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Schengen - "quo vadis"?

Erstellt von singto, 03.04.2008, 00:06 Uhr · 5 Antworten · 1.307 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von singto

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    Schengen - "quo vadis"?

    Früher - zu paradiesischen Zeiten unter Außenminister
    Joschka Fischer hieß es:

    Im Zweifel immer für den Antragsteller

    Dann kam der Skandal in der Ukraine (Vollmer-Erlass), Korruption, Vetternwirtschaft. Angeblich 1000ende illegaler,
    krimineller Ukrainer (????) machten sich auf, good old Germany´s Sozialsysteme und Gesellschaftsordnung zu unterwandern.
    Vollmer und Fischer mußten sich Untersuchungsausschüssen stellen und plötzlich hieß es:

    Im Zweifel immer gegen den Antragssteller

    Die Regierung wechselte, das Volk wählte eine große Koalition, die seitdem vor allem durch Untätigkeit, große Worte und diverse unsinnige Gesetzesverschärfungen auf sich aufmerksam machte.
    Resultat:
    Das Unwort des Jahres wurde geboren:

    "Die Rückkehrbereitschaft".
    Der Antragsteller mußte von nun an beweisen, dass er mit seinem Herkunftsland verwurzelt(???) ist und die Rückkehr somit gewährleistet ist.


    Die Besucherzahlen gingen drastisch zurück, Insider sprechen von fast 90% verweigerter Visa bei den klassischen Anträgen:
    Deutscher Tourist (Mann) möchte seine thail. Freundin nach D. einladen. Da wird gefaselt von Illegalen, von Scheinehen,
    Sozialbetrügern, von großen Altersunterschieden (als ob das die deutsche Botschaft oder das AA etwas anginge!), was unbedingt unterbunden werden müsse.
    Da kam der 11.September gerade noch recht - im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, die Grenzen dicht zu machen, das Nichtdeutsche fernzuhalten aus Deutschland, auch wenn es sich bloß um harmlose thail. Frauen handelt, die von verliebten deutschen "Gockeln" geehelicht werden wollen.

    Um solchem Treiben Einhalt zu gebieten wurde jetzt noch eins draufgesetzt:

    Der "absolute Rückkehrwille" soll vom Antragssteller nachgewiesen werden.

    Wie??? Was wäre nun der nächste Schritt?
    Absolutes Einreiseverbot für bestimmte ethnische Gruppierungen oder Länder (gibt´s doch schon, oder?),
    Reisefreiheit nur noch für den Geldadel?

    Deutschland, quo vadis?
    Wenn sich das nicht irgend wann mal rächt, der Schuss nach hinten los geht! Globalisierung, freier Waren- und Devisenhandel, doch die Menschen bleiben aussen vor.

    Es gab Zeiten, da wurden deutsche Politik- und Wirtschaftsflüchtlinge in bestimmten Ländern mit offenen Armen empfangen, Deutsche können heute fast alle Länder der Welt ohne Probleme bereisen, aber die Gewichtungen verschieben sich immer mehr...

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Hanseat

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    Re: Schengen - "quo vadis"?

    "Der "absolute Rückkehrwille" soll vom Antragssteller nachgewiesen werden."

    Wo hast Du das her? Steht das irgendwo? Würde mich mal interessieren.

    Das der deutsche Staat kein Interesse daran hat, überhaupt noch Ausländer aus Schwellenländern in das Land zu lassen, sollte eigentlich jedem klar sein. Nur kann die Regierung es noch nicht zu 100% so unterbinden, wie sie es gerne hätte. Auch zu Besuchszwecken am besten nicht mehr, wollen ja alle nur in das ach so tolle Deutschland um den deutschen Steuerzahler auf der Tasche zu liegen.

    Vielleicht sollten andere Länder das Gleiche einmal für Deutsche forden, wenn diese in Ihr Land einreisen wollen.
    Dann wäre das Geschrei wieder groß, aber vielleicht wachen dann die Verantwortlichen hier mal auf und merken wie ausländerfeindlich diese Gesetze hier sind.

  4. #3
    Avatar von MooKai

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    Re: Schengen - "quo vadis"?

    Zitat Zitat von Hanseat",p="578142
    "Der "absolute Rückkehrwille" soll vom Antragssteller nachgewiesen werden."


    Vielleicht sollten andere Länder das Gleiche einmal für Deutsche forden, wenn diese in Ihr Land einreisen wollen.
    Dann wäre das Geschrei wieder groß, aber vielleicht wachen dann die Verantwortlichen hier mal auf und merken wie ausländerfeindlich diese Gesetze hier sind.
    Ja stimmt.
    Aber wer z. B. heute nach Thailand auswandern will, hat es auch nicht gerade einfach. Ohne Kohle nix Visa abhole...

  5. #4
    Doc-Bryce
    Avatar von Doc-Bryce

    Re: Schengen - "quo vadis"?

    Früher - zu paradiesischen Zeiten unter Außenminister
    Joschka Fischer hieß es:
    @Hanseat
    Wo hast Du das her? Steht das irgendwo? Würde mich mal interessieren.
    schau mal, es war früher. ist nix aktuelles.

  6. #5
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Schengen - "quo vadis"?

    Zitat Zitat von Hanseat",p="578142
    Vielleicht sollten andere Länder das Gleiche einmal für Deutsche forden, wenn diese in Ihr Land einreisen wollen.
    warum nicht? der versuch wäre es wert.

  7. #6
    Avatar von JT29

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    Beiträge
    8.283

    Re: Schengen - "quo vadis"?

    Jo, kenne ich zur Genüge.

    Früher bedurfte es eines Visums für USA (vor dem Waiver Program) und auch Australien.

    Für die damalige CSSR musste man auch eines haben, eines wurde auch mal abgelehnt (aus politischen Gründen ).

    Ansonsten ist es internationaler Usus, dass die Länder Ausländer reinlassen können oder eben mit Visa kanalisieren, wie sie lustig sind. Da Visa ja die Erlaubnis ist, sich vorübergehend in einem anderen Land aufzuhalten, will man auch sehen, dass man wieder weiterzieht.

    Drum wurde bei den damaligen o.a. Visaanträge im Prinzip genau die gleichen Angaben benötigt, wie beim Schengenantrag heute auch -> sprich, hast du genügend Geld, die Reise zu finanzieren und einen Job, zu dem man wider zurückkehren darf. Dann war das Visum i.d.R. auch kein Problem. Später gab es uni oder bilaterale Verträge mit vielen Ländern, man nimmt an, die Deutschen Reisenden haben alle Geld und einen Grund zurückzukehren und die Visumspflicht wurde abgeschafft.

    Ach ja, kommt mir keiner mit der VE. Die dient nur zum Erfüllen der Voraussetzung: Kann ich mir die Reise leisten, mehr auch nicht.

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