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Ablegen der thailändischen Staatsangehörigkeit

Erstellt von Pustebacke, 28.06.2005, 06:42 Uhr · 30 Antworten · 8.025 Aufrufe

  1. #11
    johndoe69
    Avatar von johndoe69

    Re: Ablegen der thailändischen Staatsangehörigkeit

    Zitat Zitat von Antonio_Swiss",p="256094
    Braucht sie dann auch ein Visum??? und dann noch die Frage: wer kontrolliert eigentlich, ob eine neueingebürgerte Person tatsächlich ihre alte Staatsangehörigkeit aufgibt? Kann mir duraus vorstellen, dass da einige sind, die doppelspurig fahren...
    Klar braucht sie dann als Deutsche/Schweizerin genau so ein Visum wie du... und prüfen tun das in aller Regel die zuständigen Behörden.

  2.  
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  3. #12
    Tom_Bern
    Avatar von Tom_Bern

    Re: Ablegen der thailändischen Staatsangehörigkeit

    @Antonio_Swiss:

    Achtung! Deutschland und die Schweiz kannst Du nicht vergleichen, da ganz unterschiedliche Gesetze gelten! Da die Schweiz die doppelte Staatsbürgerschaft Schweiz-Thailand anerkennt, meldet sie Einbürgerungen auch nicht nach Thailand. Wenn also die in der Schweiz eingebürgerte Person dies in Thailand auch nicht meldet, ist dies zwar nicht ganz legal, aber wer kann dies schon kontrollieren? Die Schweiz meldet solche Einbürgerungen jedenfalls nicht in Thailand, weil es für die Schweiz ja ein normaler Vorgang ist. In Deutschland ist es freilich anders. Bitte korrigiert mich nun, wenn ich einen Blödsinn schreibe, aber ich bin der Meinung dass Deutschland die Doppelstaatsbürgerschaft Deutschland-Thailand nicht anerkennt und deshalb natürlich innerhalb der jeweiligen Behörden auch ein Austausch der Informationen stattfindet.

    Gruss Tom

  4. #13
    Avatar von Muecke

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    29.03.2005
    Beiträge
    38

    Re: Ablegen der thailändischen Staatsangehörigkeit

    Deutschland erkennt die doppelte Staatsburgerschaft an. aber Thailand nicht. Hab mich hier auf dem Ausländeramt mal schlau gemacht. Von deutscher Seite könnte meine Frau ihre thailändische Staatsangehörigkeit behalten. Aber von Thaiseite her nicht.Thailand erlaub grundsätzlich keine doppelte Staatsbürgerschaft.Ausnahme die gemeinsamen Kinder. Da aber die deutschen Behörden verpflichtet sind die Einbürgerung zu melden, kriegen die Thais natürlich Wind davon. Jetzt müsste man nur einen Sachbearbeiter finden, der einfach mal vergisst die thailändische Seite zu informieren.

  5. #14
    Avatar von rstone16

    Registriert seit
    02.01.2005
    Beiträge
    290

    Re: Ablegen der thailändischen Staatsangehörigkeit

    Auf der Webseite der

    Royal Thai Embassy
    1024 Wisconsin Avenue, N.W., Suite 401
    Washington, D.C. 20007

    Royal Thai Embassy Washington DC

    findet man eine interessante Zusammenstellung zu den verschiedensten Varianten zu diesem Thema.

  6. #15
    Bukeo
    Avatar von Bukeo

    Re: Ablegen der thailändischen Staatsangehörigkeit

    Bei überschlägiger Rechnung bin ich pro Person auf gesamt circa 8000 € gekommen.
    unsere Nichte hat sich in D einbürgern lassen. Auch sie wurde aufgefordert, die thail. Staatsbürgerschaft nach Erhalt der deutschen - abzugeben.
    Ich (war ihr bei den Formularen behilflich) habe mal das Merkblatt durchgelesen und hab ihr dann geraten - gar nichts zu tun. Sie ist mittlerweile von D nach Österreich gezogen und hat auch nie wieder etwas von der AB gehört.

    Die Kosten - die du aufgelistet hast, stimmen in etwa. Sie sind aber einerseits auch so hoch, dass man sich hier auf das Recht:
    "nicht zumutbar" berufen kann.
    Das Gesetz sagt aus, dass man sich eben nur dann ausbürgern lassen muß, wenn es dem Bewerber auch zumutbar ist.
    Meiner Nichte, die keinerlei Einkommen hat, die thail. Schrift nicht lesen kann - ist es auf keinen Fall zumutbar, ohne finanzielle Mittel nach Thailand zu fliegen, um dort die nötigen Zeugen zu überreden nach D zu kommen, wobei die erstmal ein Visum erhalten müßen.

    Also vergiß es :-)
    Notfalls, wenn die Aufforderungen bestimmter werden, einen Anwalt einschalten, du wirst sehen - wie schnell das vom Tisch ist und billiger ist es auch.

  7. #16
    Schulkind
    Avatar von Schulkind

    Re: Ablegen der thailändischen Staatsangehörigkeit

    Zitat Anfang -- einer Caritasberatungsstelle :

    ich kann versuchen, Ihnen nur im Sinne einer allgemeinen Beratung eine
    Antwort auf Ihre Frage zu geben. *Verbindliche Rechtsberatung* können
    Sie eventuell bei einem Rechtsanwalt erhalten, da wir es als
    Beratungstelle nicht tun dürfen.

    Es gibt mehrere Länder, die Ihre Bürger aus der Staatsbürgerschaft nicht
    entlassen, wenn diese, wie in Ihrem Falle, eine neu Stattsbürgerschaft
    in einem anderen beantragen.
    Nach gängiger Praxis werden Sie u.U. von der deutschen Seite
    aufgefordert, diesen Umstand nachzuweisen. D.h. Sie müssen mit
    Dokumenten belegen, dass für Sie (Ihre Frau) eine Ausbürgerung aus
    der bisherigen Staatsbürgerschaft nicht möglich ist: weil es
    unzumutbarer Umstand ist (Finanziell ?? Rechtlich ?? Politisch ??. oder
    weil Thailand es erschwert/unmöglich macht - hier vielleicht ein
    Dokument aus der Botschaft.

    Nur in wenigen Ausnahmefällen akzeptieren die deutschen Behörden
    doppelte Staatsbürgerschaft.

    Ende des Zitats :


    [fade:58ac913b6b]Wie´s also ausschaut ist das eine schwere Geburt und keine Hilfe.
    Auch beim Innenministerium schaut es mit Antworten genauso trüb aus. Nur die allgemeinen Antworten die e´ schon jeder weiss.[/fade:58ac913b6b]

    Zitat Anfang, Innenm. Abt. 36 Migranten und Aussiedler.

    nach meinen Informationen, die von Dezember 2003 stammen, ist die Sachlage bei einem Verzicht auf die thailändische Staatsangehörigkeit folgende:

    Ihre Frau muss zunächst das Einbürgerungsverfahren in Deutschland betreiben. Ein Verzicht auf die thailändische Staatsangehörigkeit ist erst nach erfolgter Einbürgerung möglich. Zuständig für das Verfahren ist die für Ihren Wohnort zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde (das kann die Kreisverwaltungsbehörde sein).

    Nach erfolgter Einbürgerung müsste sich Ihre Frau an die nächste thailändische Botschaft oder Konsulat wenden und dort das Antragsformular für das Entlassungsverfahren anfordern. Sie bekommt dann das Antragsformular, das mit zahlreichen Unterlagen an die Botschaft oder das Konsulat geschickt werden muss. Nach ca. 2-3 Monaten wird mit dem Antragsteller ein persönlicher Vorsprachetermin vereinbart. Von einem weiteren Termin in Bangkok ist in dem mir zur Verfügung stehenden Merkblatt des thailändischen Generalkonsulats in Frankfurt nichts gesagt. Das Entlassungsverfahren dauert ca. 2-3 Jahre. Über die Kosten ist mir nichts bekannt. Das Merkblatt verweist hinsichtlich der Gebühren darauf, dass diese erst vor Ort bekannt gegeben werden und dann wohl auch gleich bezahlt werden müssen. Möglicherweise hat die für Sie zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde weitere Informationen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Im Auftrag

    Zitat Ende, Innenm. Abt. 36 Migranten und Aussiedler.

    Das ist alles nicht sehr ergiebig und sehr dünn.


    Gruss, --------------------- >>

  8. #17
    luckybaby
    Avatar von luckybaby

    Re: Ablegen der thailändischen Staatsangehörigkeit

    Letzter Eintrag vom Juli...

    Der hier fixierte Stand war mir auch so klar und bekannt.
    Interessant sind vor allem die Auslegungen zur Unzumutbarkeit der Entlassung bzw. Ausbürgerung. Da schreiben die Verwaltungsvorschriften zum Staatsangehörigkeitsrecht (StAR-VwV)unter §87 ff. (http://www.info4alien.de/einbuergeru...e/star_vwv.pdf)
    einerseits, dass
    eine Ausbürgerung nicht länger als 2 Jahre und dann zusätzliche 6 Monate dauern darf (87.1.2.3.3)- sonst wäre die Mehrstaatlichkeit (also Doppelpass) zu akzeptieren.

    Andererseits, wenn die Kosten (87.1.2.3.2.1) einschließlich Nebenkosten zur Entlassung 2.500 DM übersteigen.

    Sorry, bei Thailand heißt es nach den offiziellen Bekanntmachungen 2-3 Jahre, die Entlassung kann aber auch länger dauern.

    Die Kosten werden gar nicht genannt - Überraschungspaket - Geht es dann nach dem Einkommen oder Vermögen des Ehemannes?
    Aber sicher werden durch den Thailändischen Zeugen und die Kosten, die entstehen auf jeden Fall mehr als 1.300 € fällig.

    Gibt es hier neue Informationen oder Erfahrungen wie die deutschen Behörden das handhaben mit der Eibürgerung von Thais?

    Danke für Informationen
    luckybaby

  9. #18
    Bukeo
    Avatar von Bukeo

    Re: Ablegen der thailändischen Staatsangehörigkeit

    Gibt es hier neue Informationen oder Erfahrungen wie die deutschen Behörden das handhaben mit der Eibürgerung von Thais?
    ich habe so einen Fall gerade in meinem Bekanntenkreis.
    Die Behörden des LRA Rosenheim haben das so akzeptiert und meiner Bekannten den deutschen Pass ausgehändigt, mit dem Hinweis - die Ausbürgerung nachträglich in die Wege zu leiten :-)
    Meine Bekannte ist zwischenzeitlich nach Österreich verzogen und hat nun 2 Staatsbürgerschaften.
    Das wird wohl auch so bleiben.

  10. #19
    luckybaby
    Avatar von luckybaby

    Re: Ablegen der thailändischen Staatsangehörigkeit

    [quote="Bukeo",p="285534"]
    Die Behörden des LRA Rosenheim haben das so akzeptiert und meiner Bekannten den deutschen Pass ausgehändigt, mit dem Hinweis - die Ausbürgerung nachträglich in die Wege zu leiten :-)
    Weil Thailand erst eine Ausbürgerung bearbeitet, wenn jemand woanders schon eingebürgert ist und weil das in Deutschland ja auch bekannt ist, ist diese Vorgehensweise ganz normal.

    Nur was da gelaufen ist, ist ja schlicht und ergreifend illegal. Nach diesen Wegen fragte ich nicht. Da hört man noch so manches mehr.
    Übrigens viele Türken, die ihre Heimatstaatsangehörigkeit aufgaben (hier anders als in Thailand, die wurden kurzzeitig staatenlos, bevor sie wieder in D eingebürgert wurden), haben nachdem sie Deutsche waren, sich einfach ihren türkischen Pass wieder geholt.
    Klar auch illegal und weil das ganz einfach tausendfach aufflog, hat sie Deutschland wieder ausgebürgert. Teilweise mit weitreichenden Konsequenzen für die Leute.
    Wer als Deutscher eine andere Staatsangehörigkeit erwirbt, verliert automatisch die Deutsche.

    Bei diesen unzumutbaren Bedingungen der Ausbürgerung Thailands wird möglicherweise eine Eingruppierung in die Länder kommen, die es unzumutbar erschweren und damit eine Mehrstaatslichkeit automatisch hingenommen wird.

    Übrigens die formgerechte Antragstellung zur Ausbürgerung in FRA ist schon nicht einfach. Ein thailändischer Zeuge, der Geburtsort und die thail. Staatsangehörigkeit bestätigt, könnte ja nur ein Verwandter oder Nachbar sein, denn wer kann sonst ohne Meineid den Geburtsort bestätigen?
    Die Staatsangehörigkeitsstelle, die die Einbürgerung in D vornimmt, kann mit Zwangsgeldern die formgerechte Antragstellung zur Ausbürgerung forcieren.

    Gibt es schon jemand, wo die Einbürgerungsstelle wegen der unzumutbaren Ausbürgerung sofort die Mehrstaatlichkeit akzeptiert hat?

  11. #20
    Bukeo
    Avatar von Bukeo

    Re: Ablegen der thailändischen Staatsangehörigkeit

    Nur was da gelaufen ist, ist ja schlicht und ergreifend illegal.
    nein, nicht unbedingt.

    Wenn einem eine Ausbürgerung wegen der hohen Kosten nicht zugemutet werden kann, so ist die Mehrstaatlichkeit von den Behörden hinzunehmen.

    Das LRA Rosenheim weiß z.B. auch, dass meine Frau und auch meine Bekannte, beide Pässe hat, obwohl sie in Hamburg bei der Einbürgerung seinerzeit zugesagt hat, sich um die Ausbürgerung zu bemühen.
    Wir haben uns bemüht, haben also einigen Schriftverkehr mit der thail. Botschaft produziert, diesen sorgfältig abgeheftet und fertig.
    Somit sind wir der Aufforderung der Behörden nachweislich nachgekommen, da uns das ganze aber einige tausend EUR gekostet hätte, muß man hier die Doppelstaatsbürgerschaft wohl akzeptieren.
    Wurde uns auch so von der Ausländerberhörde Rosenheim bestätigt.
    Die Grenze liegt wohl bei 2500 EUR. Das kostet aber schon das einfliegen der Zeugen, mit Aufenthalt usw.
    Weiters bekommen die Zeugen i.d. R. gar kein Visum - also schneidet sich da die Bundesregierung selbst ein wenig ins Fleisch :-)

    Weiters kann man sich sehr wohl wieder von seinem Ex-Staat einbürgern lassen, ohne dass man autom. die Staatsbürgerschaft der BRD verliert.
    Deutschland akzeptiert Doppelstaatsbürgerschaften bei einigen Ausnahmen. Z.B. Erbe, Geschäftsübernahme usw.

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