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Scheidung Deutsch/Thai Ehe

Erstellt von stefanovic88, 04.01.2018, 14:23 Uhr · 9 Antworten · 1.020 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von stefanovic88

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    Scheidung Deutsch/Thai Ehe

    Hallo zusammen,
    Ich suche Rat in einer unglücklichen Situation. Meine Frau und ich sind seit 5 einhalb Jahren miteinander verheiratet. Wir haben zwei kleine Kidz (5,2). Meine Frau hat immer wieder Heimweh und leidet unter einer schweren Anpassungsstörung (Klinikaufenthalte inklusive). Sie sagt schon länger, dass sie hier nicht glücklich ist und nur nach Hause will.

    Naja hin und her bin ich zur Einsicht gekommen, dass es wohl mittel bis langfristig schwierig ist die Beziehung aufrecht zu erhalten und meine Frau ziehen lassen muss, bevor noch was Schlimmeres passiert bzw. es auch für uns einfach zu schwer wird. Sie möchte nur nach Hause, sie versteht, dass es vermutlich besser ist, wenn die Kinder hier in DE aufwachsen. Geld möchte sie keines, außer ggf eine kleine Starthilfe, was kein Problem wäre.
    Nun versuche ich mich darauf vorzubereiten. Ich habe mich auch schon erkundigt bezüglich Scheidung, aber wie es aussieht ist es schwierig um den Versorgungsausgleich herumzukommen, den wir beide eig. nicht wollen. Sie will absolut nichts mehr mit DE zu tun haben. Ich habe mich ein wenig informiert und sehe zwei Möglichkeiten, wie die ganze Sache lauen könnte.

    Laut deutschem Recht kann man wohl auf den Versorgungsausgleich verzichten, da wir aber länger als 3 Jahre verheiratet waren bin ich mir nicht sicher wie einfach/schwer dies wird. Geht wohl mit einer „Ausgleichszahlung“, sie hat mehrere Grundstücke in TH was schon einen gewissen Wert hat, funktioniert sowas?
    Alternativ besteht wohl auch die Möglichkeit, sich nach TH Recht scheiden zu lassen bzw. dort die Scheidung durchführen zu lassen und dann hier anerkennen zu lassen. Hierbei gibt es wohl auch gewisse Probleme, dass die hier anerkannt wird. Nach Thailändischem Recht gibt es z.B. keinen Versorgungsausgleich, aber ich bin da etwas grün ob es andere Tücken gibt. Auch sollte wohl nachweislich das Trennungsjahr vorzuweisen sein, damit es mit der Anerkennung hier in DE klappt.
    Wie gesagt, es sollte alles mehr oder weniger einverständlich ablaufen.

    Weitere Frage wie das mit dem Aufenthalts- /Einreiserecht ist. Wenn man geschieden ist und länger im Ausland ist, ist die Niederlassungserlaubnis futsch oder?

    Hat hier jemand Erfahrung/Hintergrundwissen und kann Rat geben.

    Danke & Gruß

  2.  
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  3. #2
    Avatar von klabauter

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    Es gibt Anwälte und die wollen auch leben.

  4. #3
    Avatar von Chak

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    Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, Verzicht auf Versorgungsausgleich gegen Abfindung geht. Genauso wie der Verzicht auf Unterhalt wird das in einer Scheidungsfolgenvereinbarung geregelt, aber spätestens da brauchst du einen Anwalt, den du aber ja für die Scheidung ohnehin brauchst.

  5. #4
    Avatar von Socrates010160

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    Nachtrag zu Chak`s Ausführung:

    jeder Richter freut sich, wenn er bei der Scheidung einen notariellen Trennungsvertrag vorgelegt bekommt. Dann muss er sich um nichts mehr kümmern und alles was Dir/ Euch wichtig und nach deutschem Recht zulässig ist, wird darin fest gehalten und es gibt keine Unklarheiten. Der Notar fungiert bei dem Vertrag auch als Rechtsberater und weist darauf hin, was möglich ist und was nicht.

    In Deinem Fall sehe ich vor allem das alleinige Sorgerecht für Dich als wichtigsten Punkt.

    Bei mir war vor 16 Jahren der Anwalt nur noch für den Scheidungstermin notwendig und ich hab eine Pauschale von 500 € mit ihm vereinbart. Dafür hat er dann uns beide vertreten (es musste nur noch ein Kollege, der auf dem Flur stand kurz in die Verhandlung... weshalb hab ich vergessen).

  6. #5
    Avatar von noritom

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, Verzicht auf Versorgungsausgleich gegen Abfindung geht. Genauso wie der Verzicht auf Unterhalt wird das in einer Scheidungsfolgenvereinbarung geregelt, aber spätestens da brauchst du einen Anwalt, den du aber ja für die Scheidung ohnehin brauchst.
    So eine Vereinbarung habe ich auch damals bei der Scheidung von meiner deutschen Frau gemacht. Wurde alles vom Notar meines Vertrauens :-) vorbereitet. Mit diesem Werk haben wir beide auch den Vollzug des Trennungsjahres (obwohl natürlich noch nicht vollzogen, wir beide wollten halt schnell aus der Ehe raus) bestätigt. Ich habe damals 35kEuro geleistet und gut war alles.

    Meine Frau hat im Gegenzug auf alles verzichten. Das einzige, was ich nicht umgehen konnte, war die Teilung der Rentenansprüche.

    Und ja, der Richter war happy, weil die faule Socke, Dank Vorarbeit des Notars nicht viel machen musste. Ach ja, @sokke hat einen guten Hinweis gebracht. Wir haben auch nur einem Anwalt, der uns beide vertreten hat, das Geld in den Rachen geworfen. Der zweite Anwalt, aus der gleichen Kanzlei, war quasi virtuell anwesend.

    Habe mal von einem Fall gehört, "Scheidung in Abwesenheit" Frau fliegt nach Thailand und "keiner" weiß wo sie ist. Nach einer gewissen Zeit kann man dann, jedoch mit einigen (aber überwindbaren) Hürden die Scheidung in Abwesenheit beantragen.......nur so ne Idee, da muss die Frau aber mitspielen.

  7. #6
    Avatar von oberhesse

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Nachtrag zu Chak`s Ausführung:

    jeder Richter freut sich, wenn er bei der Scheidung einen notariellen Trennungsvertrag vorgelegt bekommt. Dann muss er sich um nichts mehr kümmern und alles was Dir/ Euch wichtig und nach deutschem Recht zulässig ist, wird darin fest gehalten und es gibt keine Unklarheiten. Der Notar fungiert bei dem Vertrag auch als Rechtsberater und weist darauf hin, was möglich ist und was nicht.

    In Deinem Fall sehe ich vor allem das alleinige Sorgerecht für Dich als wichtigsten Punkt.

    Bei mir war vor 16 Jahren der Anwalt nur noch für den Scheidungstermin notwendig und ich hab eine Pauschale von 500 € mit ihm vereinbart. Dafür hat er dann uns beide vertreten (es musste nur noch ein Kollege, der auf dem Flur stand kurz in die Verhandlung... weshalb hab ich vergessen).
    Bei mir hat das 300 gekostet (mit einer deutschen Frau damals), der 2. Anwalt musste mit rein, da vor dem Gericht jeder seinen eigenen haben muss, war damals bei mir auch so, der 2. hat dann in meinem Namen für geringe Gebühr auf Widerspruch verzichtet, so dass sofortige Rechtskraft eintrat.
    Ansonsten ohne diese Besonderheit reicht einer.

  8. #7
    Avatar von Dur_Farang

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    Bleib doch verheiratet.- oder willst du wieder heiraten? dann passiert gar nichts, wenn Sie mit spielt.

  9. #8
    Avatar von Socrates010160

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    Das hätte den Vorteil, dass man die Lstkl. III behält - hat aber den Nachteil, dass z.B.: der Rentenausgleich weiter läuft.

  10. #9
    Avatar von Dur_Farang

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    Ne, die KL.3 muss man abgeben wenn sie nach Thailand geht ,hätte aber den Vorteil das Sie vielleicht noch mal irgendwann Rente zieht.
    Besser wie verstritten und verloren.

  11. #10
    Avatar von Spencer

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    Zitat Zitat von noritom Beitrag anzeigen


    Habe mal von einem Fall gehört, "Scheidung in Abwesenheit" Frau fliegt nach Thailand und "keiner" weiß wo sie ist. Nach einer gewissen Zeit kann man dann, jedoch mit einigen (aber überwindbaren) Hürden die Scheidung in Abwesenheit beantragen.......nur so ne Idee, da muss die Frau aber mitspielen.
    Auch ich bin seinerzeit in Abwesenheit,
    ganz ohne "Hürden" und alle Beteiligten kannten die Anschrift meines Aufenthalts, geschieden worden.

    Das Scheidungsurteil wurde mir mit mehrwöchiger Verspätung in Malawi zugestellt.

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