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Remonstration

Erstellt von Spessart, 14.12.2014, 15:36 Uhr · 33 Antworten · 4.259 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Spessart

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    Remonstration

    Hallo Nittaya-Gemeinde!

    Letzte Woche wurde der Antrag meiner Verlobten auf ein Visum von der deutschen Botschaft in Bangkok abgelehnt. Wie meistens: Fehlende Rückkehrbereitschaft.

    Die Frage, neuen Antrag oder Remonstration wurde ja schon in einem anderen Thread beantwortet.

    Bleibt wohl nur Remonstration.

    Frage an die Mitglieder: Hat das schon jemand von euch gemacht, so richtig mit Erfolg?

    Wenn ja, worauf muß ich achten?

    Oder ist professionelle Hilfe besser – frei nach dem Motto, einmal wurde ja schon vergeigt...

    Danke für die Antworten.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von wingman

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    Eine Remonstration habe ich damals 2008 nicht vorgenommen. Ich habe lieber alle notwendigen Dokumente beschafft, bin nach Bangkok geflogen und habe meine jetzige Frau dort geheiratet. Das erschien mir sinnvoller zu sein, als weitere Wochen mit einem Touristenvisum zu verschwenden.

    2013 haben wir ihre Schwester zu uns eingeladen für 4 Wochen. Das ging ohne Probleme. Die vollen 3 Monate gehen offenbar nur selten durch, denn niemand bekommt in Thailand 3 Monate Urlaub................

    Professionelle Hilfe vermeidet sicher grobe Kardinalfehler. Unser Member Tramaico wäre der passende Ansprechpartner.

  4. #3
    Avatar von strike

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    Wie von @wingman erwähnt und falls man es sich nicht allein zutraut:

    Bangkok, Thailand - Thai-Deutscher Visum Service, Handel und Dienstleistungen

    Da wird geholfen

  5. #4
    Avatar von Buhnmie

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    Zitat Zitat von Spessart Beitrag anzeigen
    Wenn ja, worauf muß ich achten?
    Unbedingt darauf achten, dass bei der Remonstration Aspekte eingebracht und vor allem auch dokumentiert werden, die bei der eigentlichen Antragsstellung, aus welchem Grund auch immer, nicht eingebracht wurden.

    Nur dann macht eine Remonstration Sinn und hat Aussicht auf Erfolg. Einfach die Aufforderung an die Botschaft die urspruengliche Entscheidung ohne ZUSAETZLICHE Eingebungen kann man sich schenken, denn auf der urspruenglichen Grundlage hat die Botschaft ja bereits entschieden und ist nun natuerlich besonders sensibel, wenn versucht wird Argumente fuer die Untermauerung einer unbedingten Rueckkehrnotwendigkeit bewusst zu fabrizieren.

    Dieses gilt natuerlich auch fuer eine erneute Antragsstellung.

    Eine Remonstration in Sachen Schengenvisum muss innerhalb eines Monats nach Zustellung des negativen Bescheids erfolgen und im Gegensatz zu einer erneuten Antragsstellung muessen nicht abermals die Antragsgebuehren von derzeit THB 2.500 enrichtet werden. Doch ist bei einer zweiten Antragsstellung sicherlich eine Entscheidung schneller zu erhalten, da sich ein Remonstrationsverfahren ueber mehre Wochen hinziehen kann. Die Gesetzgebung raeumt sogar fuer den den Prozess bis zu acht Wochen ein und dann erst wird in Verzug geraten und es muss begruendet werdne, warum sich das Prozedre solange hinzieht.

    Es sollte sich die Frage gestellt werden, warum die Antragsstellerin tatsaechlich zeitgerecht im Ausgangsland zurueck sein MUSS und diese dann objektiv beantwortet werden. Reine Hypothese wie warum sollte sie nicht zurueckkehren und/oder der Einlader haftet schliesslich dafuer das sie zurueckkehrt ist beim Entscheidungsprozess von keinerlei Bedeutung. Dennoch wird ankannt, je intensiver die Beziehung zwischen Einlader und Antragsstellerin ist, je weniger ist davon auszugehen, dass gegen das Aufenthaltsgesetz verstossen werden soll, weil dieses natuerlich zwanslaeufig den Einlader in erhebliche Schwierigkeiten bringen wuerde.

    Ist die Beziehung nur kurzfristiger Art und somit nicht ausserordentlich innig, ist es wahrscheinlicher, dass Nachteile zu Lasten des Einladers auf dieser Basis eher in Kauf genommen werden. Somit waere dann auch dieser Aspekt einer tiefergehenden Beziehung zwischen Einlader und Antragsstellerin entsprechend nachzuweisen. Ist man dazu (noch) nicht in der Lage, dann nicht remonstrieren sondern die Sache noch einige Zeit reifen lassen und eine solidere Basis schaffen und erst dann eine erneute Antragsstellung ins Auge fassen.

  6. #5
    Avatar von Spessart

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Wie von @wingman erwähnt und falls man es sich nicht allein zutraut:
    Da gibt es einen sehr unschönen Thread zum abgewöhnen.

    Zitat Zitat von Buhnmie Beitrag anzeigen
    Unbedingt darauf achten, dass bei der Remonstration Aspekte eingebracht und vor allem auch dokumentiert werden, die bei der eigentlichen Antragsstellung, aus welchem Grund auch immer, nicht eingebracht wurden.
    Ich hatte zunächst eher in diese Richtung gedacht.

  7. #6
    Avatar von noritom

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    Ich habe damals (2006) eine Remonstration durchgezogen. Ich habe jedoch keine neuen Gesichtspunkte, die eine Rückkehrwilligkeit begründen können, vorgebracht. Warum also das Verfahren und der Aufwand? Der Ablehnungsbescheid war - ist heute vermutlich auch noch so - ein vorgefasster maschineller Ausdruck, ich meine sogar ohne Unterschrift. Eine Begründung, warum abgelehnt wurde, gab es nicht.

    Ich habe also Remonstriert (mit Vollmacht) und bekam ca. 4 Wochen später eine erneute Ablehnung. Aber: im Gegensatz zum ersten Bescheid war dieser ca. 7 Seiten lang. Es wurde detailiert begründet, warum die Rückkehrwilligkeit angezweifel worden ist. Das Schreiben war unterschrieben, ich hatte somit den Sachbearbeiter, seine Durchwahl und ganz wichtig, seine E-Mail Anschrift.

    Ich/Wir haben dann alle Punkte, die im Bescheid negativ waren, nach und nach abgearbeitet. Was das alles war, würde hier und jetzt zu weit führen.

    Ein Jahr später haben wir dann erneut ein Visum beantragt (30 Tage) und alles funktionierte bestens.

  8. #7
    Avatar von Spessart

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    Zitat Zitat von noritom Beitrag anzeigen
    Ein Jahr später haben wir dann erneut ein Visum beantragt (30 Tage) und alles funktionierte bestens.
    Ja, ist heute auch noch so ein DIN A 4 mit Kreuzchen.

    Gut, ihr habt wahrscheinlich dann ein Jahr später ein neues Visum beantragt, aber wir wollten ursprünglich, daß sie Ende dieses, Anfang kommendes Jahr kommt. Und zwei Schlappen für ein Visum... Macht eher ein schmales Gesicht! Also ich schätze mal, eine Remonstration mit dem Ziel Erfolg ist da schon besser (kostet die Remonstration auch Verwaltungsgebühren?).

    @Knut_0815

    Du hast in einem anderen Thread geschrieben, den Link zu einem anderen Forum mit den gleichen Problemen zu haben. Kannst Du mir den mal per PN schicken? Danke!

  9. #8
    Avatar von mitchel

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    2013 haben wir ihre Schwester zu uns eingeladen für 4 Wochen. Das ging ohne Probleme. Die vollen 3 Monate gehen offenbar nur selten durch, denn niemand bekommt in Thailand 3 Monate Urlaub................
    Blödsinn! Meine jetzige Frau hat bereits dreimal 3 Monate ein Visum erhalten und wurde jedes Mal vom Arbeitgeber in der Zeit freigestellt. Sie war im Hotelgewerbe tätig und der Arbeitgeber (internationale Hotelkette) war froh in der Lowsaison kein Gehalt zahlen zu müssen.


    Sonst hat Buhnmie es auf den Punkt gebracht..

  10. #9
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von mitchel Beitrag anzeigen
    Blödsinn! Meine jetzige Frau hat bereits dreimal 3 Monate ein Visum erhalten und wurde jedes Mal vom Arbeitgeber in der Zeit freigestellt. Sie war im Hotelgewerbe tätig und der Arbeitgeber (internationale Hotelkette) war froh in der Lowsaison kein Gehalt zahlen zu müssen.
    ne Freundin von mir, hats auch so versucht, mit Schreiben vom AG, mit 100.000 auf dem Konto, nachweislich ständig die letzten Jahre in verantwortungsvoller leitender Position, hat kein Visum gekriegt. Ist wohl ein wenig Glückssache.

  11. #10
    Avatar von JT29

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    Es ist ja immer eine Einzelfallentscheidung und hängt von der Gesamtsituation ab - #4 bringt es auch auf den Punkt.

    Ich hatte 2003 einen Visaschergen beauftragt und das ging gehörig schief - die Ablehnung war eigentlich zu Recht erfolgt. Ich bin in die Remonstration gegangen und mehrere Fachleute lagen über unserem Schreiben und Argumentativkette seinerzeit. Damals konnte man noch persönlich zum Sonderschalter und nach 10min war die Sache durch. ABER ich musste einen neuen (kostenpflichtigen) Antrag stellen und konnte den gleich abgeben (ich war aber auch entsprechend vorbereitet darauf, das es so laufen könnte). 3 Tage später war das Visum für 3 Monate da.

    Von einem anderen Member weiß ich, dass sein Schreiben mehrere Seiten (8 oder 10) lang war und es war so aufgebaut und mit neuen Belegen untermauert, dass die "Gegenseite" eigentlich dann nur noch zustimmen konnte - und genau darin liegt die Kunst.

    Geht die Remonstration schief, dann gibt es in der Tat einen mehrseitigen Ablehnungsbescheid mit Rechtsbehelf und die Antragstellerin kann das dann am VG Berlin nachprüfen lassen - ob das dann noch sinnvoll ist, allein schon wegen der langen Wartezeit (ich meine es sind mal um die 16 Monate gewesen), muss dann jeder selbst entscheiden.

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