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Lebensbestätigungen von Expats für AHV/Pensionskasse

Erstellt von thedi, 25.07.2012, 02:07 Uhr · 16 Antworten · 3.879 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von thedi

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    Lebensbestätigungen von Expats für AHV/Pensionskasse

    Lebensbestätigungen von Expats für AHV/Pensionskasse

    Das Thema wird von einer Gruppe von Schweizern im Isaan diskutiert. Es wird dadurch aktualisiert, dass Thai Behörden im Zuge von Korruptionsbekämpfung angewiesen wurden, keine Formulare mehr zu stempeln oder zu unterschreiben, die nicht 100%-ig in Thai abgefasst sind.

    Eine Lösung muss von uns aus gesehen folgende Kriterien erfüllen:


    1. unabhängig von den Launen von korrupten Beamten sein.
    2. mit zumutbarem Aufwand verbunden sein. Konkret: keine Reisen von mehr als 50 km.
    3. zuverlässig funktionieren, auch wenn ein Farang einmal bettlägrig oder gar dement wird.
    4. von der AVH wie auch allen Pensionskassen (Rentenversicherungen) akzeptiert werden.



    Der Ist-Zustand erfüllt keine dieser Forderungen. Insbesondere ist der Ist-Zustand auch alles andere als sicher. Die AHV/Pensionskasse bekommt auf ihrem Formular einen Stempel in Thai, den dort niemand lesen kann, und der oft von einer Person ausgestellt wurde, die ohne eigentlich zu verstehen warum und wieso, aus reiner Gefälligkeit, ihren Stempel dort hin knallte.

    In unserer Diskussion haben sich bisher drei Vorschläge heraus kristallisiert:


    • Anerkennung von Stempeln der Immigration. 90-Tage Reports, Aufenthaltsbewilliguns-Verlängerungen sowie Ein/Ausreise Stempel bezeugen dass der Mensch noch lebt.
    • Gegenseitige Lebensbestätigungen durch Farangs. Dabei wird darauf hingewiesen, dass derjenige der bestätigt, für den Schaden von falschen Bestätigungen haftbar gemacht werden kann. Die Botschaft soll eine Liste von vertrauenswürdigen Expats veröffentlichen, inkl. deren Koordinaten und Erreichbarkeitsdaten und ein Muster deren Unterschriften bei ihren Akten behalten.
    • Ein ganz in Thai abgefasstes Formular. Kurz und prägnant.



    Die entsprechenden Unterlagen sollen dann per Post an die Botschaft geschickt werden. Diese dient dann als eine Art Dolmetscher: sie stempelt das Formular der AHV/Pensionskassse und schreibt dazu mit einem Satz, aufgrund welcher Daten die Lebensbestätigung erstellt wurde.

    Die Botschaft führt eine Kartei der bei ihr gemeldeten Schweizer in Thailand. Sie könnte im Zweifelsfalle in dieser Kartei die Telefonnummer der Person nachschlagen und einmal anrufen.Ein Schweizer Botschaftsmitarbeiter kann schnell sagen, ob er mit einem Schweizer spricht oder nicht. Rückfragen per E-Mail könnten auch Sinn machen.

    Die Botschaft soll dann das gestempelte Formular direkt an die AHV/Pensionskasse schicken - allenfalls mit einer Kopie an den Farang. Die Fristen sind manchmal etwas knapp, vor allem in Anbetracht dessen, dass Briefe bei der Post auch einmal ein paar Wochen liegen bleiben, bevor sie zugestellt werden.

    Die AHV/Pensionskasse entscheidet schlussendlich ob sie diese Art von Lebensbestätigung akzeptiert oder nicht.

    Eine Zusammenarbeit mit Deutschen wäre sicher auch interessante. Zusammen erreichen wir vielleicht mehr.

    Mit freundlichen Grüssen

    Thedi
    thedi.gerber@gmail.com

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Ruedi

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    Im Bereich Pattaya kann man die CH-Lebensbestätigung von der Immigration gratis stempeln lassen , und sie machens . Das wird von der IV auch akzeptiert . Weiss ich aus sicherer Quelle .

    Bei meiner Nachbarin , die eine D-Witwenrente bezieht , wird ein Bankstempel für die jährliche Lebensbestätigung akzeptiert . Möglich wär auch ein Spitalstempel , oder eine TH Behörde , wobei sie die Behörde schon mal versucht hat , aber den Stempel , weil das Formular nicht Thai , nicht gekriegt hat . Läuft mit dem Bankstempel seit x Jahren bei ihr .

  4. #3
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Ruedi Beitrag anzeigen
    Bei meiner Nachbarin , die eine D-Witwenrente bezieht , wird ein Bankstempel für die jährliche Lebensbestätigung akzeptiert . Möglich wär auch ein Spitalstempel , oder eine TH Behörde , wobei sie die Behörde schon mal versucht hat , aber den Stempel , weil das Formular nicht Thai , nicht gekriegt hat . Läuft mit dem Bankstempel seit x Jahren bei ihr .
    Da hat sie Glück mit ihrem Sachbearbeiter.

    Wenn alles nicht akzeptiert wird, dann müsste man in letzter Konsequenz zur Botschaft. Insofern verstehe ich auch nicht den umständlichen Weg der Schweizer, warum nicht gleich direkt bei der Botschaft bestätigen lassen?

  5. #4
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von Ruedi Beitrag anzeigen
    Möglich wär auch ein Spitalstempel , oder eine TH Behörde , wobei sie die Behörde schon mal versucht hat , aber den Stempel , weil das Formular nicht Thai , nicht gekriegt hat . Läuft mit dem Bankstempel seit x Jahren bei ihr .
    Teilweise wird in Thailand nicht mal ein doppelsprachiges Formular für das Finanzamt gestempelt, da es nicht von Thailand erstellt ist.

  6. #5
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    .......Insofern verstehe ich auch nicht den umständlichen Weg der Schweizer, warum nicht gleich direkt bei der Botschaft bestätigen lassen?
    Ob es vielleicht daran liegt, dass Bangkok mehr als 50 km entfernt liegt. Genaue Zahl finden wir sicherlich noch heraus.

    Vielfach unbekannt ist die Tatsache, dass der persönliche Kontakt zur Botschaft stark zurück gegangen ist. Auch die Einkommenbescheinigungen auf der Basis von z.B. Rentenbescheiden kann und wird schriftlich abgewickelt. Und wiederum entdeckt der Bangkoker, dass Bangkok gar ein Hinterland, genannt Thailand, hat aus dem übrigens auch die relativ meisten Babies kommen.

  7. #6
    Avatar von thedi

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    Lebensbestätigungen von Schweizer Expats für AHV

    Die Botschaft hat nun Stellung dazu bezogen. Alle unsere Vorschläge wurden abgelehnt, dafür eine andere Idee realisiert: die Botschaft hat nun auf ihrer Web-Seite ein Formular für die AHV Lebensbestätigung aufgeschaltet:

    http://www.eda.admin.ch/etc/medialib...20&%20Thai.pdf

    Dieses PDF kann man herunter laden und ausdrucken und hat dann ein EN/TH Formular. Dieses würde - welches Entgegenkommen - von der AHV auch akzeptiert. Eigene Übersetzungen jedoch nicht, Formulare ausschliesslich in Thai auch nicht. Denn erstens müssten diese beglaubigt werden, was die Botschaft aber nicht machen will und anderseits ist es für die AHV wesentlich, dass das Format des Formulars nicht geändert wird, sonst funktioniert ihre automatische Verarbeitung nicht mehr.

    Thai Behörden dürfen nur Formulare bestätigen, die ausschliesslich in Thai geschrieben sind. Das Formular der Botschaft erfüllt diese Anforderung nicht. Trotzdem ist die Botschaft der Meinung, dass es so gehen muss. Sie ist sogar bereit Thai Beamten zu erklären was Sache ist.

    Wenn man mit dem EN/TH Formular auf einer Amphor also Schwierigkeiten hat, soll man die Telefonnummer des Thai Beamten an die Botschaft durch geben. Sie rufen dann dort an und erklären dem seinen Job. (Na ja, sollen sie mal... Menschen lernen durch Erfahrung, sollen sie also einmal etwas Erfahrungen machen).

    Telefon Nummer der Botschaft: 02 674 6900, Herr Bienz verlangen. Die Empfangsdame von Herrn Bienz hat Telefon Nummer 02 674 6913. Oder E-Mail an bernhard.bienz@eda.admin.ch - Herr Bienz ist telefonisch manchmal schwer zu erreichen.

    Herr Bienz ist der erste Sekretär auf der Schweizer Botschaft in Bangkok und hat sich bereit erklärt, die Thai Beamten zurück zu rufen, wenn Schwierigkeiten auftreten. Entweder er selbst oder einer seiner Mitarbeiter.

    Das von der Thai Behörde unterschriebene EN/TH Formular der Botschaft kann dann zusammen mit dem leeren Original-Formular der AHV an die Botschaft geschickt werden - den Umschlag zu Handen Herrn Bienz adressieren - sie wird dann diese Unterlagen per Diplomatenpost an die AHV weiter leiten.

    Leider kann dieser Service für Pensionskassen aber nicht angeboten werden. Herr Bienz hat mir versichert, dass die Botschaft ausschliesslich für Bundesbehörden zuständig sei. Also AHV. Mein Einwand: und die Pensionskasse des Bundes? - Na also, die PUBLICA auch.


    Erfahrungen bitte auch per E-Mail an mich melden - ich werde mich weiter um das Problem kümmern, denn meiner Meinung nach ist es so nicht gelöst. Ein Lösung muss wie in der ersten Post erwähnt zuverlässig funktionieren - auch wenn ein Rentner bettlägrig wäre.

    Mit freundlichen Grüssen

    Thedi
    thedi.gerber@gmail.com

  8. #7
    Avatar von franky_ch

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    also ich kenne eure probleme nicht, war gestern auf dem schweizer konsulat in patong
    und es dauerte keine 5 min. und kostete nicht mal was!

  9. #8
    Avatar von Jarga

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    amtl. Lebensbestätigung

    Lebensbestätigungen von Expats für AHV/Pensionskasse
    Lebensbestätigungen von Schweizer Expats für AHV


    also ich kenne eure probleme nicht
    Ist ja toll für dich und deinesgleichen auf Phuket oder Bangkok, @ch_franky

    Hätte es im Isaan auch ein Patong mit Ch Konsularvertretung, dann würde sich @thedi wohl kaum dieses Themas annehmen.
    Das Thema wird von einer Gruppe von Schweizern im Isaan diskutiert.

  10. #9
    Avatar von thedi

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    Kein Handlungsbedarf

    Nachdem uns die Reaktion der CH Botschaft nicht so aus den Socken gerissen hat, versuchten wir eine Eingabe bei der AHV: beim Bundesamt für Sozialversicherungen in Bern.

    Diesmal formulierte ich die Eingabe so, dass das aktuelle System Rentnern nicht ermöglicht mit vernünftigem Aufwand, auf dem geraden Wege, eine Lebensbestätigung einzuholen, wenn sie etwas abgelegen wohnen, z.B. im Isaan. Eine Reise zur Botschaft oder ihren Vertretungen in Phuket und Chiang Mai wäre für mich z.B. etwa vergleichbar wie eine Reise von St. Moritz im Engadin, via Chur - Zürich - Bern - Lausanne nach Genf, Stempel holen (in 5 Minuten wie oben berichtet) und dann alles wieder zürück: Genf - Lausanne - Bern - Zürich - Chur - St. Moritz.

    Dass dies unzumutbar ist, scheint doch eigentlich offensichtlich zu sein. Also bleiben nur die lokalen Behörden. Die machen das offiziell nicht, aber inoffiziell gegen etwas Cash schon. Nicht alle, aber man sucht und findet. Da das Thema alle Rentner betrifft wird es in Foren und an Stammtischen oft und eingehend besprochen - man tauscht Tips aus.

    Mit anderen Worten: das aktuelle System fördert indirekt die Korruption und ist sogar eine Einführung dazu wie man zu getürkten Stempeln kommt. Solange das die AHV Rentner selbst machen ist das ja nicht weiter schlimm. Allerdings werden so auch Wege rekognosziert, die es auch erlauben würden einen Stempel ohne lebenden Farang zu bekommen. Das wäre dann nicht mehr ganz im Sinne des Erfinders.

    Dazu dann sechs Vorschläge wie das System verbessert werden könnte, so dass die krummen Wege nicht mehr attraktiv wären, weil es einfachere, gerade Wege gäbe um eine Lebensbestätigung zu machen. Wenn das jemand lesen will: Thedi Gerber

    Vor ein paar Tagen habe ich vom Bundesamt für Sozialversicherungen eine Antwort bekommen: Zwei Seiten Gelabber das sich streckeweise so liest als wären nur Textbausteine aus Standardantworten zusammen gesetzt worden, ohne auf einen unserer Vorschläge konkret einzugehen, ist die zentrale Aussage: "vom Bundesamt für Sozialversicherungen aus gesehen besteht kein Handlungsbedarf".

    Da wir beim zusammenstellen der Argumente unserer Eingaben mit verschiedenen Rentnern, nicht nur Schweizern, das Thema besprachen, und von deren Erfahrungen lernten, können wir uns dem nur anschliessen: "aus der Sicht von uns Rentner im Isaan besteht auch kein Handlungsbedarf mehr"

    Es bleibt also alles beim Status quo.


    Mit freundlichen Grüssen

    Thedi

  11. #10
    Avatar von franky_ch

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    es gibt ja auch in chiang mai ein schweizer konsulat, als warum so en theater?

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