Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 31

Schengen-Visum für die Ehegattin

Erstellt von phiiangtawan, 18.09.2007, 21:27 Uhr · 30 Antworten · 4.784 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Ampudjini

    Registriert seit
    03.04.2002
    Beiträge
    2.482

    Re: Schengen-Visum für die Ehegattin

    Können wir vielleicht beim ursprünglichen Thema bleiben?

    Zur Erinnerung
    Zitat Zitat von phiiangtawan",p="525715
    Wer hat Erfahrungen mit der Beantragung eines Schengen-Visums für die Ehegattin?

  2.  
    Anzeige
  3. #12
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Schengen-Visum für die Ehegattin

    Ansich gilt grundsaetzlich:

    - Kurzbesuche (bis maximal 90 Tage) C-Visum = Schengen zum Zwecke von Besuchs- und Geschaeftsreisen. Der Reisezweck ist bei Visumsantragsstellung darzulegen und auf dieser Basis ist der Antrag zu stellen bzw. dokumentativ zu untermauern.
    Ueber C-Visa entscheiden die Auslandsvertretungen eigenstaendig ohne jegliches Zutun der deutschen Auslaenderbehoerde.

    - Langfristige Aufenthalte (ueber 90 Tage) D-Visum = Nationales Visum und Basis fuer die in Deutschland zu erteilende Aufenthaltsgenehmigung.
    Das D-Visum ist grunsaetzlich bewilligungspflichtig durch die deutsche Auslaenderbehoerden. Das letzte Wort haben jedoch immer die Auslandsvertretungen und sie muessen die Visumserteilung auch verantworten.

    Auch das D-Visum ist nicht laenger als 90 Tage gueltig. Es ist sozusagen lediglich der Tueroeffner, der die Anreise nach Deutschland ermoeglicht.

    Einmal in Deutschland, dann uebernehmen die deutschen Auslaenderbehoerden und die Auslandsvertretungen stehen aussen vor. Somit liegt es im Ermessen und der Verantwortlichkeit der deutschen Auslaenderbehoerde ob und fuer wie lange eine Aufenthaltsgenehmigung NACH Einreise erteilt wird oder nicht.

    Selbst bei Einreise mit einem Schengenvisum und anschliessender Erteilung einer deutschen Aufenthaltsgenehmigung kann niemals von einem VisumsMISSbrauch gesprochen werden und dieses wird auch nicht einmal so von den Botschaften gesehen.

    Visumsmissbrauch: Eheschliessung (z. B. in Daenemark) mit einem Schengenvisum oder Erwerbstaetigkeit mit einem Schengenvisum OHNE dass die deutsche Auslaenderbehoerde davon Kenntnis bzw. dieses genehmigt hat.

    Einmal in Deutschland, uebernehmen die deutschen Behoerden und mit deren Zugestaendnis wird dann der Weg der Einreise unwesentlich. Es kann sogar in bestimmten Faellen eine Eheschliessung in Deutschland erfolgen, obwohl eine Einreise mit Schengenvisum zustande kam. Es ist der zustaendigen Auslaenderbehoerder das warum plausibel zu machen. Spielt sie mit und erteilt die entsprechende Aufenthaltserlaubnis, dann wird die Angelegenheit in diesem Augenblick legitim.

    Viele Gruesse,
    Richard

  4. #13
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Schengen-Visum für die Ehegattin

    Zitat Zitat von Tramaico",p="525917
    ...Selbst bei Einreise mit einem Schengenvisum und anschliessender Erteilung einer deutschen Aufenthaltsgenehmigung kann niemals von einem VisumsMISSbrauch gesprochen werden und dieses wird auch nicht einmal so von den Botschaften gesehen...
    Verstehe ich das jetzt richtig?
    Die thailändische Ehefrau eines Deutschen, sie noch in Thailand lebend, noch ohne die A1-Prüfung des GI, kommt über ein Schengenvisum ihren Ehemann in Deutschland besuchen. Geplant ist, dass sie nach max. 90 Tagen wieder zurück nach Thailand fliegt. Die Lebensumstände des Ehepaares verändern sich kurzfristig und es wird eine Aufenthaltsgenehmigung beantragt.
    Das stellt also keinen Missbrauch dar?
    Und wird auch von der deutschen Botschaft nicht als solchen gesehen?

  5. #14
    Doc-Bryce
    Avatar von Doc-Bryce

    Re: Schengen-Visum für die Ehegattin

    das was tramaico geschrieben hat, sollte sich unser member @wingman und andere betroffene einmal richtig durch lesen.

  6. #15
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Schengen-Visum für die Ehegattin

    Zitat Zitat von Monta",p="525921
    Das stellt also keinen Missbrauch dar?
    Und wird auch von der deutschen Botschaft nicht als solchen gesehen?
    Ja. Denn waere es Missbrauch, dann wuerden sich ja auch die deutschen Behoerden des Missbrauchs schuldig machen. Wenn der Auslaenderbehoerde dieser Ermessensspielraum eingeraeumt wird und sie hiervon Gebrauch macht, dann kann es sich niemals um einen Missbrauch handeln, es sei denn die Behoerde verstoesst ganz klar gegen die Verordnungen und Gesetze.

    Kenne einen Fall, dass jemand nach Einreise mit einem Schengenvisum in Deutschland geheiratet hat. Die erforderlichen Papiere wurden ordnungsgemaess bei der Botschaft legalisiert. Die Frage wo denn der Pass waere, wurde mit in Deutschland befindlich beantwortet. Die Botschaft forderte daraufhin eine Kopie des Visum ein. Dieser wurde beigebracht zusammen mit der Kopie der Aufenthaltsgenehmigung. Die Papiere wurden daraufhin von der Botschaft legalisiert, die Eheschliessung fand statt. Eine Ausreise und Neubeantragung eines Visums war nicht erforderlich.

    Gesetze und Verordnungen lassen immer Ermessensspielraum. Ueberall. Der Einzelfall ist entscheidend.

    Ein Schengenvisum ist im Grundsatz nicht verlaengerbar. Okay. Eine deutsche Aufenthaltsgenehmigung kann jedoch innerhalb der gesetzlichen Vorgaben durch die deutsche Auslaenderbehoerde erteilt werden, naemlich fuer Personen die sich bereits in Deutschland befinden. Eine deutsche Auslaenderbehoerde kann kein Visum erteilen, hierfuer sind ausschliesslich die Auslandsvertretungen zustaendig.

    Die Zustaendigkeiten wechseln und somit verschieben sich dann auch die Umstaende. Im Prinzip mag die Person, die eine Eheschliessung im Sinne hat, bereits wenn sie ein Schengenvisum beantragt, Visumsmissbrauch anstreben. Korrekt und die Botschaft wird das Visum nicht erteilen oder besser gesagt nicht erteilen duerfen, wenn sie davon Kenntnis hat.

    In Deutschland jedoch angekommen neue Spielregeln. Weiterreise nach Daenemark und Eheschliessung dort ist klarer Visumsmissbrauch, der ein Schlupfloch ausnutzt, naemlich das, dass eine daenische Eheschliessung in Deutschland anerkannt werden muss. Hier haben wir ein Problem. Die Daenen gehen mit dem sonstigen Regelwerk Ihrer EU-Freunde nicht konform und ermoeglichen den Visumsmissbrauch erst.

    Gang zu den deutschen Behoerden nach Einreise und Vorsprache dort kann jedoch niemals Missbrauch sein. Die Auslaenderbehoerde kann jederzeit die Aufenthaltsgenehmigung verweigern und eine erneute Einreise mit dem korrekten Visum einfordern. Tut sie dieses nicht, wem ist dann ein Vorwurf zu machen? Dieses waere paepstlicher als der Papst. Kondome sind unsittlich.

    Gesetze geben den Rahmen, doch dann erfolgt Auslegung, Interpretation, Ermessensspielraum innerhalb der Gesetzgebung. Macht der Gesetzgeber und der Bundespraesident doch auch nicht anders. Wird Schmu, Gesetzesunkonformitaet oder aehnliches festgestellt oder vermeintlich festgestellt, nun dann ist dieses durch die Gerichtsbarkeit festzustellen.

    Selbst ein Bundespraesident kann bei "seiner" Interpretation danebenliegen. Dieses waere von den karlsruher Richtern festzustellen. Liegen diese jedoch daneben, nun dann gibt es keine weitere Instanz. Irren ist weiterhin menschlich, doch nach Ausschoepfung ALLER Instanzen, bleibt letztendlich dann nur noch Kopfschuetteln.

    Nur bei Erdbeben ist die Richterskala nach oben offen, im Sturm der grauen Zellen findet sie jedoch (haeufig) ihre Grenzen.

    Lobbyismus ist schon eine maechtige "Natur"gewalt, speziell natuerlich auch bei denen, die das "Wetter" machen.

    Herr Einstein haette sicherlich bereits schon laengst eingeworfen, dass Gesetzgebung relativ ist.

    Viele Gruesse,
    Richard

  7. #16
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Schengen-Visum für die Ehegattin

    Zitat Zitat von Tramaico",p="525917
    [...] Es ist der zustaendigen Auslaenderbehoerder das warum plausibel zu machen. Spielt sie mit und erteilt die entsprechende Aufenthaltserlaubnis, dann wird die Angelegenheit in diesem Augenblick legitim.
    Das ist richtig: Spielt sie mit...

    In meinem ach so beschaulichen Dunstkreis ist der Ausländerbehörde das Mitspielen allerdings inzwischen vergangen.

  8. #17
    Avatar von dawarwas

    Registriert seit
    30.10.2002
    Beiträge
    3.385

    Re: Schengen-Visum für die Ehegattin

    Aber es wurde hier doch auch schon oft geschrieben das die AB auch sagte das die Dame erst wieder ausreisen müsse, um dann mit dem richtigen, nämlich des Ehezusammenführungs Visumes, wieder einreisen könne.

    Allerdings kann es da dann auch wieder Schlupflöcher geben.

  9. #18
    Avatar von JT29

    Registriert seit
    05.02.2004
    Beiträge
    8.290

    Re: Schengen-Visum für die Ehegattin

    Das ist LEIDER Geschichte. Die Damen/Herren dürfen bleiben, wurde mal vor ein paar Jahren entsprechend vor Gericht erstritten (auch so im europäischen Zusammenhang zu sehen).

  10. #19
    Avatar von mipooh

    Registriert seit
    01.06.2005
    Beiträge
    6.152

    Re: Schengen-Visum für die Ehegattin

    Wieso "leider"? Wenn doch dir Rechtssprechung festgestellt hat dass es ok ist, dann sollten doch spätestens unsere ausführenden Organe sich dem anschliessen.
    Alles andere sähe nach Behördentrotz/-willkür aus.

  11. #20
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Schengen-Visum für die Ehegattin

    Das mit dem "leider" von @JT habe ich auch nicht so recht verstanden.

Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Frage zum Schengen Visum
    Von Heitcher im Forum Behörden & Papiere
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 28.05.06, 05:20
  2. Fragen zum Schengen-Visum
    Von heinerl im Forum Behörden & Papiere
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 16.05.06, 15:00
  3. Schengen-Visum abgelehnt
    Von OXENTE im Forum Behörden & Papiere
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 25.02.06, 02:39
  4. schengen-visum mit hochschulabschluss
    Von rübe im Forum Behörden & Papiere
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 23.03.04, 01:04
  5. SCHENGEN-VISUM ABGELEHNT-was tun ??
    Von darkrider im Forum Behörden & Papiere
    Antworten: 59
    Letzter Beitrag: 10.12.03, 01:35