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Sterbefall / Einäscherung / Krematorium / Überführung

Erstellt von Smint, 10.02.2017, 15:34 Uhr · 35 Antworten · 2.079 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Smint

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    Sterbefall / Einäscherung / Krematorium / Überführung

    Hallo.
    In der Suchfunktion habe ich leider keine passenden Antworten gefunden, daher eröffne ich mal einen neuen Thread.
    (Falls das Thema hier schon behandelt wurde, bin ich für einen Link zum Thread dankbar)

    Meine Frau und ich machen uns Gedanken um unseren Tod und was danach passiert.
    Wir beide möchten eingeäschert und im Geburtsort meiner Frau in Thailand beigesetzt werden.

    In Deutschland gilt ja meines Wissens nach "Friedhofszwang", sodass kein Krematorium uns die Asche/Urne aushändigen wird.
    Selbst wenn man dies irgendwie erreicht, ist es wohl nicht erlaubt, mit der Urne im Koffer nach Thailand zu fliegen.

    Ich habe mich bereits beim hiesigen Bestatter erkundigt. Dieser sagte mir, ich sollte als Beisetzungsadresse einen Wat in Deutschland angeben, dort würde die Urne (oder Aschekapsel?) dann hingeschickt.
    Kosten soll dies inkl. Einäscherungssarg ca. 1800,- €.
    Selbst wenn man vom Wat dann die Urne ausgehändigt bekäme (macht sich der Wat damit strafbar?), wie kann man die Urne dann nach Thailand überführen?

    Beim Googeln stößt man ja auch immer wieder auf die Krematorien in Holland, die einen "günstigen" Service anbieten. Was ist davon zu halten und ist die Überführung nach Holland nicht am Ende teuerer als in einem nahegelegenen Krematorium?

    Ich möchte im Fall meines Ablebens meiner Frau nicht zumuten, sich mit dieser komplizierten deutschen Thematik auseinander zu setzen. Das hätte ich gern schon vorher geklärt.

    Daher meine Frage:
    Hat jemand bereits Erfahrungen mit einem Sterbefall und der Überführung der Asche/Urne nach Thailand und kann mir die korrekte (legale oder "ideale") Vorgehensweise schildern?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von phi mee

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    Es gibt in Deutschland Beerdigungsinstitute die das für dich organisieren. Die Leiche wird z. B. nach Holland überführt und dort verbrannt.
    Mein Patenkind hat sich da mal in eigener Sache kundig gemacht. Allerdings war ihr Plan die Asche dann in Holland abzuholen und im Auto nach Deutschland zu bringen nicht ganz gesetzeskonform.

    Meines Erachtens müsste nach der Einäscherung die Asche in einer entsprechenden Urne von Holland direkt nach Bangkok überführt werden. Ich würde einfach mal bei Beerdigungsinstituten in Köln direkt nachfragen.

  4. #3
    Avatar von phi mee

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  5. #4
    Avatar von xxeo

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    Die Einäscherung im Ausland (Niederlande, Tschechien; Zustellung durchaus per DHL möglich) hat den Vorteil, das ist bekannt, dass man so den Friedhofszwang in Deutschland umgehen kann. Asche im Garten, im Wohnzimmerregal, in einem murmelnden Bergbach verstreuen - kein Problem. Sollte tatsächlich jemand die Behörden einschalten, wäre das lediglich eine Ordnungswidrigkeit mit geringer Geldbuße.

    Also, im Ausland kremieren und dann völlig frei entscheiden, was mit der Asche geschehen soll.

  6. #5
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von Smint Beitrag anzeigen
    Daher meine Frage:
    Hat jemand bereits Erfahrungen mit einem Sterbefall und der Überführung der Asche/Urne nach Thailand und kann mir die korrekte (legale oder "ideale") Vorgehensweise schildern?
    Eigene "Erfahrungen" kann ich noch nicht einbringen, denn noch lebe ich.
    Ähnliche Fragen treiben mich allerdings auch um. Ich möchte auch in DE keine 20jährige Grabpflege hinterlassen.
    Ich habe diesbezüglich vor kurzem ein Gespräch mit einem befreundeten "undertaker" gehabt.
    Er hat mir glaubhaft versichert, dass das heutzutage keine großen Probleme mehr aufwirft.
    Es sei letztlich egal, wo der Verblichene zu Asche verbrannt wird, im In- oder Ausland.
    Er, als zugelassener Bestatter, müsse der Behörde lediglich angeben, dass
    der Verstorbene bzw. seine Asche außer Landes verbracht wurde.
    Die gefüllte Urne könne er sogar meiner Frau mit ins Fluggepäck nach Hause geben.
    Ob diese "Leichtigkeit" jetzt unserer kleinstädtischen Verwaltung in der dt. Provinz geschuldet
    ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber wir haben es für den Bedarfsfall genau so abgesprochen!

  7. #6
    Avatar von xxeo

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    Der murmelnde Gebirgsbach wäre meine Wahl. Oder das Meer, aber nicht die grautrübe Nordsee, sondern die türkisfarbene Version in Thailand. In D fahren die mit irgendwas ein paar Seemeilen raus und versenken die Urne, um nicht zu sagen, sie verklappen die. youtube zeigt die, wie ich finde, sehr nüchterne Entsorgung der Asche des großen Jean Gabin.

    Wie du schreibst, kein Problem, sofern man ein klein wenig kreativ ist.

    Einer schrieb mal: Sollte man beim Verstreuen der Asche in Deutschlands Natur erwischt werden, sagt man einfach, die ist vom Hund.

  8. #7
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von xxeo Beitrag anzeigen
    In D fahren die mit irgendwas ein paar Seemeilen raus und versenken die Urne, um nicht zu sagen, sie verklappen die.
    Für den dazu aufgerufenen Preis dieses "Spektakels" kann Deine trauernden Witwe mit Dir im Handgepäck aber einen First-Class-Flug nach BKK buchen!

  9. #8
    Avatar von noritom

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    Sehen wir es mal realistisch. Das man(n) heute in Frieden einschläft und ins Himmelreich auffährt ist wünschenswert, aber unrealistisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass man von Krebs etc. elendig dahin gerafft wird ist unendlich größer.

    Wenn man dann nicht in einem deutschen Krankenhaus einem Gut-Doktor in die Hände fallen will, der meint, an einem noch die moderne Apparatemedizin ausprobieren zu müssen, bleibt einem eh nichts anderes übrig, als z.b. nach Holland zu fahren (sich fahren zu lassen) um dort eine kleine Spritze zu bekommen. (Ja, Ja, Patientenverfügung........außer meiner Frau ist bei meinem Tod keiner mehr aus der näheren Verwandschaft da....dann soll meine Frau die Verfügung durchsetzen.....??? Bezweifle ich!! Also hänge ich an den Maschinen.)

    Nun, wenn man dann eh schon in Holland ist, liegt natürlich eine Einäscherung sehr nah. Ob es danach so einfach ist, die Asche mit in den Flieger zu nehmen entzieht sich meiner Kenntnis. Aber über die "Grenze" nach Deutschland dürfte kein Problem sein......."Geert, mach kein Mist" 😁😁

  10. #9
    Avatar von xxeo

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    Die Überführung der Urne nach D - ob im Handschuhfach, in der Plastiktüte oder per DHL-Paket - ist kein Problem.

    Allerdings ist die gesetzliche Regelung in Belgien und den Niederlanden, dass Sterbehilfe ausschließlich an eigenen Staatsbürgern geleistet werden darf. Auch Exit in der Schweiz hat als Mitglieder nur Eidgenossen.

    Dignitas und neuerdings lifecircle sind Anlaufstellen in der Schweiz für Nichtschweizer. Etliche tausend Franken müssen aber über den Tisch gehen, auch das ist kein Geheimnis. Damit werden aber auch alle Behördengänge und der Bestatter samt Einäscherung bezahlt.

  11. #10
    Avatar von noritom

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    Das Sterbehilfe in Holland nur holländischen Staatsbürgern zu Teil werden darf ist Unsinn.

    Sterbehilfe & assistierter Suizid - Rechtslage Niederlande/Holland

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