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Thai Ehefrau Doppel-Staatsangehörigkeit geben

Erstellt von bernd2011, 06.08.2017, 20:36 Uhr · 79 Antworten · 3.373 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von bernd2011

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    Thai Ehefrau Doppel-Staatsangehörigkeit geben

    Hallo zusammen,
    meine Thai Frau lebt nun schon seit knapp 8 Jahren in Deutschland bei mir. Ich denke aktuell darüber nach sie einbürgern zu lassen. Sprich ihr die doppelte Staatsbürgerschaft geben zu lassen. Das geht wohl hier in Rheinland Pfalz recht unproblematisch, wie ich auf der Homepage vom Land Rheinland Pfalz gelesen habe. Die Thai Staatsangehörigkeit muss sie -aus deutscher Sicht- wohl nicht aufgeben, auch das steht auf der besagten Homepage. Da sie Land in Thailand hat, will ich das auch unbedingt ausschließen. Mal davon abgesehen könnte es durchaus sein das wir mal in einigen Jahren nach Thailand auswandern wollen.

    Nun zur Praxis. Gibt es hier im Forum Leute, die das aktuell gemacht haben, das mit dem einbürgern in Deutschland? Und, gibt es auf Hinsicht der Thai Seite (Thai Behörden) Risiken, sprich -auch nach vorne gerichtet- das sie mal alle Rechte in Thailand verlieren könnte?

    Gruß
    Bernd

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von bernd2011 Beitrag anzeigen
    Die Thai Staatsangehörigkeit muss sie -aus deutscher Sicht- wohl nicht aufgeben, auch das steht auf der besagten Homepage. Da sie Land in Thailand hat, will ich das auch unbedingt ausschließen. Mal davon abgesehen könnte es durchaus sein das wir mal in einigen Jahren nach Thailand auswandern wollen.

    Nun zur Praxis. Gibt es hier im Forum Leute, die das aktuell gemacht haben, das mit dem Einbürgern in Deutschland? Und, gibt es auf Hinsicht der Thai Seite (Thai Behörden) Risiken, sprich -auch nach vorne gerichtet- das sie mal alle Rechte in Thailand verlieren könnte?

    Gruß
    Bernd
    Hallo Bernd,
    ich habe vor Monaten mal darüber mit dem Chef des hiesigen AA (auch RPL) gesprochen (guter Bekannter). Selbst sind wir noch nicht dabei, da "wir" uns z.Zt. noch mit dem dt. Führerschein abkämpfen, und das ist schon eine Schice-Nummer!

    Bei einer Einbürgerung von thail. Staatsangehörigen ist die doppelte Staatsangehörigkeit nur der Tatsache geschuldet, dass das Königreich Thailand niemand aus der thailändischen Staatsbürgerschaft entlässt! Einmal Thai, immer Thai! Er konnte sich noch an frühere Jahre erinnern, dass das Zurückschicken von Pässen an die thail. Botschaft keinerlei Aktivitäten dort verursacht hat. Eine Änderung dieser Praxis kann also nicht von Deutschland ausgehen. Das heißt, wenn eingebürgert, interessiert sich keine deutsche Behörde mehr dafür, was sonst noch vorhanden ist und die thail. Behörden bekommen z.Zt. keinerlei Kenntnis über eine Einbürgerung in DE.
    Wenn das erledigt ist, sollte man nur darauf achten, bei Reisen nach TH an den verschiedenen Stellen dann auch jeweils den "richtigen" Pass zur Hand zu haben!

  4. #3
    Avatar von sombath

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    Das Thema wurde hier schon mehrfach behandelt .
    Meine Frau ist seit ca. 2 Jahren eingebürgert und es gibt weder hier in D. noch in Thailand Probleme .
    In D. ist sie Deutsche , in Thailand ist sie Thai .
    Die deutsche Staatsbürgerschaft ist beim thailändischen Staat auch bekannt .

  5. #4
    Avatar von Ferdinand

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    Zitat Zitat von bernd2011 Beitrag anzeigen
    Sprich ihr die doppelte Staatsbürgerschaft geben zu lassen.
    ich meine du wirst da gar nicht gefragt, wenn Sie das möchte, eine Niederlassungserlaubnis besitzt, Sprachkurs und Einbürgerungstest hinter sich hat, dann kann sie einen Antrag stellen und dieser wird ziemlich sicher genehmigt. Der Ehemann wird da weder befragt noch muss er etwas genehmigen oder "machen lassen".
    Da sie ja die thailändische Staatsangehörigkeit behält gibt es da auch keine Nachteile, sie muss es auch gar nicht den thailändischen Behörden melden. Umgekehrt vermerkt das Bürgeramt in ihren Akten die zusätzliche thailändische Staatsangehörigkeit. Was Pflichten angeht, so kann sie als Wahlhelfer verpflichtet werden.

    Zitat Zitat von sombath Beitrag anzeigen
    In D. ist sie Deutsche
    Zumindest auf dem Papier, die Wutbürger haben da andere Kriterien

  6. #5
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von Ferdinand Beitrag anzeigen
    Zumindest auf dem Papier, die Wutbürger haben da andere Kriterien
    .... aber (noch) nicht bei Asiaten (es sei denn, diese treten irgendwo in Massen und/oder als Musels auf)!

  7. #6
    Avatar von Micha L

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    Weltweit gilt doch die selbstverständliche Regel, daß Hinzukommende Vertrauen gewinnen müssen, nicht umgekehrt.
    Diejenigen, welche nicht passiv sind, sondern vielfältig auf die Einheimischen zugehen, überwinden Hindernisse mühelos. Das fängt schon beim Grüßen an.

    Gerade habe ich das in einem eigentlich recht konservativen Bereich mitbekommen, dem deutschen Gartenverein.
    In dem Fall sind Vietnamesen auf gute Nachbarschaft aus, kommunizieren entsprechend. Dazu überzeugen Sie durch die in deutschen Kleingärtneraugen vorbildliche Gestaltung und Pflege ihrer Parzellen. Die "kungeln" und feiern miteinander, sind dabei aber nicht zu laut.

    Ein anderes Beispiel:
    Ein vn Asiarestaurant führt auch die Funktion der dort vorher lange geschlossenen deutschen Kneipe fort. In den Räumen hat der Bürgerverein des Stadtteils seinen Sitz nehmen dürfen.
    Folglich sind die Wirtsleute allgemein anerkannt, ohne sich etwa assimilieren zu müssen. Die asiatischen Küche ist obligatorisch.

  8. #7
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Ferdinand Beitrag anzeigen
    ich meine du wirst da gar nicht gefragt, wenn Sie das möchte, eine Niederlassungserlaubnis besitzt, Sprachkurs und Einbürgerungstest hinter sich hat, dann kann sie einen Antrag stellen und dieser wird ziemlich sicher genehmigt. Der Ehemann wird da weder befragt noch muss er etwas genehmigen oder "machen lassen".
    Da sie ja die thailändische Staatsangehörigkeit behält gibt es da auch keine Nachteile, sie muss es auch gar nicht den thailändischen Behörden melden. Umgekehrt vermerkt das Bürgeramt in ihren Akten die zusätzliche thailändische Staatsangehörigkeit. Was Pflichten angeht, so kann sie als Wahlhelfer verpflichtet werden.
    Nach acht Jahren kann sie die Einbürgerung wohl auch so beantragen, aber wenn sie die Einbürgerung auf Grundlage der Ehe beantragt (das geht schon nach drei Jahren), dann wird der Ehegatte sehr wohl befragt.

    Ich hatte aber den Eindruck, der Beamte war recht froh über einen so eindeutigen und einfachen Fall, wie sie thailändische Ehefrauen deutscher Männer darstellen. Die bei anderen Nationalitäten aus einschlägigen Gegenden erforderliche Anfrage bei verschiedensten Sicherheitsbehörden entfällt beispielsweise.

    Aktuell ist das allerdings nicht, so vier bis fünf Jahre ist das jetzt her. Der Vorgang war so einfach wie kostspielig.

    Risiken sehe ich da keine, obwohl das hier seinerzeit sehr kontrovers diskutiert wurde wegen eines Merkblattes des Konsulates in Frankfurt. Vorteile sehe ich abgesehen von den staatsbürgerlichen Rechten vor allem bei Reisen. Sowohl für Mauritius als auch für Großbritannien hat uns das das Visum erspart.

  9. #8
    Avatar von Ironman

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Risiken sehe ich da keine, obwohl das hier seinerzeit sehr kontrovers diskutiert wurde wegen eines Merkblattes des Konsulates in Frankfurt. Vorteile sehe ich abgesehen von den staatsbürgerlichen Rechten vor allem bei Reisen. Sowohl für Mauritius als auch für Großbritannien hat uns das das Visum erspart.
    Sehe ich genau so. Plus: Man muss sich nicht mehr ständig mit den Behörden rumärgern.

  10. #9
    Avatar von Ferdinand

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Nach acht Jahren kann sie die Einbürgerung wohl auch so beantragen, aber wenn sie die Einbürgerung auf Grundlage der Ehe beantragt (das geht schon nach drei Jahren), dann wird der Ehegatte sehr wohl befragt.
    Ich habe es gerade hinter mir, eine Woche her, sicher vereinfacht die Heirat mit einem Deutschen den Ablauf, aber man (ich) wird gar nicht gefragt, sie ist acht Jahre in D, mit einem D verheiratet, Sprach- und Einbürgerungstest liegen vor, kann für sich sorgen, eventuell über Ehemann das war es, ich als Ehemann musste nichts unterzeichnen, also kann, die Gutste es auch allein durchziehen - das wollte ich damit sagen, bzw. es ist keine Einbürgerung von Ehemanns Gnaden, Nein, die Ehefrau bekommt es auch so. Wenn ch sagen würde, ich bin nicht einverstanden, dann hätte das mMn gar keine Bedeutung, was auch gut ist

  11. #10
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Ferdinand Beitrag anzeigen
    Ich habe es gerade hinter mir, eine Woche her, sicher vereinfacht die Heirat mit einem Deutschen den Ablauf, aber man (ich) wird gar nicht gefragt, sie ist acht Jahre in D, mit einem D verheiratet, Sprach- und Einbürgerungstest liegen vor, kann für sich sorgen, eventuell über Ehemann das war es, ich als Ehemann musste nichts unterzeichnen, also kann, die Gutste es auch allein durchziehen - das wollte ich damit sagen, bzw. es ist keine Einbürgerung von Ehemanns Gnaden, Nein, die Ehefrau bekommt es auch so. Wenn ch sagen würde, ich bin nicht einverstanden, dann hätte das mMn gar keine Bedeutung, was auch gut ist
    Nach acht Jahren hat sie einen eigenständigen Anspruch, nach drei Jahren geht nur im Zusammenhang mit der Ehe, deswegen wurde ich intensiver befragt und musste unterschreiben, dass die Ehe noch besteht. Deswegen hätte deine Frau das auch alleine durchziehen können, meine damals nicht.

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