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Reimmigration der Ehefrau nach Thailand

Erstellt von Peter Sreedaen, 26.09.2008, 06:12 Uhr · 11 Antworten · 2.875 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Peter Sreedaen

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    Reimmigration der Ehefrau nach Thailand

    Hier eine, teilweise fiktive, Frage an die sicherlich anwesenden Visaexperten. Meine Ehefrau ist nach Deutschland gekommen, hat hier zunächst eine dreijährige Aufenthaltserlaubnis und nach erfolgreichem Abschluss des Integrationskurses an einer VHS die unbefristete Niederlassungserlaubnis erhalten. Jetzt tragen wir uns aus verschiedenen Gründen mit dem Gedanken, dass meine Frau mit Hilfe des Einbürgerungstest die deutsche Staatsbürgerschaft annimmt. Was aber passiert, wenn meine Frau nach meinem Dahinscheiden wieder nach Thailand zurück möchte; kann sie dann problemlos wieder thailändische Staatsangehörige werden? Ich habe einmal gehört, dass sie dazu lediglich bei dem Amphoe, das für ihren Wohnort zuständig ist, vorsprechen muss und sofort wieder ohne größere Problem einen Thaipass bekommt, bin mir aber nicht sicher, ob dies den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht.
    Sollte diese Frage bereits einmal in diesem Forum gestellt worden sein bitte ich die Administration um einen Hinweis.
    Schon jetzt vielen Dank für hilfreiche Antworten.

    Peter

  2.  
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  3. #2
    Avatar von DisainaM

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    Re: Reimmigration der Ehefrau nach Thailand

    ist ein komliziertes Verfahren,

    ohne deutsche Staatsbürgerschaft verfällt deutsche AU nach 6 Monaten,

    beim Antragsverfahren der deut. Staatsbürgerschaft muss sie das Entlassungsverfahren aus der th. Staatsbürgerschaft beantragen,

    nachdem sie 3 Jahre die deut. Staatsbürgerschaft hat,
    muss sie einen Antrag auf Hinnahme der Mehrstaatigkeit stellen, weil es ihr aus Billigkeitsgründen von den Kosten und Zeit nicht zugemutet werden kann, das Entlassungsverfahren weiter zu betreiben.
    Nur in diesem Fall ist der Besitz von beiden Staatsangehörigkeiten erlaubt,

    denn sonst gilt, lässt jemand seine abgelegte Staatsangehörigkeit wieder aufleben, kann ihm deshalb die deutsche Staatsangehörigkeit wieder aberkannt werden,
    wie es 2003 sehr vielen Türken passierte.

  4. #3
    Avatar von Peter Sreedaen

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    Re: Reimmigration der Ehefrau nach Thailand

    Zitat Zitat von DisainaM",p="635916
    ist ein komliziertes Verfahren,

    ohne deutsche Staatsbürgerschaft verfällt deutsche AU nach 6 Monaten,
    Danke DisainaM für Deine schnelle Antwort; doch bitte was ist ein/e deutsche AU?

    Peter

  5. #4
    Avatar von DisainaM

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    Re: Reimmigration der Ehefrau nach Thailand

    deutscher Aufenthaltsstatus,
    also egal, ob befristet oder unbefristet.

    Viele Thais, die 25 Jahre und mehr in Deutschland gearbeitet hatten, und mit ihrem Ehemann nach Thailand gingen, zwecks Altersruhestand,
    hatten ihren deutschen Aufenthaltsstatus durch ihre Jahre in Thailand verloren.
    Nach dem Tod des Mannes, wegen einer Operation nach Deutschland zu fliegen - keine Chance,
    es muss ein Touristenvisum beantragt werden, was bei der aktuellen Visavergabepraxis meist abgelehnt wird,
    wegen mangelnder Rückkehrbereitschaft.

    Letzteres liegt grundsätzlich dann vor, wenn das eigene Vermögen, an Häusern und Ländern nicht ausreicht,
    den vorübergehenden Besuchscharakter glaubhaft zu machen,
    weil sich Deutschland vor potentiellen Hartz4 Fällen schützt.

    (jede Touristin, die beim Deutschlandbesuch von einem Deutschen schwanger wird, hat automatisch als Mutter eines deutschen Kindes ein eigenes Bleiberecht.)

  6. #5
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Reimmigration der Ehefrau nach Thailand

    Zitat Zitat von DisainaM",p="635955
    [...]Viele Thais, die 25 Jahre und mehr in Deutschland gearbeitet hatten, und mit ihrem Ehemann nach Thailand gingen, zwecks Altersruhestand, hatten ihren deutschen Aufenthaltsstatus durch ihre Jahre in Thailand verloren.
    Nach dem Zuwanderungsgesetz von 2005 entfällt dies, wenn die Ehe in D 15 Jahre + bestanden hat.

    Sicherheitshalber sich aber vom Ausländeramt bestätigen lassen.

  7. #6
    Avatar von DisainaM

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    Re: Reimmigration der Ehefrau nach Thailand

    das Problem besteht dabei an der Auslegung,
    wieviel Geld muss vorhanden sein, dass man davon spricht,
    das der Lebendsunterhalt in Deutschland gesichert ist.

    Hier werden laufend neue Auslegungen produziert, und die Latte jedes Jahr höher gelegt.

    Der standartmässige Rat jedes Anwaltes,

    Grundsätzlich kann die Niederlassungserlaubnis erlöschen, wenn Sie gem. § 51 Abs.1 Nr.7 AufenthG ausreisen und nicht innerhalb einer Frist von 6 Monaten oder einer von der Ausländerbehörde bestimmten längeren Frist wieder einreisen.

    Dies gilt aber gem. § 51 Abs.2 AufenthG nicht, wenn Sie sich seit mindestens 15 Jahren im Bundesgebiet legal und rechtmäßig aufhalten und der Lebensunterhalt gesichert ist.

    Sie hatten erklärt, dass Sie bereits seit 17 Jahren in Deutschland leben. Ihr Lebensunterhalt ist ebenfalls gesichert, so dass es, soweit ich das Ihre Angaben zu Grunde legend beurteilen kann, ein Erlöschen der Niederlassungserlaubnis nicht in Frage kommt.

    Zum Nachweis des Fortbestandes der Niederlassungserlaubnis müssen Sie jedoch die Ausländerbehörde an dem Ort aufsuchen, an dem Sie momentan wohnen und dort eine Bescheinigung diesbezüglich beantragen.
    denn wer heute noch mit 1.000 Euro im Monat leben kann,
    (Hartz4 350 Grundsicherung, 300 Miete, 250 Krankenvers.)
    der wird bei einer Rückkehr in einigen Jahren einen erheblich höheren Betrag als Nachweis des gesicherten Lebensunterhaltes brauchen.

  8. #7
    Avatar von tira

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    Re: Reimmigration der Ehefrau nach Thailand

    Zitat Zitat von DisainaM",p="635916
    ....beim Antragsverfahren der deut. Staatsbürgerschaft muss sie das Entlassungsverfahren aus der th. Staatsbürgerschaft beantragen,....
    tach,

    was mich in dem zusammenhang interessiert, wird auf die thailändische id card bezug genommen,
    mit der iss jederzeit eine passausstellung möglich, einmalig für eine endgültige rückkehr nach thailand.


  9. #8
    Avatar von Peter Sreedaen

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    Re: Reimmigration der Ehefrau nach Thailand

    Danke schön noch einmal für die gut gemeinten Versuche, meine Frage zu beantworten. Ich denke aber, dass diese nicht richtig verstanden wurde; also noch einmal: Wenn meine Ehefrau die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen hat und ich dann irgendwann (hoffentlich nicht so bald) das zeitliche segne und meine Frau dann nach Thailand reimmigrieren möchte:
    Kann sie dann problemlos ihre alte, nämlich die thailändische, Staatsangehörigkeit zurück bekommen?
    Die Voraussetzungen für den Aufenthalt hier in Deutschland sind erfüllt; es geht ausschließlich um die eventuelle Reimmigration nach Thailand.

    Peter

  10. #9
    Avatar von garni1

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    Re: Reimmigration der Ehefrau nach Thailand

    Eigentlich wurde das schon angeschnitten. Eine Thai kann ihre Staatsbürgerschaft nicht verlieren. Sobald sie zurück käme, würde sie die Thai erhalten und die Deutsche verlieren.

  11. #10
    Avatar von DisainaM

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    Re: Reimmigration der Ehefrau nach Thailand

    Zitat Zitat von Peter Sreedaen",p="635975
    Danke schön noch einmal für die gut gemeinten Versuche, meine Frage zu beantworten. Ich denke aber, dass diese nicht richtig verstanden wurde; also noch einmal: Wenn meine Ehefrau die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen hat und ich dann irgendwann (hoffentlich nicht so bald) das zeitliche segne und meine Frau dann nach Thailand reimmigrieren möchte:
    Kann sie dann problemlos ihre alte, nämlich die thailändische, Staatsangehörigkeit zurück bekommen?
    Die Voraussetzungen für den Aufenthalt hier in Deutschland sind erfüllt; es geht ausschließlich um die eventuelle Reimmigration nach Thailand.
    wurde sie bei der Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft endgültig aus der th. Staatsbürgerschaft entlassen, oder nicht ?

    das ist erstmal die Kernfrage

    Viele vermeiden dies, indem sie die Entlassung aus der th. Staatsbürgerschaft über 3 Jahre verschleppen,
    und dann in Deutschland den Antrag auf Hinnahme der Mehrstaatigkeit stellen,
    und nach Genehmigung, den Antrag auf Entlassung aus der th. Staatsbürgerschaft in Thailand zurückziehen.

    Wenn Deine Frau das so macht, ist sie weiterhin th. Staatsbürgerin,
    und keine deutsche Touristin, mit th. Geburtshintergrund.

    Stellt Deine Frau in Deutschland nicht den Antrag auf Mehrstaatigkeit,
    und lässt in Thailand ihre th. Staatsbürgerschaft wieder aufleben, indem sie sie erneut beantragt, und nach Zahlung eines hohen Teegeldes auch bekommt,
    dann verstösst sie gegen deutsches Recht, macht sich strafbar, und bekommt deshalb die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt.

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