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Man will nicht, dass wir heiraten....

Erstellt von Jaiyen, 07.02.2004, 04:11 Uhr · 30 Antworten · 4.183 Aufrufe

  1. #1
    Jaiyen
    Avatar von Jaiyen

    Man will nicht, dass wir heiraten....

    Nach neuester Auskunft des Standesamtes Erlangen werden neben den ueblichen Unterlagen, wie sie in den Merkblaettern von der Botschaft/Kiesow stehen, folgende Dokumente von uns verlangt, wenn wir in Deutschland heiraten wollen.

    -1. Die Ledigkeitsbescheinigung muss von ALLEN Wohnsitzen seit
    ihrem 17. Lebensjahr sein. Also ausser Heimat-Ampoe und Zentralregisteramt in Bangkok auch noch ueberall wo sie sonst gemeldet war.

    --2. Die Eltern von ihr muessen bei einem Notar eine eidesstattliche
    Versicherung ueber den Familienstand ihrer Tochter abgeben. Diese muss dann wieder uebersetzt und legalisiert werden.

    --3. eine eigene eidesstattliche Versicherung von ihr ueber ihren
    Familienstand.

    --4. Sie muss das Hausbuch der Eltern/Familie mitbringen. Das ist ein
    blaues Buechlein, in dem auch steht, dass Nam ihr Kind ist. Die
    Geburtsurkunde reicht nicht aus, obwohl dort angegeben ist, die Eltern
    und die Geburt.
    Die Uebersetzung des Hausbuches (blaues Buechlein) muss hier erfolgen.
    Es muss das Originalhausregister sein! Die Eltern sind somit eine
    zeitlang ohne dieses.

    --5. eine beglaubigte Kopie von Nams Pass, die von der deutschen
    Botschaft beglaubigt werden muss :???: :???:

    Hat das schon mal jemand gehoert? Wir koennen es nicht glauben. Was haben wir getan? Vielleicht sollten wir doch in Thailand bleiben. Wo bleibt der Innovationsruck in der deutschen Buerokratie?


  2.  
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  3. #2
    CNX
    Avatar von CNX

    Re: Man will nicht, dass wir heiraten....

    Hallo,

    verstehe ich es richtig, dass ihr beide thail. Staatsbürger seit und in Deutschland lebt.

    Gruss
    C N X

  4. #3
    Jaiyen
    Avatar von Jaiyen

    Re: Man will nicht, dass wir heiraten....

    Ich bin Deutscher und meine zukuenftige ist Thai.
    Wir wohnen beide in Thailand und wollen nach Deutschland ziehen, weil ich dort einen neuen Job beginne.
    Die Informationen, dass wir ihre Ledigkeit 4-mal nachweisen sollen, stammt vom Standesamt Erlangen. Wo liegt da der Sinn?

  5. #4
    Avatar von AndyLao

    Registriert seit
    23.07.2003
    Beiträge
    949

    Re: Man will nicht, dass wir heiraten....

    @Jaiyen

    1. Ihr wollt also noch in Thailand heiraten und Du benötigst ein EFZ (Ehefähigkeitszeugnis).

    2. Dafür ist Dein Standesbeamter des ggw. Wohnsitzes zuständig und der ist dann "Dein Gott", denn sein Wille wird geschehen.

    3. Aber wieso Erlangen? Nur weil Du da anfangen wirst zu arbeiten. Warst Du da auch vorher gemeldet, dann sind die auch zuständig.


    Eheschließung
    Ehefähigkeitszeugnis
    Beabsichtigen Sie als deutscher Staatsangehöriger im Ausland zu heiraten, dann bedarf es oft nach den Gesetzen des Gastlandes eines deutschen Ehefähigkeitszeugnisses.

    Für dessen Ausstellung ist jenes deutsche Standesamt zuständig, in dessen Amtsbereich Sie Ihren Wohnsitz haben. Haben Sie keine Wohnsitz in Deutschland, dann ist das Standesamt des letzen innerdeutschen Wohnsitzes zuständig.
    Ergibt sich auch daraus keine Zuständigkeit (z.B. weil Sie noch nie einen Wohnsitz in Deutschland hatten) so ist das Standesamt I in Berlin zuständig.

    Die Anschrift des Standesamt I ist:
    Rückerstraße 9
    10119 Berlin
    Deutschland
    Ansonsten riecht das wirklich nach Schikane ....

    P.S. Frage doch mal vorsichtig das zuständige Oberlandesgericht an.

  6. #5
    Avatar von didl69

    Registriert seit
    06.03.2003
    Beiträge
    934

    Re: Man will nicht, dass wir heiraten....

    Hallo Jaiyen,

    du schreibst
    Zitat Zitat von Jaiyen",p="111223
    ..... , wenn wir in Deutschland heiraten wollen.
    Warum heiratet ihr dann nicht in Thailand ? Und der Vorteil wenn ihr in Thailand heiratet ist vielleicht das ihr direkt ein Visum zur Familienzusammenfuehrung beantragen koennt.

    Wie Andy schon fragt Erlangen ist die Stadt in der du spaeter arbeitest oder in der du gemeldet bist. Bist du in Deutschland noch irgendwo gemeldet ? Wenn Erlangen solche Probleme macht, vielleicht hast du noch Eltern oder Verwandte/Bekannte in einer anderen Stadt bei denen du dich anmelden kannst.

    Hoert sich wirklich nach Schikane an.

  7. #6
    CNX
    Avatar von CNX

    Re: Man will nicht, dass wir heiraten....

    Hallo,

    Zitat Zitat von Jaiyen",p="111223
    -1. Die Ledigkeitsbescheinigung muss von ALLEN Wohnsitzen seit
    ihrem 17. Lebensjahr sein. Also ausser Heimat-Ampoe und Zentralregisteramt in Bangkok auch noch ueberall wo sie sonst gemeldet war.

    Echt Blödsinn. Heimat Ampoe und Zentralregister in BKK sind üblich und ausreichend.

    --2. Die Eltern von ihr muessen bei einem Notar eine eidesstattliche
    Versicherung ueber den Familienstand ihrer Tochter abgeben. Diese muss dann wieder uebersetzt und legalisiert werden.

    Gab es auch noch nie.

    --3. eine eigene eidesstattliche Versicherung von ihr ueber ihren
    Familienstand.

    Ebenfalls noch nie dagewesen.

    --4. Sie muss das Hausbuch der Eltern/Familie mitbringen. Das ist ein
    blaues Buechlein, in dem auch steht, dass Nam ihr Kind ist. Die
    Geburtsurkunde reicht nicht aus, obwohl dort angegeben ist, die Eltern
    und die Geburt.
    Die Uebersetzung des Hausbuches (blaues Buechlein) muss hier erfolgen.
    Es muss das Originalhausregister sein! Die Eltern sind somit eine
    zeitlang ohne dieses.

    Hausregister und Geburtsurkunde mit beglaubigter Übersetzung sind normal.

    --5. eine beglaubigte Kopie von Nams Pass, die von der deutschen
    Botschaft beglaubigt werden muss :???: :???:

    Auch was neues. Gab es so noch nie.
    Ich würde den Standesbeamten mal nach der Herkunft dieser Vorschriften fragen. Er kann das ja nicht nur einfach so gesagt haben. Falls er diese Vorschriften nicht vorlegen/nachweisen kann - auch ein Standesamt hat eine übergeordnete Stelle.

    Gruss
    C N X

  8. #7
    Jaiyen
    Avatar von Jaiyen

    Re: Man will nicht, dass wir heiraten....

    @alle


    Der urspruengliche Plan war in Thailand zu heiraten und dann ein Visum auf Familienzusammenfuehrung zu beantragen.
    Dafuer wurde vom Standesamt in der Heimatgemeinde meiner Eltern, in der auch ich gemeldet bin, nur die Ledigkeitsbescheinigung vom Amphoe und die Geburtsurkunde verlangt (beides uebersetzt und beglaubigt).

    Die Legalisation dieser beiden Dokumente wurde von uns hier in Bangkok bei der Botschaft in die Wege geleitet. Die Legalisation hat 7 Wochen gedauert. In dieser Zeit ist uns bewusst geworden, dass wir bei Heirat in Bangkok erst auf die Legalisation der Heiratsurkunde warten muessen, bis wir ein Visum auf Familienzusammenfuehrung beantragen koennen.

    Da meine Freundin mittlerweile in der 21. Woche schwanger ist, schien uns die Zeit zu knapp, um auf diesem Weg noch rechtzeitig nach Deutschland zu kommen, bevor sie wegen der Schwangerschaft fluguntauglich wird.

    Daraufhin hat meine Mutter in Deutschland beim Auslandsamt eine Verpflichtungserklaerung und Krankenversicherung abgegeben und mit dem Beamten dort (er scheint sehr hilfsbereicht zu sein) alles besprochen.
    Alles schien ploetzlich sehr einfach zu sein und wir haben daraufhin bei der Botschaft einen Visumsantrag zwecks Heirat gestellt.
    Die zustaendige Standesbeamtin in meiner Heimatgemeinde macht aber einen sehr unsicheren Eindruck (hat so einen Fall wohl noch nie gehabt) und daraufhin hat meine Mutter Kontakt zum Standesamt in Erlangen aufgenommen, von dem dann die im vorherigen Posting genannte Auskunft stammt. Dieses Standesamt ist nicht fuer mich zustaendig, so dass sich vielleicht alles in Wohlgefallen aufloesen koennte, wenn die Beamtin in meiner Heimatgemeinde sich mal festlegen koennte, was sie denn nun will.

    Wenn wir naemlich nicht bis Ende Maerz hier aus Bangkok wegkommen, wird es wegen der Schwangerschaft und der Geburt bis ca. September dauern, bis meine Freundin und unser Kurzes wieder flugtauglich sind. Was das an Einkommensverlust und Zusatzkosten bedeutet, rechne ich mir lieber nicht aus, das geht in 10.000e Euro.

    Wie die Standesbeamtin in Erlangen aber auf diese Ideen kommt, bleibt noch herauszufinden. Ist schon ein lustiges Land, unser Deutschland. Manche dieser Buerokraten sollten mal etwas laenger in Thailand bleiben und sich "entspannen". Dann kann es nur besser werden.


    Gruesse
    Jaiyen

  9. #8
    Avatar von Jinjok

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    Re: Man will nicht, dass wir heiraten....

    @ Jaijen
    Wenn ich nicht alles ganz durcheinanderbringe gilt fürs Heiraten, jedes Standesamt ist dafür gleich gut. Aber ein Ehefähigkeitszeugnis bekommst Du nur von Deinem gemeldteten (letzten) Wohnsitz. Also ist Erlangen hier IMVHO ganz unwichtig. Wenn die verantwortliche Standesbeamte keine Ahnung hat, dann muß sie ihre nächsthöhere Dienststelle anrufen. Die sagen ihr in welchem Ordner die Anforderungen für eine Hochzeit im Ausland für ein Ehefähigkeitszeugnis abgeheftet sind.
    Viel Glück
    Jinjok

  10. #9
    Avatar von didl69

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    Re: Man will nicht, dass wir heiraten....

    Hi,

    @ Jaiyen,

    jedes Standesamt hat so ein dickes Buch, in dem ist jedes Land aufgelistet und wo drin steht was man zu einer Heirat mit einem auslaendischen Ehegatten braucht. Ist dort klar definiert.

    Dann gibt es noch die Moeglichkeit in Daenemark zu heiraten.

  11. #10
    Avatar von AndyLao

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    Re: Man will nicht, dass wir heiraten....

    @Jaiyen

    Es ist nicht richtig, dass Ihr für den Antrag auf Visum zur Familienzusammenführungauf die Legalisierung der Heiratsurkunde warten müsst.

    Unser "Ablauf" war:

    1. EFZ == Ehefähigkeitszeugnis besorgen (notwendige Unterlagen bestimmt der Standesbeamte!!)

    2. Heirat in BKK / Bang Rak
    Tag 1:
    - dt. + th. Verlobte mit EFZ und th. ID-Card zur dt. Botschaft
    - Fragebogen für Konsularbescheinigung ausfüllen
    Tag 3:
    - Konsularbescheinigung (das ist nur die Übersetzung des EFZ in Thai durch die Botschaft) abholen
    - ab nach Bang Rak und Heiraten (dort erhaltet Ihr 2 Heiratsurkunden und 3 beglaubigte Kopien des Heiratseintrages) Die eigentlich notwendigen 2 Zeugen + 1 Übersetzer werden "emuliert" .
    - ab damit zu S. Kiesow (Übersetzung Heiratsurkunde und -Eintrag, beeidigt) 30min
    - habt Ihr zeitig angefangen, könnt Ihr jetzt wieder zur Botschaft, um den Antrag für das Visum zur Familienzusammführung zu stellen. Die Heiratsurkunde wird zeitgleich zur Legalisierung eingereicht und dann zugesendet, diese ist für das Visum nicht notwendig, sondern später zur Austellung des Familienbuches in D!! (Bei uns war es dann Tag 4 )

    Später:
    - Namensänderung (neue I.D. card) auf dem Heimat-Amphur (i.d.R. 1h)
    - Namensänderung im Pass (1-2 Tage in BKK)

    Zitat Zitat von meine Ausländerbehörde
    1. Nach der Heirat beantragt Ihre Ehefrau unter Vorlage ihres Passes und der Originalheiratsurkunde bei der Deutschen Botschaft in Thailand das Visum zur Familienzusammenführung (Ehegattennachzug).

    2. Danach erhalten wir von der Deutschen Botschaft durch Übersendung der Visumsunterlagen Nachricht über die Visumsbeantragung und werden um Stellungnahme gebeten.

    3. Vor Abgabe unserer Stellungnahme werden Sie als vermittelnder Ehemann von uns angeschrieben mit der Bitte, zu einem konkreten Termin bei uns vorzusprechen. Nach Ihrer Vorsprache bei uns, geben wir ggü. der Botschaft unsere Stellungnahme ab.
    Jetzt kommt es darauf an, eine sehr kooperative Ausländerbehörde zu haben. Einige Nittayaner schrieben, dass es möglich ist eine sog. "Vorabzustimmung" zu erreichen (das ist evtl. Vergangenheit!) oder wenn man dieses nicht kennt oder kennen will(Verwaltungsanweisung...), einfach mit denen vorher alles absprechen, um diesen Vorgang zu reduzieren.

    1. Du gibst Deine Erklärung in irgendeiner Weise vorher bei der AB ab.
    2. Die Botschaft faxt die "Bitte um Stellungnahme" an die AB.
    3. Die AB faxt die Zustimmung an die Botschaft.

    Das hat bei einigen Paaren hier die Wartezeit von max. 3 Monate auf 3 Tage verkürzt!!! Ich habe 2 Monate auf meinen Vorsprechtermin gewartet, einen davon in LOS .

    Ein Heiratsvisum wird sicher länger dauern!!!!

    In beiden Fällen (EFZ oder Heiratsvisum) ist annähernd der gleiche Papierkrieg notwendig. Kontaktiere unbedingt das zuständige OLG, evtl. kann man dem desorientierten Standesbeamten so "helfen".

    Bei meiner Frau war der Standesbeamte im Amphur mit dem einfachen "Bei Sod" so überfordert, dass ihre halbe Familie dort 2x vorsprechen durfte. Der Rest lief völlig reibungslos!

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