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Schengenvisum zum dritten Mal abgelehnt - was kann man noch tun?

Erstellt von AndreasHH, 21.07.2012, 21:13 Uhr · 54 Antworten · 14.085 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Sybers123

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    Es kommt halt drauf an was du investierst denke ich wenn du sehr viel Geld investierst (Was ich nicht machen würde, klappt es auch).
    Da kenn ich welche die haben für Arbeitsbescheinigungen und sowas sehr viel Geld investiert, dann klappt es auch, aber ich würde nie im Leben so viel Geld für ein Schengenvisum investieren.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von AndreasHH

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    Zitat Zitat von bmf555 Beitrag anzeigen
    Waere es moeglich dass die Vorgeschichte bei Dir zu suchen ist? Anscheinend hattest Du bereits 2 Freundinnen eingeladen.
    Zusammenleben? Ich dachte Du wohnst in Hamburg.
    Meine beiden Ex-Freundinnen sind wie geschrieben immer rechtzeitig nach Thailand zurückgeflogen. Da gab es nie Probleme. Und das letzte mal ist wie geschrieben nun auch schon 10 Jahre her.

    Ja, ich wohne in Hamburg. Das Zusammenleben bezog sich auf die Zeit in Thailand die ich bei meine Freundin zuhause verbracht habe. Ich habe da das erste Mal knapp 3 Monate verbracht. Das hatte ich auch als Begründung für ihre geplanten 3 Monate angegeben.

  4. #23
    Avatar von AndreasHH

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    Ich denke das ein guter Arbeitsvertrag nun auch nicht mehr viel bringen wird. Anscheinend hat man es sehr schwer wenn man da einmal abgelehnt wurde.


    Hier mal ein paar Punkte aus dem Remonstationsbescheid der Deutsche Botschaft in Bangkok.


    Zitat Zitat von Remonstationsbescheid Deutsche Botschaft
    Einen Arbeitsnachweis haben Sie allerdings nicht vorgelegt. Doch selbst wenn die Aussage zuträfe und die Antragstellerin einer geregelten beruflichen Tätigkeit nachginge, würde eine Verwurzelung ihrer Person aus beruflichen Gründen dennoch ausscheiden. In Thailand sind derart lange Urlaube unüblich und das Ruhenlassen einer Tätigkeit für 90 Tage minnt back hiesigen Gepflogenheiten der Aufgabe der beruflichen Tätigkeit gleich.



    Zitat Zitat von Remonstationsbescheid Deutsche Botschaft
    Zweifel an der familiären Verwurzelung in Thailand werden dadurch begründet, dass die Antragstellerin bereit wäre, ihre Kinder für fast 3 Monate in fremder Obhut in Thailand zurückzulassen. Dass die Kinder in der Zeit von der Mutter der Antragstellerin betreut werden, ändert nichts daran, dass das Zurücklassen eigener Kinder im Heimatland für eine derart lange Zeit, gegen eine enge familiäre Bindung zu diesen spricht.



    Zitat Zitat von Remonstationsbescheid Deutsche Botschaft
    Grundeigentum konnte die Antragstellerin nachweisen. Allerdings ist auch hier zu beachten, dass dies nicht allein geeignet ist eine wirtschaftliche Verwurzelung in Thailand nachzuweisen, da ein Grundstück leicht und mit wenig Wertverlust verkauft werden kann.



    Zitat Zitat von Remonstationsbescheid Deutsche Botschaft
    Sie konnte kein eigenes Konto vorweisen. Zudem bestünde die einfache Möglichkeit der Auflösung des Kontos, sodass sich hieraus sowieso keine wirtschaftliche Verwurzelung in Thailand ergeben würde.



    Zitat Zitat von Remonstationsbescheid Deutsche Botschaft
    Einen Nachweis für Vorreisen in den Schengenraum oder vergleichbare Staaten, aus denen geschlossen werden könnte, dass die Antragstellerin in der Vergangenheit ihren Ausreisepflichten nachgekommen wäre, konnte sie ebenfalls nicht erbringen.

  5. #24
    Avatar von franky_23

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    Das hört sich ja an, als ob die Visaentscheider vom mittleren Beamtendienst nach Gutsherrenart alles so auslegen wie sie es gerade möchten. Schicke dies doch einfach mal an den Bürgerservice des Auswärtigen Amtes mit der Bitte zu prüfen, ob hier nicht eine Botschaft mit der Rechtsauslegung einen Freibrief für Gutsherrliches abnicken oder verweigern geschaffen hat.

    Wenn man der Logik der Visaentscheider folgen wollte, dann hätte ein Deutscher Vater der für einige Monate auf Montage ins Ausland geht, kein inniges Verhältnis zu seinen Kindern, da i.d.R. damit eine entsprechende Trennung verbunden ist.

    Letztendlich hätte auch kein Vater und Bundeswehrsoldat mit Einsatz in Afghanistan ein inniges Verhältnis zu seinem Kind, zumal er sich auch noch in akute Lebensgefahr begibt.

    In Thailand ist eine Obhut im Rahmen der Großfamilie typischerweise keine fremde Obhut. Ich dachte, dass Visaentscheider vor ihrem Einsatz mit den Besonderheiten des Landes vertraut gemacht werden.

    Wieso sollte eine Frau nicht mehr an ihren Arbeitsplatz zurückkönnen. Wie in Deutschland gibt es auch in Thailand die Option des unbezahlten Urlaubs, insbesondere wenn hier der Arbeitgeber dem Bereich der erweiterten Verwandschaft zuzurechnen ist und die Lage der Reise in einer saisonal schwachen Phase ist.

    Der Umstand, dass ein Konto keine Rückkehrbereitschaft belewgen würde ist symptomatisch für die Arguemtentation einer Behörde deren Absicht es ist im konkreten Fall jedes Argument hinsichtlich Ablehnung auszulegen. Ein Konto ist kein Argument, das Fehlen eines Kontos ebensowenig.

    Letztendlich ist hier von enormer Bedeutung, dass die Antragstellerin erklärt, dass sie zurückreisen wird.

    Folgendes lässt du aber weg.

    Das ist hochgradig angelegte, staatlich organisierte Bürgerverarsche, finanziert aus Steuermitteln.

  6. #25
    Avatar von tigerewi

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    Ich glaube nicht, daß ein Remonstrationsbescheid (Widerspruchsbescheid) von Mitarbeitern des mittleren Dienstes erstellt wird. War selber über 20 Jahre in einer großen Kommunalverwaltung tätig und dort werden für solche Aufgaben Mitarbeiter des gehobenen Dienstes, die im Gegensatz zum mittleren Dienst über die notwendigen juristischen Kenntissen verfügen, eingesetzt; umso schlimmer, denn denen aus dem mittleren Dienst könnte man ja noch juristische Ahnungslosigkeit unterstellen. Habe in meiner Praxis leider sehr oft erlebt, daß die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes ihren Ermessenspielraum nicht ausnutzten, sondern ihre Entscheidungen "vorsorglich" (um Druck von oben vorzubeugen) sehr eng ausgelegt haben. Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes werden auf Grund der steilen Hierarchie leider häufig zu Angsthasen und Problemdenker ihrer jeweiligen Ebene erzogen und holen sich lieber Befehle bei Vorgesetzten ab, als selber zu denken und zu entscheiden.

    Die Begründungen des Remonstrationsbescheid kann man ja als Witz bezeichnen. Der/Die Verfasser(in) scheint an 24 Std pro Tag und 365 Tagen pro Jahr in einem hermetisch abgeschlossenen Raum (=Gummizelle) zu leben und die Realität nur vom Hörensagen zu kennen (habe ich beruflich auch mehrfach bei Vorsitzenden deutscher Gerichte erlebt). Aber den fehlenden Nachweis über das bisherige Nachkommen der Ausreiseverpflichtung anzukreiden, schlägt dem Fass den Boden aus. Wer eine solche Sch... schreibt, kann nun wirklich nicht sauber ticken. Wer noch nie die Möglichkeit dazu hatte, kann den Nachweis auch nicht erbringen. Erinnert mich an Stellenanzeigen. Alle Firmen suchen immer Leute mit Berufserfahrung und wenn man die noch nicht hat, hat man keine Chance. Wo soll man die aber herbekommen? Von Neckermann vielleicht?

  7. #26
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von tigerewi Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht, daß ein Remonstrationsbescheid (Widerspruchsbescheid) von Mitarbeitern des mittleren Dienstes erstellt wird. War selber über 20 Jahre in einer großen Kommunalverwaltung tätig und dort werden für solche Aufgaben Mitarbeiter des gehobenen Dienstes, die im Gegensatz zum mittleren Dienst über die notwendigen juristischen Kenntissen verfügen, eingesetzt; umso schlimmer, denn denen aus dem mittleren Dienst könnte man ja noch juristische Ahnungslosigkeit unterstellen.
    Kann ja sein, dass der Brief vom Visastellenleiter unterschrieben wird. Der ist soweit mir bekannt im gehobenen Dienst. Die beiden anderen Visaentscheider sind nach meinem Kenntnisstand im mittleren Dienst. Können die Dienstleister sicher besser beantworten.

    gehobener Dienst hat eine e-Mail rk-13 .... als 2 stellig. mittlerer Dienst rk-102 oder so ähnlich, auf alle Fälle 3 stellig.

  8. #27
    Avatar von tigerewi

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Kann ja sein, dass der Brief vom Visastellenleiter unterschrieben wird. Der ist soweit mir bekannt im gehobenen Dienst. Die beiden anderen Visaentscheider sind nach meinem Kenntnisstand im mittleren Dienst. Können die Dienstleister sicher besser beantworten.

    gehobener Dienst hat eine e-Mail rk-13 .... als 2 stellig. mittlerer Dienst rk-102 oder so ähnlich, auf alle Fälle 3 stellig.
    Du machst einen Denkfehler. Nicht der, der den Bescheid ausstellt, ist wirklich Entscheider, sondern der, der unterschreibt. Ich habe es noch nicht erlebt, daß ein Bescheid, gegen den immerhin Rechtsmittel eingelegt werden kann, blind unterzeichnet wurde und der Unterzeichner würde nicht unterzeichnen, wenn seiner Meinung nach Müll im Bescheid stehen würde. Wer nun letztlich entscheidet, ist aber eher nebensächlich, weil es am Ergebnis nichts ändert. Leider sind auch (weltfremde) Begründungen von Behörden i.d.R. nur zu beanstanden, wenn sie ganz klar geltendes Recht mißachten. In der Mathematik sind Ergebnisse eindeutig, im Verwaltungsrecht leider nicht.

  9. #28
    Avatar von AndreasHH

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Folgendes lässt du aber weg.
    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen


    Das ist hochgradig angelegte, staatlich organisierte Bürgerverarsche, finanziert aus Steuermitteln.



    Ich wollte mich nur höflich zurückhalten. Aber Recht hast Du damit.


    Unterschrieben sind beide Bescheide vom jeweiligen Bearbeiter/Bearbeiterin. Die rechtlichen Hinweise sind bei beiden Bescheiden gleich. Also wohl nur Copy & Paste.




    Zitat Zitat von tigerewi Beitrag anzeigen
    Aber den fehlenden Nachweis über das bisherige Nachkommen der Ausreiseverpflichtung anzukreiden, schlägt dem Fass den Boden aus.



    Das konnte selbst meine Freundin kaum glauben das man so etwas schreibt.




    Falls jemand Interesse daran hat die kompletten jeweils 4 bis 5 seitigen Remonstrationsbescheide zu lesen kann ich die hier gerne einstellen.

  10. #29
    Avatar von tigerewi

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    Zitat Zitat von AndreasHH Beitrag anzeigen
    Die rechtlichen Hinweise sind bei beiden Bescheiden gleich. Also wohl nur Copy & Paste.
    Natürlich, denn was hatte sich denn grundlegend am Sachverhalt geändert?!

    Wenn die Situation schon so verfahren ist, glaube ich nicht, daß ihr da noch Chancen habt, etwas zu ändern; außer Heirat, Schwangerschaft ....., wodurch sich ein neuer Sachverhalt ergibt.

    Ähnliche Erfahrungen wurden auch im Kreise meiner Verwandschaft gemacht wurden. Bruder lebt (!) seit 40 Jahren in Südafrika, ist dort selbständig und hatte mit seiner Ex-Freundin; heute Ehefrau; ebenfalls Probleme, mit ihr zu Besuch nach Deutschland zu reisen. Das muß man sich mal vorstellen: Sie ist seine Mitarbeiterin. Wenn die keine Rückkehrwillen hat, wer dann?! Über Frankreich war es wohl deutlich einfacher, ein Visum zu bekommen, d.h. es gab einen geschäftlichen Termin in Frankreich.

    Die deutschen Botschaften/Konsulate scheinen eine einheitliche Linie zu fahren. Da stehst Du allein auf verlorenem Posten. Die Einzelentscheidungen werden zwar in Bangkok getroffen, aber die Vorgaben kommen aus Berlin und darum muß man dort ansetzen. Es gibt ja Vereine, Kirchen ...., die auf Mißstände betr. Visaerteilung aufmerksam machen. Diese müßte man hier in Deutschland unterstützen, damit in den Wahlkreisen Druck auf Politiker ausgeübt wird.

  11. #30
    Avatar von JT29

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    Zitat Zitat von tigerewi Beitrag anzeigen
    Aber den fehlenden Nachweis über das bisherige Nachkommen der Ausreiseverpflichtung anzukreiden, schlägt dem Fass den Boden aus.
    Wie kommst Du auf die Idee? Das Problem ist doch, dass der TS hier ein paar Schnipsel rein wirft und uns allen der komplette Kontext und Vorgang fehlt. Wir wissen daher nicht wie gut oder eher schlecht argumentiert wurde, was alles vorgelegt wurde und wie gut die Qualität der Dokumente war, was beim Interview los war etc. ... und so interpretiert jeder anders.

    Ich sehe das so, dass der Antragsteller keine konkreten Nachweise hatte; will 3 Monate und hat wahrscheinlich schlecht argumentiert und alle nahe liegenden Indizien wie Land, Job, Vermögen greifen (aus irgendwelchen Gründen) nicht. Da dies aber keine abschließende Aufzählung ist, gelten selbstverständlich auch andere Gründe.

    Und hier gibt die Botschaft nun selbst einen Hinweis, dass ein anderer Grund - und damit eine weitere Möglichkeit und Argumentation - nämlich ein früheres gleichartiges Visum ebenso nicht vorhanden ist.

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