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Minijob mit oder ohne Steuerkarte???

Erstellt von phi mee, 25.04.2006, 14:32 Uhr · 23 Antworten · 16.578 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Yala

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    Re: Minijob mit oder ohne Steuerkarte???

    @Monta

    Es geht um die Sozialversicherungsbeiträge.

    Gesetzlich Krankenversichert Ja / Nein

  2.  
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  3. #12
    Auntarman
    Avatar von Auntarman

    Re: Minijob mit oder ohne Steuerkarte???

    Da kann aus eigener Erfahrung (als Arbeitgeber und für den Job meiner Frau) folgendes sagen: Bei Job BIS 400€ zahlt der AG alle Beiträge, aber der AN ist NICHT kranken- oder rentenversichert. Muss man nicht verstehen, ist aber so. Wird Versicherung gewünscht (das ist doch wohl. Damit kommt z.B. bei einem Job (aud Lohnsteurkarte)mit 430€ weniger Geld an beim AN als bei einem Job mit z.B. 380€. Dafür ist dann aber eben die Sozialversicherung dabei. Hört sich komisch an, ist aber so...

    Auch mal hier schauen: http://de.wikipedia.org/wiki/Minijob

  4. #13
    Avatar von phi mee

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    Re: Minijob mit oder ohne Steuerkarte???

    Ehrlich gesagt werde ich immer verwirrter.

    Meine Frau hat bisher immer unter 400 € verdient und es wurden nur die 2% Pauschalsteuer einbehalten.

    Krankenversichert ist sie durch meine Familienversicherung.

    Wenn ich jetzt im Internet einen der üblichen Gehaltsrechner Rechner benutze erhalte ich als Ergebnis, dass sie bei Steuerklasse 5 und 400€ brutto nur gute 260€ netto erhält.

    Bin ich jetzt nur zu blöd so einen Gehaltsrechenr zu bedienen?
    Vergesst die Frage! Ja, ich bin es!

    Die offene Frage ist für mich, wieviel Abzüge hat sie wirklich bei Steuerklasse 5 wenn sie max 400 € verdient?
    Bisher gab es bei 400€ und 2 % Abzug 392 € auf die Kralle.


    phi mee

  5. #14
    guenny
    Avatar von guenny

    Re: Minijob mit oder ohne Steuerkarte???

    Mich interessiert das langsam auch, meine Frau fängt auch an zu arbeiten mit einem Minijob, der Arbeitgeber verlangt eine Steuerkarte, was geht da jetzt wirklich? Würde ich gerne wissen, bevor man einen Vertrag unterschreibt.

  6. #15
    Auntarman
    Avatar von Auntarman

    Re: Minijob mit oder ohne Steuerkarte???

    Bei Jobs kleiner als 400€ gilt: "In der Regel werden die Pauschalabgaben vom Arbeitgeber getragen, so dass der Arbeitnehmer sein Arbeitsentgelt brutto für netto erhält. Die gesetzlichen Regelungen schließen eine Abwälzung der Pauschalsteuer auf den Arbeitnehmer jedoch nicht aus." So steht es auch in dem geposteten Wiki-Artikel. D.h. "eigentlich" sollte gelten brutto = netto. Das hängt aber eben von AG ab. Im Extremfall können die Abgaben auch auf 25,1% steigen:

    11 % Krankenversicherungspauschale
    12 % Rentenversicherungspauschale
    2 % Lohnsteuer-, Kirchensteuer- u. Solidaritätszuschlagspauschale
    0,1 % Umlage nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz
    = 25,1 % insgesamt

    Bei über 400€ eben die "Gleitzone", d.h. AN ist versicherungspflichtig mit steigenden Beiträgen. Dafür gibt es dann KV und RV.

    Da im Fall von "phee mee" die Krankenversicherung gegeben ist, muss die Sache mit der RV jeder selbst entscheiden. Ich habe da so meine Meinung. So macht es dann wenig Sinn, einen Job mit 430€ zu beginnen, wenn KV vorliegt. Dann sollte man es evtl. lieber bei bei 390€ und auf die RV . Meine persönliche Meinung.

    Hoffe, das hilft weiter. Im Zweifelsfall würde ich aber mal bei Minijobzentrale, Steuerberater o.ä. nachfragen, um 100% sicher zu gehen...

  7. #16
    Avatar von mike-mh

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    75

    Re: Minijob mit oder ohne Steuerkarte???

    mmmhhhh...

    habe auch nochmal recherchiert.
    Es ist richtig, dass der Arbeitgeber die Art der Versteuerung wählen kann, also Pauschalabgabe (2%), pauschalisierte Lohnsteuer (20%) oder Abrechnung nach Lohnsteuerklasse. Für alle Fälle gibt es Vor- und Nachteile sowohl auf Arbeitnehmer- als auch Arbeitgeberseite.
    Alle Fälle sind unabhängig von den Sozialabgaben, die in jedem Falle zu entrichten sind.

    Bei der Pauschalabgabe ist es auch richtig, dass die 2% Lohnsteueranteil auf den Arbeitnehmer im Innenverhältnis abgewälzt werden können (max. 8€ (2%) bei 400€).

    Es gibt zu dem Thema Versteuerung für Minijobs eine recht umfangreiche Erläuterung auf der Seite der Minijob-Zentrale:

    Besteuerung des Arbeitsentgelts aus geringfügig entlohnten Minijobs (Minijobs auf 400 Euro Basis)

    Hier werden auch einige Beispiele genannt und einige Empfehlungen gegeben, in welchen Fällen welche Versteuerung sinnvoll ist.
    (wenn nach Lohnsteuerkarte abgerechnet wird, fällt bis Lohnsteuerklasse IV fällt z.B. keine Lohnsteuer an)

    Das Thema mit der Erhöhung der pauschalen Abgabe ist auch richtig.
    Das Bundeskabinett hat bereits im Februar die Erhöhung der Abgabe von 25% auf 30% entschieden. Gelten soll die Erhöhung eigentlich dann ab dem 01.07.2006. Bisher hängt es jedoch noch im Entscheidungsgang, es ist fraglich ob der 01.07. eingehalten werden kann. Allerdings bin ich mir sicher, dass die Erhöhung kommen wird.

    Wie schon gesagt, einige nützliche Informationen zu dem ganzen Thema kann man der Seite der Minijob-Zentrale entnehmen.

    Gruss,
    Mike

  8. #17
    Avatar von Yala

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    Re: Minijob mit oder ohne Steuerkarte???

    Superlink !!! :bravo:

    Habe somit das Ei des Columbus gefunden

    Irgendsoein Paragraph:

    Wer vor der Gestzesänderung bis zum 31.03.2003 mehr als 325,--€ Brutto (alter Mindestbetrag für geringfügig Beschäftigte) hatte, ist somit gesetzlich sozialversicherungspflichtig.

    Wer aber nun ab dem 01.04.2003 über 325,--€, aber nicht höher wie 400,--€, verdient wäre eigentlich sozialversicherungsfrei. Aber man hat eine Art Bestandsschutz für diese Personen eingeräumt. Nur nach Antrag kann man sich von der Sozialversicherung befreien lassen.

  9. #18
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Minijob mit oder ohne Steuerkarte???

    Hier geht einiges durcheinander, aber Yala ist ja doch zu dem richtigen Ergebnis gekommen.

    (Den Bestandsschutz hatte ich in meiner PN leider vergessen zu erwähnen.)

    Es handelt sich nicht um pauschalierte Steuer von 20 %, sondern 23 % pauschalierte Sozialabgaben und 2 % Lohnsteuer.

    Wenn auf Lohnsteuerkarte abgerechnet wird, dann fallen Sozialversicherungsabgaben in Höhe des Arbeitgeberanteils an. Wenn der Arbeitgeber die abwälzt, dann handelt es sich um eine Nettolohnvereinbarung.

  10. #19
    Avatar von mike-mh

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    Re: Minijob mit oder ohne Steuerkarte???

    @Chak3

    Sorry, leider muss ich widersprechen.
    Ich denke Du beziehst Dich auf meinen Beitrag...

    Ich rede hier schon von einer pauschalen Lohnsteuer von 20%, hier nochmal der Auszug aus dem Text der Minijob-Zentrale:

    [highlight=yellow:d07103b9fc]Lohnsteuerpauschalierung
    Für die Lohnsteuerpauschalierung ist zu unterscheiden zwischen der neuen einheitlichen Pauschsteuer i.H.v. 2 Prozent (§ 40a Abs. 2 EStG n.F.) und der pauschalen Lohnsteuer - wie bisher - mit einem Steuersatz i.H.v. 20 Prozent des Arbeitsentgelts (§ 40a Abs. 2a EStG n.F.). In beiden Fällen der Lohnsteuerpauschalierung ist nunmehr Voraussetzung, dass eine geringfügige Beschäftigung im Sinne des SGB IV vorliegt. Das Steuerrecht knüpft damit an die Voraussetzungen des SGB IV an.[/highlight:d07103b9fc]

    Es gibt halt diese beiden Varianten in der Lohnsteuerpauschalisierung bei geringfügig Beschäftigten. :-)

    Gruss,
    Mike

  11. #20
    Avatar von ChangKhao

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    Re: Minijob mit oder ohne Steuerkarte???

    Zitat Zitat von phi mee",p="356178
    Mike-MH

    Die Pauschalabgabe soll aber doch auf insgesamt 30% angehoben werden. Das nehmen jetzt einige Arbeitnehmer zum Anlass auch bei einem Minijob unter 400 € eine Steuerkarte zu verlangen. Ist mir jetzt 2 mal so erklärt worden, als ich auf Stellenanzeigen für meine Frau angerufen habe. :-(

    phi mee

    Sawasdee krap phi mee,

    meinem Arbeitgeber (und auch anderen) werden die Minijobs zu teuer.
    In "meinenem" Betrieb sollen die Minijobs nur noch bis 200€ Pauschal gehen. Ab 200€ sind die abgaben zu hoch ( 30% ? ) dann soll besser Versicherungsplichtiges Personal eingesetzt werden.
    ( Interne Hausmitteilung )

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