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Wegerecht als Gewohnheitsrecht in TH?

Erstellt von gerhardveer, 01.05.2012, 13:49 Uhr · 63 Antworten · 6.914 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von gerhardveer

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    Wegerecht als Gewohnheitsrecht in TH?

    Wegerecht als Gewohnheitsrecht in TH?


    Zu unserem Grundstück gibt es keinen öffentlichen Zugang - es führt ein Weg hin (ca.20m), der je zur Hälfte meiner Frau und dem Besitzer des Nachbargrundstückes gehört. Gekauft wurde der Weg vor 10 Jahren von einem weiteren Nachbarn, dessen Grundstück vor den beiden schon genannten liegt. Dieser Weg stößt stumpf nur ans Nachbargrundstück, so dass man zum Erreichen unseres Grundstücks etwa drei Meter über das des Nachbarn gehen oder fahren muss. Ein spezielles "Wegerecht" liegt natürlich nicht in schriftlicher Form vor (Thailand!) - aber über das Nachbargrundstück führt die Verlängerung des Weges schon seit vielen Jahrzehnten zu den dahinter liegenden Anliegern, die ebenfalls keinen öffentlichen Straßenanschluss haben.
    Jetzt kommt das Übliche: der Nachbar verstarb und der Sohn verkaufte das Grundstück an eine Bangkoker Family, die dort bauen will. Die nette zukünftige Nachbarin hat bereits angekündigt, dass sie den Durchgang für die hinteren Anlieger sperren will und wir müssten die Fläche, die wir zum Erreichen unseres Hause benutzen, von ihnen abkaufen.
    Klartext: die hinteren Nachbarn müssen in Zukunft etwa einen halben Kilometer Umweg laufen, um ins Dorf zu kommen und wir müssten im Falle des Nichtkaufs in Zukunft einen Helikopter bemühen - eine andere Zufahrt zu unserem Grundstück ist nicht möglich.

    Frage: Weiß jemand, ob es in TH ein Gewohnheitsrecht oder Wegerecht auf Gewohnheitsbasis gibt - vergleichbar mit der Gesetzeslage, wie ich sie aus Deutschland oder Frankreich kenne? Ich würde der netten Nachbarin gerne gleich eine vor den Bug setzen - wenn die so anfängt, geht das erfahrungsgemäß so weiter - da gibt es keine nationalen Unterschiede...
    Noch besser wäre, wenn mir jemand zusätzlich einen guten Anwalt aus der Region Roi Et nennen könnte. Wenn es rechtlich gut für uns aussehen sollte, würde ich eventuell gleich zum Vermessungstermin am 8.5. mit Anwalt kommen, dass die wissen, wohin's notfalls läuft. Die sind nämlich hoch verschuldet, ich aber nicht.....

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Waitong

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    Kauf der neuen Besitzerin die paar Quadratmeter ab und du hast Ruhe.

    Alles andere ist Mumpitz !

    (Lass deine Frau die Sache regeln, halte dich ganz zurueck.)

  4. #3
    Avatar von jai po

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    Wenn du nur 3 Meter über das Grundstück musst, kauf ihr einen Streifen von 3x3 oder 3x4 Meter ab. Das sind 9 - 12 m², kommst sogar mit einem LKW durch, was soll das schon kosten?
    Gib dir mal die Kosten für Anwalt, Vermessungsamt, Gericht und den ganzen Ärger. Vielleicht Recht haben und Recht bekommen sind halt zweierlei.
    Das würde ich mir nicht antun, auch wenn du eventuell im Recht bist.

  5. #4
    Avatar von Dieter1

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    Neue Nachbarn und hoch verschuldet? Ach Du Scheisse.

    Da kannste Dich auf dauernde Versuche einstellen, Dir mit irgendeinem Bloedsinn Geld aus der Tasche zu ziehen.

    Sie sind Thais und auch noch aus Bangkok und Du bist nur Farang. Sicher weisst Du, wie die Dich sehen.

    Mir hat mal ein Mieter meiner Freundin waerend ihrer Abwesenheit die Nichtzahlung der Miete auf ihr Konto mit diesem Umstand begruendet und erst angesichts des neuen Vorhaengeschlosses umgedacht.

  6. #5
    Avatar von Joerg_N

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    Wie alt ist Deine Frau Gerardveer ?

  7. #6
    Avatar von gerhardveer

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    welche Lösungsmöglichkeit verbindest du damit?

    Habe im Nachbarforum einen Hinweis bekommen, der in thaivisa stand - klingt interessant:
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Section 1349

    If a piece of land is so surrounded by other pieces of land that it has no access to the public ways, the owner may pass over the surrounding land to reach a public way.

    The same applies, if passage can only be had over a pond, marsh, or sea, or if there is a steep slope with a considerable difference of level between the land and the public way.

    The place and the manner of the passage must be chosen as to meet the needs of the person entitled to passage and at the same time to cause as little damage as possible to the surrounding land. The person entitled to passage may, if necessary, construct a road for passage.

    The person entitled to passage must pay compensation for any damage suffered by the land owner on account of the passage being established. Such compensation, except for damages arising from the construction of a road, may be made by annual payments.

  8. #7
    Avatar von waanjai_2

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    Wir standen einmal als potentieller Käufer vor der Frage: sollen wir uns auf das Risiko einlassen, dass man später nicht den naheliegendsten Zugangsweg hat, der bislang vom Eigner des Grundstücks genutzt werden konnte. Meine Frau hat dann noch nach der Bereitschaft gefragt, das benoetigte Land zu verkaufen. Da war ploetzlich alles unklar. Meine Frau hat bloß kurz abgewunken und wir sind gegangen. Derjenige, der das Grundstück für den Weg hätte verkaufen wollen, war auch an dem Stück Land, was zu einem sehr guten Preis verkauft werden sollte, interessiert, konnte aber nicht so viel zahlen.

    In Deinem Fall würde ich mich glücklich schätzen, wenn durch den Kauf von wenigen qm das Problem einvernehmlich geloest werden koennte. Die Regelungen des Wegerechts werden mit knapper werdenden Land sicherlich vielfältiger und komplizierter. Aber in Roi-Et und dem überwiegenden Isaan von heute, ist Land das, wovon es massiv viel gibt. Da geht man lieber weg, als irgendwelche Übergangsloesungen zu erfinden. Und Land ohne Zugang zu den geplanten Straßen ist ohnehin schon ein Fehler im Flächennutzungsplan.

  9. #8
    Avatar von benni

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    Komisch, daß deine Frau und ihre Familie noch nicht auf die Idee kamen, den Pu-yai baan zu aktivieren und ihn in die Verhandlungen mitreinzubringen........

  10. #9
    Avatar von gerhardveer

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Da geht man lieber weg, als irgendwelche Übergangsloesungen zu erfinden.
    Du meinst, mal so auf die schnelle die Bude aufgeben und in Zukunft in einer Mietklitsche wohnen??

    Bis jetzt wurde noch gar nichts verhandelt - alles Buschtrommeln von "sicheren Quellen". Der Bürgermeister wird noch angesprochen, dafür sorge ich schon! Meine Frau hat wegen ihrer Erkrankung nicht soviel Reserven wie früher und ich habe den Eindruck, das lockt die Ratten und Hyänen an - in der Beziehung können Thais m.E. brutal sein (nicht selten werden ja selbst wehrlose Unfallopfer ausgeraubt, bevor man sie liegen lässt und abhaut) ...

  11. #10
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von gerhardveer Beitrag anzeigen
    Du meinst, mal so auf die schnelle die Bude aufgeben und in Zukunft in einer Mietklitsche wohnen??
    Das wird wohl kaum jemand wirklich wollen. Nein ich meine damit Loesungen, wo man sich verpflichtet Schadensersatz zu zahlen, ohne dass der Schaden für ein und allemal festgelegt wird. Dann koennen nach Jahren neue Ansprüche geltend gemacht werden. Also besser kaufen und Ruhe ist.

    Und die Einschaltung des Puyai-Baans ist ein Muß. Dient ja der Korrektur eines Fehlers im Flächennutzungsplan. Jetzt, wo das Hauptgrundstück ja schon gekauft ist. Kann man nicht so einfach vor weglaufen, wie wir es getan haben, weil wir noch andere Grundstücke uns anschauen konnten. Als Reisfelder zunächst zu nutzen.

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