dies am Stück mehr als 183 Tage im Kalenderjahr sind (ein halbes Jahr plus einen Tag), fällst Du aus der Steuerpflicht in Deutschland raus. Allerdings muss der Nachweis geführt werden, dass Du die Knete in Thailand versteuerst (was noch zu ganz anderen Problemen führt).

    Meiner Ansicht nach versuchst Du das Pferd mit Deiner Eingangsfrage von hinten aufzuzäumen.
    Ich habe eine ähnliche Situation hinter mir. Dadurch, dass ich bei der Firma in Europa dann als freier Mitarbeiter arbeiten konnte, wurde die Situation legal. Ein freier Mitarbeiter hat in der Regel allerdings keinen Arbeitsvertrag und die Mitarbeit kann dann von einer zur anderen Stunde aufgekündigt werden!

    Zieh das alles erstmal in Betracht! Zum Thema der Wohnsitzbescheinigung waren ja bis jetzt schon recht gute Ratschläge dabei! Sollte kein Problem aufwerfen. Es hilft aber nicht wirklich. Siehe vorigen Beitrag vom Tramaico.

    Gruß
     

  8. #17
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Volker M. aus HH. Beitrag anzeigen
    (1) Hat ein Einwohner mehrere Wohnungen im Inland, so ist eine dieser Wohnungen seine Hauptwohnung. Der Einwohner hat der Meldebehörde mitzuteilen, welche Wohnung nach den Absätzen 2 und 3 seine Hauptwohnung ist.
    (2) Hauptwohnung ist die vorwiegend benutzte Wohnung des Einwohners. Hauptwohnung eines verheirateten oder eine Lebenspartnerschaft führenden Einwohners, der nicht dauernd getrennt von seiner Familie oder seinem Lebenspartner lebt, ist die vorwiegend benutzte Wohnung der Familie oder der Lebenspartner. Hauptwohnung eines minderjährigen Einwohners ist die Wohnung der Personensorgeberechtigten; leben diese getrennt, ist Hauptwohnung die Wohnung des Personensorgeberechtigten, die von dem Minderjährigen vorwiegend benutzt wird. Auf Antrag eines Einwohners, der in einer Einrichtung für behinderte Menschen untergebracht ist, bleibt die Wohnung nach Satz 3 bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres seine Hauptwohnung. In Zweifelsfällen ist die vorwiegend benutzte Wohnung dort, wo der Schwerpunkt der Lebensbeziehungen des Einwohners liegt. Kann der Wohnungsstatus eines verheirateten oder eine Lebenspartnerschaft führenden Einwohners nach den Sätzen 2 und 5 nicht zweifelsfrei bestimmt werden, ist Hauptwohnung die Wohnung nach Satz 1.
    (3) Nebenwohnung ist jede weitere Wohnung des Einwohners.

    Quelle: MRRG - Einzelnorm

    Um deinen Wohnsitz in Thailand zu haben, benoetigst du einen Aufenthaltstitel. Ob die Teilhaberschaft an einer Thai Firma reicht? Vielleicht weiss Richard das.
    Volker, das ist ja alles richtig, aber Melderrecht. Das wird meistens, muss aber nicht mit dem übereinstimmen, was steuerrechtlich relevant ist oder, wie in diesem Fall, für den Arbeitgeber.

    Wenn man beispielsweise auswandert ohne sich abzumelden, dann hat man seinen Wohnsitz hier sehr wohl aufgegeben. Der Verstoß gegen das Melderecht führt nicht dazu, dass der Wohnsitz hier aufrecht erhalten wird. Genau so kann ich auch irgendwo einen wohnsitz begründen, ohne mich dort anzumelden. Wieder ein Verstoß gegen Melderecht, dennoch ein Wohnsitz.

  9. #18
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von didi Beitrag anzeigen
    Nun hat Deine Firma Probleme mit dieser Vorgehensweise, da Du Deinen Wohnsitz in Deutschland hast. Das ist völlig normal, da die gesetzlich zugestandene Heimreise auch wirklich eine solche sein sollte. Die Firma kann also in einigen Trouble geraten mit den deutschen Finanzbehörden, da sie dem Finanzamt ein Flugticket anstatt nach Deutschland, nach Thailand presentieren muss. Was die Lage noch wesentlich komplizierter macht, ist die Tatsache, dass Du bei Firma "A" angestellt bist und für die Firma "B" arbeitest!
    Das siehst du falsch. Ein Arbeitsvertrag ist doch nicht vom Wohnsitz abhängig.
    Auch deine Ausführungen zur Steuerpflicht sind irreführend, denn die 183-Tage-Regelung greift nur, sofern kein Wohnsitz vorhanden ist. Auch die Frage wo besteuert werden muss ist nicht so einfach zu beantworten, kann unter Umständen aber auch in dem Drittland, wo er arbeitet, liegen. Die thailändische Steuerpflicht kommt dann eventuell noch hinzu, aber dazu müsste man den Fall im Detail prüfen, was ich hier sicherlich in meiner Freizeit nicht für lau mache.

  10. #19
    Avatar von lucky2103

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    Es spricht der versierte Steuerberater.

  11. #20
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Chack, ich bezog mich einzig auf das Meldegesetz. Von Steuern habe ich keine Ahnung.
    Habe ja schliesslich keinen Keller, in den ich zum Lachen gehen kann.
    Anmelden im Zielland musst du dich nur, wenn die oertliche Gesetzgebung das fordert.

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