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Heirat in D: Visumsbeantragung möglich erst nach ok vom OLG?

Erstellt von kart672, 01.12.2008, 12:09 Uhr · 5 Antworten · 1.467 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von kart672

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    Heirat in D: Visumsbeantragung möglich erst nach ok vom OLG?

    Ich möchte meine Thailändische Verlobte in Kassel heiraten. Hier ist eine Legalisierung obligatorisch. Außerdem dürfen wir das Visum erst beantragen, wenn das OLG den Antrag abgenickt hat.

    Wo habt ihr geheiratet und ist das dort auch so gewesen?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Didik

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    Re: Heirat in D: Visumsbeantragung möglich erst nach ok vom

    Beantragen kann man das Visum schon vorher, aber die Botschaft erkundigt sich meines Wissens nach ueber die Auslaenderbehoerde beim Standesamt nach der Ehefaehigkeit. Das Standesamt schickt die Unterlagen von dir und deiner Zukuenftigen ans OLG und kann das OK erst geben, wenn das OLG die Unterlagen fuer gut befunden hat. Das kann, je nach Bundesland bzw. OLG, unterschiedlich lange dauern (bei uns in SH z.B. max. 3 Wochen).

    Soweit jedenfalls die Informationen, die ich dazu gesammelt habe. Bin naemlich grade in BKK (und die Tastatur hier hat keine Umlaute ) und hoffe, in ein paar Tagen das Visum fuer meine Kleine beantragen zu koennen, es fehlt nur noch ein Dokument, dann gehts los. Das Zertifikat vom Goethe-Institut werden wir nachreichen.

    Gruss aus dem warmen Bangkok
    von Didi

  4. #3
    Avatar von Küstennebel

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    Re: Heirat in D: Visumsbeantragung möglich erst nach ok vom

    In Niedersachsen war die Zustimmung vom OLG erst notwendig, nachdem alle Papiere von BKK zur hiesigen AB gegangen sind. Aber in anderen Bundesländern wird das anders gehandhabt.

  5. #4
    Avatar von elliptic

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    46

    Re: Heirat in D: Visumsbeantragung möglich erst nach ok vom

    Wenn ich mich richtig erinnere war das bei uns so:

    Zustaendige Auslaenderbehoerde (am Erstwohnsitz) wollte
    erst Zustimmung des OLG.

    Zustaendiges OLG (am Zweitwohnsitz, der extra zum Zwecke
    der Heirat gegruendet wurde) wollte etwas vom zustaendigen
    Konsulat in Frankfurt (Ledigkeitsbescheinigung wenn ich
    mich recht erinnere). Die kann aber erst nach Einreise
    ausgestellt werden.

    Loesung war die, dass das Standesamt am Zweitwohnsitz
    so etwas wie eine Bescheinigung ueber die Anmeldung
    zur Eheschliessung ausstellte, die die Auslaenderbehoerde
    zaehneknirschend akzeptierte.

    Wenn die das nicht gemacht haette, dann haette das OLG
    ueber den Antrag trotzdem entscheiden muessen und bei
    Nachweis der Unbeibringbarkeit der Konsulatsbescheinigung
    trotzdem die Zustimmung geben muessen wegen Grundgesetz.

    Die Heirat waere aber beinahe trotzdem gescheitert,
    zumindest zum geplanten Termin: Ich hatte mir schon
    mal beim 1. Wohnsitz eine Ledigkeitsbescheinigung besorgt,
    allerdings war die zu alt (zum Heiraten nur eine Woche
    gueltig). Ich bin also drei Tage vorher quer durch Deutschland
    vom 2. Wohnsitz zum 1. Wohnsitz gefahren um mir eine
    neue Ledigkeitsbescheinigung zu besorgen.

    Dort angekommen, behauptete man einfach, dass man diese
    heute nicht ausstellen koenne, da die Datenleitung vom
    Sitz der Verbandsgemeinde zur Kreisbehoerde heute nicht
    funktionieren wuerde, wo der Nachweis meiner Ledigkeit auf
    der Festplatte ruhen wuerde. Keine Ahnung ob die mich mal
    wieder aergern wollten (hatte ja vorsichthalber schon
    ein anderes Standesamt gewaehlt nachdem das am
    1. Wohnsitz negative Bemerkungen ueber meine geplante Heirat
    dort gab und man absolut nicht hilfsbereit war), ob
    die unfaehig waren ihren Computer zu bedienen oder
    ob es tatsaechlich Probleme gab. Ich schlug also
    vor mir eine Bescheinigung ueber die Unmoeglichkeit
    der Ausstellung einer Ledigkeitsbescheinigung am heutigen Tage
    zu geben. Das wurde allerdings abgelehnt. Ich schrie
    Amtspflichtverletzung und bin ins Buero des Chefs der
    Verbandsgemeindeverwaltung gerannt. Der war natuerlich
    wuetend; ich ezaehlte von den Straftaten der Untergebenenen
    und sagte ich gehe erst aus seinem Buero wenn ich die
    verlange Bescheingung haette. Er sprach vom Hausfriedensbruch,
    ich von gerechtfertigter Notwehr zur Abwehr von
    Straftatsbestaenden der Behoerde. Also einigten wir uns
    das er nun die Polizei ruft, die alles zu Protokoll nimmt
    und ich damit ein amtliches Dokument in den Haenden habe.
    Nachdem die 10 Minuten spaeter immer noch nicht da
    war (der Weg vom Kreissitz zur Gemeinde ist etwas weit)
    und es dem Verbandsgemeindechef mit mir langweilig wurde
    entschied er sich seine Untegebenen zu beauftragen mir die
    Bescheinigung ueber die Unmoeglichkeit der Ausstellung einer
    Ledigkeitsbescheinigung am heutigen Tage ausszustellen.
    Damit war dann mein Standesamt zufrieden.

    Der ganz Quatsch dient ja nur dazu der Bigamie zu begegnen.
    Eine Unterschrift dass man ledig ist taete es doch
    vollkommen. Denn die Probleme, denen man damit vorbeugen
    will entstehen durch die heute ueblichen haeufigen
    Scheidungen und Wiederverheiratungen und Nichtehen
    mit Kindern doch sowieso.

  6. #5
    Avatar von Küstennebel

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    Re: Heirat in D: Visumsbeantragung möglich erst nach ok vom

    @elliptic,

    das ist ja eine fast unglaubliche Story, aber sie zeigt mal wieder, manchmal hilft es höflich zu sein, ein anderes mal dagegen direkt oder auch schon unnachgiebig. Die Kunst ist nur, zu wissen, wann welche Methode angebracht ist und dann damit auch noch Erfolg zu haben.

  7. #6
    Avatar von strike

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    Re: Heirat in D: Visumsbeantragung möglich erst nach ok vom

    Zitat Zitat von Didik",p="662227
    ..... Das Standesamt schickt die Unterlagen von dir und deiner Zukuenftigen ans OLG und kann das OK erst geben, wenn das OLG die Unterlagen fuer gut befunden hat. Das kann, je nach Bundesland bzw. OLG, unterschiedlich lange dauern (bei uns in SH z.B. max. 3 Wochen)........
    Nun ja, das ist tatsaechlich ueberall anders.
    Bei uns hat die Information des Standesamtes ueber das Vorliegen aller Papiere die fuer das OLG benoetigt werden ausgereicht.
    Mit dieser Bescheinigung bin ich dann zur ABH marschiert.
    Das GO kommt von der ABH und die definiert, was sie fuer ausreichend haelt um der deutschen Botschaft in BKK das gruene Signal zu zeigen.
    In unserem Fall hat die ABH noch am gleichen Nachmittag das Visum freigegeben :-)

    Allerdings waren die Papiere vom OLG innerhalb einer Woche wieder zurueck, so dass ein Warten der ABH auf das "Nicken" des OLG lediglich einen Zeitverzug von ein paar Tagen bedeutet haette.

    Alle beteiligten Behoerden haben in unserem Fall sehr schnell, hilfsbereit und unterstuetzend kooperiert!

    Gruss,
    Strike

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