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Schengenvisum abgelehnt, Remonstration sinnvoll? Neuer Antrag möglich?

Erstellt von billy13, 18.10.2013, 07:41 Uhr · 24 Antworten · 4.712 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von billy13

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    Schengenvisum abgelehnt, Remonstration sinnvoll? Neuer Antrag möglich?

    Hallo,

    habe vorher im Forum nach einem ähnlichen gesucht, jedoch leider nichts passendes gefunden.
    Folgende Situation: Meine Freundin aus Thailand war bereits anfang des Jahres mit ihrer Schwester, welche mit meinem Bruder mittlerweile verheiratet ist, mit einem Schengenvisum in Deutschland.
    Nun möchten beide im November wiederkommen. Obwohl sich im Vergleich zum Visumantrag Anfang 2013 nur eine Sache geändert hat - Mein Bruder hat ihre Schwester geheiratet - wurde das Schengenvisum für meine Freundin aufgrund von angeblich nicht glaubhaften Informationen zum Zweck und Bedingungen des Aufenthaltes, abgelehnt. Ich habe sofort eine Remonstration geschrieben, jedoch scheint mir dieser Weg völlig absurd, weil die Bearbeitung laut Botschaft mehrere Monate dauert. Da Frage ich mich echt, welchen Sinn eine Remonstration hat, Danke Herr Innenminister.
    Oder stimmt diese Behauptung nicht? Wäre ein erneuter Antrag auf Schengenvisum direkt nach der Ablehnung mit weiteren Informationen zum Zweck und den Bedingungen denn möglich?
    Bitte um eure Hilfe.

    VG

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Woper

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    Hallo,
    nimm Dir professionelle Hilfe, kostet zwzr ist aber Erfolg versprechender. Ein Member dieses Forums beschaeftigt sich mit solchen Angelegenheiten. In D kann ich die Anwaltskanzlei Buemlein in Berlin empfehelen.

    Gruss von Samui

  4. #3
    Avatar von JT29

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    Zitat Zitat von billy13 Beitrag anzeigen
    Ich habe sofort eine Remonstration geschrieben, jedoch scheint mir dieser Weg völlig absurd, weil die Bearbeitung laut Botschaft mehrere Monate dauert. Da Frage ich mich echt, welchen Sinn eine Remonstration hat, Danke Herr Innenminister.
    Eine Remo ist in ein paar Wochen abgevespert. Der erste Weg ist, erst mal herauszufinden, warum abgelehnt wurde - auch wenn der Fall auf den ersten Blick ähnlich aussieht, weißt Du doch nicht, was sie beim Interview alles losgelassen hat. Sobald man die konkreten Infos hat (geht mit Vollmacht der Antragstellerin), kann eine Remonstration erwogen werden. Dazu sind aber auch entsprechende weitere Sachverhalte und Nachweise notwendig, sonst macht das keinen Sinn. I.d.R. kommt recht bald die Antwort in Form eines mehrseitigen Bescheides oder der Anruf zur Abgabe des Passes.

  5. #4
    Avatar von DisainaM

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    auch wenn vom Vorposter die Hauptfrage bereits abschliessend beantwortet ist,
    denn sonst kommt man nicht an die notwendigen Entscheidungsgründe für die Ablehnung,
    mal eine ergänzende Frage zum Hintergrund,
    Dein Bruder lebt in Deutschland oder in Thailand ?

  6. #5
    Avatar von billy13

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    In Deutschland

  7. #6
    Avatar von billy13

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    Könnte man denn jetzt nochmal einen Schengenvisumantrag stellen? Also die ganze Prozedur nochmal?

  8. #7
    Avatar von michael59

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    eine Remontation dauert nur ein paar Tage bis Wochen. Wichtig eine Vollmacht beizulegen, damit du auch die Gründe der Ablehnung in deutsch mitgeteilt bekommst.

  9. #8
    Avatar von billy13

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    Vielen Dank für eure Antworten. Meine Freundin hat heute die von mir geschriebene Remonstration inkl. Vollmacht in der Botschaft eingereicht. Hier wurde ihr gesagt, dass die Bearbeitung MEHRERE MONATE dauern kann.

  10. #9
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Also nicht Zweifel an der Rueckkehrwilligkeit sondern wohl Zweifel an der Glaubwuerdigkeit der Antragstellerin bzw. am Aufenthaltsgrund bestehen, was oftmals schwer zu entkraeften ist, wenn es erst einmal dazu kam.

    Hier stellt sich jetzt die Frage, wer der Einladende bzw. Verpflichtende war, Anfang des Jahres sowohl nun beim Zweitantrag und was als Aufenthaltsgrund bzw. Aufenthaltsgruende angegeben war.

    Anscheinend besteht keine Schluessigkeit zwischen Erstantrag und Zweitantrag.

    "Ich habe sofort eine Remonstration geschrieben" klingt nach eine uebereilten Handlung, da es keinen Sinn macht einfach dahingehend zu remonstrieren, dass sich die Botschaft ihre Entscheidung noch mal ueberlegen soll, sondern eine Remonstration muss argumentativ Hand und Fuss haben und Aspekte aufweisen, die beim Visumantrag nicht zur Sprache gekommen sind. Somit sollte ein Remonstrationsschreiben auch weitere neue ergaenzende Dokumente aufweisen, die das Geschriebene entsprechend stuetzen.

    Wie erwaehnt bestehen an der Rueckkehrwilligkeit anscheinend keine Zweifel sondern wohl am Grund fuer den zweiten Aufenthalt.

    Welche Rolle spielt nun der Threadstarter in der Sache? War er Einlader und Verpflichtender bei Erst- und Zweitantrag? Hat er eine Vollmacht der Antragstellerin als Remonstrationsberechtigter? Wie wurde remonstrier? Per E-Mail ist nicht rechtsgueltig, da eine Remonstration die Unterschrift des Remonstrienden tragen muss, also die der Antragstellerin selbst oder der Person, die von der Antragstellerin zur Remonstration bevollmaechtigt wurde.

    Ist die Remonstration rechtsgueltig, wird bearbeitet und es kommt zu einer Ablehnung, dann ist der Schengenvisumzug mit grosser Wahrscheinlichkeit definitiv abgefahren und die Chancen bei einem erneuten Visumantrag sind praktisch "Null". Wuerde die Remonstration uebereilt und ohne jeglichen Hand und Fuss gestellt, dann am besten so schnell wie moeglich zurueckziehen und erst einmal auf eine aussichtsreiche Grundlage stellen, da sonst das ganze eher kontraproduktiv als hilfreich ist.

    Schluessigkeit ist da A und O. Bei einem Visumantrag selbst und dann bei einer Remonstration erst recht, denn bei einer Remonstration gilt es ja ein bereits in den Brunnen gefallenes Kind noch zu retten und die Botschaft zu ueberzeugen, eine bereits getroffene Entscheidung zu revidieren, da es anscheinend bei einem Visumantrag zu Missverstaendnissen gekommen ist, die es nun mittels Remonstration zu klaeren gilt.

    Bereits aus dem Ausgangspost ergeben sich schon einige essentielle Fragen, die es erst zu beantworten gilt. Hier primaer Aufenthaltsgrund beim Erst- und beim Zweitantrag. Passen Erst- und Zweitantrag wirklich zusammen? Ist eine Kontinuitaet gegeben oder beissen sich die beiden Antragsbegehren? Falls das Letztgeannte gegeben ist, dann muss es zwangslaeufig zu einer Ablehnung auf Basis Zweifel am Aufenthaltgrund kommen. Hat die Antragstellerin gar die Absicht geaeussert in Deutschland heiraten zu wollen und gar eine Ledigkeitsbescheinigung vorgelegt? Hat sie angegeben den Schwager besuchen zu wollen, doch die Verpflichtungserklaerung ist nicht von diesem sondern vom Bruder?

  11. #10
    Avatar von DisainaM

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    da Du davon ausgehen kannst, dass solange Du die Gründe für die Ablehnung nicht kennst,
    diese Gründe bei einem erneutem Antrag ebenfalls zum Ablehnungsgrund führen werden,
    musst Du zuerst an die Gründe heran kommen.

    Ein anderer Punkt,
    ich kenne Eure persönliche Situation nicht, weshalb ich nicht weiss,
    wie sich folgender Punkt verhält.
    Wenn Bruder mit der Schwester verheiratet ist, gehörst Du gewissermassen zur Familie,
    in solchen Konstellationen entstehen noch andere Varianten.
    (verheiratete Schwester gibt Signal nach Thailand, dass die Ehe mit Deinem Bruder keine lange Zukunft haben wird,
    und sie das Projekt abbrechen will, in dem Fall könnte die kleine Schwester die familiäre Dienstanweisung bekommen haben,
    den Botschaftstermin gegen die Wand zu fahren)
    es gibt noch andere Varianten, die darauf hinauslaufen würde, dass das Dir gegenüber bekundete Interesse, wieder nach Deutschland zu kommen, nur eine Höflichkeitsfloskel ist,
    sodas ein Thailandbesuch sinnvoll wäre, um zu erkennen, woran man ist,
    bevor man sich hier in Deutschland auf Monate verrückt macht.

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