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Adoption

Erstellt von Isaanfreak, 28.02.2004, 19:30 Uhr · 15 Antworten · 3.307 Aufrufe

  1. #1
    Isaanfreak
    Avatar von Isaanfreak

    Adoption

    Wer hat persönliche Infos (zu Kosten und Auflagen) zum Thema „Adoption“ Ein Bekannter in unserem Umfeld ist seit 2,5 Jahren mit einer Thailänderin (30 Jahre alt) verheiratet und hat vor ca. 1 Jahr ihren Sohn nachgeholt, den er nun gerne aus Witwenrechtlichen Gründen adoptieren würde!
    Die Witwenrente wird ja nur in vollem Umfang gezahlt wenn die Witwe entweder 45 Jahre alt ist, oder gemeinsame Kinder vorhanden sind!

    Für Infos bedanke ich mich im Namen meines internetlosen Bekannten.

    Gruß Hans

  2.  
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  3. #2
    Chak
    Avatar von Chak

    Re: Adoption

    Zuerst einmal muss der Kindesvater seine Zustimmung geben, ob ehelich oder nicht, zumindest nach thailändischem Recht.

  4. #3
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Adoption

    Stimmt. Zunächst mal muss jemand loslassen.

    Aber wenn sich dies alles in Thailand abspielen sollte, gibt es nichts einfacheres....

  5. #4
    Isaanfreak
    Avatar von Isaanfreak

    Re: Adoption

    Zuerst einmal muss der Kindesvater seine Zustimmung geben

    Sie hat schon das alleinige Sorgerecht denn das brauchte Sie um ihren Sohn nach Deutschland zuholen :-)

    Gruß Hans

  6. #5
    waanjai
    Avatar von waanjai

    Re: Adoption

    Noch keine persönliche Erfahrungen, aber rudimentäre Vorstellungen, wie es ablaufen wird:

    1. Sorgerechtsbescheinigung besorgen (alleiniges Sorgerecht liegt dann bei der Mutter) - ist ja in diesem Fall bereits erledigt.

    2. Trägt das Kind noch den Nachnamen des leiblichen Vaters, dann in Thailand beim Bezirksamt einen Antrag auf Namensänderung (Annahme des Geburtsnamens der Mutter) stellen. Ist insbesondere nach dem Urteil des thailändischen Verfassungsgerichts vom letzten Jahr in Sachen Namensänderung kein Problem mehr (so auch Auskunft von H. Kiesow, BKK). Mehr Info im Bericht der Zeitung The Nation über das Urteil. Quelle:
    Siehe Beitrag # 10

    3. Trägt das Kind in Thailand erst den Namen der Mutter, dann kann in Deutschland als erster Schritt die "Einbenennung" erfolgen. D.h. das Kind trägt danach in D den Namen des Ehemanns.
    Mehr Info hier: http://www.buema.net/einbenennung.htm

    4. Die Adoption ist schon einiges schwieriger. Insbesondere weil die Experten auf folgendes hinweisen: "Nach deutschem u n d thailändischen Verfahrensvorschriften ist die Zustimmung b e i d e r leiblicher Elternteile unabdingbare Voraussetzung für die Adoption. Hiervon kann nur abgewichen werden, wenn ein Elternteil verstorben ist.. Dies gilt auch dann, wenn dem zustimmenden Elternteil das alleinige Sorgerecht zusteht."
    Quelle: http://www.buema.net/adoptionthai.htm
    Eine weitere gute Einführung in das Procedere fand ich hier:
    Adoption thailändischer Kinder

    5. Bin selbst auch an Berichten über bereits durchgeführte Adoptionen interessiert.

  7. #6
    Chak
    Avatar von Chak

    Re: Adoption

    Zitat Zitat von Isaanfreak",p="115883
    Zuerst einmal muss der Kindesvater seine Zustimmung geben

    Sie hat schon das alleinige Sorgerecht denn das brauchte Sie um ihren Sohn nach Deutschland zuholen :-)

    Gruß Hans
    Wie Waanjai bestätigt, Sorgerecht und Recht auf Adoption sind zwei Paar Schuhe.

  8. #7
    CNX
    Avatar von CNX

    Re: Adoption

    Hallo,

    da das Thema doch sehr umfangreich und interessant für viele sein wird, habe ich es mal hierher verschoben.

    Gruss
    C N X

  9. #8
    CNX
    Avatar von CNX

    Re: Adoption

    Hallo,

    werde hierzu noch die Details zur Abwicklung auf der thailändischen Seite besorgen.

    Folgendes kann man aber schon jetzt sagen:

    Eine vorgeschlagene Namensänderung für das Kind hat für eine Adoption weder Vor- noch Nachteile. Macht nur Arbeit und kostet.

    Wenn die Mutter eine gerichtliche Sorgerechtsbescheinigung hat, kann sie alleine entscheiden. Auch bei einer Adoption braucht dann der Vater nicht mehr gefragt zu werden. Sorgerechtsbescheinigungen von Bezirksämtern können schon mal Probleme machen. Wir haben eine gerichtliche Sorgerechtsbescheinigung vor einigen Jahren durch einen Anwalt machen lassen.

    Gruss
    C N X

  10. #9
    waanjai
    Avatar von waanjai

    Re: Adoption

    Hier ist der Thread ja gut versteckt :bravo:

    Erneut kommt hier der Hinweis auf eine "gerichtliche" Sorgerechtsbescheinigung. Diese gibt es ganz zweifellos. Sie kommt allerdings höchst selten vor. Ebenso wie es die seltenere "gerichtliche" Scheidung neben der überwiegenden Scheidung vor dem Bezirksamt (Amphoe) gibt. Von dem was bisher geschrieben & verlinkt wurde, scheint zu folgern, dass es völlig verschiedene Rechts- und Verfahrensfolgen je nachdem gibt, ob es sich um eine Sorgerechtsbescheinigung des Bezirksamtes handelt (=Regelfall) oder es um eine Sorgerechtsbescheinigung eines Gerichts (=Ausnahme) geht.
    Beide Ausgangslagen sollten fein säuberlich getrennt gehalten und dargestellt werden. Und es sollte - nach Möglichkeit - nicht die Ausnahme breiter dargestellt werden als die Regel

    Weit im Vorfeld der Entscheidung für die Einbenennung oder direkt für die Adoption stellt sich zumeist schon die Frage nach der Art der Sorgerechtsregelung. In dem Ausgangsfall ist das Kind ja bereits in D.
    Dies kann nur passiert sein, wenn schon zwei Hürden genommen worden sind:
    1. In Thailand werden bereits erste Anforderungen bei der Beantragung eines Reisepasses für eine minderjährige Person gestellt:

    "Documents required when applying for a Thai passport
    Minors (under 20 years of age)
    1. Birth certificate (new born -14 years) or identity card (15-20 years)
    2. Marriage Registration Certificate of mother and father.
    3. Identity cards of mother and father.
    4. Consent of parents or legal guardian (s) Minors under 15 years of age must come to the passport office with both father and mother or legal guardian (s). In case one of the parents is unable to come , he/she must sign a letter of consent, which must be brought to the office by the other parent and the minor. Minors over 15 years of age can apply for a passport with a letter of consent alone signed by both father and mother or legal guardian (s).

    Other documents (if applicable)
    1. Certificate of changing personal name.
    2. Marriage registration certificate
    3. Divorce registration certificate
    4. Adoption registration certificate
    5. House registration document."
    Quelle: Voraussetzungen für die Ausstellung eines Reisepasses

    Im Falle der geschiedenen Mutter, muss diese "legal guardian" sein (das alleinige Sorgerecht haben), wenn die Zustimmung des Vaters nicht eingeholt werden soll oder kann. Diesen Status des legal guardian weist man in der Regel durch die Sorgerechtsbescheinigung des Bezirksamtes nach. Ohne diese gäbe es keinen Pass und deshalb keinen Antrag auf ein Visum.

    2. Die Ausländerbehörde genehmigt den Antrag auf Familiennachzug durch das Kind erst nach Prüfung der vorgelegten Sorgerechtsbescheinigung. Diese kann bei Unsicherheit über die nationalen Besonderheiten auch die Genehmigung unter dem Vorbehalt erteilen, dass die Deutsche Botschaft in Bangkok feststellt, dass die vorgelegte Sorgerechtsbescheinigung gültig und ausreichend ist.
    Erst dann gibt es ein Visum und das Kind kann ausreisen.

    Dieses alles vorab, um die Ausgangslage im Regelfall zu charakterisieren. Und nun stellt sich dann in der Tat die Frage, ob die Sorgerechtsbescheinigung des Bezirksamtes beim Adoptionsverfahren die Zustimmung des leiblichen Vaters ersetzen kann. :???:

    Diese Fragen haben die deutschen Juristen zu beantworten und eine hat dies auch schon getan. Siehe die Links in meinem früheren Beitrag.

  11. #10
    CNX
    Avatar von CNX

    Re: Adoption

    Ist denke das man mit einer gerichtliche Sorgerrechtsbescheinigung in jedem Fall auf der sicheren Seite ist. Der Aufwand und die Kosten dürften sich gegenüber einer Bescheinigung vom Bezirksamt nicht weh tun.

    Zitat Zitat von waanjai",p="116033
    3. Trägt das Kind in Thailand erst den Namen der Mutter, dann kann in Deutschland als erster Schritt die "Einbenennung" erfolgen. D.h. das Kind trägt danach in D den Namen des Ehemanns.
    Die Einbennung hier kann man jederzeit - egal welchen Namen das Kind hat - wenn eine Sorgerechtsbescheinigung vorliegt, vornehmen.

    Die Einbennung werde ich mal als eigenes Thema einstellen und auch die Unterlagen dazu bereitstellen. Wäre dann allerdings für Hessen. Ob es Unterschiedliche Regelungen in den einzelnen Bundesländern gibt, weiss ich nicht.

    Gruss
    C N X

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