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Verheiratet und ein Condo kaufen auf eigenen Namen?

Erstellt von HampiK, 13.08.2010, 15:18 Uhr · 16 Antworten · 3.211 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von HampiK

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    Verheiratet und ein Condo kaufen auf eigenen Namen?

    Ich habe eine Frage, wenn ich in Thailand ein Condo aus meinem Vermögen kaufe, und in der Schweiz ein Ehevertrag abgeschlossen wurde, würde bei einer Scheidung die Hälfte ihr zugesprochen, oder bliebe das Condo komplet in meinem Namen?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von rolf2

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    nach deutschem Recht bei Gütertrennung wird alles geteilt was in der Ehe erworben wurde, also nicht Dein Vermögen was Du bereits vor der Ehe hattest,

    war zwar nach schweizer Recht gefragt, aber nunja

  4. #3
    Avatar von waanjai_2

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    Hängt von mehreren Faktoren ab, so wie ich weiß.

    1. Wurde der Ehevertrag, der ursprünglich in der Schweiz erstellt wurde, auch dem Amphoe vor der Heirat in Thailand zur Registrierung vorgelegt? Eheverträge, die nach der Eheschließung erst geschlossen werden, haben in Thailand keine Gültigkeit.
    2. In welchem Land wird die Ehe geschieden werden?

    Die zweite Frage ist bedeutsam, auch wenn die Heirat in der Schweiz erfolgte. Wohnen nämlich die Eheleute später gemeinsam in Thailand, dann kann sich die Frau auch nach thailändischem Recht scheiden lassen. Eine Thai braucht sich bei einer geplanten Scheidung nicht der im Ehevertrag oftmals vereinbarten Rechtswahl unterzuordnen.

    Nun könnte ich mir jedoch - auch wirksam bei einer Scheidung in Thailand - vorstellen, dass das Condo vom Mann als Teil seines Privatvermögens erworben wird. Dies sogar beim Immobilienerwerb so dokumentiert wird. Das heißt insbesondere: Im Vertrag steht nur er als Käufer. Denn in Thailand wird selbst bei der Zugewinngemeinschaft immer unterschieden zwischen a. gemeinsamen Vermögen und b. höchst privatem Vermögen.

    Diese Regelung ermöglicht ja erst den Kauf von Landtiteln durch die Ehefrau, ohne dass der Ehemann davon bei einer potentiellen Scheidung die Häfte abbekommt. Nein, der Ehemann muß vor dem Land-Office erklären, dass das Geld - welches in Wirklich natürlich von ihm kommt - rein rechtlich gesehen aus dem Privatvermögen der Frau stamme. Auf diese Weise kann man in Thailand auch während der Ehe Dinge erwerben, woran der Partner bei einer Scheidung nicht partizipieren wird.

  5. #4
    Avatar von Silom

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    Mitentscheidend bei der Frage, in welchem Land die Scheidung vollzogen wird.

  6. #5
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Nun könnte ich mir jedoch - auch wirksam bei einer Scheidung in Thailand - vorstellen, dass das Condo vom Mann als Teil seines Privatvermögens erworben wird. Dies sogar beim Immobilienerwerb so dokumentiert wird. Das heißt insbesondere: Im Vertrag steht nur er als Käufer. Denn in Thailand wird selbst bei der Zugewinngemeinschaft immer unterschieden zwischen a. gemeinsamen Vermögen und b. höchst privatem Vermögen.
    Nicht anders als in Deutschland in einer Zugewinngemeinschaft. Die Folge ist aber nicht, wie du behauptest:

    Diese Regelung ermöglicht ja erst den Kauf von Landtiteln durch die Ehefrau, ohne dass der Ehemann davon bei einer potentiellen Scheidung die Häfte abbekommt. Nein, der Ehemann muß vor dem Land-Office erklären, dass das Geld - welches in Wirklich natürlich von ihm kommt - rein rechtlich gesehen aus dem Privatvermögen der Frau stamme. Auf diese Weise kann man in Thailand auch während der Ehe Dinge erwerben, woran der Partner bei einer Scheidung nicht partizipieren wird.
    Der Partner könnte im Fall einer Scheidung partizipieren. Gerade wenn es ihr selbst erworbenes Privatvermögen ist und dann auch noch vor dem Amphoe bestätigt wird, ist das doch ein klarer Hinweis auf Zugewinn, an dem der Scheidungspartner ein Anrecht hat.

  7. #6
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Gerade wenn es ihr selbst erworbenes Privatvermögen ist und dann auch noch vor dem Amphoe bestätigt wird, ist das doch ein klarer Hinweis auf Zugewinn, an dem der Scheidungspartner ein Anrecht hat.
    1. In dem konkreten Fall, der hier zur Diskussion steht, ist klar, dass es das Privatvermögen des Ehemannes ist, was für den Kauf des Condos verwendet werden soll.

    2. Im allgemeinen: ist Deine Beschreibung der Rechtsfolgen einer Scheidung in Thailand völlig falsch. Der Farang-Ehemann wird bei Landbesitz der Ehefrau nie daran partizipieren, weil die Erklärung vor dem Land-Amt gerade dies verhindert. Wenn durch die Erklärung des Ehemannes rechtlich klargestellt wird, dass das Land aus der Privatschatulle der Ehefrau finanziert wurde, dann gehört das so gekaufte Land nicht zum Zugewinn. Dies ist geradezu des Pudels Kern dieser Erklärungen der Farangs beim Kauf von thail. Scholle durch die Mia Farang.

  8. #7
    Avatar von Chak

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    Waanjai, wie kommst du denn auf diesen irrigen Schluss? Wenn es nicht Vermögen der Frau wäre, sondern gemeinsames oder gar des Mannes, dann wäre doch gar kein Zugewinn notwendig.

    Dass ein Farang kein Anrecht darauf hat ist eine Mär, die natürlich von aleln möglichen interessierten Seiten gerne verbreitet wird.

  9. #8
    Adi
    Avatar von Adi

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    Zitat Zitat von HampiK Beitrag anzeigen
    ...in der Schweiz ein Ehevertrag abgeschlossen wurde
    Kommt das nicht mal darauf an, was im Ehevertrag steht, ob dieser vor der Eheschliessung abgeschlossen wurde und wo zum Zeitpunkt der Scheidung der Lebensmittelpunkt besteht?

  10. #9
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Dass ein Farang kein Anrecht darauf hat ist eine Mär, die natürlich von aleln möglichen interessierten Seiten gerne verbreitet wird.
    Dass ich nicht lache.
    Es gibt bekanntlich zwei Fallkonstellationen:
    1. Scheidung. Da gilt das von mir bereits Beschriebene. Der Landbesitz der Mia Farang gehört nach der Scheidung ihr allein bzw. ihren Erben, sofern Thai.
    2. Tod der thail. Frau: Da fällt in der Tat der Landbesitz der Verstorbenen an den Farang. Der allerdings das so ererbte Land innerhalb eines Jahres einem Thai zu übertragen (verkaufen oder schenken) hat.

    Alles andere ist Augenwischerei bzw. Wunschdenken einiger Farangs. Durch die thailändische Gerichtspraxis schon tausendfach widerlegt.

  11. #10
    Avatar von Silom

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    ...Der Landbesitz der Mia Farang gehört nach der Scheidung ihr allein bzw. ihren Erben, sofern Thai.
    ...
    Wobei bei einem Condo-Besitz diese Regel nicht greift. Theoretisch könnte dem Ausländer das Condo gutgeschrieben werden.

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