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Todesfall in Thailand

Erstellt von Chak, 27.01.2014, 03:01 Uhr · 72 Antworten · 9.945 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Chak

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    Todesfall in Thailand

    Wenn ein Deutscher in Thailand verstorben ist, muss der Totenschein dann auch auf der Botschaft legalisiert werden?

  2.  
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  3. #2
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Das haengt davon ab, wofuer der Totenschein verwendet werden soll. Die Botschaft selbst benoetigt fuer eigene Verfahrensakte keine Legalisierung von thailaendischen Dokumenten, waehrend fuer die meisten innerdeutschen Behoerden eine Legalisierung von thailaendischen Dokumenten erforderlich ist. Somit waere dann bei der deutschen Behoerde, fuer die der Totenschein benoetigt wird, nachzufragen, ob eine Legalisierung zwingend erforderlich ist.

  4. #3
    Avatar von DisainaM

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    der normale Ablauf ist sowieso der,
    dass die Deutsche Botschaft vom Krankenhaus, bz. Polizei benachrichtigt wird, über den Tod eines Deutschen.
    Ist bei der Behörde keine laufende Ermittlung, sprich, ist die Leiche freigegeben,
    wird die Botschaft innerhalb von 24 Stunden selber die Rückführung des Körpers nach Deutschland organisieren.
    Das ist dann für diejenigen das Hauptproblem, die aus Kostengründen, weil es der Verstorbende zu Lebzeiten wollte,
    eine Verhinderung der Zwangsrückführung durchzubekommen,
    um eine Freigabe zur Bestattung in Thailand genehmigt zu bekommen.
    Schafft man dies nicht in 24 Stunden, weil die Dokumente für die Botschaft nicht ausreichen, oder klar nach deutschem Recht erklärt worden ist, geht der Körper nach Deutschland. Damit wird in der Regel eine Kostenlawiene ausgelösst, die so mancher, zu Lebzeiten, unzureichend verhindern wollte, weil er sich eine gute Beratung ersparen wollte.

  5. #4
    Avatar von khwaam_suk

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    Ist bei der Behörde keine laufende Ermittlung, sprich, ist die Leiche freigegeben,
    wird die Botschaft innerhalb von 24 Stunden selber die Rückführung des Körpers nach Deutschland organisieren.
    Das wäre aber eine extrem kurze Zeitspanne. Ich dachte bisher, dass nach der Benachrichtigung durch die Thaibehörde die Botschaft zuerst versucht, in Deutschland lebende Angehörige ausfindig zu machen, sofern sich nicht jemand vor Ort befindet und meldet.
    Wenn dann ein Angehöriger ermittelt wurde muss dieser dann entscheiden, ob der Verstorbene überhaupt ins Heimatland überführt werden soll und wenn ja, ob im Sarg oder nach vorheriger Einäscherung in der Urne.
    Manchmal wird ja auch im Testament bzw. in einer Vollmacht über den Tod hinaus festgelegt, das die thailändische Witwe über die letzte Ruhestätte und die Art der Bestattung entscheiden darf. Auch in diesem Falle wäre ein Zeitfenster von 24 Stunden sehr knapp bemessen.

  6. #5
    Avatar von DisainaM

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    zunächst mal die Stellungnahme der Botschaft

    Steuern & Rechtliches :: Wochenblitz - Ihre deutschsprachige Zeitung für Thailand

    was da aber nicht ausdrücklich steht,
    ist der beschriebende Fall :

    keine Nachlassregelung, Erbmasse vorhanden, Angehörige in Deutschland, die keine Bestattung in Thailand regeln können,
    Lebensgefährtin in Thailand, die aber von der Deutschen Botschaft keine Vollmacht zur Totenfürsorge erteilt bekommt,
    weil keine klare Regelung hierüber in einem wirksamen Testament getroffen ist

  7. #6
    Avatar von JT29

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    Da steht aber nichts von 24 Stunden und Steuermittel für eine Rückführung werden auch nicht verauslagt - von wegen Zwangsrückführung

  8. #7
    Avatar von DisainaM

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    weil Du alles gerne schriftlich lesen willst,

    auf die Schnelle ein Beispiel aus Spanien

    Die Angehörigen von Deutschen werden sodann aufgefordert, dem Konsulat schnellstens mitzuteilen, ob eine Leichenüberführung (Kosten zirka 3.380 €), eine Einäscherung mit anschließender Überführung der Urne (Kosten zirka 2.550 €), eine Einäscherung mit anschließender Beisetzung der Urne in Spanien (Kosten zirka 2.045 €) oder eine Bestattung in Spanien (Kosten zirka 1.535 €) gewünscht wird.

    In jedem Fall müssen die Angehörigen ausdrücklich die Übernahme der Kosten zusichern und die Summe innerhalb von 24 Stunden ab Kenntnisnahme unmittelbar über eine Außenhandelsbank (ohne Einschaltung weiterer Banken) fernschriftlich oder vorzugsweise per Bank - Swift überweisen (Bankverbindung: BNP, Paseo Doctor Gadea 13, 03003 Alicante, 0058-170021-0100257001).

    Die Bank in Deutschland muss die Überweisung des Geldbetrages gegenüber dem Konsulat per Fax bestätigen. Erst dann kann dem spanischen Bestatter der entsprechende Auftrag erteilt werden, denn die Voraussetzung dafür ist Vorauszahlung. Das deutsche Konsulat muss die Erteilung eines Überführungsauftrages von der Geldüberweisung, der Stellung einer Bankgarantie beziehungsweise der Kostenübernahme seitens einer Rückführungsversicherung abhängig machen.

    Ferner müssen sich die Angehörigen unverzüglich mit dem Konsulat in Verbindung setzen, um folgende Daten anzugeben:

    Namen der Eltern der/s Verstorbenen (werden für die Ausstellung der spanischen Sterbeurkunde benötigt)
    Zielflughafen bei Überführung der Leiche oder der Urne
    Bestattungsort
    Name, Anschrift und Telefon sowie Faxnummer des Bestattungsinstituts in Deutschland
    Bankverbindung der Angehörigen zur Rücküberweisung von Restbeträgen
    Bestätigung, ob Überführung, Einäscherung oder Bestattung in Spanien gewünscht wird (um Missverständnisse auszuschließen)


    Zudem sollten die Angehörigen in Deutschland so schnell wie möglich nach Kenntnis des Sterbefalles Kontakt mit einem lokalen Bestatter ihrer Wahl aufnehmen.

    Dieser kann sich bei Fragen zu Einzelheiten der Überführung (etwa bezüglich einer möglichen Umbettung der Leiche am Zielort, da eine Bestattung in einem Zinksarg, der für die Überführung obligatorisch ist, in Deutschland nicht möglich ist) jederzeit mit der jeweils federführenden Auslandsvertretung oder dem spanischen Kollegen in Verbindung setzen.

    Vor einer Leichenüberführung stellt das deutsche Konsulat einen Leichenpass aus und übersetzt die Sterbeurkunde.

    Alle weiteren für die Frachtabfertigung und Überführung notwendigen Unterlagen beschaffen die vor Ort beauftragten spanischen Bestatter. Die spanische Sterbeurkunde liegt in der Regel den Überführungsdokumenten bei. Andernfalls wird sie vom zuständigen Konsulat angefordert und auf dem Postweg übersandt.
    Was ist bei einem Sterbefall in Spanien zu tun?

  9. #8
    Avatar von khwaam_suk

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    auf die Schnelle ein Beispiel aus Spanien
    Nicht Spanien, sondern auf Thailand bezogen:
    Todesfall in Thailand | Thailand Neuheiten

  10. #9
    Avatar von JT29

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    Hast Du mal wieder schön gegoogelt, wo aber steht hier was von Zwangsrückführung und 24 Stunden.

    Kann es nicht eher sein, dass Du mal wieder falsch informiert bist?

  11. #10
    Avatar von DisainaM

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    steht dem aber nicht entgegen,

    Die Angehörigen müssen entscheiden, ob eine Sarg- oder Urnenüberführung von Thailand nach Deutschland stattfinden soll oder eine örtliche Bestattung gewünscht wird.

    Die Botschaft beauftragt nach Eingang des Geldes ein örtliches Bestattungsinstitut mit der Abwicklung. Im Falle der Überführung des Leichnams oder der Urne benötigt die Botschaft auch den Namen eines beauftragten deutschen Bestattungsunternehmens mit Anschrift, Telefon und Faxnummer.Der für die Abwicklung notwendige Geldbetrag sollte umgehend, telegrafisch oder per Blitzgiro auf das Konto der Legationskasse des Auswärtigen Amtes
    das Geld der Angehörigen für einen lokalen Bestatter sollte umgehend auf das Konto des AA.
    Zwar sind die 24 Stunden Regelung dort nicht ausdrücklich erwähnt,
    aber auch die Folgen, was passiert, wenn das Geld der Angehörigen nicht umgehend auf dem Konto des AA landet,
    wird in dem Link nicht beschrieben.

    Ist genug Erbmasse vorhanden,
    kann es sehr schnell passieren, dass es zu der beschriebenden Zwangsüberführungkommt,
    weil eben keine umgehende Zahlung erfolgte.


    Das sind Praxiserfahrungen, und hat nix mit Google zutun.

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