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Bester privater Abschiebezeitpunkt

Erstellt von waanjai, 06.10.2004, 22:53 Uhr · 13 Antworten · 2.037 Aufrufe

  1. #1
    waanjai
    Avatar von waanjai

    Bester privater Abschiebezeitpunkt

    Wann ist eigentlich der beste Zeitpunkt gekommen, seine thailändische Partnerin, der man überdrüssig geworden ist, wieder nach Thailand zurück zuschicken? Ich gehe hier einmal vom Normalfall aus, in der die Frau sich einfach mit finanziellen Versprechungen und guten Worten nach Thailand zurückschicken läßt.

    Gehe ich recht in der Annahme, dass dieser Zeitpunkt sinnvoller Weise erst nach ihrem Erhalt einer unbegrenzten Aufenthaltsgenehmigung zu suchen ist, da ab dann keinerlei Aktualisierungen meines Personenstandes - verheiratet oder getrennt lebend - mehr erfolgen wird.

    Mit anderen Worten: ab dann kann ich unbegrenzt den einkommenssteuerrechtlichen Status "Verheiratet = Steuerklasse III" behalten und mit den hierdurch erzielten Ersparnissen, die Unterstützung meiner thailändischen Frau in Thailand finanzieren?

    Geht das wirklich nicht schon früher?

  2.  
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  3. #2
    Chak2
    Avatar von Chak2

    Re: Bester privater Abschiebezeitpunkt

    Nein, da irrst du, Waanjai. Wenn sie nach Thailand zurück geht ohne die Absicht je wieder zurück zu kehren, ihr also dauerhaft getrennt seid, dann gibt es gleich zwei Gründe, warum du nicht mehr in den Genuss des Ehegattensplittings kommst:
    1. Lebt ihr getrennt
    2. ist sie nicht mehr unbeschränkt steuerpflichtig in Deutschland

    Du könntest dann deine Unterhaltszahlungen dann nur als außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Meine Rechnung hat ergeben, dass das ungünstiger als das Ehegattensplitting ist.

  4. #3
    Schulkind
    Avatar von Schulkind

    Re: Bester privater Abschiebezeitpunkt

    Zitat Zitat von waanjai",p="176092

    Gehe ich recht in der Annahme, dass dieser Zeitpunkt sinnvoller Weise erst nach ihrem Erhalt einer unbegrenzten Aufenthaltsgenehmigung zu suchen ist, da ab dann keinerlei Aktualisierungen meines Personenstandes - verheiratet oder getrennt lebend - mehr erfolgen wird.

    Geht das wirklich nicht schon früher?

    Wenn sie dann nicht nach TH geht ?.

    Bei unbegrenzter Aufenthaltserlaubnis hat sie immer das Recht zur Wiedereinreise. Wenn Du das willst sollte die Scheidung mit Ende des dritten Jahres gelaufen sein. Oder verschwindet gleich in den Untergrund ( anderer Mann ). Wie willst Du das überprüfen. Sie läst das Geld schicken und lebt hier gut weiter.

    Dann, du bist verpflichtet jede Änderung Deines Familienstatus Deiner Heimatbehörde zu melden. Die wollen eventuel Nachzahlungen. Das könnte teuer werden.

    Gruss

  5. #4
    Avatar von Dieter1

    Registriert seit
    10.08.2004
    Beiträge
    31.997

    Re: Bester privater Abschiebezeitpunkt

    Schulkind sagt:

    "Bei unbegrenzter Aufenthaltserlaubnis hat sie immer das Recht zur Wiedereinreise."

    Das ist falsch. Ab einem Aufenthalt von 6 Monaten ausserhalb Deutschlands oder einem anderen Schengenland ists Essig mit der unbegrenzten.

    Gruss Dieter

  6. #5
    waanjai
    Avatar von waanjai

    Re: Bester privater Abschiebezeitpunkt

    Zitat Zitat von Dieter1",p="176674
    "Bei unbegrenzter Aufenthaltserlaubnis hat sie immer das Recht zur Wiedereinreise."

    Das ist falsch. Ab einem Aufenthalt von 6 Monaten ausserhalb Deutschlands oder einem anderen Schengenland ists Essig mit der unbegrenzten.
    Was aber nur bedeuten dürfte, dass sie dann den ganzen Aufwand wieder betreiben müßte, um erneut ein Familienzusammenführungsvisum zu erlangen.

    In der von mir vorgegebenen Fallkonstellation war doch der Clou, daß beide sich "einvernehmlich" auf ein Getrenntleben in D und in Th einigten, der Mann in D weiter Steuerklasse III beibehält und aus der Differenz zwischen Steuerklasse I und III den Lebensunterhalt seiner - auch weiterhin - Ehefrau in Thailand finanziert.

    Möcht´ wirklich gern wissen, wieviele dies "heutzutage" machen.
    "Heutzutage" soll heißen:
    * wo die Finanzämter bei der normalen Bevölkerung kaum etwas kontrollieren, erst recht nicht, ob die Leute faktisch getrennt oder zusammen leben
    * die Gerechtigkeitsfrage (z.B. nach der "Mitnahmebereitschaft") ja zumeist nur bei den bereits aus dem Arbeitsleben ausgesteuerten Arbeitslosen (Hartz IV) gestellt wird, nicht aber bei den normal bis gut verdienenden Arbeitnehmern.

  7. #6
    Schulkind
    Avatar von Schulkind

    Re: Bester privater Abschiebezeitpunkt

    Zitat Zitat von waanjai",p="176861
    Zitat Zitat von Dieter1",p="176674
    "Bei unbegrenzter Aufenthaltserlaubnis hat sie immer das Recht zur Wiedereinreise."

    Das ist falsch. Ab einem Aufenthalt von 6 Monaten ausserhalb Deutschlands oder einem anderen Schengenland ists Essig mit der unbegrenzten.

    In der von mir vorgegebenen Fallkonstellation war doch der Clou, daß beide sich "einvernehmlich" auf ein Getrenntleben in D und in Th einigten, der Mann in D weiter Steuerklasse III beibehält und aus der Differenz zwischen Steuerklasse I und III den Lebensunterhalt seiner - auch weiterhin - Ehefrau in Thailand finanziert.

    Möcht´ wirklich gern wissen, wieviele dies "heutzutage" machen.
    "Heutzutage" soll heißen:
    * wo die Finanzämter bei der normalen Bevölkerung kaum etwas kontrollieren, erst recht nicht, ob die Leute faktisch getrennt oder zusammen leben
    * die Gerechtigkeitsfrage (z.B. nach der "Mitnahmebereitschaft") ja zumeist nur bei den bereits aus dem Arbeitsleben ausgesteuerten Arbeitslosen (Hartz IV) gestellt wird, nicht aber bei den normal bis gut verdienenden Arbeitnehmern.
    Sorry, das hatte ich übersehen.

    Aber auch hier stellt sich die Frage, wer kontroliert das ganz. In Deiner dargestellten Fallkonstruktion kommt mir das vor wie " nicht Fleisch, nicht Fisch " Weiss die Ehefrau ob er noch arbeitet - und mit welcher ST.-Klasse, sein Gehalt in welcher Grösse ist für sie eine Unbekannt und führt er auch das richtige für sie ab. Dann, ich glaube nicht das da ein Steueramt mit macht, legal bestimmt nicht.
    Und wenn er arbeitslos wird? Oder keine Lust zum arbeiten? Sollte er dann unter Hatz IV fallen, ja dann gibs Kohle für zwei. Das könnte ein Grund zur Konstuktion sein, allerdings sehr gewagt. Da würde mir der Ar... auf Grundeis gehen !!!. Sie hat kein Druckmittel zum Geld eintreiben wahrscheinlich nicht einmal einen Nachweiss ob er Arbeit hat. Die 15000 tausend Km sind eine grosse Hürde.

    Auch hier verliert sie den Status Aufenthaltsrecht. Das ist eine Konstuktion die Frau nach 6 Monaten aus zubremsen, den wahrscheinlich hat sie dann kein Geld für Wiedereinreise zur Klageerhebung, oder Anwalt zum Eintreiben. Da gehen beide den Jordan runter. Sollte er nicht die Absicht haben wieder zu heiraten, ja, dann lebt er mit der unrichtigen Steuernummer recht gut. Ich persönlich würde dieses aber als Betrug an der Gemeinschaft sehen. Ganz abzusehen die Folgen einer späteren Rente. Da ergeben sich dann spätenstens bei Antragstellung die ersten Stotterer.

    Ein gestandener Mann, ohne Frau(?), Irgendwenn muss auch er und die Versuchung lauert überall. Die Richtige bring ihn schon rum und die Glocken leuten neu. Nur wird dann die Noch( Alte ) nicht in eine Scheidung einwilligen.

    Nein, ein sauberer Schnitt ist allemals das beste, allerdings auch teuer. Steuersparmodelle gibt es andere genug.

  8. #7
    Chak2
    Avatar von Chak2

    Re: Bester privater Abschiebezeitpunkt

    Zitat Zitat von waanjai",p="176861

    Möcht´ wirklich gern wissen, wieviele dies "heutzutage" machen.
    "Heutzutage" soll heißen:
    * wo die Finanzämter bei der normalen Bevölkerung kaum etwas kontrollieren, erst recht nicht, ob die Leute faktisch getrennt oder zusammen leben
    * die Gerechtigkeitsfrage (z.B. nach der "Mitnahmebereitschaft") ja zumeist nur bei den bereits aus dem Arbeitsleben ausgesteuerten Arbeitslosen (Hartz IV) gestellt wird, nicht aber bei den normal bis gut verdienenden Arbeitnehmern.
    Aber dir ist schon klar, dass du dann insofern von ihr abhängig bist, dass sie alljährlich die Einkommensteuererklärung unterschreiben muss?

    Meinen vorherigen Post hast du doch gelesen, oder?

    Und dir ist schon klar, dass das Steuerhinterziehung ist?

  9. #8
    Avatar von dawarwas

    Registriert seit
    30.10.2002
    Beiträge
    3.385

    Re: Bester privater Abschiebezeitpunkt

    Ausserdem kann ich mir beim besten Willen nicht erklaeren, warum gerade Du diese Frage stellst?

    :???:

    ?

    Wenn ich x fragen darf?

  10. #9
    waanjai
    Avatar von waanjai

    Re: Bester privater Abschiebezeitpunkt

    Zitat Zitat von dawarwas",p="177035
    Ausserdem kann ich mir beim besten Willen nicht erklaeren, warum gerade Du diese Frage stellst?
    Deine Frage ehrt mich. Vielen Dank.
    Es ist keinesweg mein eigener Fall. Sondern ein frei konstruierter.
    Nach dem ich aber - erst seit ich mit meiner thailändischen Frau verheiratet bin, interessiert es mich - auch schon viel Negatives über deutsch-thail. Beziehungen gehört habe, interessiere ich mich auch für die Schattenseiten. Deshalb meine hypothetische Frage, um so einiges um mich herum besser einschätzen zu können.

    @ Chak
    Ja, mir ist klar, dass es sich hier um einen Fall der Steuerhinterziehung handeln würde. Auch Schulkind sieht es ebenfalls glasklar - dem ich übrigens dafür danken möchte, dass er bei ernsten Themen ernsthaft mitdiskutiert; da gab es ja anfangs Befürchtungen.

    Das mit der gemeinsamen Unterschrift bei Zusammenveranlagung war mir allerdings ganz entfallen. Gilt ja auch selbst dann, wenn Ehefrau "nur" Hausfrau ist. Deshalb sehe ich auch den Punkt "Abhängigkeit". Wenn es aber einvernehmlich ist, dann sollte auch die periodische Unterschrift keine große Hürde sein.

    Du hattest ja selbst bestätigt, dass der Weg der Absetzung von Unterhaltszahlungen nicht günstiger als der Weg über die richtige Wahl von Steuerklassen sei. Und mir ist aufgefallen, dass die monatliche Ersparnis an Steuern bei einer I/III vs. I/I-Konstellation in vielen Fällen ausreichen sollte, um eine thailändische Staatsbürgerin mit über 20.000 Baht monatlich gut alimentieren zu können.

    Nach all meinen Lebenserfahrungen habe ich so gar kein Vertrauen in die Prüfpraxis der Finanzämter. Die erscheinen mir eigentlich schon personell nicht in der Lage zu sein, die Steuermoral der Deutschen auch nur in Stichproben zu prüfen. Zuviele gesellschaftliche Kräfte befürchten da schon die Anfänge...... wenn Du verstehst, was ich meine.

    Aber bei immer knappper werdenden Staatshaushalten muß das Thema "Steuermoral" der Normalos auch einmal auf den Tisch! Nach Hartz IV wird man von den Arbeitslosen zukünftig nicht mehr viel holen können.

  11. #10
    Chak2
    Avatar von Chak2

    Re: Bester privater Abschiebezeitpunkt

    Zitat Zitat von waanjai",p="177046
    Das mit der gemeinsamen Unterschrift bei Zusammenveranlagung war mir allerdings ganz entfallen. Gilt ja auch selbst dann, wenn Ehefrau "nur" Hausfrau ist. Deshalb sehe ich auch den Punkt "Abhängigkeit". Wenn es aber einvernehmlich ist, dann sollte auch die periodische Unterschrift keine große Hürde sein.
    Das Problem dabei ist nur, wie schützt man sich davor, dass sie es sich nicht irgendwann anders überlegt? Einmal einvernehmlich ist ja keine Garantie dafür, dass es so bleibt. Bedenke, du zahlst das ganze Jahr erstmal Unterhalt, aber die Unterschrift kommt erst dann, wenn sie das Geld schon längst hat.
    Du hattest ja selbst bestätigt, dass der Weg der Absetzung von Unterhaltszahlungen nicht günstiger als der Weg über die richtige Wahl von Steuerklassen sei. Und mir ist aufgefallen, dass die monatliche Ersparnis an Steuern bei einer I/III vs. I/I-Konstellation in vielen Fällen ausreichen sollte, um eine thailändische Staatsbürgerin mit über 20.000 Baht monatlich gut alimentieren zu können.
    Das ist in der Tat in vielen Fällen so, hängt aber natürlich vom Einkommen des Mannes ab.
    Nach all meinen Lebenserfahrungen habe ich so gar kein Vertrauen in die Prüfpraxis der Finanzämter. Die erscheinen mir eigentlich schon personell nicht in der Lage zu sein, die Steuermoral der Deutschen auch nur in Stichproben zu prüfen.
    Doch, in Stichproben prüfen die schon, nur für eine generelle Prüfung der Steuererklärungen reicht die personelle Besetzung eben nicht. Dadurch, dass es nur eine Stichprobe ist, entsteht der Eindruck, es werde überhaupt nicht geprüft, aber du kannst mir glauben, wenn du eine größere Zahl an Steuerpflichtigen beobachtest wirst du feststellen, dass durchaus geprüft wird
    a) bei Verdachtsmomenten
    b) bei bestimmten Prüffeldern/Auffälligkeiten
    c) nach dem Zufallsprinzip

    Wenn man dann erwischt wird sind die Konsequenzen umso gravierender. Und Neider gibt es überall, so dass die Gefahr einer anonymen Anzeige dann auch nicht so gering ist.

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