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6 Monate Abwesenheit

Erstellt von Castell, 26.02.2007, 21:14 Uhr · 17 Antworten · 4.743 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Castell

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    6 Monate Abwesenheit

    Hallo zusammen,

    ich werde demnächst mit meiner Familie für einige Jahre ins außereuropäische Ausland ziehen.
    Meine Frau hat momentan eine befristete Aufenthaltsgenehmigung bis Mitte 2008.
    Es ist abzusehen das wir länger als 6 Monate nicht nach Deutschland zurückkehren werden.
    Ich wollte jetzt mit meinem Arbeitsvertrag bei der Ausländerbehörde vorsprechen um eine Fristverlängerung für die Wiedereinreise zu erwirken.
    Hat schon mal jemand damit Erfahrung gesammelt ?

    Gruß

    Castell

  2.  
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  3. #2
    max
    Avatar von max

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    Re: 6 Monate Abwesenheit

    Zitat Zitat von Castell",p="456718
    Hallo zusammen,

    Meine Frau hat momentan eine befristete Aufenthaltsgenehmigung bis Mitte 2008.
    Es ist abzusehen das wir länger als 6 Monate nicht nach Deutschland zurückkehren werden.
    Mit Deinem Arbeitsvertrag hast Du gute Karten bei der AB. Eventuell brauchst Du eine seperate Bestätigung des Arbeitgebers. Ausser dem Arbeitsvertrag.

    Gehe ich richtig, in ein Land das nicht dem Schenenger Abkommen beigetreten ist?

    Du solltest Dich aber in dem Einreiseland unbedingt erkundigen ( Botschaft ) ob dort gegen -- eine befristete Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, eingetragen im Reisepass -- bedenken bestehen. Manche Länder erteilen bei dieser Konstelation keinen Daueraufenthalt.

    Gruss Max

  4. #3
    Avatar von DisainaM

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    Re: 6 Monate Abwesenheit

    wie lange lebt Deine Frau in Deutschland ?

    FARANG 01-2007

    Erteilung der "Niederlassungserlaubnis
    - Daueraufenthalt-EG"

    Wir berichteten bereits über die Besonderheiten der "Niederlassungserlaubnis - Daueraufenthalt-EG". Die EU führte mit der Richtlinie 2003/109/EG des Rates vom 25. November 2003 die "kleine EU-Freizügigkeit" für Drittstaatsangehörige ein, also auch für Thais, die die Rechtsstellung eines langfristig Aufenthaltsberechtigten erlangt haben. Diese Richtlinie hat Deutschland nicht wie vorgesehen bis zum 23. Januar 2006 in nationales Recht umgesetzt. Deshalb können sich nun Thais aufgrund des Anwendungsvorrangs auf unmittelbar anwendbare Bestimmungen der Richtlinie berufen.


    Vorteil der "Niederlassungserlaubnis - Daueraufenthalt-EG" ist, dass sie nur bei Vorliegen der in der Richtlinie genannten, wenigen Gründe aberkannt werden kann. [highlight=yellow:78876d1172]Dies ist u.a. der Fall, wenn sich der oder die Thai während eines Zeitraums von zwölf (12) aufeinander folgenden Monaten nicht im Hoheitsgebiet der Europäischen Gemeinschaft aufgehalten hat[/highlight:78876d1172], Art 9 Abs.1 Buchst. c der Richtlinie.[highlight=yellow:78876d1172] Somit ist dies von Vorteil im Vergleich zu den rein deutschen Aufenthalts- bzw. Niederlassungserlaubnissen, da die bereits nach sechs (6) Monaten Abwesenheit aus Deutschland erlöschen,[/highlight:78876d1172] § 51 Abs.1 Nr.7 AufenthG. Die beiden anderen allgemeinen Erlöschensgründe sind die Erlangung des Aufenthaltstitels auf betrügerische Art und Weise oder eine Ausweisung, gegen die jedoch der EG-Aufenthaltstitel besonders schützt.


    Ein weiterer Vorteil ist, dass ein langfristig Aufenthaltsberechtigter das Recht hat, sich länger als drei Monate in einem anderen Mitgliedstaat als demjenigen, der ihm die Rechtsstellung zuerkannt hat, aufzuhalten. Hierfür muss er innerhalb der drei Monate in dem zweiten Mitgliedstaat einen Aufenthaltstitel beantragen. Von ihm kann dort die Vorlage bestimmter Unterlagen (z.B. seine langfristige Aufenthaltsberechtigung, ein Ausweispapier, sein Arbeitsvertrag, Mietvertrag u.a.) und zum Nachweis fester und regelmäßiger Einkünfte sowie einer Krankenversicherung verlangt werden. Ein langfristig Aufenthaltsberechtigter, der sich in einem zweiten Mitgliedstaat aufhält, behält seine Rechtsstellung im ersten Mitgliedstaat, solange er diese im zweiten noch nicht erworben hat.


    Die Weisungslage der Berliner Ausländerbehörde sieht vor, dass die "Niederlassungserlaubnis - Daueraufenthalt-EG" als Zusatz und Erweiterung der rein deutschen Niederlassungserlaubnis (oder früher "unbefristete Aufenthaltserlaubnis") erteilt wird. Der Eintrag "Daueraufenthalt-EG" setzt einen schriftlichen und ausdrücklichen Antrag voraus. Somit genügt das allgemeine Antragsformular für einen deutschen Aufenthaltstitel nicht. Ausgenommen von dem Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt-EG" sind Thais, die Inhaber eines Aufenthaltstitels für einen Sprachkurs, aus humanitären Gründen oder für bestimmte Arbeitsaufenthalte sind. Voraussetzung ist zudem ein fünfjähriger ununterbrochener rechtmäßiger Aufenthalt. Der Lebensunterhalt muss einschließlich ausreichenden Krankenversicherungsschutzes gesichert sein. Weiter wird geprüft, ob der Ausländer die "Integrationsanforderungen" erfüllt. Dies ist der Fall, wenn z.B. ein Integrationskurs besucht worden ist. Die Erteilung erfolgt gebührenfrei.
    http://www.farang.de/Magazin/INHALT/recht.HTML

  5. #4
    Avatar von Castell

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    Re: 6 Monate Abwesenheit

    @max
    Es handelts sich bei dem Land um ein südostasiatisches, dürfte von daher kein Problem sein.

    @DisainaM
    Vorraussetzung ist also ein fünfjähriger Aufenthalt, meine Frau ist erst seit Juli 2005 in Deutschland.
    Gibt es für das Ausländeramt eine Ermessensspielraum, oder heisst das dann nach 6 Monaten außerhalb Deutschlands, neues
    Visum in BKK beantragen?

    Ich bin für jedes Argument dankbar das mir den erneuten Gang zur Botschaft erspart.

    Gruß

    Castell

  6. #5
    Avatar von phimax

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    Re: 6 Monate Abwesenheit

    Zitat Zitat von Castell",p="457091
    Gibt es für das Ausländeramt eine Ermessensspielraum
    M.W. ja.
    Wenn ihr dem Ausländeramt eine plausible Begründung gebt, könnten sie es genehmigen. Mag aber von Amt zu Amt unterschiedlich gehandhabt werden. Einfach mal nachfragen.

  7. #6
    Avatar von DisainaM

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    Re: 6 Monate Abwesenheit

    Es ist zwar möglich, für eine einmalige Gelegenheit eine 12 Monate Genehmigung von manchen Ausländerämtern zu bekommen, doch für immer wiederkehrende Gelegenheiten wird dies nichts helfen,

    da wäre es schon besser, die Ehefrau alle 5 Monate ein Wochenende nach Deutschland pendeln zu lassen,
    zum Glück gibts ja die Billigflieger,
    und eine Meldeadresse in Deutschland aufrecht zu erhalten.

    Einen kompletten Verfall des Aufenthaltstatuses und einer späteren Neubeantragung kann man nur abraten, da die Rahmenbedingungen zur Zeit immer weiter verschärft werden.

  8. #7
    Avatar von Castell

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    Re: 6 Monate Abwesenheit

    Ich werde nächste Woche zur Ausländerbehörde gehen und dort mein Anliegen vortragen.
    Über das Ergebnis werde ich berichten.

    Gruß

    Castell

  9. #8
    Avatar von DisainaM

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    Re: 6 Monate Abwesenheit

    nur wäre es klug, im Konjuntiv über mögliche Planspiele in der Zukunft zu reden,

    denn auch wenn Deine Frau nicht länger als 6 Monate im Ausland wäre, aber in einem Jahr nur 2 Wochen an der Meldeadresse zubringt,
    liegt streng genommen ein Gesetzesverstoss vor,
    da sie ihren Lebensmittelpunkt nicht mehr an dem Ort hat.

    Den Lebensmittelpunkt hat man dort, wo man 181 Tage im Jahr zubringt.
    Wird die Behörde darauf gestossen, dass in einem konkreten Fall ein Mißbrauch stattfinden könnte,
    weckt man nur unnötig schlafende Hunde.

  10. #9
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: 6 Monate Abwesenheit

    Wenn es um mehrere Jahre im Ausland geht würde ich gar mich gar nicht um eine Fristverlängerung bemühen sondern dann irgendwann, wenn man wieder zurück nach Deutschland geht, ein neues Visum zu Familienzusammenführung beantragen.

  11. #10
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: 6 Monate Abwesenheit

    Zitat Zitat von DisainaM",p="457420
    Den Lebensmittelpunkt hat man dort, wo man 181 Tage im Jahr zubringt.
    Ich weiß nicht, ob das in anderen Rechtsgebieten anders ist, aber steuerlich ist das nicht richtig. Seinen Wohnsitz und damit seinen Lebensmittelpunkt kann man auch irgendwo haben, wenn man weniger Zeit anwesend ist. In bestimmten Fällen reicht sogar ein Aufenthalt alle zwei Jahre.

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