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Nachbeurkundung der Geburt meines Sohnes - Wer kann helfen?

Erstellt von Obelix, 12.02.2012, 06:33 Uhr · 12 Antworten · 2.054 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Obelix

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    Nachbeurkundung der Geburt meines Sohnes - Wer kann helfen?

    Ich bin neu hier im Forum und komme gleich mit einem Problem, an dem der Urkundsbeamte in Deutschland und auch ich verzweifeln.
    Der Fall in Kuerze:
    2003 wurde mein Sohn hier in Thailand geboren. Die Kindesmutter hat die philippinische Staatangehoerigkeit.
    Die Geburt wurde angezeigt und ein philippinischer Pass ausgestellt. Eine Geburtsurkunde wurde erst im Jahre 2010 ausgestellt.
    Zu diesem Zeitpunk der Geburt war meine Frau noch mit einem Filipino verheiratet, der aber 2005 verstorben ist.
    2007 haben meine Frau und ich hier in Bangkok geheiratet, die Heiratsurkunde wurde ins deutsche uebersetzt und auch von der Botschaft hier legalisiert.
    In dem Heiratsprotokoll wurde vermerkt, dass wir einen gemeinsamen Sohn mit in die Ehe bringen.
    Erst 2010 wurde die Geburtsurkunde ausgestellt, in dieser bin ich „richtigerweise“ als Vater vermerkt.
    Anfang 2011 habe ich dann alle Schritte unternommen, um die Geburt meines Sohnes in Deutschland beurkunden zu lassen, insbesondere weil ich nach Ruecksprache mit der deutschen Botschaft davon ausgegangen bin, dass unser Sohn nach thailaendischem Recht durch die Heirat als gemeinsames Kind legalisiert wurde.
    Der Vorgang stand kurz vor dem Abschluss, bis ich dann folgende mail von dem Urkundsbeamten in Deutschland bekam:

    Wenn die Ehe Ihrer Frau erst durch den Tod des Mannes (2005) aufgelöst wurde, war Sie zum Zeitpunkt der Geburt der Kindes noch verheiratet. Nach deutschem Recht ist der Ehemann der Frau der Vater. (So steht es auch im Thailändischen Gesetz).
    Da stellt sich mir die Frage, wie Sie überhaupt als Vater in die Geburtsurkunde kommen konnten?“

    In dieser Angelegenheit stehe ich in staedigem Kontakt mit dem Urkundsbeamten, der jetzt allerdings mit seinem Latein am Ende ist, aber nach wie vor den Fall mit einer Nachbeurkundung abschliessen moechte. Ein grosse Hilfe waere es schon, wenn ich nach thailaendischem Recht durch Eintragung in die Geburtsurkunde und/oder durch unsere gemeinsame Erklaerung im Heiratsprotokoll mein Sohn auch rechtlich als mein Sohn anerkannt wird.
    Gibt es vielleicht noch andere Wege, um nach thailaendischem Recht als Vater anerkannt zu werden? Dieses waere von Vorteil, da nach Aussage des Urkundsbeamten eine Beurkundung dann erfolgen koennte.
    So, dass ist der unerfreuliche Fall in Kuerze. Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie ich der Fall zum Abschluss gebracht werden kann.
    Schon mal vielen Dank!

  2.  
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  3. #2
    Avatar von mylaw

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    Sehr kompliziert, versuchs evtl. mal beim Deutschen Hilfsverein in Bangkok, vielleicht kennt sich ja dort jemand besser aus.
    Viel erfolg.

  4. #3
    Avatar von franky_23

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    Wenn du der Vater bist, dann mach doch einfach einen DNA Test. Bringe 2 eidesstattl. Versicherungen, dass die Pinay während der Zeit der Empfängnis mit dir zusammenlebte. Gehe in D zum Jugendamt und frage da nach.

  5. #4
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    ... mach doch einfach einen DNA Test. ...
    Ging mir auch durch den Kopf.
    Zumindestens laesst der mal eventuelle Zweifel bei den Bearbeitern - wo auch immer - schwinden und motiviert.

  6. #5
    Avatar von Obelix

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    Vielen Dank fuer die Tips. Ich waere sehr dankbar, wenn die Sache mit einem DNA Test geregelt werden koennte. Das Problem ist jedoch ein ganz anderes. Den Urkundsbeamte interessiert nur die rechtliche, nicht die biologische Vaterschaft und nach dem BGB ist nun einmal der rechtliche Vater der Ehemann der Kindesmutter zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes. Recht ist eine Sache, gesunder Menschenverstand eine andere, mit anderen Worten ein DNA Test schafft die rechtliche Vaterschaft nicht aus der Welt. Das koennte zum Beispiel dadurch geschehen, dass ich nach thailaendischem Recht rechtlich der Vater des Kindes bin.

  7. #6
    Avatar von JT29

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    Das Problem ist ein Urkundliches.

    Nach unserem bzw. auch thailändischem Recht ist erstmal der Ehemann automatisch der Vater und wird auch so urkundlich gemacht. So kommt es dann auch bei uns in das Geburtenbuch. Stellt sich nun heraus, dass der Vater ein anderer ist, muss dieser erstmal die Vaterschaft anerkennen und dies muss auch urkundlich gemacht werden. Daraufhin kommt es bei uns im Geburtenbuch zu einer Randbemerkung beim Geburtseintrag und es wird eine neue Urkunde ausgestellt. Damit kann man dann auch nachweisen, wie und warum sich eine Urkunde geändert hat.

    Das Problem ist nun, dass das Standesamt eine Urkunde hat, wo der "richtige" Vater drin steht, aber nach den bisherigen Unterlagen eigentlich erstmal ein Eintrag des damaligen Ehemannes erwartet wird. Somit fehlt der Schritt und der Nachweis, wie es zu dieser Änderung kam. Daher wirst Du wohl den Nachweis benötigen, dass Du damals die Vaterschaft anerkannt hast; ich befürchte Du wirst Dich mit dem Amphoe auseinandersetzen dürfen und was die alles noch verlangen. Der Protokolleintrag bei der Heirat reicht da nicht aus. Das würde ich vorab mit dem Standesbeamten abklären, ob dieser Weg gangbar für ihn wäre. (Im Übrigen wäre dann auch zu klären, was auf der philippinischen Seite alles steht.).

  8. #7
    Avatar von mylaw

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    MEINER MEINUNG nach ist der Biologische Vater der Vater! So wie es ist-so ist es halt. Möglicherweise gehört das System ja Reformiert und den heutigen und Zukünftigen Gegebenheiten angepasst.
    Zb. eine Modifizierte Geburtsurkunde, enthält dann den Biologischen Vater und den Rechtlichen Vater, das würde viele Propleme erst gar nicht aufkommen lassen, zumindest aber reduzieren.
    Ich nehme mal an das der Phillipinische Vater möglicherweise nix dagegenhaben wird, da er dann nix zu zahlen braucht für das Kind und froh ist das du das übernehmen willst.

  9. #8
    Avatar von Ban Bagau

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    @mylaw

    Der Phillipinische (rechtliche) Vater ist tot. Das Problem ist, den biologischen Vater jetzt nachträglich zum rechtlichen Vater zu machen.

  10. #9
    Avatar von mylaw

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    Zitat Zitat von Ban Bagau Beitrag anzeigen
    @mylaw

    Der Phillipinische (rechtliche) Vater ist tot. Das Problem ist, den biologischen Vater jetzt nachträglich zum rechtlichen Vater zu machen.
    Na dann hoffe ich das der Beamte über soviel Verstand verfügt das er das Reibungslos abwickelt.

  11. #10
    Avatar von Ban Bagau

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    Zitat Zitat von mylaw Beitrag anzeigen
    Na dann hoffe ich das der Beamte über soviel Verstand verfügt das er das Reibungslos abwickelt.
    Das hat nix mit Verstand zu tun. Anträgen Beurkundungen und Fristen. So wie in Deutschland scheinen die Familiengesetze in Thailand ebenso von hundertjähriger Praxisferne auszugehen. Das jedes Kind, das während einer bestehenden Ehe geboren wird, auch dem Ehemann automatisch zuzuordnen ist.
    In Deutschland kommt da erschwerend hinzu, das dies auch noch während des Trennungsjahres gilt.
    Besonders intressant, wenn die Trennung auf grund eines aus einem Seitensprung entstandenen Kindes erfolgte. Wenn der Erzeuger nicht dazu steht und die Frau diesen nicht angibt, muß der Ex-Mann erstmal auf Vaterschaftaberkennung klagen. Bis zu einem erfolgreichen Urteil laufen für ihn die Kosten auf. Seit ein, zwei Jahren hat er sogar die Möglichkeit den wahren Erzeuger von der Mutter zu erfahren und seine Kosten dann bei ihm einzuklagen. Vorher brauchte sie nichtmal den Namen des Erzeugers nennen.

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