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Raus aus Krankenversicherung bei Umzug nach Thailand

Erstellt von Bajok Tower, 26.02.2011, 01:48 Uhr · 85 Antworten · 15.403 Aufrufe

  1. #1
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower

    Question Raus aus Krankenversicherung bei Umzug nach Thailand

    Als privatversicherter kommt man ja ab 55 nicht mehr aus der Pflicht raus, seine Beiträge in Deutschland regelmäßig zu zahlen.

    Wie sieht's aber bei der gesetzlichen Krankenversicherung?

    Wenn man irgenwann als Rentner (oder schon früher) in Thailand lebt und keine Krankenversicherung in Deutschland mehr will, muss man trotzdem Beiträge zahlen?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Bajok Tower Beitrag anzeigen
    Wenn man irgenwann als Rentner (oder schon früher) in Thailand lebt und keine Krankenversicherung in Deutschland mehr will, muss man trotzdem Beiträge zahlen?
    Nein, nicht wenn man sich aus Deutschland abmeldet. Was ein Klaks ist im Bürgeramt.
    Dann schickst Du Deiner KV die Abmeldung und am besten auch gleich die Anmeldung in Thailand zu. Heißt in Thailand tii juu - und es gibt die entweder als spezielle Wohnsitzbescheinigung der zuständigen Immigration oder nach Hausbau oder Hauskauf in Form eines gelben Hausbuches.

    Mit diesen Infos müssen sie Dich ziehen lassen. Was ja auch bedeutet, dass sie dann auch keine Beiträge mehr zur Pflegeversicherung einziehen dürfen. Hast ja dafür extra eine Thai geheiratet.

    Nun stellt sich aber immer die Frage: Will man sich wirklich kein Hintertürchen offen halten? Falls es einem doch wieder zurück ins Geburtsland treibt - z.B. weil einem in Thailand die private KV zu teuer wird, man sich ja selbst nach Jahren nicht verständigen kann und die Freunde aus dem deutschen Biergarten schon längst verstorben oder zurück ins soziale Gesetz geflüchtet sind.

    Da hat sich nun gerade in letzter Zeit einiges geändert. Kommst Du nach D zurück, dann muß Dich Deine vorherige KV wieder aufnehmen. Wenn Du nicht allzu früh während der 2. Berufstätigkeitsphase nach Thailand weggezogen bist, dann ist das auch nicht schädlich, wenn es darum geht unter welchen Konditionen Du später auch in die GKV der Rentner (also der nach der offiziellen Definition von Rentnern) reinkannst. Solltest Du da evtl. zu früh abhauen, empfiehlt es sich die KV "auf Anwartschaft" zu stellen. Deutlich reduzierte Beiträge, Du kriegst auch keinerlei Leistungen von ihr - in der Regel. Mit einer bezahlten Antwartschaft geht dann die "Wiedereingliederung" später auf jeden Fall problemlos. Und gehst Du erst mit 60, dann sind die Weichen alle schon gestellt auch ohne Anwartschaft. Da es auf die persönlichen Werte eines jeden Einzelnen hier ankommt, die KV befragen.

    Nur bloß nicht den Fehler machen, dass ein Leben in Thailand ohne KV so locker möglich sei. Von wegen im Einzelfalle doch geringe Kosten. Was ja bei ambulanter Behandlung auch meistens stimmt. Aber eben nicht bei stationärer Behandlung. Aber dafür, welche KV für einen die beste Wahl ist, da gibt es schon so einige threads hier im Forum, wo selbst das Wort Krankenversicherung im Titel des threads nicht vergessen wurde. Oftmals starten so einige Lemminge hier ja auch so freds mit dem Titel: "Ich hätte da mal ne Frage".

  4. #3
    Avatar von joachimroehl

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    Wie waanjai_2 schreibt, rauskommen ist ein Klaks, aber hineinkommen geht nur mit der richtigen Strategie oder wird wie die Erfahrung zeigt gerade für Kineaus oft sehr teuer. Deshalb ist es sinnvoll die letzte Versicherung in Anwartschaft ruhen zu lassen, was bei der GKV knapp 44€ monatlich kostet -> http://www.tk.de/tk/mit-der-tk-ins-a...rtschaft/23494 und bei den Privaten zwischen vier bis sechzig Prozent des letzten Monatsbeitrages. Ohne Anwartschaft wird man zwar Kraft Gesetz -> § 193 VVG Versicherte Person; Versicherungspflicht ab Einreise und Anmeldung zwangsweise aufgenommen, aber in der GKV unter Umständen nur in der teuren freiwilligen Krankenversicherung, wo Beiträge auf alle Einnahmen zu berappen sind. Bei den Privaten generell nur mit Gesundheitsprüfung und somit unter Umständen nur im Basistarif für aktuell 630€ mit Pflegeversicherung. Sicher übernimmt dann die Sozialhilfe einen Großteil davon, aber ein verbleibendes Taschengeld fürs Dahinvegetieren wird sicher niemandes Lebensziel sein. Was ist schlimmer als ein Invalide? ein armer Invalide ..

    Ein Hinweis noch für die bewußt Kostenbedachten: in der gesetzlichen Krankenversicherung kann man auch nur die Pflegeversicherung für knapp 5€ in Anwartschaft halten, was im Falle des Falles sicherstellt, daß ab medizinisch notwendiger Wiedereinreise zumindestens die teuren Pflegeleistungen übernommen werden. Denn mit einer Zahlungslücke in der PVN -> § 33 SGB XI Leistungsvoraussetzungen würde die allererste Geldleistung erst nach 2 (zwei!) Jahren fliessen. Pflegestufe III mit vollstationärer Unterbringung kostet zur Zeit etwa 3600€ pro Monat bundesweit, womit oben zitierter Kineau dann plötzlich ein negatives "Begrüßungsgeld" von über 86.000€ an der Backe hätte oder für einen Bruchteil eine fähige Pflegekraft in Thailand suchen muss ..

    Tip: für den langjährigen Aufenthalt in Asien empfiehlt sich für 43,40€ monatlich die DKV (Deutsche Krankenversicherung AG) mit 100% Leistungen für Arzt, Zahnarzt und Krankenhaus, wobei im Unterschied zu thailändischen, englischen oder auch französischen Angeboten kein Limit besteht und bei jeder Besuchsreise nach Deutschland auch da für drei Monate akuter Versicherungsschutz gilt.

    Fazit: 44€ Anwartschaft plus 43,40€ Krankenversicherung = volle Versorgung rund um die Welt!

    Fragen? joachimroehl@web.de 08-52764458, das Kleingedruckte findet sich hier http://www.dkv.com/downloads/G336-1_AVB.pdf

  5. #4
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Bajok Tower Beitrag anzeigen
    Als privatversicherter kommt man ja ab 55 nicht mehr aus der Pflicht raus, seine Beiträge in Deutschland regelmäßig zu zahlen.
    Joachim, das stimmt doch wohl nicht, was Bajok Tower da sagt? Wenn ich nach Thailand ziehe, bin ich dann wirklich verpflichtet in Deutschland in meiner Versicherung zu bleiben und diese zu bezahlen?

  6. #5
    guenter
    Avatar von guenter

    Abmeldung bei der Gesetzlichen

    Habe mich bei meiner Kasse durchtelefoniert und denen die Abmeldebestätigung geschickt. Der blaue Abmeldeschein ist sehr wichtig, gut aufbewahren. Da die Gesetzlichen Kassen in Thailand nicht leisten, ist das auch sinnvoll, ggf. Rententräger benachrichtigen.
    Achtung: Bei Umzug ins Ausland wird die Rente neu berechnet, ehemalige DDR ler sehen da alt aus.
    Zu dem Angebot der DKV:
    Es ist eine Reiseversicherung für max. 3 Jahre (Verlängerung kann ausgehandelt werden für weitere 3 Jahre). Falls es dann wirklich mal zu hohen Kosten kommt, könnte das nach hinten losgehen, da wäre eine klare Definition nötig bei Vertragsabschluss. Vor allem wenn man hier schon Jahre lebt.
    Deutsche Simkarte fürs Telefon, oder wie soll man sonst eine 0180 Nummer anrufen...
    Für einen der plant hier zu Leben, sicherlich ein gutes Angebot.

  7. #6
    Avatar von joachimroehl

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    @Chak nein, das bist Du nicht. Bajok Tower hat etwas ein bischen durcheinander gebracht, womit aber auch viele Versicherungsvertreter so ihre Probleme haben: nach dem 55. Geburtstag wird ein Privatversicherter unter anderem auch als Arbeitnehmer nicht mehr in der Gesetzlichen aufgenommen. Würde nachdem und zeitlebens nur noch möglich sein über eine Familienversicherung -> SGB 5 - Einzelnorm und heißt im Umkehrschluß wenn die GKV nicht aufnimmt, müssen logischerweise in der PKV die Beiträge weiter bezahlt werden. Aber dies entfällt unter anderem beim Ableben, dem Aufenthalt im Strafvollzug sowie hier besprochenem Wegzug ins Ausland. Dieser wird gängigerweise nachgewiesen durch eine behördliche Abmeldebescheinigung, wobei damit aber nicht feststeht, ob einer nur "auf dem Papier" weggezogen ist und seinen Wohnsitz dennoch weiterhin aufrecht erhält. Allein in Berlin haben wir nicht nur eine viertel Million GEZ-Verweigerer sondern auch fast 300.000 nicht angemeldete Mitbewohner .. anders sieht es aus, wenn man seinen Wohnsitz ganz offiziell weiter behält und wegen längerem auch jahrelangem Auslandsaufenthalt den Weg einer günstigen Anwartschaft wählt, weil ja dann ein Komplettaussstieg nicht möglich wäre.

    Unser guenther hatte bis zum 31.12.2008 Recht, wo ein im Ausland lebender Deutscher bei Wiedereinreise ins Bundesgebiet ohne Anwartschaft oder Pflichtversicherung bei der GKV einfach nicht mehr aufgenommen wurde. Die Privaten nahmen zwar auf, aber haben bis damals jeden erkrankten Diabetiker, Schlaganfallpatienten, Alkoholiker oder auch nur schwer Übergewichtigen komplett abgelehnt. Dies ist seit 01.01.2009 gesetzlich geändert, denn jeder wird bei seiner letzten Versicherung gesetzlich oder privat wieder versichert. Insofern ist die Auswahl einer preisgünstigen Auslandsreise-Krankenversicherung von ADAC, DKV oder auch Hanse-Merkur und Central mit bis zu sechsjährigem Versicherungsschutz zu empfehlen. Denn im medizinischen Notfall geht es anders als noch vor 2009 ab ins Flugzeug von Liniengesellschaft oder Deutschem Roten Kreuz -> http://www.drk.de/angebote/gesundheit/flugdienst.html (kostet nur 18€ Jahresbeitrag!) und nach 10h hinein in die letzte Kasse ..

    Warum ich die DKV so fokussiere? Weil sie als einzige auch Expats versichert, die schon längere Zeit im Ausland leben. Einzige Bedingung: sie müssen noch einen melderechtlichen Wohnsitz im Bundesgebiet haben. Da ich oft Anfragen und Rückfragen zu diesem Themenkomplex bekomme, stelle ich die entsprechenden Gesetzesgrundlagen ein. Guenther, kuck mal oben in der Suche auf billige Vorwahl nach Deutschland, mit der 009 und dann 492215780 erreichst Du oder der cashier im Krankenhaus die weltweite 24h-Notrufzentrale der DKV für knapp 7 Baht pro Minute.

  8. #7
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von joachimroehl Beitrag anzeigen
    heißt im Umkehrschluß wenn die GKV nicht aufnimmt, müssen logischerweise in der PKV die Beiträge weiter bezahlt werden. Aber dies entfällt unter anderem beim Ableben, dem Aufenthalt im Strafvollzug sowie hier besprochenem Wegzug ins Ausland.
    Aha, dass das bei den privaten geht, wusste ich nicht. Bisher habe ich immer mitbekommen, dass das ab 55 unmöglich ist, auch für diejenigen die im Ausland leben.

  9. #8
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von guenter Beitrag anzeigen
    Achtung: Bei Umzug ins Ausland wird die Rente neu berechnet
    Wieso das denn?

  10. #9
    Avatar von joachimroehl

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    Im §193 des VVG steht unter Punkt (3) "jede Person mit Wohnsitz im Inland ist verpflichtet .. eine Krankheitskostenversicherung .. abzuschließen und aufrechtzuerhalten .. diese Pflicht besteht nicht für Personen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind."

    Für die recht abenteuerliche Äußerung bezüglich der Rentenleistungen ins Ausland an Versicherte der Sozialversicherung der DDR wird guenter sicherlich gleich eine Rechtsquelle benennen können .. die wenigen technischen Helfer in den seinerzeit befreundeten Entwicklungsländern wie Angola oder Mocambique kann man hierbei sicher unter den Tisch fallen lassen. Hilfreich ist die kostenlose Beratungsstelle der Deutsche Rentenversicherung aus dem deutschen Festnetz unter 0800-1004800 bzw. http://www.deutsche-rentenversicheru....html?nn=30054

  11. #10
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von joachimroehl Beitrag anzeigen
    Im §193 des VVG steht unter Punkt (3) "Jede Person mit Wohnsitz im Inland ist verpflichtet .. eine Krankheitskostenversicherung .. abzuschließen und aufrechtzuerhalten .. diese Pflicht besteht nicht für Personen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind."
    Ja und? Achte genau auf die Formulierung.

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