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Krankenversicherungs-Irrsinn in Deutschland

Erstellt von bckpcker1, 22.09.2016, 10:15 Uhr · 106 Antworten · 6.053 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von bckpcker1

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    Krankenversicherungs-Irrsinn in Deutschland

    Hier mal meine Lage:

    - die letzten Jahre in Myanmar gelebt
    - jetzt Rückkehr nach Deutschland wegen Schulbildung meines Sohnes
    - Visum zu FZF und andere Bürokratie (Kind hat dt. Pass, Frau hat Visum zur FZF von Botschaft erhalten) OK

    Jetzt nach Einreise in Deutschland folgendes Problem: Ich kann mich nicht krankenversichern ohne dabei riesige Beträge rückwirkend zu zahlen.

    Ich war in der Zeit in Myanmar nicht krankenversichert. Frau und Kind auch nicht.

    Freiwillig versichern geht wie gesagt nicht, denn in dem Falle müsste man egal ob bei gesetzl. KV oder privater KV die Beiträge für die ganzen letzten Jahre zurückbezahlen. Verstehe zwar diese Logik nicht weil ich ja nicht versichert war aber so ist es nunmal. Man muss also für etwas bezahlen was man nicht bekommen hat? Vllt. kann mir jemand den Sinn dahinter erklären.

    Einzige Möglichkeiten wären so also für die Zeit bis ich eine Arbeit gefunden habe Hartz IV. Und das geht nicht weil ich einiges Erspartes habe. Abgesehen davon will und brauche ich kein Hartz IV. Absoluter Unsinn wäre das. Ich fühle mich fast genötigt Hartz IV zu beantragen obwohl der Sinn von Hartz IV es doch ist Hilfsbedürftigen zu helfen und hilfsbedürftig sind wir nicht.

    Andere Möglichkeit die wir nun wohl nutzen werden: Beim Studium einschreiben, dann über gesetzl. KV als Student versichert sein (das geht ohne Beitragsrückzahlung) und dann Frau und Kind kostenlos mitversichern (Familienversicherung).

    Dann sobald ich eine Arbeit gefunden bin ich ja ganz normal als Angestellter versichert und Familie auch per Familienversicherung.

    Die Tage bis Beginn des Wintersemesters 2016 (01.Okt) müssen wir nun ohne Krankenversicherung überbrücken. Da kann man nur noch froh sein das es nicht mehr lange ist.

    Diese ganze Problematik besteht trotz der gesetzlichen Pflicht krankenversichert sein zu müssen.

    Ich finde das ganze nur noch blanken Irrsinn...

    Diese Situation dient als Warnung für alle die nach Deutschland zurück kommen und sich über die KV noch keine Gedanken gemacht haben.

    Mich würden auch mal eure Meinungen dazu hören oder vllt. Tipps um das ganze noch besser zu managen.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von MadMac

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    An der Stelle kommt man echt ins Ueberlegen, ob es nicht besser ist, den Pass irgendwo zu deponieren und einfach als Fluechtling aufzutreten. Deine Frau und Kind brauchen eh einen "Integrationskurs". Warum also nicht mitnehmen, was angeboten wird. Als Fluechtling bekommt man demnaechst 1900 Euro netto, bei 2 + Kind waeren das dann wohl ueber 4000 Euro/Monat Cash. Dafuer musst Du ganz schoen hart arbeiten. Und zum Arzt werdet ihr dann mit dem Taxi gefahren.

    Kann man wirklich nur noch mit dem Kopf schuetteln.

  4. #3
    Avatar von crazygreg44

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    Zitat Zitat von bckpcker1 Beitrag anzeigen
    Hier mal meine Lage:

    - die letzten Jahre in Myanmar gelebt
    - jetzt Rückkehr nach Deutschland wegen Schulbildung meines Sohnes
    - Visum zu FZF und andere Bürokratie (Kind hat dt. Pass, Frau hat Visum zur FZF von Botschaft erhalten) OK

    Jetzt nach Einreise in Deutschland folgendes Problem: Ich kann mich nicht krankenversichern ohne dabei riesige Beträge rückwirkend zu zahlen.

    Ich war in der Zeit in Myanmar nicht krankenversichert. Frau und Kind auch nicht.

    Freiwillig versichern geht wie gesagt nicht, denn in dem Falle müsste man egal ob bei gesetzl. KV oder privater KV die Beiträge für die ganzen letzten Jahre zurückbezahlen. Verstehe zwar diese Logik nicht weil ich ja nicht versichert war aber so ist es nunmal. Man muss also für etwas bezahlen was man nicht bekommen hat? Vllt. kann mir jemand den Sinn dahinter erklären.
    Ich habe mal meinen Spezi gefragt was er davon hält. Er schrieb zurück, um etwas darüber sagen zu können, müsste er mehr Infos über Deinen Fall haben. Das was Du schreibst sei zu wenig Input, es bleiben zuviele Fragen offen.

    Du kannst mir gerne eine persönliche Message (PM) schreiben für den Fall daß Du es hier im Forum nicht darlegen möchtest.

    Es geht um zum Beispiel folgende Fragen: Wie lange warst Du aus Deutschland weg? Warst Du davor schon krankenversichert, und bei welcher, und freiwillig oder pflichtversichert? Hattest Du Dich aus Deutschland abgemeldet zum Auslandsaufenthalt oder nicht?
    Welchen Status hattest Du vor dem Auslandsaufenthalt? Student? Arbeitnehmer? Selbstständiger? Familienversichert? Wie versichert? Freiwillig, gesetzlich oder privat?

  5. #4
    Avatar von funnygirlx

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    warst du in deutschland noicht behoerdlich abegmeldet ,sowie bei der Kv agemeldet
    dann kann das ggf passieren

    falls du abgemeldet warst , ist das gesetzlich nicht richtig. und die letzte kv muss dich aufnehmen

  6. #5
    Avatar von crazygreg44

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    Es bringt natürlich im Nach hinein nichts, Dir helfen zu wollen. Wenn man längere Zeit ins Ausland geht, dann muss man doch vorher klären, wie das mit Banken, Versicherungen, Steuern und Krankenversicherungen läuft.

    Das lässt sich alles irgendwo nachlesen. Einfach aus Deutschland weg gehen ohne sich ab zu melden, und mehrere Jahre im Ausland verweilen, und sich dann erst nach der Rückkehr zu informieren, ist der falsche Ansatz

  7. #6
    Avatar von crazygreg44

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    Zitat Zitat von bckpcker1 Beitrag anzeigen
    Diese Situation dient als Warnung für alle die nach Deutschland zurück kommen und sich über die KV noch keine Gedanken gemacht haben. .
    Das ist schon mal falsch gedacht. Es sollte eher eine Warnung sein an jene, die Deutschland in Richtung Ausland verlassen, daß sie sich vorher schlau machen wie das mit der Krankenversicherung so läuft.

    und nicht erst nach der Rückkehr.

  8. #7
    Avatar von zaparot

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    bckpcker, so einfach wie man Dir das darstellt, ist das nicht. Crazygregs Spezi hat das schon ganz richtig gesagt, man braucht viel mehr Input, um Deinen Fall korrekt beurteilen zu können.
    Ich rate Dir, Dich von einem Profi beraten zu lassen, es gibt Sozialversicherungs- und Rentenberater, keine Scharlatane, sondern z.B. vor dem Landgericht zugelassen, die umfassendst und OBJEKTIV beurteilen.
    Mit diesem habe ich seit vielen Jahren Erfahrung, er ist absolut zuverlässig:

    VOGTS | Rentenberater

    Mach nicht lange rum, die Klärung Deiner Fragen ist zu wichtig, als dass Du Dich auf Foreninfos verlassen solltest, geh gleich zum Profi. Die Beratung ist nicht umsonst, kostet um die 200 Euro, aber auf das, was der Mann sagt, kannst Du Dich verlassen!

    P.S.: alles, was er Dir erklärt hat, bekommst Du natürlich in schriftlicher Form nach Hause zugesandt.

  9. #8
    Avatar von bckpcker1

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    Zitat Zitat von crazygreg44 Beitrag anzeigen
    Wie lange warst Du aus Deutschland weg? Warst Du davor schon krankenversichert, und bei welcher, und freiwillig oder pflichtversichert? Hattest Du Dich aus Deutschland abgemeldet zum Auslandsaufenthalt oder nicht?
    Welchen Status hattest Du vor dem Auslandsaufenthalt? Student? Arbeitnehmer? Selbstständiger? Familienversichert? Wie versichert? Freiwillig, gesetzlich oder privat?
    Ich war vor den 3 1/2 Jahren in Myanmar Student und gesetzlich familienversichert. 2014 ist der Familienversicherungsschutz dann abgelaufen. Seitdem ohne Krankenversicherung da nicht in Deutschland gelebt.

    Wohnort habe ich nicht abgemeldet. Wusste nicht dass das bzgl. der KV einen Unterschied macht. Allerdings wurde mir, als ich mich beraten ließ, schon gesagt, dass das im Grunde egal ist. Denn wenn man sich nach Auslandsaufenthalt freiwillig versichern lassen will muss man für die Zeit im Ausland eine so genannte Anwärterversicherung oder vollwertige KV abschließen Sonst nehmen mich die gesetzl. Krankenversicherungen nicht mehr auf. Somit spielt das An- oder Abmelden in dem Falle eigentlich keine Rolle.

    Es mag der falsche Ansatz sein sich erst nach der Rückkehr zu informieren. Allerdings bringt mir dieser Ratschlag nun wirklich nichts.

    Trotzdem finde ich die geltenden Gesetze absoluten Unsinn. Es kann doch nicht sein das ich für Jahre in denen ich keinen KV-Schutz hatte Beiträge bezahlen muss nur um eine freiwillige KV abzuschließen die ich jeden Monat selbst bezahle. In welcher Hinsicht soll das einen Sinn machen?

  10. #9
    Avatar von zaparot

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    Wie gesagt, rede mit jenen, die was davon verstehen. Die allermeisten tun nur so.

  11. #10
    Avatar von crazygreg44

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    Zitat Zitat von bckpcker1 Beitrag anzeigen
    . Denn wenn man sich nach Auslandsaufenthalt freiwillig versichern lassen will muss man für die Zeit im Ausland eine so genannte Anwärterversicherung oder vollwertige KV abschließen Sonst nehmen mich die gesetzl. Krankenversicherungen nicht mehr auf. Somit spielt das An- oder Abmelden in dem Falle eigentlich keine Rolle.
    genau das hätte eine Rolle gespielt. Richtigerweise unabhängig davon ob man sich abmeldet oder nicht. Über die Anwartschaft-Versicherung bleibt die KV bestehen. Eine Anwartschaft hätte circa 50.- Euro pro Monat gekostet. Dafür ist jetzt natürlich zu spät.

    zaparot hat recht, lass Dich mal von einem Profi beraten und aufzeigen, wie es am besten weitergeht mit Euch. Ein Forum ist nicht so geeignet und kann Dir professionellen Rat nicht bieten.

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