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Integrationsvereinbarung Sprachkurs in CH

Erstellt von Roni, 19.03.2010, 14:50 Uhr · 18 Antworten · 2.788 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Roni

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    Integrationsvereinbarung Sprachkurs in CH

    Frage an die Schweizer Forumsmember: Meine Frau ist nun knapp 3 Jahre in der Schweiz. Heute erhielt sie ein Schreiben des Migrationsamtes in dem es in etwa heisst: Ziel des Aufenthaltes ist neben dem familiären Zusammenleben die Integration in die Gesellschaft. Das Erlernen der deutschen Sprache stellt dabei einen wichtigen Faktor dar. Gemäss Art. 54 des Bundesgesetzes über die Ausländer/innen (AuG: SR 142.20) kann die Verpflichtung zum Kursbesuch in einer Integrationsvereinbarung festgehalten werden.
    Sie erhalten vom Amt für soziale Sicherheit in den nächsten 30 Tagen eine Einladung für ein erstes Gespräch.
    Gibt es Forumsteilnehmer unter Euch, deren Ehefrauen auch schon solcherlei Briefe erhalten haben? Falls ja, wie ging die Sache weiter? Gruss Roni

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Walter58

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    Re: Integrationsvereinbarung Sprachkurs in CH

    In http://www.bfm.admin.ch/bfm/de/home/...008-01-22.html steht:
    Die neue Bestimmung findet keine Anwendung auf ausländische Personen, welche einen Rechtsanspruch auf den Aufenthalt in der Schweiz haben. Dazu gehören namentlich Personen aus dem EU/EFTA-Raum oder [highlight=yellow:0b4fee0745]ausländische Familienangehörige von Schweizerinnen und Schweizern[/highlight:0b4fee0745]. Ebenso kann die Bedingung des Kursbesuches nicht bei Niedergelassenen verfügt werden.
    Fällt Deine Frau nicht unter [highlight=yellow:0b4fee0745]diese [/highlight:0b4fee0745]Kategorie?

  4. #3
    Avatar von Roni

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    Re: Integrationsvereinbarung Sprachkurs in CH

    Hallo Walter. :bravo: Gut zu wissen, habe gleich nochmal beim Amt deswegen nachgefragt und die Antwort erhalten, dass es schon so sei, dass meine Frau aufgrund der Heirat mit mir weder ausgewiesen noch zu einem Besuch an einem intensiveren Sprachkurs verpflichtet werden könne. Geschrieben wird´s aber trotzdem. Soll wohl Eindruck machen! Anmerkung; Sie besucht schon seit 3 Jahren einen wöchentlichen Sprachkurs (1 Std. pro Woche, mehr will sie nicht), aber spricht mit ihren thail. Kolleginnen halt Thai und macht in Deutsch daher nicht unbedingt grosse Fortschritte). Der Brief werde aber an alle Ausländer verschickt und sei mehr oder weniger eine Standardformulierung aus Bern. Es gehe eigentlich darum zu sehen, wie weit jemand schon integriert ist und man wolle den Ausländern nach 3 Jahren in der Schweiz weiterhelfen. Es sei deshalb auch eine Dolmetscherin anwesend. Es sei empfehlenswert, da der Kanton ev. auf weitere nützliche Sprachkurse etc. hinweisen könne, Tipps für Erziehung zweisprachiger Kinder (Mischehe) abgeben könne, etc. Um auf Thema zurückzukommen: Beim Nachfragen und aufgrund der Auskunft des Amts, ist es wohl wirklich so, dass dieser Brief für Ehefrauen von Schweizern nicht unbedingt zutreffend ist oder sagen wir etwas unglücklich formuliert ist, da es nicht zutrifft, dass die Ehefrau zu einem Sprachkurs verpflichtet werden kann. Eine zutreffendere Forumulierung wäre also durchaus angebracht. Da es aber mehr oder weniger ein Austausch sein soll und da ich auch
    daran interessiert bin, dass meine Frau irgendwann (lieber heute als morgen) gutes Deutsch spricht, werden wir am Montag, samt unserem Kind hingehen. Muss dafür extra einen halben Tag freinehmen. Vielen Dank für Deinen Tipp.

  5. #4
    Avatar von Walter58

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    Re: Integrationsvereinbarung Sprachkurs in CH

    Zitat Zitat von Roni",p="838145
    Sie besucht schon seit 3 Jahren einen wöchentlichen Sprachkurs (1 Std. pro Woche, mehr will sie nicht), aber spricht mit ihren thail. Kolleginnen halt Thai und macht in Deutsch daher nicht unbedingt grosse Fortschritte).
    Ich hatte mit meiner Frau das gleiche Problem. Ich habe die Kursleiterin des Deutschkurses gefragt, wie ich weiterkomme. Sie hat mir, gestützt auf ihre langjährige Erfahrung empfohlen, ab sofort nur noch Deutsch mit meiner Frau zu sprechen (das war vor ca. 6 Jahren), mit dem Hinweis, dass
    1. meine Frau damit einverstanden ist (sie war´s) und
    2. der erste Monat anstrengend sein wird (er war´s).
    Seither sprechen wir nur noch Deutsch miteinander (ausser, wenn ich mein Thai auffrischen möchte).

    Zitat Zitat von Roni",p="838145
    Es sei empfehlenswert, da der Kanton ev. Tipps für Erziehung zweisprachiger Kinder (Mischehe) abgeben könne.
    Hier haben wir den Tipp aus Remo Largo´s Buch "Babyjahre" befolgt, in welchem er schreibt, dass beide Eltern strikt in ihrer Muttersprache mit dem Kind sprechen sollten. Dies haben wir gemacht (na ja, fast, meine Frau spricht Thai mit ihm, nicht Isaan-Lao), und es klappt vorzüglich. Unser bald 4-jähriger Sohn spricht fliessend Schweizerdeutsch und Thai, es ist eine Freude :-)

  6. #5
    Avatar von Roni

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    Re: Integrationsvereinbarung Sprachkurs in CH

    Hallo Walter
    Ja, ich weiss ja auch, dass es am besten wäre nur Deutsch mit meiner Frau zu reden . Im Interesse daran, dass ich ja nicht zig-Jahre den Deutschunterricht meiner Frau finanzieren will, muss ich mich da ab jetzt sofort an der eigenen Nase nehmen und das durchziehen. Meine Frau wäre auch einverstanden. Aber bis jetzt, habe ich das selber schon einige Male begonnen, aber nie lange beibehalten, weil es sich in unserer gewohnten kuddelmuddel-sprache einfach bequemer reden lässt. Auf die Geburt unseres zweiten Kindes im Mai. Habe ich meine Schwiegermutter aus dem Isaan, noch 3 Monate in die Schweiz eingeladen. So sieht sie mal die Schweiz und kann etwas Zeit mit ihren Enkeln und der Tochter verbringen. Das war vielleicht wieder ein Papierkrieg, bis das Visa für die Thai-Oma klar war. Letzte Woche haben wir aber den positiven Entscheid erhalten und der Fensterplatz bei Thai-Air ist gebucht :bravo: . Dann wird meine Frau noch mehr Thai reden . Sie meinte auch schon, dass sie dann mit zwei Kleinkindern (erster Sohn ist bald 2 Jahre alt, das zweite kommt im Mai) gar nicht mehr zur Schule gehen möchte. Mal schauen, wird wohl auch schwierig, beide Kinder der Schweizer-Oma (wohnt nur ein Haus nebenan) während dem Schulunterricht abzugegen . Es wird sich schon eine Lösung finden. Bereits am Montag gehen wir jetzt mal aufs Migrationsamt und hören uns an, was man dort vorschlägt
    (z. B. Sprachkurs in Begleitung v. Kleinkind/ern . Das meine Frau und ich nur in der jeweiligen Muttersprache mit unseren Sohn reden sollen, wurde uns auch schon von einem befreundeten, pensioniertem Lehrer und von der Kinderärztin empfohlen und ich hoffe, in zwei Jahren, kann ich ähnlich wie Du schreiben, dass er beiderlei Sprachen spricht
    Nun, ich bin eigentlich guten Mutes. Er scheint ein intelligentes Bürschen zu sein



  7. #6
    Avatar von PuFoilom

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    Re: Integrationsvereinbarung Sprachkurs in CH

    @Roni
    Brauchst ja Deiner Frau nicht zu verraten, dass Sie nicht zu diesem Deutschkurs gehen muss

  8. #7
    Avatar von Roni

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    Re: Integrationsvereinbarung Sprachkurs in CH

    Hallo, da bin ich wieder
    Wie ich bereits geschrieben habe, lebt meine thail. Frau nun knapp 3 Jahre mit mir zusammen in der Schweiz und wir werden Ende April oder Anfangs Mai unser zweites Kind bekommen. Nun erhielten wir vor etwa 10 Tagen einen Brief (B-Post) des Büros für Migration unseres Wohnkantons. Wohlgemerkt der Brief kam am Freitag an und darin stand so ungefähr, dass meine Frau jetzt 3 Jahre in der Schweiz sei und man wolle sie zu bisherigen Integration befragen, weshalb sie in den nächsten 30 Tagen einen Terminvorschlag erhalten werde. Am Samstag, also nur einen Tag später, kam ein zweiter Brief (A-Post) worin stand, dass der Termin schon am Montag sein soll. (Anm. Was ist das für eine Planung? Die Fahrdistanz vom Wohnort zum Ausländeramt beträgt ungefähr 2 x 58 KM und dauert rund eine Stunde mit dem Auto. Mit Bus und Bahn ginge es natürlich noch länger.
    Obwohl ich mich über die total überstürzte Terminplanung zuerst fürchterlich geärgert habe, gingen wir dann doch hin. Ich dachte, was gemacht ist, ist gemacht. Wir wurden von einer netten Mitarbeiterin des Ausl.amts befragt und damit dies auch ordentlich über die Bühne ging, war eine thail. Übersetzerin anwesend. Da meine Frau, wie ich leider zugeben muss, auch nach drei Jahren und trotz ununterbrochenem Sprachkursbesuch noch nicht gut Deutsch spricht und versteht, hat die Dame vom Amt dann in einer "Migrationsvereinbarung" von uns resp. von meiner Frau verlangt, dass sie sich bis im Sommer zu einem weiteren Sprachkurs anmelden soll. Das Problem ist nur, dass meine Frau in Bälde zwei kleine Kinder zu betreuen hat und das unser guter Kanton zwar einige Kursangebote hat, bei denen sogar die Kinder mit zur Schule genommen werden können, aber das nächste Angebot ist mit Bus und Bahn mindestens 50 Minuten von uns zu Hause entfernt.Mit zwei kleinen Kindern 1 Baby und 1 2 Jahre altem Wirbelwind)? Ich bin sofort dabei, wenn meine Frau mehr Deutsch lernen soll, weil ihr das hier in der Schweiz nur helfen kann. Aber dann soll der Kanton bitte schön auch in der näheren Umgebung Kurse anbeiten oder etwas warten bis die Baby-Pause durch ist. Was meint Ihr zu diesem Thema? Wir mussten, da sogar eine "Vereinbarung" unterzeichen. Es hiess so schön, wer nicht unterschreibt, stelle sich somit der Integration entgegen. Da kann man sich wohl an den Fingern ablesen, dass nichtunterschreiben zu Problemen führen würde. Z. B. wenn meine Frau in zwei Jahren den CH-Pass beantragen wird. Wie ich von Euch gelesen habe, ging das bei Euch allen ohne grosses Tamtam, weil Eure Frauen wie meine ja auch, Ehefrauen von CH-Bürgern waren. Die Dame vom Amt meinte aber, dass diese Integrationsvereinbarungen nun neu auch von Ehepartnern von Schweizer Bürgern unterzeichnet werden müssen.

  9. #8
    Avatar von Walter58

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    Re: Integrationsvereinbarung Sprachkurs in CH

    Zitat Zitat von Roni",p="840596
    Die Dame vom Amt meinte aber, dass diese Integrationsvereinbarungen nun neu auch von Ehepartnern von Schweizer Bürgern unterzeichnet werden müssen.
    Kann Sie diese Behauptung belegen?
    Im Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer steht in Artikel 54, Absatz 1 folgendes:
    Die Erteilung einer Aufenthalts- oder Kurzaufenthaltsbewilligung kann mit der Bedingung verbunden werden, dass ein Sprach- oder Integrationskurs besucht wird. Dies gilt auch für die Bewilligungserteilung im Rahmen des Familiennachzugs (Art. 43–45). Die Verpflichtung zum Kursbesuch kann in einer Integrationsvereinbarung festgehalten werden.
    Diese Artikel beziehen sich auf folgende Personengruppen:
    Art. 43 Ehegatten und Kinder von Personen mit Niederlassungsbewilligung
    Art. 44 Ehegatten und Kinder von Personen mit Aufenthaltsbewilligung
    Art. 45 Ehegatten und Kinder von Personen mit Kurzaufenthaltsbewilligung

    Da steht nichts von Ehepartnern von Schweizer Bürgern
    Hier nochmals ganz klar und deutlich:
    Die neue Bestimmung findet keine Anwendung auf ausländische Personen, welche einen Rechtsanspruch auf den Aufenthalt in der Schweiz haben. Dazu gehören namentlich Personen aus dem EU/EFTA-Raum oder ausländische Familienangehörige von Schweizerinnen und Schweizern. Ebenso kann die Bedingung des Kursbesuches nicht bei Niedergelassenen verfügt werden.
    Überschreitet hier die lokale Behörde ihre Kompetenz? Wende Dich doch mal ans Bundesamt für Migration, 031 325 78 44 um abzuklären, was jetzt wirklich gilt.

  10. #9
    Avatar von Roni

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    Re: Integrationsvereinbarung Sprachkurs in CH

    Hallo Walter
    Vielen Dank für Deine Infos. Du scheinst da ja echt belesen zu sein. Ich werde Deinem Rat folgen und gleich nächste Woche mal beim Bundesamt Erkundigungen einholen. Bericht folgt. PS: Der Kanton wünscht ja, dass meine Frau einen MuKi (MutterKind-Sprachkurs - mit einer Lehrperson für die Mutter und einer Lehrperson für die Kinder) besucht. Ich habe schriftlich darauf hingewiesen, dass in unser näheren Umgebung kein solches Kursangebot existiert und wenn der Kanton dies doch wünsche, soll er doch bitte prüfen, ob er nicht auch bei uns im Ort (immerhin Bezirkshauptort) so einen Unterricht anbieten sollte. Bis her keine Antwort. Obwohl ich erklärt habe, dass es für eine Mutter mit 2 Kleinkindern (1 Baby und ein Zweijähriger) schlecht vorstellbar ist, für den Schulbesuch wöchentlich 2 Stunden Schulweg (Bus und Bahn) auf sich zu nehmen, beharrte die Dame vom Amt darauf, dass wir eine Migrationsvereinbarung mit dem Ziel eine Kursanmeldung bis 30.6.2010 unterzeichnen.... - Jedenfalls danke vielmals. Ich werde mich bestimmt beim Bundesamt erkundigen!

  11. #10
    Avatar von Panda

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    Re: Integrationsvereinbarung Sprachkurs in CH

    Hoi Zäme
    Bei uns in Zürich gibt es sehr gute Deutsch Kurse von der Thai Embassy, sehr zu empfehlen. Meine Frau hat dort auch sehr viele Freundinnen kennengelernt. Leider spreche ich auch nicht Deutsch mit meiner Frau, das liegt aber auch an mir ;-(
    Zuerst war sie bei diesem Integrationskurs der Stadt und dieser ist das letzte, in der ersten Stunde wurde meiner Frau gesagt dass wenn sie kein Deutsch kann das Land wieder verlassen muss. Sehr motivierend.
    Naja das Migrationsamt benimmt sich schon sehr daneben, würde mich auch interessieren ob die nun die Leute zwingen Deutsch zu lernen.
    Frage: bin seit 2 Jahren verheiratet und meine Frau hat den B Ausweis (jeweils für ein Jahr gültig). Wie sieht das aus wenn wir für ein Jahr nach Thailand gehen und dann wieder zurück wollen? Muss meine Frau dann wieder eine Einreisebewilligung haben? Dies wäre dann ja schlecht möglich da ich dann keine Wohnung und keinen Einkommensnachweis habe.
    Roni, bitte gib uns Bescheid wegen der Antwort des Migrationsamtes.

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