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Begriffsverwirrung bei Visumfragen

Erstellt von Caveman, 30.04.2007, 12:12 Uhr · 1 Antwort · 718 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Caveman

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    Begriffsverwirrung bei Visumfragen

    Nachdem ich in einem anderen Thread mal wieder wegen eines meiner Appelle zur Verwendung korrekter Termini bei Visafragen angegangen wurde (der entsprechende Beitrag und auch mein Folgebeitrag wurden inzwischen zum Glueck geloescht), moechte ich das Problem der Begriffsverwirrung und der sich daraus ergebenden Folgen gern mal in einem eigenen Thread diskutiert wissen.

    Hier mal ein etwas ueberzeichnetes Beispiel dafuer, wie so manche Visafragen aussehen (ihr alle kennt aehnliche Beispiele aus dem „richtigen“ Leben):

    Ich will demnaechst fuer etwa 6 bis 9 Monate nach Thailand. Wie lange genau, weiss ich noch nicht. Bis die Kohle alle ist halt. Ich werde mit nem One Way Ticket fliegen und mir dann vor Ort irgendwann ein Rueckflugticket kaufen, weil ich mich ja vorher noch nicht auf den Rueckflugtermin festlegen kann.

    Jetzt habe ich gelesen, dass das fuer mehr als 30 Tage ohne Visum nicht geht (wegen den Fluggesellschaften). Andererseits bekomme ich ja als Deutscher sowieso bei der Einreise ein Touristenvisum (wird manchmal auch „Visa on Arrival“ genannt), also sollte das doch kein Problem sein. Allerdings weiss ich nicht, wie lange so ein Touristenvisum gueltig ist. Mal wird geschrieben 30 Tage, dann wieder 60 und manchmal liest man sogar was von 90 Tagen. Kann man sich das aussuchen und sagt dann einfach zum Zoellner: „Ich haette gern eins fuer 90 Tage“ oder wie funktioniert das?

    Und wie geht’s dann weiter? Einerseits heisst es ja immer wieder, man koenne sich so ein Visum auf dem Amt in Thailand einfach verlaengern lassen, andererseits liest man aber auch staendig von diesen Visaruns. Dazu faehrt man wohl mit dem Bus ueber die Grenze in irgendein Nachbarland und anschliessend gleich wieder zurueck. Bei der Rueckreise soll es dann an der Grenze ein neues Visum geben. Da wuerde ich dann natuerlich wieder eins fuer 90 Tage nehmen und haette somit erst mal wieder ne Weile Ruhe.

    Und wenn man doch an der Grenze einfach so ein anscheinend kostenloses Visum bekommt, warum fahren dann manche sogar noch weiter bis zur naechsten thailaendischen Botschaft und holen sich ihr Visum dort? Gibt’s da Sekt und Haeppchen?

    Ich frage mich jetzt allerdings, wozu diese Visaruns ueberhaupt gut sind, wenn man doch auch einfach auf ein Amt latschen kann und dort eine Verlaengerung bekommt. Diese Verlaengerungen soll es auch fuer ganz unterschiedliche Zeitraeume zwischen ein paar Tagen und nem ganzen Jahr geben. Da nehme ich doch gleich eine fuer ein ganzes Jahr und brauche mich dann um nichts mehr zu sorgen. Wozu dann also diese Visaruns?

    Oder soll ich mir vielleicht doch schon vorher auf der thailaendischen Botschaft in Berlin ein Jahresvisum holen? Dann waere doch von Anfang an alles geregelt, ich koennte ein Jahr lang bleiben und braeuchte gar nicht mehr zu irgendwelchen Behoerden in Thailand zu gehen (was mir eigentlich am liebsten waere).

    Sind solche Jahresvisums eigentlich teuer? Ich habe da schon von den unterschiedlichsten Betraegen zwischen 40.000 Baht pro Monat und einmalig 800.000 Baht gelesen. Ist das wirklich so teuer?

    Oder brauche ich als Deutscher vielleicht gar kein Visum? Manchmal liest man ja auch, dass das so sein soll. Zumindest heisst es, dass man nur dann ein Visum braucht, wenn man laenger als 30 Tage bleiben will. Das brauche ich dem Zoellner aber doch nicht auf die Nase zu binden. Sage dann einfach, dass ich nur 4 Wochen bleiben will und bleibe dann eben doch laenger. Wenn ich als Deutscher gar kein Visum fuer die Einreise brauche, sollte das dann doch auch egal sein. Dann waere das mit den Visaruns und den Verlaengerungen auf dem Amt ja auch ueberfluessig. Wenn ich kein Visum brauche, braucht schliesslich auch keins verlaengert zu werden.

    Oder gibt’s da ausser Visums vielleicht noch etwas, das zu beachten waere?
    Ich denke, wenn wir uns alle ein wenig sorgfaeltiger und vor allem korrekter ausdruecken wuerden, waeren solche Verirrungen sicher seltener. Ein Einreisestempel ist nun mal kein Visa on Arrival (und erst recht kein Touristenvisum), eine Verlaengerung der Aufenthaltsgenehmigung ist kein Jahresvisum und ein Immigration Officer ist auch kein Zoellner.

    Oder sehe ich da ein Problem, wo eigentlich gar keins ist?

    Gruss
    Caveman

  2.  
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  3. #2
    Avatar von raksiam

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    Re: Begriffsverwirrung bei Visumfragen

    Bis jetzt gabs auf alle meinen Visafragen immer eine Antwort beim Thailändischen Konsulat in München. ;-D ;-D ;-D