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Was ist im Krankheitsfall ,wenn man in Thailand lebt

Erstellt von Thaibruder, 20.01.2006, 22:53 Uhr · 78 Antworten · 7.878 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von mipooh

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    Re: Was ist im Krankheitsfall ,wenn man in Thailand lebt

    Eines sind die äusseren Bedingungen und die sind nicht rosig. Für privat versicherte Deutsche nicht, es sei denn sie haben viel Geld, für Thai schon gar nicht.
    Tante wäre neulich mit größter Wahrscheinlichkeit gestorben, weil der Arzt im 30 Bath Krankenhaus sie partout allenfalls auf Tuberkulose behandeln wollte, die sie aber nicht hatte.
    Gegen gutes Geld hat ein anderer Arzt sie auf Myocarditis und Lungenentzündung behandelt, die Tuberkulose (bzw. jeden Verdacht darauf) ausgeschlossen. Da Tante aber kein Geld hat und sich auch nirgendwo mehr was leihen konnte, wäre sie ohne meine 61 500 Bath eben gestorben.
    Glaube kaum, dass es einem nichtversicherten Falang da wesentlich anders geht.
    Und wenn er versichert ist, dann ist eben am Limit Schluss. Viele der preisgünstigeren Versicherungen hier sind reichlich eng limitiert. Die Preise der Privatkrankenhäuser nähern sich erstaunlich schnell an westliche Standards an.

    Das ist die eine Seite. Ohne Geld wird krepiert. Fakt. Für Leute mit Kohle ohne Ende ist das alles eh kein Thema. Die sind höchstens daran interessiert, einen Teil der Lasten auf eine Solidargemeinschaft abzuwälzen.

    Die andere Seite ist eben die Frage nach Solidarsystemen. Das funktioniert ja wohl auch in D nicht mehr ganz zufriedenstellend. Ich weiss auch warum, und zwar schon lange, man muss ja nur die Augen etwas aufmachen. Weil ein Solidarsystem nur funktionieren kann, wenn auch die Menschen solidarisch sind. Und das ist doch ziemlich vorbei. Gilt inzwischen längst auch mehr und mehr für TH, was ja noch Familienstrukturen mit Verpflichtungen hatte. Aber die lösen sich angesichts des goldenen Handy- und TVzeitalters in Luft auf, schneller als einem lieb sein kann.

    Der eine wird also aufrecht wie ein Mann kämpfen, bevor er nicht mehr kann und am Ende doch das Jammern beginnen. (Den aufrecht sterbenden Helden kannst Du getrost vergessen)
    Wenn auch mit zusammengebissenen Zähnen. Und der andere jammert eben schon, bevor er einen Grund hat.

    Ich habe für mich auch erkannt, dass ich in TH kein "Normalrentner" (nach deutschem Vorbild) werden möchte, mit sämtlichen Wohlstandskrankheiten. Das wäre mir zu teuer. Also ist lebenslänglich tägliche Körperertüchtigung angesagt und Vermeidung von leicht verzichtbaren Risikofaktoren (teilweise auch nicht ganz leicht, aber ein bischen Kampf muss scheinbar sein, Thema Rauchen).
    Tip an Fred. Jeder kann seinen Körper auch wieder aufbauen, weit mehr als man für möglich hält. Aber es kostet Mühe, körperliche sowieso und auch geistige, denn man muss schon auch noch dazulernen (vielleicht sogar manches verlernen) und Disziplin aufbringen. Meine Blutdruckmedikamente (gut 3 Streifen Blopress oder genauer 24 x 8mg habe ich noch) kannst Du haben, ich brauche sie bereits seit 2 Monaten nicht mehr. (baue mich auf seit jetzt knapp 6 Monaten, recht energisch und zielstrebig, aber auch erträglich, mit Verbesserung der allgemeinen Stimmungslage)

  2.  
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  3. #32
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Was ist im Krankheitsfall ,wenn man in Thailand lebt

    @mipooh,

    also kann der Wegfall der allover Absicherung dazu führen, daß man seine eigene Verantwortung wieder erkennt, und wenn man es schafft, diese auch umsetzt. Zu dem Schluß bin ich vor Jahren auch schon in Thailand gekommen und habe mir diese Erkenntnis nach Deutschland mit zurück genommen.

    Gruß
    Monta

  4. #33
    Avatar von Ban Bagau

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    Re: Was ist im Krankheitsfall ,wenn man in Thailand lebt

    ...zu solidargemeinschaft in Deutschland.In D. sind alle Arbeitnehmer (gezwungener massen) solidarisch.In D ist sogar doppeltes System ,Vorher Krankenversicherung und beim Arzt sowieso jeden Handgriff bezahlen,von der Apotheke ganz zu schweigen.Daran haben leider nicht die ''solidarischen''Einzahler schuld,sondern die wenigen(von der Politik unterstützt),die immer in den Topf greifen.Das ist leider in D. in allen Bereichen so,nicht nur in der Krankenversicherung.

  5. #34
    Avatar von mipooh

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    Re: Was ist im Krankheitsfall ,wenn man in Thailand lebt

    Diese stattsverordnete Solidargemeinschaft bleibt ja trotzdem von der tatsächlichen Solidarität der Einzelnen abhängig. Wie zB der Bereitschaft dort einzuzahlen und nicht bei erster Gelegenheit auf preiswertere Privatsysteme umzusteigen, aber auch der Bereitschaft, das System nur im Falle wirklicher Notwendigkeit zu nutzen.
    Natürlich bleibt da vieles subjektiv. In Gesprächen höre ich jedoch oft dieses sehr merkwürdige Solidaritätsverständnis, bei dem jeder "das bessere Geschäft machen" möchte.
    Hat also mit Solidarität im eigentlichen Sinn nicht viel zu tun.

  6. #35
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Was ist im Krankheitsfall ,wenn man in Thailand lebt

    Dieses "Solidaritätsverständnis", ich kann mich nicht daran erinnern, daß es das jemals gegeben hat, egal wo. Es ist Aufgabe der Politik, diesem Rechnung zu tragen, und somit trotzdem für ein Funktionieren zu sorgen.

    Diese Probleme gibt es in diversen anderen Bereichen und wir werden es nicht mehr erleben, daß sich da etwas ändert. Selbst unsere Kinder und Kindeskinder nicht.

    Gruß
    Monta

  7. #36
    Avatar von Ban Bagau

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    8.214

    Re: Was ist im Krankheitsfall ,wenn man in Thailand lebt

    Wie soll ein Solidarverständnis entstehen wenn die Politik eine Zwangversicherung vorschreibt,mit der Fussnote dass man davon sowieso nichts zu erwarten hat,und wenn mann Leistungen erwartet,sich noch mal selbst versichern muss.Also doppelt Versichert. ...und dass nicht nur in bezug auf Krankenversicherung.

  8. #37
    Avatar von mipooh

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    Re: Was ist im Krankheitsfall ,wenn man in Thailand lebt

    Ich gestehe, die Diskussion würde zu weit führen...

    Zur Ausgangsfrage bleibt dann nur zu sagen, entweder man kann einen Arzt bezahlen oder man verreckt.

    Ich habe zu Beginn meiner "Thailandkarriere" eine junge Frau kennengelernt, die krank wurde und gestorben ist. Sie brauchte ein Herz und es gab niemanden der das bezahlt hat. Ich habe das erst im Nachhinein erfahren, ich vermute, ich hätte es sonst bezahlt. Sie war dreiundzwanzig.

  9. #38
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Was ist im Krankheitsfall ,wenn man in Thailand lebt

    Meine Mutter, "zwangsversichert" hatte 2 x Operationen von je ca. 30.000 Euro, ohne Zusatzversicherung. Die Kosten wurden von der Krankenkasse getragen.

    Gruß
    Monta

  10. #39
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Was ist im Krankheitsfall ,wenn man in Thailand lebt

    Meine Freundin in Thailand hatte für die Behandlung ihres Kehlkopfkrebses 500.000 Baht bezahlen müssen (was sie zu der Zeit noch selbst hatte, heute nichts mehr). Eine Freundin von ihr, 33 jahre alt, aber mittellos, verstarb in dieser Zeit genau an der selben Krankheit.

    Gruß
    Monta

  11. #40
    Avatar von fred2

    Registriert seit
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    1.277

    Re: Was ist im Krankheitsfall ,wenn man in Thailand lebt

    @ mipooh,

    guter Tip(fuer jeden), ich bin Nichtraucher und trinke in den exotischen Laendern hoechstens 1 Bier. Morgends Fruchtsalat und fast taeglich Massagen, mit joggen ist ja nichts. Was mich aber zu schaffen macht ist die Hitze, wie schafft ihr das. Schlimm ist auch der Wechsel in einen kalten klimatisierten Raum, wie die Banken. Ich nehm da einen Pulli mit, hab schon mal Hertzrytmusstoerungen bekommen. In der Dom Rep ging es mir mit Fan gut, dort ist es allerdings nicht so heiss.

    Ich wuensche Euch gute Gesundheit und noch viele schoene Zeiten in LOS

    fred2

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