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Schengen - Heirat - Langzeit

Erstellt von Inselpaar, 07.06.2012, 06:26 Uhr · 37 Antworten · 5.780 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Inselpaar

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    Question Schengen - Heirat - Langzeit

    Hallo,

    ich und meine Verlobte wollen heiraten und in Deutschland leben. Dazu hat sie schön für A1 gelernt und der Test steht bald an. Wir haben das so geplant, dass sie ein 90 Tage Schengenvisum beantragt und dann heiraten wir in Deutschland und sie bekommt ein 1-Jahresvisum. Ich habe gehört, dass das so der einfachste Weg ist. Wie sieht das denn bei dem Schengenvisum aus, da sie ja dann A1 hat und heiraten will dürfte der Verwurzelungsnachweis doch wohl wegfallen oder nicht? und wie läuft das mit dem Visa nach der Heirat? Muss sie dann zwingen nochmal nach Thailand zurück oder kann man das alles über Deutschland beantragen und erhalten?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von JT29

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    Zitat Zitat von Inselpaar Beitrag anzeigen
    da sie ja dann A1 hat und heiraten will dürfte der Verwurzelungsnachweis doch wohl wegfallen oder nicht?
    Richtig, und damit muss ein Schengenvisum auch abgelehnt werden. Sollte man es aus anderen Gründen dennoch schaffen, dann darf sie wieder ausreisen und mit dem richtigen Visum wieder einreisen (hatten wir doch hier vor ein paar Tagen mit Bericht in der Hessenschau).

  4. #3
    Avatar von franky_23

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    Wenn ihr mit dem Schengenvisum in D heiratet, dann ist das so eine Sache. Normalerweise sollte dann §39 Abs. 3 AufenthV gelten und sie könnte in D bleiben. Ihr solltet aber die Dokumente nicht so offensichtlich mitbringen und wenn ihr ggf. gefragt werdet, einfach ein Ehefähigkeitszeugnis ausstellen zu wollen, ggf. in D heiraten zu wollen als Grund angeben. Wo ihr danach lebt ist noch nicht klar. D als Aufenthalt ist derzeit nicht geplant.

    Der Wunsch mit einem Schengenvisum in D heiraten zu wollen, ist ggf. die Umgehung des nationalen Visumverfahren. Mit deiner Aussage der gezielten Planung sogar einen Straftatbestand,was zu einer Ausweisung führen kann, ggf. einer Zurückweisung an der Grenze für deine Frau, wenn sie alle Heiratspapiere in ihrem Koffer hat.

    Unschädlich ist der Nachentschluss. Auf alle Fälle möglich, die Unterlagen von Thailand nachschicken lassen. Ob das Ganze mit der Heirat in den max. 3 Monaten funktioniert bleibt abzuwarten.

    Heiraten in DK und eine AE in D beantragen wird vom BVerwG derzeit als Straftat eingestuft. Wenn das Schengenvisum von einem anderen Land ausgestellt ist, so ginge das aber wieder. Sprich die Frau muss ausreisen und in Thailand das nationale Visumverfahren nachholen. Sicherlich gibt es Optionen für die ALB dies nicht zu verlangen. Doch da bist in Gottes Hand.

    Wieso macht ihr nicht das nationale Visumverfahren, wenn sie A1 hat? Damit kann sie dann einreisen, hier heiraten und die AE beantragen. Der Papierkram ist ähnlich, nur muss halt vor der Einreise weitgehend erledigt werden.

    Das von dir benannte 1 Jahresvisum wäre dann eine Aufenthaltserlaubnis, die i.d.R. für 3 Jahre ausgestellt werden soll.

  5. #4
    Avatar von Inselpaar

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    Also heißt das, wir müssen ein Visum zur Eheschleißung beantragen oder hier Heiraten und dann das lange Visa?

  6. #5
    Avatar von Inselpaar

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    Unser Ehefähigkeitszeugnis liegt schon so zu sagen bereit in Deutschland, das müssten wir also nicht im Gepäck haben. Es ging mir um die Dauer der Bearbeitungszeit des Visums, da ich schnell wieder anfangen möchte zu Arbeiten und von hier aus auch keine Vorstellungsgespräche machen kann. Das Schengenvisum geht ja recht schnell und dann könnten wir schonmal in DE leben. Das Heiratsvisum braucht 2 Monate, das ist ja ewig. Ich will hier aber vorher auch nicht weg, weil wir die ganze Zeit seit wir uns kennen zusammen verbrahct haben und wir haben irgendwie diese Vorstellung im Kopf zusammen nach DE zu gehen und zusammen aus dem Flieger zu steigen. Außerdem habe ich noch keine Antwort aus Berlin, weil sie vorher schon einmal mit nem Thai verheiratet war könnte es passieren das wir 3 Monate Speerfrist kriegen bis wir heiraten können, weil der Typ ein kleine Gangster ist und schonmal gar keinen festen Wohnsitz hat. Diese 3 Monate, wenn das wirklich so kommen würde, könnten wir dann auch schon in DE verbringen und dann am Ende der 3 Monate in DE heiraten.

  7. #6
    Avatar von franky_23

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    Ein langes Visum gibt es nicht. Visum ist für die Einreise, da gibt es grundsätzlich die Schengenvisa für kurzfristige Aufenthalte bis 3 Monate und das nationale Visum. Beim Letzteren wird auch geprüft ob der Aufenthaltstitel dann gegeben werden kann. Der Unterschied: Mit einem Schengenvisum muss eine Person in der Regel wieder ausreisen, mit einem nationalen Visum zur Eheschließung nicht. Das wird nur dann erteilt wenn die Eheschließung in D kurz bevor steht. Das bedeutet du hast dein EFZ und für deine künftige Frau ist das Verfahren zur Beibringung eines EFZ vor dem Oberlandesgericht abgeschlossen. Ihr habt dann die hochrichterliche Erlaubnis zu heiraten.

    In Deutschland beantragst deine Frau dann eine Aufenthaltserlaubnis (ich denke du meinst das mit dem langen Visum).

    Auf ein nationales Visum hat deine Frau mehr oder weniger einen Anspruch. Ein Schengenvisum kann mit dem hier so titulierten Totschlagsargument der fehlenden Rückkehrbereitsschaft auch abgelehnt werden. Was dann?

    Es gibt sicherlich mehrere Wege, die mehr oder weniger aufwändig und konfliktträchtig sind.

    Der formal von den deutschen Behörden gewünschte Weg wäre für dich.

    Gehe zu deinem Standesamt, frage nach, was das Standesamt für Dokumente von deiner Frau möchte und in welcher Form (Legalisationsersatzverfahren (Prüfung durch die Botschaft)).

    Dies würde ich möglichst schnell angehen.

    Wenn dann A1 vorhanden ist und die Urkunden im Rahmen des Legalisationsersatzverfahrens geprüft sind, die Befreiung vom OLG da ist, bekommt ihr eine Bescheinigung - oder das Standesamt schreibt an die Botschaft dass die Eheschließung unmittelbar bevorsteht, dann stellt deine Frau den Antrag auf ein nationales Visum zur Eheschließung. Die Ausländerbehörde prüft den Antrag und gibt ihr ok zur Botschaft.

    Sicherlich kannst auch jetzt den Antrag ohne A1 stellen und klären lassen, ob dies überhaupt nötig ist. Bringt dir aber kaum mehr was. Du kannst ggf. auch den Antrag stellen, während die Befreiung beim OLG hängt. Da die Botschaft in BKK - in meinen Augen rechtswidrig - nur vollständige Anträge annimmt, ist ein anderer Weg ggf. konfliktträchtig.

    Wenn der Konflikt da ist, dann kannst auch die grundsätzliche Verfahrensweise anprangern.

  8. #7
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von Inselpaar Beitrag anzeigen
    Das Schengenvisum geht ja recht schnell und dann könnten wir schonmal in DE leben. Das Heiratsvisum braucht 2 Monate, das ist ja ewig. Ich will hier aber vorher auch nicht weg, weil wir die ganze Zeit seit wir uns kennen zusammen verbrahct haben und wir haben irgendwie diese Vorstellung im Kopf zusammen nach DE zu gehen und zusammen aus dem Flieger zu steigen.
    Mit einem EFZ, ein Schengenvisum zu bekommen wäre ungewöhnlich. Das EFZ liegt in D, da wäre ja die Umgehung des nationalen Visumverfahrens vorprogrammiert.


    Deine Vorstellung in D leben zu wollen, am Ende einer 3 Monatsfrist heiraten zu wollen, dürfte schwierig werden.

    Wieso braucht ihr Berlin dazu? War es eine Scheidung auf dem Amphoe und muss deshalb anerkannt werden?

    Dann kann die Frau den Antrag jetzt stellen auch ohne A1. Bei der Antragsannahme nicht abwimmeln lassen.

    Wenn du keinen Job in D hast, dann vielleicht für 3 oder 6 Monate in Polen, CZ, A, einen Job suchen. Dann gilt für euch EU Freizügigkeit und das Einreisevisum sollte innerhalb von 15 Tagen ausgestellt werden (Vom Land mit dem neuen Job) Da ist dann auch kein A1 erforderlich. Auch da musst dann erst mal dort gemeldet sein.

  9. #8
    Avatar von Inselpaar

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    Sie hat ja den A1 Test, also in ein paar Tagen. Und mir wurde gesagt (vom Übersetzer der sein Büro neben der Botschaft hat und der schon die Unterlagen für das Ehefähigkeitszeugnis übersetzt hat), dass die keinen Nachweis auf Rückkehrbereitschaft beim Schengenvisum mehr brauchen, wenn sie schon A1 hat. Die Antwort aus Berlin (weil sie bürgerlich und nicht gerichtlich geschieden ist) steht schon fest, die bekomme ich sobald die Vollmacht meiner Verlobten die sie auf meine Mutter ausgestellt hat, bei dem Sachbearbeiter in Berlin ankommt, denn wir wollten das er die Sachen zu meiner Mutter schickt und nicht nach Thailand. Mir wurde das halt so beigebracht, als könnten wir das Visum ganz normal beantragen, mit dem offensichtlichen Plan zu heiraten und in Deutschland nach erfolgter Heirat bekommt sie dann eine Aufenthaltserlaubniss für 1-Jahr und in diesem Jahr muss sie A-2 machen und dann bekommt sie eine uneingeschränkte Aufenthaltserlaubnis. Ich werde sobald um 9 die Hotline des Auswärtigenamtes läuft mal anrufen, die werden mir das doch 100% beatworten können.

  10. #9
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von Inselpaar Beitrag anzeigen
    Sie hat ja den A1 Test, also in ein paar Tagen. Und mir wurde gesagt (vom Übersetzer der sein Büro neben der Botschaft hat und der schon die Unterlagen für das Ehefähigkeitszeugnis übersetzt hat), dass die keinen Nachweis auf Rückkehrbereitschaft beim Schengenvisum mehr brauchen, wenn sie schon A1 hat.
    Wenn das die Botschaft so handhaben würde, so wäre dies ein riesiger Fortschritt. Dann gäbe es einen hier wiederholt massiv vorgebrachten Kritikpunkt weniger. Hoffen wir, dass dies auch umgesetzt wird.

    Das mit A2 ist anders. Normalerweise sollte die Aufenthaltserlaubnis für 3 Jahre erteilt werden. Ein Aufenthaltserlaubnis ist immer ein befristeter Aufenthaltstitel. Viele ALB´s gingen - nach meinem Verständis rechtswidrig - dazu über fast generell nur noch eine AE für 1 Jahr zu erteilen, verpflichten zum Integrationskurs. Wird dieser erfolgreich abgelegt (Ziel B1 und Test über Staatsbürgerkunde) so wird die AE verlängert z.B. für 2 Jahre.

    Nach 3 Jahren kann ein Antrag auf eine unbegristete Aufenthaltserlaubnis - nennt sich dann Niederlassungserlaubnis - gestellt werden. Ist der LU gesichert und die Ehe besteht weiterhin, so sind die Grundvoraussetzungen erfüllt.

    Eine NE hat Vorteile, setzt aber den gesicherten LU der Familie voraus.


    Die Antwort aus Berlin (weil sie bürgerlich und nicht gerichtlich geschieden ist)
    Das ist die Scheidung auf dem Bezirksamt.

  11. #10
    Avatar von noritom

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    Zitat Zitat von Inselpaar Beitrag anzeigen
    Sie hat ja den A1 Test, also in ein paar Tagen. Und mir wurde gesagt (vom Übersetzer der sein Büro neben der Botschaft hat und der schon die Unterlagen für das Ehefähigkeitszeugnis übersetzt hat), dass die keinen Nachweis auf Rückkehrbereitschaft beim Schengenvisum mehr brauchen, wenn sie schon A1 hat. Die Antwort aus Berlin (weil sie bürgerlich und nicht gerichtlich geschieden ist) steht schon fest, die bekomme ich sobald die Vollmacht meiner Verlobten die sie auf meine Mutter ausgestellt hat, bei dem Sachbearbeiter in Berlin ankommt, denn wir wollten das er die Sachen zu meiner Mutter schickt und nicht nach Thailand. Mir wurde das halt so beigebracht, als könnten wir das Visum ganz normal beantragen, mit dem offensichtlichen Plan zu heiraten und in Deutschland nach erfolgter Heirat bekommt sie dann eine Aufenthaltserlaubniss für 1-Jahr und in diesem Jahr muss sie A-2 machen und dann bekommt sie eine uneingeschränkte Aufenthaltserlaubnis. Ich werde sobald um 9 die Hotline des Auswärtigenamtes läuft mal anrufen, die werden mir das doch 100% beatworten können.
    Merkwürdige Aussagen

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