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Deutscher Steuerausländer in Thailand

Erstellt von waanjai_2, 02.02.2009, 14:52 Uhr · 92 Antworten · 22.317 Aufrufe

  1. #21
    Khun_Dio
    Avatar von Khun_Dio

    Re: Deutscher Steuerausländer in Thailand

    Zitat Zitat von waanjai_2",p="686413
    Meine Bank hat mir heute nachmittag, also heute morgen Ortszeit D, bestätigt, dass ich nun von Seiten der Bank als Steuerausländer geführt würde. Meine bisherige Postanschrift in D würde auch weiterhin beibehalten.

    Ich hatte gestern meinem Kontoführer einen scan des Gelben Hausbuches nebst Übersetzung ins Deutsche geschickt und zudem darauf hingewiesen, dass ich nie mehr länger als vielleicht 4 Monate im Jahr in D sein würde. (180 Tage-Regel)

    Deshalb eine Frage an die, die dies kennen. Was bedeutet dies ganz konkret?
    Wegfall einiger oder aller Steuereinziehungen, die in D für Inlandsdeutsche von den Banken einbehalten werden, sofern sie die Freibeträge überschreiten?
    Weiß ja nicht wie vermögend Du bist, aber das zu wissen kann auf keinen Fall schaden:

    „Flucht aus der Zinssteuer“, FAZ v. 09.09.2006, S. 18 v. Heinz Brestel: Wenn es nach dem Wunsch der Brüsseler EU-Kommission ginge – angefeuert von Deutschland –, dann müßte bald die ganze Welt der EU Hilfsdienste beim Eintreiben von Steuern auf Zinseinkünfte von EU-Bürgern außerhalb ihrer Heimatländer leisten. Die Anfänge sind ja gemacht worden. Neben allen 25 EU-Ländern haben sich noch 15 andere Staaten und staatenähnliche Gebilde breitschlagen lassen, von EU-Sparern mit anonymen Konten auf ihrem Territorium seit 1. Juli vergangenen Jahres zunächst 15 Prozent der Zinseinnahmen einzubehalten und an die EU-Finanzämter abzuführen. Diese „Zinsmaut“ soll der Preis für die Tolerierung der Anonymität von Sparern aus der EU sein, wenn sie Konten am heimischen Finanzamt vorbei im Ausland führen.

    Was zu erwarten war, ist eingetreten: Die Kuh, die man melken möchte, gibt herzlich wenig Milch. Nach der jetzt vorliegenden Statistik vom zweiten Halbjahr 2005 meldete die Schweiz die höchsten Einnahmen aus anonymen Zinseinkünften von EU-Bürgern in Höhe von 159,4 Millionen Franken. In Luxemburg betrug der abzuführende Zinsanteil 48 Millionen Euro, in Belgien 9,7 Millionen und auf den beiden Kanalinseln Jersey und Guernsey 13 Millionen Euro. In Lichtenstein waren es 2,5 Millionen Euro.

    Die Banken in den „Zinsmaut-Ländern“ waren nicht untätig. Sie haben ihren Auslandskunden den Wechsel ihrer Anlagen in quellensteuerfrei Produkte empfohlen, also eine Flucht aus der Zinssteuer. Wenn nun am 1. Juli 2008 der „Steuerrückbehalt“ für anonymbleibende EU-Sparer auf 20 Prozent und am 1. Juli 2011 dann sogar auf 35 Prozent der Bruttozinseinnahmen steigen soll, dann ist anzunehmen, daß schon der größte Teil aller diskreten Vermögensanlagen von EU-Bürgern im Ausland längst Reißaus genommen hat.

    Als Alternative zu zinssteuerpflichtigen Auslandsanlagen kommt zum Beispiel das sehr flex-ible Instrument des Trusts in Frage. Eine engliche Erfindung, die seit Jahrzehnten vom Platz Liechtenstein übernommen wurde. Ein paar Millionen Euro genügen heute schon, Trusts zu gründen und rentabel zu verwalten. Sie haben einen Phantasienamen. Scherzhaft könnte man seinen Trust Rumpelstielzchen nennen. Nach außen hin tritt beim Trust nur der Treuhänder in Erscheinung, über den alle Transaktionen steueranonym abgewickelt werden. Die Verwal-tungskosten für einen Trust sind geringer als jene von „Zinsmaut-Konten“. Größere Vermögen aus diversen Quellen werden heute auch in Holdings zusammengefaßt, die ebenfalls ihren Sitz etwa in der Schweiz oder Liechtenstein haben können. Auch hier klopft der EU-Fiskus vergebens an die Pforte.

    Dessenungeachtet bemüht sich die EU, den Kreis der „Zinssteuerländer“ noch erheblich zu er-weitern. Eine reine Trotzreaktion auf den bisherigen Mißerfolg? Für das nächste Jahr sind Ver-handlungen zwischen Brüssel und den nah- und fernöstlichen Finanzplätzen angekündigt wor-den, um die – wie es heißt – „letzten Zinsschlupflöcher für EU-Bürger auch noch zu stopfen“.

    An den nah- und fernöstlichen Finanzplätzen sind heute auch schon die Schweizer Banken prä-sent. Es ist eine Kleinigkeit, auf Wunsch der Kunden, Konten einer Schweizer Bank von Zürich nach Singapur zu verlagern. Dann entfällt automatisch die Zinssteuer. Und wenn der Kunde mal etwas Bares von seinem Konto haben möchte, geht er zur Mutter-Bank in der Schweiz. Knopfdruck genügt, dann wird sein Konto im Fernen Osten mit der Barabhebung be-lastet. Eigentlich sollte man meinen, daß sich diese Praxis inzwischen auch schon bis Brüssel herumgesprochen haben sollte.

    Dennoch hat Brüssel angekündigt, mit dem Rest der Welt Zinssteuerverhandlungen führen zu wollen. Die EU hat auch gleich wissen lassen, was passieren könnte, wenn sich die Angespro-chenen weigern würden, nach der EU-Pfeife zu tanzen: Handelsrestriktionen. Und das alles im stürmischen Prozeß der Globalisierung der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte.

  2.  
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  3. #22
    thurien
    Avatar von thurien

    Re: Deutscher Steuerausländer in Thailand

    Zitat Zitat von ernte",p="686604
    Deine Anmeldung beim Amt zählt, bzw. wer eine Wohnung in D innehat. Endweder raus aus D oder Steuern zahlen. Raus aus D bedeutet richtig raus - ende, aus und vorbei
    nur so, genau so!

  4. #23
    Avatar von wasa

    Registriert seit
    13.07.2002
    Beiträge
    7.876

    Re: Deutscher Steuerausländer in Thailand

    "Raus aus D bedeutet richtig raus - ende, aus und vorbei"

    Ja und das ist eine verdammt schwere Entscheidung!

    Ich lebe 6 Monte hier in LOS,dann 1 Monat daheim,danach wieder 4 Monate LOS und wieder 1 Monat Heimat.
    Diese 2x Heimat im Jahr bedeuten sehr viel fuer mich,um wieder aufzutanken,regenerieren von den vielen Unzulaenglichkeiten hier.
    Daher melde ich mich nicht ab und zahle Steuern in der BRD.
    Wenn auch einige hier dies als Dummheit bezeichnen.

    In meiner Nachbarschaft zog ein 80jaehriger Amerikaner zu,1/2 Jahr spaeter benoetigte er eine Herz Bypass Operation in BKK.
    Viel Trouble wegen spezieller Blutgruppe und Kosten ueber Baht 500 000.-.
    Ich hoffe falls sowas ansteht,dass ich noch in den Flieger rein komm und es dann - daheim - machen kann.
    Nicht wegen der Kosten nur,sondern unsere Sprache,unsere Arztausbildung als in BKK liegen.

    mfg

  5. #24
    thurien
    Avatar von thurien

    Re: Deutscher Steuerausländer in Thailand

    Zitat Zitat von wasa",p="688212
    ..1/2 Jahr spaeter benoetigte er eine Herz Bypass Operation in BKK. Viel Trouble wegen spezieller Blutgruppe und Kosten ueber Baht 500 000...
    naja, eine vernünftige Versicherung hat schon was für sich...

  6. #25
    Avatar von ayap

    Registriert seit
    07.08.2008
    Beiträge
    242
    apropos versicherung

    ich suche die erfahrungen von menschen, die weitgehend folgenden kriterien entsprechen:
    - pensionär
    - ehem deutscher beamter
    - verh. mit thai und deshalb auch in TH lebend
    - briefkastenadresse bei verwandten, keine wohnung, abgemeldet beim Einwohnermeldeamt, ...
    - keine weiteren einkünfte in D, wie zinsen, mieteinnahmen, dividente, ...

    fragen:
    - welche versicherungstechnische absicherung ist zu empfehlen/absolut notwendig?
    - sollte man eine deutsche kranken-/unfall-/sonstige versicherung beibehalten?
    - was sonst wäre zu empfehlen?

    wer kennt sich aus?

    danke,
    AYAP

  7. #26
    Avatar von Chak

    Registriert seit
    02.06.2010
    Beiträge
    16.259
    In diesem Thread wird ja einiges durcheinander geworfen.

  8. #27
    Avatar von franky_23

    Registriert seit
    25.01.2009
    Beiträge
    8.731
    Zitat Zitat von ayap Beitrag anzeigen
    apropos versicherung


    - pensionär
    - ehem deutscher beamter
    - verh. mit thai und deshalb auch in TH lebend
    - briefkastenadresse bei verwandten, keine wohnung, abgemeldet beim Einwohnermeldeamt, ...
    - keine weiteren einkünfte in D, wie zinsen, mieteinnahmen, dividente, ...



    danke,
    AYAP
    das hervorgehobene dürfte die Suche sehr erschweren.

  9. #28
    Avatar von xxeo

    Registriert seit
    17.01.2013
    Beiträge
    3.923
    Also, lediglich Briefkastenadresse in Deutschland, ganz überwiegend in Thailand lebend, in Deutschland nur Zinseinkünfte.


    Diese Zinseinkünfte müsste man dann in Deutschland nicht versteuern, wenn ich das richtig verstehe.


    Und Zinseinkünfte in Thailand werden dort mit einer Quellensteuer von 15 Prozent belegt, die man sich zurückholen kann.

  10. #29
    wasabi
    Avatar von wasabi
    Du musst trotzdem in D eine Steuererklärung abgeben. Ggf. musst Du Deine beschränkte Steuerpflicht in D nachweisen da Du weiterhin einen Wohnsitz in D hast.
    Tip: Unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht – Wikipedia


  11. #30
    wasabi
    Avatar von wasabi
    Ein Beispiel: Dividenden einer Deutschen Aktiengesellschaft sind inländische Einkünfte auch wenn Du im Ausland lebst.

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