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Arbeit von Thailand aus, Teil 2

Erstellt von Amarant, 28.04.2010, 13:16 Uhr · 58 Antworten · 8.144 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Amarant

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    Arbeit von Thailand aus, Teil 2

    Hallo zusammen,

    diesmal hab ich wieder mal eine wohl nicht so einfach zu beantwortende Frage :-)

    Also, schon vor kurzem habe ich hier gefragt ob ich etwas zu beachten habe wenn ich für 3 Monate meine Arbeit von Thailand aus erledige. Post war hier:
    http://www.nittaya.de/viewtopic.php?p=844179

    Nun hat sich die Situation aber ein wenig geändert, denn ich werde mich selbstständig machen, vorher war geplant bei meiner jetzigen DE Firma festangestellt zu bleiben für den Zeitraum.

    Ich bekomme jedoch per Vertrag von meiner DE Firma tägliche Arbeit zugesichert, bin Geldmässig also versorgt wie vorher auch. Nun will ich mich aber nicht auf die geplanten 3 Monate festlegen, sondern eventuell auch länger von Thailand aus arbeiten, was für meinen Arbeitgeber/Kunden (wie man es sehen will) ok wäre.

    Jetzt bin ich nicht mehr sicher was und wie ich es machen soll...gibt es irgendjemand hier im Forum der etwas ähnliches macht?

    Muss ich mich jetzt in Thailand anmelden, und werde ich denn überhaupt eine WP bekommen wenn ich für DE Firma arbeite?

    Denn auf Seiten wie dieser (http://www.leben-in-thailand.de/arbe...thailand.shtml) steht immer nur etwas von WP wenn man für eine THAI-Firma arbeitet.

    Ich glaube gelesen zu haben dass wenn man 180 Tage im Jahr in TH war muss man Steuern dort zahlen? Bin mir aber nicht mehr sicher...


    Ich will das nicht illegal machen, aber es muss doch einen Weg geben legal von Thailand aus für eine deutsche Firma zu arbeiten...

    Also kurz gesagt, ich werd selbstständig sein, per Vertrag mit zugesicherter Arbeit von meinem bisherigen DE-Arbeitgeber. Dieser Arbeitgeber ermöglich mit mir das Arbeiten von Homeoffice aus. Ich jedoch will mein "Home" nach Thailand verlegen, aber jedoch nur vorrübergehend. Wie kann man sowas am besten machen?

    Versteh mich nicht falsch, ich will keine Steuerflucht oder sowas, ich bin ja bereit zu zahlen, nur an wen und wie?

    Ich habe bald einen Termin beim Steuerberater und wollte vorher schon ein wenig informiert sein, deswegen wären ein paar Tipps von Euch echt gut.

    Vielen Dank für Tipps. :-)

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Lille

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    Re: Arbeit von Thailand aus, Teil 2

    "hauptwohnsitz" bleibt also erst mal deutschland, also hier versteuern. es braucht keiner wissen das du arbeites wenn du vor dem pc sitzt. gibt genug die surfen oder daddeln exzesiv.

    also nicht an die grosse glocke haengen.

    denke mal die kosten dich als selbstaendiger in thailand zu verdingen, mit workpermit und firmengruendung finanziell uninteressant sind.

    und aufpassen das du nicht nur von einem kunden abhaengig bist sonst kann ganz schnell schluss mit lustig sein.


    mfg lille

  4. #3
    Avatar von Amarant

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    Re: Arbeit von Thailand aus, Teil 2

    also tatsaechlich auch in dem Fall auf die schon im anderen Topic genannte Schiene. Danke fuer die Antwort.

    Ja, so wie ich das auch ueberall lese rentiert sich das in meinem Fall nicht extra eine Firma in Thailand zu gruenden, nur um als Selbststaendiger fuer DE zu arbeiten.

    Das mit dem nur einen Kunden ist wohl wahr ja, aber in meinem Fall ist dieser Kunde ja die Firma in der ich jetzt die lezten 6 Jahre festangestellt war. Da ist es so das wir fuer viele Kunden arbeiten, aber in Zukunft auf dem Papier halt die Aufgaben dieser Firmen an mich weiterleitet wird. Aber im Grunde mache ich die gleiche Arbeit, fuer die gleichen Kunden, wie vorher als ich dort festangestellt war.

    Aber eine Frage bleibt noch, wie soll ich denn in DE damit umgehen, zb moechte ich mich bei der KSK Versicherung anmelden, die mir zb die Frage stellt von wo aus meine Taetikeit ausgefuehrt wird?

    Oder meinem Steuerberater und Finazamt, soll ich da offen mit dem Thema umgehen das ich zeitweise in TH bin oder lieber nicht?

  5. #4
    Avatar von Samurain

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    Re: Arbeit von Thailand aus, Teil 2

    Zitat Zitat von Amarant",p="850781
    Oder meinem Steuerberater und Finazamt, soll ich da offen mit dem Thema umgehen das ich zeitweise in TH bin oder lieber nicht?
    Nicht vergessen die Kosten fürs Arbeitszimmer in TH abzusetzen!
    Das FA freut sich, einen Außendienstmitarbeiter zur Kontrolle schicken zu können, die gönnen sich ja sonst nix!

  6. #5
    Tademori
    Avatar von Tademori

    Re: Arbeit von Thailand aus, Teil 2

    @Amarant

    Ich habe da kein Geheimnis gegenüber den Ämtern draus gemacht. Solltest nur irgendwie begründen, daß Du das befristet für 1-2 Jahre oder so vorhast. Bspw. um neben Deiner Tätigkeit Möglichkeiten im asiatischen Markt (Zulieferer, Programmierer etc.) zu erkunden. Damit ist/bleibt dann auch der Wohnsitz glaubhaft.

    Um Kosten wie Arbeitszimmer etc. abzusetzen braucht man wahrscheinlich eine Betriebsstätte, aber selbst mein Steuerberater ist da unsicher. Ich setze fleißig, aber ehrlich, ab.

    Nachteil könnte dann noch sein, daß Ehegattensplitting und Kindergeld wegfallen.

    Ansonsten kenne ich jetzt Deine berufliche Situation nicht, keine Lust/Zeit mir den anderen Fred reinzuziehen. U. U. bist Du sowieso in DE mindestens beschränkt steuerpflichtig, mit der einfachen Beibehaltung des Wohnsitzes ersparst Du Dir diesbezügliche Recherchen.

    Ich betreibe mein Onlinegewerbe ("Mediengestaltung") mit festen Kunden etc. seit 2007 von Phuket aus, da wissen alle möglichen Behörden Bescheid. Schwierigkeiten würden am ehesten aus der Ecke "Bürgeramt bzw. Wohnamt" kommen, die könnten Dich theoretisch und praktisch ausbürgern... Gilt insbesondere bei Wohnsitz bei Mama u. ä. Kombos. Habe ich aber auch, melde mich aber so einmal jährlich zum "Plausch" und erzähle denen, daß ich erstmal noch ein Jahr ranhänge. Aber Wohnsitz bleibt NATÜRLICH DE...

  7. #6
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Arbeit von Thailand aus, Teil 2

    Zitat Zitat von Tademori",p="850791
    da wissen alle möglichen Behörden Bescheid.
    Deutsche UND thailändische?

    Das Ganze ist ein sehr schwieriges Thema. Ich habe auch schon mit vielen Ämtern, Steuerberatern etc,. gesprochen. Praktisch jeder gab mir andere Antworten. Keiner wusste so richtig Bescheid, die Gesetze sind oft schwammig, bzw, diese Situation (Online-Arbeitsplatz) ist noch gar nicht richtig integriert. Und dazu kommt dann noch, dass Behördenmenschen solche Dinge individuell anders regeln.

    Selbst, wenn man sich 100% an Gesetze halten will: es scheint unmöglich zu sein.

    Für 3 Monate würde ich mir jedenfalls keinen Kopf machen. Du machst ja nichts moralisch verwerfliches oder schädliches für die deutsche und thailändische Gesellschaft. Und darauf sollte es meiner Meinung als aller erstes ankommen, dass man niemanden schadet.

    Schaden tut einem nur die Bürokratie, die einem zwingt, seine kostbare Zeit mit solchen Gedankenspielen zu verschleudern. Ich darf gar nicht daran denken, wieviel Potential freigesetzt werden würde, wenn es keine Bürokratie geben würde.

  8. #7
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Re: Arbeit von Thailand aus, Teil 2

    Bei 3 Monaten ist das sicherlich zu umstaendlich mit WP und Non Immigrant B.
    Aber wenn es gut laeuft und Dir hier gefaellt, stellt sich irgendwann die Visa Frage.
    WP und Visum bekommst Du nur, wenn entweder Deine Firma Dich delegiert oder Du hier eine Company gruendest.
    Bei Deiner Konstellation mit nur dem Ex Arbeitgeber als einzigen Kunden, steht natuerlich auch der Vorwurf der Scheinselbststaendigkeit im Raum.
    Das deutsche Meldegesetz ist ziemlich wischiwaschi. Es heisst zwar, dass man dort seinen Wohnsitz hat, wo man sich die ueberwiegende Zeit aufhaelt, also 183 Tage/Jahr. Es gibt aber noch den Passus mit dem Lebensmittelpunkt.
    Mir faellt im Moment aber kein Argument ein, warum man seinen Wohnsitz in deutschland behalten sollte. Du behaelst ja die Staatsbuergerschaft und kannst jeder Zeit wieder einreisen. Bei einer Abmeldung aus deutschland entfaellt Deine Einkommenssteuererklaerungspflicht.

  9. #8
    Avatar von maphrao

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    Re: Arbeit von Thailand aus, Teil 2

    Aus Deutschland abmelden, dann spart man sich die Steuern für ein Land, mit dem man zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viel zu schaffen hat.
    In Thailand will man deine Steuern ja nicht wirklich, sonst hätte der thailändische Staat schon längst eine Sonderregelung für solche Fälle erarbeitet, denn allein ich kenne etliche Leute mit ähnlicher Konstellation (mich eingeschlossen).

  10. #9
    Tademori
    Avatar von Tademori

    Re: Arbeit von Thailand aus, Teil 2

    @Knarfi
    Ausführlich natürlich nur gegenüber den deutschen Behörden, ging in meinem Fall nicht anders, da etwas komplizierte Vorgeschichte. Letzlich braucht man denen gar nichts mitteilen... Hier muß/kann ich genau wie Du meine jährlichen Einkommensnachweise bei der Immi vorzeigen, die fragen dann schon aus Neugier, wo die Kohle herkommt. Gewerbebetrieb Deutschland, ist doch nix Schlimmes bei und wie das im Detail abläuft, interessiert da keinen. Bin mir nicht mal sicher, ob das tatsächlich unter mangelnde Arbeitserlaubnis fällt - ich arbeite für deutsche bzw. europäische Kunden im Langzeiturlaub und nehme keinem Thai seinen Job weg. Ist aber letztlich eher unwichtig und es gibt unzählige Langnasen hier, die das genauso machen. Noch nie was von Problemen gehört.

    @Volker
    Die Einkommensteuererklärungspflicht bleibt in jedem Fall erhalten, fragt sich dann nur wo. Ob das günstiger, einfacher etc. ist, mag vom Einzelfall abhängen, i.d.R. wohl eher nicht.

    Und es bleibt dann auch nicht bei der Erklärung. Einige Pflichtangestellte, hohe Gründungskosten, insofern halte ich den Vorschlag eher für Nonsens, sorry... Falls die Abmeldung aus Deutschland erfolgen soll, bleibt die Möglichkeit der beschränkten Steuerpflicht auf Antrag, soweit ich weiß. Würde ich sein lassen (Doppelbesteuerungsabkommen, evtl. Nachfragen etc.), ich würde (wenn ich muß) immer in Richtung Langzeiturlaub argumentieren, mir über Sipgate deutsche Telefon- u. Faxnummer besorgen und Behördengespräche mit DE dann auch mit deutscher Nummer über Voip tätigen. So fällt man - unabhängig davon, daß man m. E. nix Verbotenes macht - auch noch überhaupt nicht auf.

    Ansonsten hatte Amarant was von wegen verheiratet mit Thai geschrieben, insofern dürfte eine Jahresaufenthaltsgenehmigung doch absolut kein Thema sein.

  11. #10
    Avatar von ernte

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    Re: Arbeit von Thailand aus, Teil 2

    Zitat Zitat von Volker M. aus HH.",p="850835
    Bei einer Abmeldung aus deutschland entfaellt Deine Einkommenssteuererklaerungspflicht.
    Hat schon mal einer von euch das Aussensteuergesetz gelesen. Sehr interessant diese Lektüre.

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