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Fragen zu Besuch und Besuchsvisum

Erstellt von tch, 02.01.2005, 23:31 Uhr · 33 Antworten · 3.187 Aufrufe

  1. #31
    tch
    Avatar von tch

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    Re: Fragen zu Besuch und Besuchsvisum

    Hallo,

    wie oben versprochen folgt mein Bericht von der Beantragung des Besuchsvisums. Etwas später als angekündigt, da wir uns doch noch etwas Zeit gelassen haben.

    Zuerst die Kurzfassung: Wie erwartet _ABGELEHNT_.

    Der Besuch in der Botschaft ist schon ein interessantes Erlebnis, viele in diesem Forum kennen es sicher schon. Am Eingang erfolgt zunächst eine Sicherheitskontrolle gegenüber der kein Flughafen mithalten kann. Der Focus scheint allerdings eher auf Photoapparaten als auf Waffen zu liegen. Offensichtlich ist der Botschaftsführung der Wellblechverschlag auf dem der Bundesadler prangt derart peinlich, dass man Beweise um jeden Preis vermeiden möchte. Und nur aus Erzählungen heraus glaubt einem die Zustände dort niemand, der sie nicht selbst gesehen und erlebt hat.

    Nachdem man also die erste Hürde geschafft hat, heißt es bei rund 38 Grad C draußen warten bis man dran ist, immerhin darf man sitzen. Das ganze dauert gut drei Stunden wenn man morgens gegen halbacht eintrifft. Getränkeautomaten gibt es ebensowenig wie die Möglichkeit einen Imbiss zu bekommen, immerhin darf man auf die Toilette, nachdem man den Türsteher etwa fünf Minuten lang bequatscht.

    Danach geht es zum Schalter, wo eine thailändische Mitarbeiterin die Unterlagen entgegennimmt, kurz sichtet und umgehend mit dem berühmten Verhör beginnt. Von thailändischer Freundlichkeit fehlt hier jede Spur. Die von einigen Forumsmitgliedern vertretene Meinung, das die Chance auf das Visum in Begleitung des Einladenden besser ist, teile ich nicht. Sämtliche Antworten meiner Freundin wurden von der Mitarbeiterin ohne weiter nachzuhaken (auf deutsch) protokolliert, meine Anwesenheit wurde ausschließlich dazu genutzt das Prozedere zu einem Kreuzverhör auszuweiten, indem mir die gleichen Fragen wie meiner Freundin noch einmal auf deutsch gestellt wurden, um evtl. Widersprüche zu finden. Diese hat es, so weit ich es überblicke nicht gegeben, auch da ich meine Freundin angewiesen habe stets bei der Wahrheit zu bleiben. Unterschreiben musste meine Freundin das Protokoll übrigens nicht, wie es kürzlich in einem anderen Thread zu lesen war.

    Zum Thema Ledigkeitsbescheinigung habe ich meine Freundin nicht speziell eingenordet, da sie keine hatte, sollte es m.E. im Verhör auch kein Problem geben. Wenn folgendermaßen gefragt wird, sieht es allerdings anders aus: "Sie sind geschieden?" - "Ja." - "Jetzt also ledig?" - "Ja." - "Haben Sie eine entsprechende Bescheinigung?" - "Ja." ... womit meine Freundin natürlich ihre Scheidungsurkunde meinte. Erst im Nachhinein konnte ich mit ihr klären, ob die Dame "bai jaa" sagte oder nicht doch explizit von einer "bai rab roong khwaam sood" sprach. Natürlich letzteres, wobei der Unterschied meiner Freundin gar nicht bewusst war, da eine Scheidungsurkunde schließlich implizit die Ledigkeit bescheinigt. An dieser Stelle war der hier oft gehörte Tipp nur die allernötigsten Unterlagen mitzunehmen sehr kontraproduktiv. Hätten wir die Scheidungsurkunde dabei gehabt, hätte sie diese sicher vorgezeigt und bei einem weiteren nachbohren nach der Ledigkeitsbescheinigung ein bestimmtes "Nein." erwidern können.

    Nach der Zahlung von 1790,- Baht musste ich meine glückliche Freundin erst mal auf den Boden zurückholen. Sie war der Meinung, das mit dem Visum hätte geklappt, da in Thailand scheinbar nur bezahlt werden muss, wenn man auch etwas dafür bekommt.

    Am übernächsten Tag durften wir den Pass samt Ablehnungsbescheid wieder entgegen nehmen. Es gibt zwar keinen Punkt "Sie wollen vermutlich illegal heiraten." auf dem Vordruck, dafür waren von den vorhandenen Ablehnungsgründen _alle_ angekreuzt.

    a) keine feste Arbeit -> kein wirtschaftlicher Anreiz nach .th zurückzukehren. Ich frage mich hierzu allen Ernstes wie sich ihre wirtschaftliche Situation verbessern soll, wenn sie sich hier illegal und ohne Arbeitsgenehmigung aufhält, während gleichzeitig 5 Millionen Menschen arbeitslos sind, die legal arbeiten könnten, wenn es denn Arbeit gäbe.

    b) keine Reichtümer wie dickes Konto oder Grundbesitz. Dem ist leider so, ich frage mich allerdings wieviele Schengen-Bürger die Ansprüche der Botschaft erfüllen würden, ich tippe max. 10 %. Das ärgerliche an diesem Punkt ist, das sie im Prinzip über Grundbesitz verfügt, diesen aber in den x Jahren seit dem Tod ihres Vaters noch nicht hat umschreiben lassen (IMHO typisch Thailand).

    c) keine familiäre Verwurzelung. Hier war meine Freundin wirklich sauer. Die Begründung "Ihre minderjährigen Kinder bedürfen Ihrer Betreuung nicht", nur weil sich ihre Mutter hat breitschlagen lassen in der Zeit ihrer Abwesenheit auf die zwei Kinder aufzupassen ist eine einzige Frechheit!

    Der Satz, dass man noch Unterlagen nachreichen könne, um die Bindung an Thailand zu beweisen war interessanterweise nur in der deutschen Sprachfassung angekreuzt, nicht aber in der Thailändischen.

    In Anbetracht dessen, das alle Punkte angekreuzt waren, haben wir auf eine weitere Rücksprache mit der Botschaft bzw. Remonstration verzichtet. Mit welchen Unterlagen sollten wir auch beweisen, dass sie ihre Kinder liebt...

    Als Fazit des Ganzen halte ich es einfach für beschämend, welche Gast(un)freundlichkeit dem thailändischen Staatsbürger beim ersten (und für viele einzigen) Betreten deutschen Bodens entgegengebracht wird.

    Die Anforderungen an ein Touristen-/Besuchsvisum sind m.E. unerfüllbar, auf die Frechheit des Antragsformulars, das nur in deutsch/englischer aber nicht in thailändischer Sprachfassung vorliegt und selbstverständlich auch in deutscher oder englischer Sprache ausgefüllt werden muss, bin ich dabei noch gar nicht eingegangen. Der Vordruck den man bei der Botschaft erhält ist übrigens ein komplett anderer als das Muster im Internet, zu dem es eine thailändische Ausfüllhilfe gäbe.

    Da ich ja stark mit einer Ablehnung gerechnet habe, bin ich von vornherein gut 2 Wochen geblieben, um Zeit zu haben direkt im Anschluss ein Visum zur Eheschließung zu beantragen. Am nächsten Tag, nachdem die ersten Tränen (derer noch mehr bei mir als bei ihr) getrocknet waren, also erneut zur Botschaft um Visumantrag und Merkblätter zu holen, und am nachmittag direkt weiter zum Zentralregisteramt. Eine sehr angenehme Behörde, freundlich, arbeitet schnell und die Bescheinigung gibt es kostenlos.

    Unsere Eile in BKK hat sich trotzdem nicht ausgezahlt, da wir bei Ihr zu Hause angekommen feststellen mussten, dass die Amphoe zwei Tage geschlossen hat, weil Ministerpräsident
    Thaksin die Gemeinde besucht. Also erst am dritten Tag die nötigen Unterlagen besorgt, am Abend den Nachtzug zurück nach BKK genommen, morgens kurze Dusche im Hotel und direkt weiter in die Botschaft.

    Wenn man ein Visum für mehr als 90 Tage beantragt sieht die Lage zunächst etwas besser aus. Man darf sofort in das klimatisierte Gebäude und ist nach einer vertretbaren Wartezeit an der Reihe. Thailändische Botschaftsmitarbeiter können auch nett sein und helfen gern bei der Klärung offener Fragen zum Antragsformular. Ein ganz anderes Bild als wenige Tage zuvor.

    Nach der flotten Erledigung der Visaformalitaten geht es zur nächsten Stelle, der Legalisierung der Dokumente. Das klingt für mich als wenn diese vorher illegal wären und kostet gut 25 Euro pro Dokument, derer wir "nur" 11 hatten. IMHO ist dieser ganze Vorgang vollkommen überflüssig, ich kann mir jedenfalls keinen Grund vorstellen, warum man z.B.
    eine gefälschte Geburtsurkunde vorlegen wollte. Aber egal, ist halt so und muss somit gemacht werden.

    Die Abgabe der Dokumente zur Legalisierung war für mich der Höhepunkt dieses Thailand-Besuchs. Dieser Vorgang findet nämlich nicht im Seitengebäude, sorry wollte sagen im ghetto-artigen Wellblechbau in dem sich die Visastelle befindet, statt, sondern im Hauptgebäude der Botschaft. Dazu wird man in Gruppen von etwa 8-10 Antragstellern von einem
    Sicherheitsbeamten im Gänsemarsch in das Hauptgebäude geführt, dort in einen Warteraum gesetzt und dieser Warteraum _verschlossen_. Jedesmal wenn ein Antragsteller fertig ist wird der Raum aufgeschlossen, die letzte Person hineingesteckt und die nächste herausgeholt. Dieses an Freiheitsberaubung grenzende Vorgehen ist sowieso schon eine Frechheit. Wenn man nun noch bedenkt, dass wenn der Raum nicht verschlossen wäre, ein "Ausbrecher" sich genau in der Schleuse zwischen der verschlossenen Außeneingangstür und der ebenso verschlossenen Inneneingangstür wiederfinden würde und den hinter Panzerglas sitzenden Pförtner sprechen könnte, ist das Verschließen der Warteraumtür eine reine Demonstration gegenüber dem thailändischen Staatsbürger: "Du bist für uns Dreck.".

    Leider wurden die Papiere meiner Freundin nicht zur Legalisation angenommen, es fehlt noch der sog. Scheidungseintrag von der Amphoe. Neben der Scheidungsurkunde von der gleichen Behörde, dem Scheidungsurteil des Gerichts und der Bescheinigung des Zentralregisteramts braucht man tatsächlich noch ein weiteres Dokument mit nochmals der gleichen Information. Ich nehme an, Legalisierung ist ein lukratives Geschäft für die deutsche Staatskasse.
    Das dieses Dokument benötigt wird, stand zwar tatsächlich auf dem thailändischen Merkblatt drauf, nicht aber auf dem gleichen Merkblatt in der deutschen Sprachfassung. Toll! Danke Deutsche Botschaft.

    Letztlich hätten wir aber sowieso noch einmal hin müssen, was ich mir selbst und auch ein wenig meiner Freundin anzukreiden habe. Während wir eingesperrt im Warteraum sitzen halte ich die Dokumente in der Hand mit der Geburtsurkunde obenauf, da sagt sie beiläufig: "Witzig, da steht ja noch mein alter Vorname drauf.". *ALARM* Und das nachdem wir bestimmt 5 mal durchgegangen sind, ob wir alles haben, danach zu fragen bin ich dummerweise nicht gekommen, und sie hielt es für unwichtig, da auf keinem Merkblatt explizit erwähnt. Sie hatte die Namensänderungsurkunde zwar dabei, aber natürlich nicht die zwei notwendigen Photokopien.

    Ach ja, fast vergessen, wir brauchten zu jedem der beiden Visaanträge ein Passphoto mehr als in den Merkblättern angegeben.

    Nach den Botschaftsbesuchen war der anschließende Gang zum Übersetzungsbüro Kiesow einfach nur angenehm. Ich hoffe natürlich, dass sie so schnell und gut arbeiten wie versprochen, in einer Woche werde ich es wissen.

    Für mich geht der Wahnsinn jetzt hier weiter, Standesamt, ALB, ... Gestern habe ich erst erfahren, dass es die "Eheunbedenklichkeitsbescheinigung" der thailändischen Botschaft nur gegen persönliche Vorsprache gibt. Wie gut dass es neben Berlin noch eine Zweigstelle in Frankfurt gibt, ist ja immerhin ein paar km näher dran. Nur leider gibt es hier nicht das Zugticket für 87 Baht pro Nase. :-(

    Übrigens waren die letzten Tage nicht leicht für beide Beteiligten. Da meine Freundin nur thailändische und keine deutschen Preise kennt war sie oft am weinen ob der ca. 32000 Baht die wir bei der Botschaft und beim Kiesow gelassen haben (ganz abgesehen von den Fahrtkosten und den Gebühren für den Pass und die ganzen Urkunden), nicht wegen des Geldes allein, aber ich musste Ihr mehrfach die Bedenken nehmen, dass ich sie abstoßen würde, da sie mir viel zu teuer käme. Zur Verdeutlichung: 32000 Baht sind für sie ein kleiner Reichtum, damit könnten wir in Ihrem Lieblingsrestaurant in Ihrer Gemeinde über 2 Jahre lang täglich lecker Mittagessen gehen.

    Letztenendes wünsche ich sämtlichen Botschaftsmitarbeitern, zumindestens denen, die an den Besuchsvisa beteiligt sind, von tiefstem Herzen die Hölle auf Erden an jedem Tag ihres restlichen Lebens. Antworte bitte niemand, hier würde nur Dienst nach Vorschrift geleistet, in dieser Botschaft haben eindeutig Menschen zu viel Macht bekommen, die damit nicht umgehen können. Leider weiß ich nicht, wie man diesen Missstand beheben kann. Mir schwirrte zwar kurz der Gedanke eines nittaya-finanzierten Katoey-Schlägertrupps im Kopf herum, aber eine echte Lösung sollte wohl doch besser friedlich erreicht werden. Wenn es wenigstens eine Möglichkeit gäbe, dem deutschen Staat einfach zu kündigen, aber leider werde ich noch einige Jahre sparen müssen, um diesem Dr....land den Rücken zuwenden zu können. Zudem bin ich von einam Daueraufenthalt in LOS auch noch nicht überzeugt. Die Temperaturen gefallen mir zwar sehr, und zumindest auf dem Lande ist die Klimaanlagen-Dichte erträglich, aber die Moskitos würden mich über kurz oder lang töten.

    Am Ende meiner Ausführungen angekommen ist der Text doch arg lang geworden, aber ich hoffe ihr habt trotzdem durchgehalten.

    Grüße,
    Christian

  2.  
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  3. #32
    Avatar von JT29

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    Re: Fragen zu Besuch und Besuchsvisum

    Well,

    ich darf doch hoffentich etwas dazu anmerken:

    "Der Focus scheint allerdings eher auf Photoapparaten als auf Waffen zu liegen. "
    -> Das ist schon seit Jahren so - auxh usus in anderen Botschaften.



    "immerhin darf man auf die Toilette, nachdem man den Türsteher etwa fünf Minuten lang bequatscht."
    -> Vor der Umbaumaßnahme war das WC angeschrieben -> Haus 2 um die Ecke.


    "Sämtliche Antworten meiner Freundin wurden von der Mitarbeiterin ohne weiter nachzuhaken (auf deutsch) protokolliert,"
    -Y Richtig, sonst kann der dt. Sachbearbeiter nichts damit anfangen.

    "meine Anwesenheit wurde ausschließlich dazu genutzt das Prozedere zu einem Kreuzverhör auszuweiten, indem mir die gleichen Fragen wie meiner Freundin noch einmal auf deutsch gestellt wurden, um evtl. Widersprüche zu finden."
    -> üblicher Usus


    "einer "bai rab roong khwaam sood" sprach. Natürlich letzteres, wobei der Unterschied meiner Freundin gar nicht bewusst war"
    -> well, das ist dann natürlich ein klassisches Eigentor.

    "An dieser Stelle war der hier oft gehörte Tipp nur die allernötigsten Unterlagen mitzunehmen sehr kontraproduktiv."
    -> Wer hat den das losgelassen - ich hatte immer alle papiere doppelt und reifach dabei bis hin zu papieren für eine weitere VE, sowie Tacker, Klebstoff und Schere (Nicht lachen, das hat einem Landsmann vor Ort sehr geholfen)

    "Hätten wir die Scheidungsurkunde dabei gehabt, hätte sie diese sicher vorgezeigt und bei einem weiteren nachbohren nach der Ledigkeitsbescheinigung ein bestimmtes "Nein." erwidern können. "
    -> Damit hätte man zumindest diesen Zweifel ausräumen können - wie wahr.


    "Der Satz, dass man noch Unterlagen nachreichen könne, um die Bindung an Thailand zu beweisen war interessanterweise nur in der deutschen Sprachfassung angekreuzt, nicht aber in der Thailändischen. "
    -> Well, das Remonstrationsverfahren macht ja auch der Einlader dann i.d.R. - früher stand dazu aber etwas im Merkblatt Thai.


    "auf die Frechheit des Antragsformulars, das nur in deutsch/englischer aber nicht in thailändischer Sprachfassung vorliegt und selbstverständlich auch in deutscher oder englischer Sprache ausgefüllt werden muss.."
    -> Das ist auch int. Usus - Amtsprache + min. Englisch. Vor 2 Jahren waren die Anträge auch noch in Thai, aber ausfüllen war immer in Deutsch oder zumindest Englisch.

    " IMHO ist dieser ganze Vorgang vollkommen überflüssig, ich kann mir jedenfalls keinen Grund vorstellen, warum man z.B. "
    -> Im Prinzip richtig, nur leider kann man in TH alles gegen Geld bekommen und daher werden die Dokumente auf Echtheit überprüft.

    Sicherheitsbeamten im Gänsemarsch in das Hauptgebäude geführt, dort in einen Warteraum gesetzt und dieser Warteraum _verschlossen_.
    -> Es sind Umbaumaßnahmen im Gange und daher muss über den gesperrten Bereich ausgewichen werden - ist ja im Transitbereich eines Flughafens ähnlich. Man kann sich aus Sicherheitsgründen eben nicht frei auf eine Botschaft herumbewegen - am Rande: geh mal auf die amerikansiche Botschaft, das ist dann fast wie bei Kali's Arbeitsstelle


    "da steht ja noch mein alter Vorname drauf."
    Frage: warum wart ihr nicht zuerst bei Kiesow zum Übersetzen? Dieser prüft die Papiere zusätzlich auf Plausibilität.

    "da auf keinem Merkblatt explizit erwähnt"
    -> doch das Merkblatt bei Kiesow !

    "Sie hatte die Namensänderungsurkunde zwar dabei, aber natürlich nicht die zwei notwendigen Photokopien. "
    -> Steht dort kein Kopierer mehr herum wie vor dem Umbau ?


    "Ich hoffe natürlich, dass sie so schnell und gut arbeiten wie versprochen, in einer Woche werde ich es wissen. "
    -> Kiesow ist gut - wir hatten unsere 4 Dokumente nach 30 min. - sieht bei Eurem Fall natürlich anders aus .

    "Gestern habe ich erst erfahren, dass es die "Eheunbedenklichkeitsbescheinigung" der thailändischen Botschaft nur gegen persönliche Vorsprache gibt."
    -> Für was brauchst Du die - war sie vorher mit einem Farang verheiratet?

    Well, der Papierkram kommt ja noch - OLG lässt grüßen - gehe dann mal auf dein Standesamt und mache deine AB merkwürdig, dass da etwas auf sie zukommt und Du jetzt schon mit Papieren zusteuern kannst, sonst zieht sich das alles noch eine Weile.

    Chock die

    Juergen (alles bereits hinter sich)

  4. #33
    tch
    Avatar von tch

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    23

    Re: Fragen zu Besuch und Besuchsvisum

    Guten Morgen,

    Zitat Zitat von JT29",p="247735
    ich darf doch hoffentlich etwas dazu anmerken:
    Selbstverständlich. Ich bitte sogar darum.

    Zitat Zitat von JT29",p="247735
    "immerhin darf man auf die Toilette, nachdem man den Türsteher etwa fünf Minuten lang bequatscht."
    -> Vor der Umbaumaßnahme war das WC angeschrieben -> Haus 2 um die Ecke.
    Ich habe nur das _im_ Haus 2 gefunden.

    Zitat Zitat von JT29",p="247735
    "meine Anwesenheit wurde ausschließlich dazu genutzt das Prozedere zu einem Kreuzverhör auszuweiten, indem mir die gleichen Fragen wie meiner Freundin noch einmal auf deutsch gestellt wurden, um evtl. Widersprüche zu finden."
    -> üblicher Usus
    Die Gelegenheit ist ja auch prima um noch mehr Gruende zu finden, das Visum zu verweigern.

    Zitat Zitat von JT29",p="247735
    "An dieser Stelle war der hier oft gehörte Tipp nur die allernötigsten Unterlagen mitzunehmen sehr kontraproduktiv."
    -> Wer hat den das losgelassen - ich hatte immer alle papiere doppelt und reifach dabei bis hin zu papieren für eine weitere VE, sowie Tacker, Klebstoff und Schere (Nicht lachen, das hat einem Landsmann vor Ort sehr geholfen)
    Wer kann ich jetzt spontan nicht sagen, aber ich habe mehrfach gelesen, dass jede Urkunde im Gepaeck die ueber die Notwendigen fuer das Visum hinausgehen als Heiratswilligkeit gewertet werden koennen und werden.
    Meinen Kram hatte ich auch in mehrfacher Ausfertigung dabei, genau fuer den Fall, dass es Probleme mit der VE vom KVR gibt. Das mit der Schere beweist mir uebrigens den o.g. Focus der "Sicherheitskontrolle" auf Photoapparate.


    Zitat Zitat von JT29",p="247735
    -> Well, das Remonstrationsverfahren macht ja auch der Einlader dann i.d.R. - früher stand dazu aber etwas im Merkblatt Thai.
    Also ein weiteres Merkblatt, das unterschiedliche Inhalte in den beiden Sprachfassungen bietet. :-(


    Zitat Zitat von JT29",p="247735
    Sicherheitsbeamten im Gänsemarsch in das Hauptgebäude geführt, dort in einen Warteraum gesetzt und dieser Warteraum _verschlossen_.
    -> Es sind Umbaumaßnahmen im Gange und daher muss über den gesperrten Bereich ausgewichen werden - ist ja im Transitbereich eines Flughafens ähnlich. Man kann sich aus Sicherheitsgründen eben nicht frei auf eine Botschaft herumbewegen
    Das Herueberfuehren ist ja noch ok, aber wie ich weiter unten beschrieben habe ist das Einschliessen sinnlos, da der Warteraumausgang in die Pfoertnerschleuse fuehrt, man also weder in die Botschaft noch auf das Aussengelaende gelangen kann.

    Zitat Zitat von JT29",p="247735
    "da steht ja noch mein alter Vorname drauf."
    Frage: warum wart ihr nicht zuerst bei Kiesow zum Übersetzen? Dieser prüft die Papiere zusätzlich auf Plausibilität.
    Wir sind gegen 7 Uhr morgens mit dem Nachtzug in BKK eingetroffen, danach noch Hotel einchecken und duschen. Die Botschaft laesst bis 10 Uhr ein, Kiesow hat bis 16 Uhr geoeffnet, von daher war die Reihenfolge zwangsvorgegeben.

    Zitat Zitat von JT29",p="247735
    "da auf keinem Merkblatt explizit erwähnt"
    -> doch das Merkblatt bei Kiesow !
    In diesem Fall meinte ich Merkblaetter die sie lesen kann, und da gibt es nur das von der Botschaft. Das thailaendische Merkblatt vom Kiesow ist ja nicht viel mehr als eine Anreisebeschreibung, kein Vergleich mit der deutschen Variante.

    Zitat Zitat von JT29",p="247735
    "Sie hatte die Namensänderungsurkunde zwar dabei, aber natürlich nicht die zwei notwendigen Photokopien. "
    -> Steht dort kein Kopierer mehr herum wie vor dem Umbau ?
    Im Wellblechbereich sah ich einen, keine Ahnung, ob der oeffentlich ist oder Botschaftsmitarbeitern vorbehalten. Wir waren aber zu diesem Zeitpunkt bereits im "Gefangenenraum", haetten also auf jeden Fall unverrichteter Dinge zurueck muessen, eine neue Wartemarke holen und neu anstellen.


    Zitat Zitat von JT29",p="247735
    "Ich hoffe natürlich, dass sie so schnell und gut arbeiten wie versprochen, in einer Woche werde ich es wissen. "
    -> Kiesow ist gut - wir hatten unsere 4 Dokumente nach 30 min. - sieht bei Eurem Fall natürlich anders aus .
    30 Minuten waere wegen der schieren Menge nicht drin gewesen, zudem ist das Scheidungsurteil kein Formblatt, sondern drei Seiten Freitext.

    Zitat Zitat von JT29",p="247735
    "Gestern habe ich erst erfahren, dass es die "Eheunbedenklichkeitsbescheinigung" der thailändischen Botschaft nur gegen persönliche Vorsprache gibt."
    -> Für was brauchst Du die - war sie vorher mit einem Farang verheiratet?
    Nein, mit einem Thai. Das Standesamt Muenchen legt halt wert drauf, und diskutieren ist wohl sinnlos.

    Zitat Zitat von JT29",p="247735
    Well, der Papierkram kommt ja noch - OLG lässt grüßen - gehe dann mal auf dein Standesamt und mache deine AB merkwürdig, dass da etwas auf sie zukommt und Du jetzt schon mit Papieren zusteuern kannst, sonst zieht sich das alles noch eine Weile.
    Beim Standesamt war ich schon vor einigen Tagen, siehe oben, von der ALB komme ich gerade. Dort wurde ich unverrichteter Dinge nach Hause geschickt, da sie nicht anfangen bevor nicht der Visumantrag aus BKK eingetroffen ist.

    Muss ich etwa auch noch persoenlich zum OLG? Laut Standesbeamtin werden die Unterlagen vom Standesamt aus weitergereicht.

    Zitat Zitat von JT29",p="247735
    Chock die
    Danke, wir werden es brauchen.

    Gruesse,
    Christian

  5. #34
    Avatar von JT29

    Registriert seit
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    Re: Fragen zu Besuch und Besuchsvisum

    Well, auch einen guten Morgen :P


    "Die Gelegenheit ist ja auch prima um noch mehr Gruende zu finden, das Visum zu verweigern."
    -> Nun, wie man es macht, ist es falsch. Meine Frau ging damals auch alleine hin, zur Remonstration war ich allerdings dabei.


    "Wer kann ich jetzt spontan nicht sagen, aber ich habe mehrfach gelesen, dass jede Urkunde im Gepaeck die ueber die Notwendigen fuer das Visum hinausgehen als Heiratswilligkeit gewertet werden koennen und werden."
    -> Das war aber sicher so gemeint, dass die Dame diese Papiere bei einem Bescuh nicht mitnehmen sollte. Ansonsten gilt alles mitnehmen und als Trumpf in der Hinterhand halten.


    "Also ein weiteres Merkblatt, das unterschiedliche Inhalte in den beiden Sprachfassungen bietet."
    -> sagen wir eher ein älteres Merkblatt.


    "In diesem Fall meinte ich Merkblaetter die sie lesen kann, und da gibt es nur das von der Botschaft."
    -> ok, verstanden - aber so eine Heirat ist nunmal ein großer Verwaltungsakt im eigentlichen Sinne und so mal schnell ist das nicht zu machen - dies bedarf (hast Du nun ja gesehen) eine entsprechende Vorbereitung - auch von Deiner Seite. Ich erinnere mich da an eine Begebenheit auf der Botschaft als ein älterer Herr mal schnell das Heiratsvisum mitnehmen wollte und er uns Wartenden köstlich amüsierte.
    Aber , das ist ja nun Geschichte ... ihr seid ja nun mittendrin.

    "Wir waren aber zu diesem Zeitpunkt bereits im "Gefangenenraum", haetten also auf jeden Fall unverrichteter Dinge zurueck muessen, eine neue Wartemarke holen und neu anstellen."
    -> Gut, dann wärest Du also Deutscher raus, hättest die Copies gemacht (das dürfte dieser am Wellblechgebäude sein) und wärest wieder zurück.

    "30 Minuten waere wegen der schieren Menge nicht drin gewesen, zudem ist das Scheidungsurteil kein Formblatt, sondern drei Seiten Freitext."
    -> Drum habe ich ja auch geschrieben, dass es bei Euch etwas anderes ist.

    "Nein, mit einem Thai. Das Standesamt Muenchen legt halt wert drauf, und diskutieren ist wohl sinnlos. "
    -> Oh, ich vergass, Bayern :P - kann man fordern, wobei ich es hier für sinnlos halte. Gibt es bei Euch soetwas wie ein Konsulartag. Das Konsulat reist durch die Provinz und führt Konsulartage durch - vielleicht ist so einer in der Nähe und du kannst dort alles beantragen.


    "von der ALB komme ich gerade. Dort wurde ich unverrichteter Dinge nach Hause geschickt, da sie nicht anfangen bevor nicht der Visumantrag aus BKK eingetroffen ist."
    -> Ein Versuch war es wert - bei kleinen Provinz ABs nehmen die schon mal den vorgang auf - warten muss man in jedem Fall auf BKK.

    "Muss ich etwa auch noch persoenlich zum OLG?"
    -> Nein, geht direkt vom Standesamt aus. Das OLG hat bei uns etwas verzögert, da sie noch ein paar Erklärungen zusätzlich benötigten.

    Wird schon klappen, ich bin übrigens mit dem Kiesow Merkblatt ganz gut gefahren


    Juergen

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