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Wie ist denn das zu verstehen? (Nachweis von Deutschkenntnissen)

Erstellt von pongneng, 24.06.2014, 19:54 Uhr · 42 Antworten · 5.139 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von pongneng

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    Wie ist denn das zu verstehen? (Nachweis von Deutschkenntnissen)

    Auf der Homepage der dt. Botschaft fand ich folgendes:
    Hinweis für Ehegatten/Lebenspartner Angehöriger der EU/EWR-Staaten:
    Ist Ihr Ehegatte-/Lebenspartner zu dem Sie nach Deutschland nachziehen möchten, ein Angehöriger der EU/EWR-Staaten (Freizügigkeitsberechtigter), brauchen Sie keinen Sprachnachweis zu erbringen. Bitte legen Sie zusätzlich eine aktuelle Freizügigkeits-bescheinigung ODER eine Anmeldebestätigung des deutschen Wohnortes, einen Arbeitsnachweis sowie eine aktuelle Verdienstbescheinigung Ihres Ehegatten (jeweils mit zwei Kopien) vor.
    Dies richtet sich doch an den Antragsteller, also i.d.R. an den thailändischen Ehepartner, der ein Visa beantragen will.
    Auf dem dazugehörigen Merkblatt heißt es weiter:
    Gibt es Ausnahmen?
    Ja. Sie müssen in der Regel keine Deutschkenntnisse nachweisen,
    wenn unter anderem eine der folgenden Aussagen zutrifft:
    Sie oder Ihr Ehegatte sind Staatsangehöriger eines Mitgliedstaats
    der Europäischen Union oder haben als Deutscher von Ihrem
    Freizügigkeitsrecht Gebrauch gemacht. usw...
    Mal ganz provokant gefragt, ist das nicht so zu verstehen, dass der thail. Ehepartner eines Deutschen bei Visabeantragung gar keine Deutschkenntnisse nachweisen muß? Oder verstehe ich bloß dieses Beamtendeutsch falsch? Vielleicht muß ich ja auch nochmal nen Deutschkurs machen ...

  2.  
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  3. #2
    amb
    Avatar von amb

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    Nein, das ist so gemeint, dass der/die EU-ausländische/r Partner/in eines Deutschen keine Sprachkenntnisse nachweisen muss. die thailändische bessere Hälfte muss schon den Nachweis bringen.

  4. #3
    Avatar von JT29

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    Nicht ganz. Wenn der Ehegatte der Thailänderin EU/EWR Staater ist UND in DE lebt, dann braucht sie keinen A1-> europäisches Freizügigkeitsrecht. Also der Ehegatte ist Österreicher und lebt in München, dann entfällt A1, ebenso wenn der deutsche Ehegatte in Paris lebt.

  5. #4
    Avatar von pongneng

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    und der deutsche Ehegatte, der in Deutschland lebt?
    Wenn der Ehegatte der Thailänderin EU/EWR Staater ist UND in DE lebt ...

  6. #5
    Avatar von bass_d

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    Zitat Zitat von pongneng Beitrag anzeigen
    und der deutsche Ehegatte, der in Deutschland lebt?
    Dann schön die Deutschkenntnisse nachweisen ...

  7. #6
    Avatar von Helli

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    @Pongneng, das ist Beamtendeutsch. Das ist so verfasst, dass Frau und Herr Normalbürger das nicht verstehen sollen! Fakt ist (da kürzlich bzw. z.Zt. durchexerziert), dass die Botschaft bereits für das Heiratsvisum nach DE den A1 verlangt. Direkt nach der Hochzeit haben wir vom Ausländeramt eine schriftliche Verpflichtung bekommen, dass Mia-Thai den B1 nachzulegen hat (für die Daueraufenthalts- und Arbeitserlaubnis - in Verwaltungsdeutsch ist das wohl dann die Niederlassungserlaubnis). In den ersten beiden Jahren haben wir uns noch mit jährlichen Aufenthaltungs-Titeln durchgehangelt und jetzt wurde uns ein Bußgeld angedroht, wenn wir das nicht bis Ende des Jahres regeln.
    Aber interessant ist Dein Auszug schon. Ich werde zu gegebener Zeit mal nachfragen.

  8. #7
    Avatar von pongneng

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    @Helli: sicher, war ja auch mehr ne polemische Frage. Klar muss sie A1 machen. Aber warum wird das auf der Botschaftsseite dann so zweideutig formuliert?
    btw. meine Frau ist auch aus Chaiyaphum

  9. #8
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von pongneng Beitrag anzeigen
    Aber warum wird das auf der Botschaftsseite dann so zweideutig formuliert?
    Meine Bemerkung war kein Joke. Diese vielzitierte "Beamtensprache" gibt es ja tatsächlich. Ich war lange genug im öffentl. Dienst und hatte häufig meine Zweifel, ob die Verfasser an den Schreibtischen nicht einen an der Waffel hatten.

    Die Allgemeinheit betrachtet Verwaltungssprache als eine umständliche und für Behörden typische Form, die deutsche Sprache zu verwenden. Es handelt sich um einen Soziolekt und in Teilen um eine Fachsprache. Ähnlich wie die Rechtssprache enthält sie kaum eigene Fremdwörter, ist aber vor allem durch ihre grammatikalischen Konstruktionen oft unverständlich und macht den Behördentext für durchschnittliche Leser intransparent. Sie entspricht daher nicht der Forderung nach einer kundenorientierten Kommunikation zwischen Behörden und Bürgern.
    Quelle: Wiki

  10. #9
    Avatar von DisainaM

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    wir können den Fred ja im stand by halten,

    das Urteil des Europäischen Gerichtshof in der Sache Dogan wird für den 10.07.2014 erwartet. Wenn der Gerichtshof den Schlussanträgen seines Generalanwaltes folgen sollte, dann dürfte die nun seit sieben Jahren andauernde, rechtwidrige Quälerei mit den Sprachtests vor der Einreise endlich ein Ende haben.
    https://de-de.facebook.com/pages/Ver...66581880087463

    Europäische Kommission - Visum zur Zusammenführung der Familie darf nicht vom Sprachtest abhängen - MiGAZIN

  11. #10
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von pongneng Beitrag anzeigen
    und der deutsche Ehegatte, der in Deutschland lebt?
    Der hat Pech und muss seine Holde das A1 machen lassen.

    Das ganze nennt sich hinnehmbare Inländerdiskriminierung und wird hier bereits seit 2007 diskutiert.
    Entsprechende Anfragen an den Innnenausschuss (Uhl und Konsorten) bestätigten die Vorteilsbehandlung von in D lebenden EU-Bürger.

    Was z.Bsp. für einen Doppelstaatler bedeutet, dass er - um seiner Holden aus einem Drittland das Prozedere zu ersparen - seinen deutschen Pass besser wieder abgibt, damit er in diesem Fall nicht als Deutscher gezählt wird.

    Das kann man aber als Grenznaher auch nutzen, in dem man von Lindau nach Bregenz (Kehl nach Strassbourg) zieht und dann diesen Vorteil nutzt. Nach Einreise - ohne A1 - und Zuzug des Lebenspartner, zieht man dann wieder zurück nach D.

    Wenn nun noch die Tuerken ohne A1 dürfen, trifft es im wesentlichen nur noch den eigenen deutschen Staatsbürger. Frau Zypries - damals Justizministerin und Befürworter des Verfahrens - hat mir Jahre später in einem persönlichen Gespräch gesagt, dass Sie die Folgen nicht abgesehen hat und die SPD so etwas nicht mehr mitmachen würde. Späte Einsicht ......

    Und das alles wegen Zwangsheirat, die bei deutschen Männer schwer angesagt ist.

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